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Verschiedenes

 
NABU mit breiter UnterstĂŒtzung: Über 520.000 Mitglieder und Förderer
Tschimpke fordert umweltvertrĂ€gliche Energiewende und Schutzprogramm fĂŒr FlĂŒsse

Mit ĂŒber 520.000 Mitgliedern und Förderern blickt der NABU auf ein erfolgreiches Jahr 2012. Den grĂ¶ĂŸten Teil der Einnahmen von insgesamt 29,5 Millionen Euro machten mit 15,8 Millionen Euro die MitgliedsbeitrĂ€ge aus (2011: 15 Millionen Euro). Die Spendengelder erhöhten sich gegenĂŒber dem Vorjahr auf etwa 4,3 Millionen Euro (2011: 3,5 Millionen Euro). Die Verwaltungskosten blieben mit einem Anteil von 3,3 Prozent an den Gesamtaufwendungen konstant.

„Diese erfreuliche Bilanz ist eine sichere Basis, um uns weiterhin stark fĂŒr den Schutz von Umwelt und Natur zu engagieren. Die breite UnterstĂŒtzung in der Bevölkerung zeigt, dass die Menschen ein großes Interesse an einer intakten Natur mit Artenreichtum, sauberer Luft und Wasser sowie gesunden Böden haben“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke am Freitag in Berlin. Er verwies auf das besondere Engagement der rund 35.000 ehrenamtlichen Mitarbeiter im NABU, die sich bundesweit in ĂŒber 2.000 Gruppen fĂŒr den Schutz von Natur und Umwelt einsetzen. Erfolgreich sei der NABU auch als bundesweite Zentralstelle fĂŒr den Bereich Umwelt- und Naturschutz beim Bundesfreiwilligendienst (BFD), der seit Juli 2011 den frĂŒheren Zivildienst ersetzt. 2012 wurden rund 300 Freiwillige fĂŒr den Einsatz in Tierheimen, biologischen und Naturschutzstationen oder Umweltbildungsprojekten gewonnen.

Mit Blick auf die Bundestagswahlen im September und die Energiewende forderte der NABU-PrĂ€sident eine sorgfĂ€ltigere Planung fĂŒr den Ausbau der erneuerbaren Energien. „Bei der Auswahl von Standorten und Trassen fĂŒr Anlagen, Netze und Speicher dĂŒrfen Schutzgebiete nicht gefĂ€hrdet oder entwertet werden. Was wir brauchen, ist eine stĂ€rkere ĂŒberregionale Raumplanung“, so Tschimpke. Es sei klar, dass der notwendige Ausbau der erneuerbaren Energien sowie die Erweiterung der Netzinfrastruktur nicht ohne Auseinandersetzungen erfolgen werden und Konflikt- und KompromissfĂ€higkeit von allen Beteiligten erfordere. Der NABU schlĂ€gt daher die Einrichtung einer unabhĂ€ngigen nationalen Transfer- und Clearingstelle vor. „Eine solche Instanz kann die Beratung, den Dialog und die Kommunikation in den jeweils von der Energiewende betroffenen Regionen unterstĂŒtzen und so mögliche Interessenkonflikte von vornherein verringern“, so Tschimpke.

Aus NABU-Sicht muss die nĂ€chste Bundesregierung mehr fĂŒr den GewĂ€sserschutz tun. „Der von der europĂ€ischen Wasserrahmenrichtlinie geforderte gute ökologische Zustand fĂŒr alle FließgewĂ€sser ist in Deutschland bis 2015 nicht erreichbar. Nur ein Drittel der ursprĂŒnglichen Flussauen sind noch erhalten und davon ist nur ein geringer Teil in einem naturnahen Zustand. NĂ€hrstoffe aus der Landwirtschaft belasten unsere FlĂŒsse. Begradigungen, Uferbefestigungen und Wehre haben sie in ein Korsett gezwĂ€ngt, das ihnen keinen Platz mehr lĂ€sst. Welche Folgen das Fehlen natĂŒrlicher RĂŒckhalteflĂ€chen fĂŒr die Wassermassen hat, haben wir erneut beim Juni-Hochwasser mit dem Leid der betroffenen Menschen und MilliardenschĂ€den fĂŒr die Volkswirtschaft erfahren“, so Tschimpke. Der Deichausbau solle sich daher kĂŒnftig auf Siedlungen und wichtige Infrastruktur konzentrieren, wĂ€hrend eine Ackernutzung im Auenbereich zu verbieten sei.

Der NABU macht sich fĂŒr ein „Bundesprogramm Blaues Band“ stark, mit dem Ziel, aus ineffizienten Wasserstraßen wieder naturnahe FlĂŒsse zu machen. Das Programm sollte in Zusammenarbeit mit Bund, LĂ€ndern und UmweltverbĂ€nden umgesetzt werden. Ein gutes Beispiel sei die bereits laufende Renaturierung der Unteren Havel, die unter FederfĂŒhrung des NABU gemeinsam mit dem Bund und den LĂ€ndern Brandenburg und Sachsen-Anhalt umgesetzt werde.

Aus NABU-Sicht hat die schwarz-gelbe Bundesregierung die Chancen fĂŒr eine umweltfreundlichere Agrar-, Klima- und Verkehrspolitik verpasst. Es fehlen weiterhin Vorgaben fĂŒr einen strengen Emissionshandel sowie eine Gesamtstrategie fĂŒr die energetische GebĂ€udesanierung als wichtigem Baustein zum Erreichen der Klimaziele. Auch blieben jegliche Impulse fĂŒr eine Verkehrswende in Deutschland hin zu deutlich weniger Klimagasemissionen, LĂ€rm und FlĂ€chenverbrauch aus. Bei den Verhandlungen zur EU-Agrarreform hat sich die Bundesregierung lediglich als ErfĂŒllungsgehilfe der Agrarindustrie hervorgetan. Umso wichtiger seien jetzt konsequente Schritte auf nationaler Ebene, um die ökologischen VorrangflĂ€chen sinnvoll auszugestalten und die lĂ€ndliche Entwicklung durch Mittelumschichtungen zu stĂ€rken. Auch beim Schutz der biologischen Vielfalt kann sich Deutschland nicht ausruhen: Bei der Ausweisung von FlĂ€chen fĂŒr das Schutzgebietsnetz Natura 2000 liegt es bislang unter EU-Durchschnitt.
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Fahrradtaxi rollt erstmals zur Probe in Breisach
Fahrradtaxi / Foto: Matthias Reinbold
 
Fahrradtaxi rollt erstmals zur Probe in Breisach
Fahrten von Montag, 2.September, bis Donnerstag, 5.September 2013

Breisach (ft). Das Fahrradtaxi aus Freiburg rollt jetzt erstmals fĂŒr einige Tage in der Europastadt Breisach im Tagesbetrieb. Damit soll zwischen Montag, 2. September, und Donnerstag, 5. September 2013, geprĂŒft werden ob kĂŒnftig eine Ausweitung des Angebotes nach Breisach möglich ist. Vorstellbar ist dabei neben einem festen umweltfreundlichen Fahrdienst in der Kernstadt ebenso ein punktueller Einsatz wie etwa bei Veranstaltungen in Breisach.

Das Fahrradtaxi mit Platz fĂŒr zwei FahrgĂ€ste war in den vergangenen Wochen schon mehrfach prĂ€sent auf dem GelĂ€nde des Winzerkellers mit der Versucherle Tour fĂŒr den neuen Wein Wild Senses - aktuell am Weinfestsamstag, 31. August, und Weinfestsonntag, 1.September jeweils etwa von 12 Uhr bis 20 Uhr bei gutem Wetter.

Die Probefahrten in der Europastadt werden möglich durch die Abstimmung mit Breisach-Touristik, der Vinothek, dem Winzerkeller, dem Restaurant am Rhein sowie das Unternehmen ATV Stange Freiburg als Partner fĂŒr den Transport des Fahrradtaxis.

Alle beteiligten Akteure sehen in dem neuen Sommerferienangebot in Breisach eine gute Möglichkeit, GÀste und Einheimische jeweils in den Nachmittagsstunden die Europastadt auf neuen Wegen in Bewegung zu bringen.

Die Fahrpreise werden nach der Entfernung berechnet. Vorgesehen ist dazu ebenso eine "Rundfahrt" durch die Innenstadt.

FahrgĂ€ste erhalten außerdem unter anderem Gutscheine fĂŒr den Breisacher Weinbrunnen.

Das Fahrradtaxi in Freiburg kann in diesem Jahr bereits das zehnjÀhrige Bestehen feiern.
 
 

Der Countdown lÀuft: Nur noch zwei Tage bis zur Batnight 2013
Fliegendes Mausohr / Foto: Eberhard Menz (c) NABU
 
Der Countdown lÀuft: Nur noch zwei Tage bis zur Batnight 2013
NABU gibt Tipps zur fledermausfreundlichen GebÀudesanierung

Berlin – Mehr als 230 Veranstaltungen sind mittlerweile gemeldet: An der Batnight 2013 am 24. und 25. August beteiligen sich wieder viele NABU-Gruppen mit Exkursionen und Festen rund um die Fledermaus. Die jĂ€hrlich stattfindende Internationale Fledermausnacht wird vom EuropĂ€ischen BĂŒro fĂŒr Fledermausschutz EUROBATS veranstaltet und in Deutschland vom NABU organisiert. Gemeinsam mit Experten geht es mit Bat-Detektoren auf die Suche nach den Flugakrobaten. Besucher erfahren zudem, wie die nachtaktiven Tiere leben, und vor allem wo. Denn ein Grund fĂŒr die EinschrĂ€nkung des Lebensraums der FledermĂ€use ist auch eine nicht sachgemĂ€ĂŸe Modernisierung von GebĂ€uden.

„Um Tieren auch weiterhin Wohn- und Lebensraum an GebĂ€uden zu bieten, mĂŒssen Klima- und Artenschutz an GebĂ€uden Hand in Hand gehen“, erklĂ€rt NABU-Energieeffizienzexperte Ulf Sieberg. „Eine fledermausfreundliche Modernisierung des Hauses steht damit nicht im Widerspruch zur energetischen Sanierung“, so Sieberg. Kot- oder Urinspuren an den AußenwĂ€nden deuten auf einen Fledermausbestand hin. In RolllĂ€denkĂ€sten, hinter Spalten in der GebĂ€udefassade oder im Kniestock und Dach zwischen Ziegeln können sie sich einnisten und werden erst bei laufender Sanierung entdeckt – oder bleiben gar unbemerkt.

Bei einer artenschutzgerechten Haussanierung mĂŒssen einige Details beachtet werden, denn Schlaf- und Nistquartiere bzw. Wochenstuben sind nach § 44 Bundesnaturschutzgesetz geschĂŒtzt und dĂŒrfen nicht zerstört werden. Daher sollte im Zweifelsfall, ob FledermĂ€use zur „Untermiete“ wohnen, ein Gutachter hinzugezogen werden.

Artgerechte Fledermausbehausungen wie FassadenflachkĂ€sten und -quartiere aus wĂ€rmeisolierenden Holzbeton sowie Fledermaustafeln und -steine sollten immer in der Abwesenheit der Tiere angebracht werden. Letztere sind speziell fĂŒr den Einbau in Fassaden entwickelt worden. Sie sind wartungsfrei und lassen sich problemlos in Putz- und ZiegelwĂ€nde integrieren, ohne WĂ€rmebrĂŒcken oder Tauwasserprobleme im Wandaufbau zu verursachen. Um den freien Anflug zu ermöglichen, dĂŒrfen keine BĂŒsche oder Antennen im Umkreis von einem Meter vor und unter der Einflugschneise sein. Scheinwerfer oder Bewegungsmelder stören die NachtschwĂ€rmer und sollten ebenfalls nicht in der NĂ€he positioniert werden. Auch der Einsatz von giftigen Holzschutzmitteln sollte dringend vermieden werden. FĂŒr die AußenflĂ€chen sollten giftfreie Stoffe verwendet werden. „Eine durchdachte GebĂ€udesanierung kann somit fĂŒr Mensch und Tier gleichermaßen von Vorteil sein“, so Sieberg.

AusfĂŒhrliche Tipps zu einer fledermausfreundlichen GebĂ€udesanierung finden Sie unter: http://www.nabu.de/Fledermausschutz-am-Haus

Wer seine Beobachtungen bei der Batnight mit anderen Fledermausfans teilen möchte, kann diese beim NABU-Naturgucker veröffentlichen: http://www.nabu.de/naturerleben/naturgucker/
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Pappaufsteller anstelle von Elefanten
Gemeinsam ein Zeichen setzen - WWF und Zoo Leipzig © Zoo Leipzig
 
Pappaufsteller anstelle von Elefanten
Gemeinsame Aktion von Zoos und WWF fĂŒr den Artenschutz

Der illegale Handel mit Nashorn und Elfenbein hat in den letzten fĂŒnf Jahren besorgniserregende
Ausmaße angenommen. In SĂŒdafrika stieg die Nashornwilderei seit 2007 um ĂŒber
6.000 Prozent. Und etwa 30.000 afrikanische Elefanten starben im vergangen Jahr fĂŒr ihr
Elfenbein, die meisten davon in der Kongowald-Region. Um ein starkes Zeichen gegen die
weltweite Wildtier-Mafia zu setzen, haben WWF sowie die deutschen Zoos in Leipzig, Köln,
MĂŒnster und der Opel-Zoo in Kronberg daher den „Tag des leeren Geheges“ ausgerufen. Im
Elefanten- und Nashorngehege fehlten heute temporÀr die Bewohner. Die Botschaft:
Institutionen wie der WWF und Zoos engagieren sich fĂŒr den Erhalt der BiodiversitĂ€t, damit
Tiere wie Elefanten und Nashörner nicht direkt vor unseren Augen verschwinden.

„Mit dem Aktionstag wollen wir aufrĂŒtteln und auf die dramatische Situation fĂŒr Nashörner
und Elefanten hinweisen. Ranger sind die letzten Schutzschilder der Tiere in der Wildnis und
riskieren oftmals ihr Leben fĂŒr deren Rettung. Wir zollen ihnen Respekt und wollen ihnen Mut
zusprechen“, sagt Eberhard Brandes, Vorstand des WWF Deutschland. Die Bedeutung der
Zoos fĂŒr den Arterhalt hebt Prof. Dr. Jörg Junhold, PrĂ€sident des Weltverbandes der Zoos
und Aquarien, hervor: „Bestimmte Tierarten werden gejagt, bis es zu spĂ€t ist. In Zoos
gehaltene BestÀnde von bedrohten Tierarten haben bereits mehrfach die Wiederansiedelung
möglich gemacht. Die internationale Zoo-Gemeinschaft versteht sich als Ort des
Artenschutzes – und auch der Bildung. Die Tiere sind Botschafter fĂŒr ihre freilebenden
Artgenossen, Zoos damit PR-Agenturen fĂŒr die Interessen der Wildtiere. Wie wir heute
wissen, schĂŒtzt der Mensch nur, was er kennt.“

Besondere Aufmerksamkeit haben in Leipzig auch die Ranger in den Nationalparks erfahren,
die an vorderster Front fĂŒr den Schutz der Tiere kĂ€mpfen. Um sie moralisch aus der Ferne
zu unterstĂŒtzen, haben die Zoo-Besucher Dankespostkarten an die WildhĂŒter geschrieben,
die nun an Ranger im Kongobecken und in die Republik SĂŒdafrika weitergeleitet werden. Um
sie fĂŒr ihre gefĂ€hrliche Arbeit zu wappnen, unterstĂŒtzt der WWF in verschiedenen LĂ€ndern
den Aufbau von Rangertrainings zur Wilderei-BekĂ€mpfung, liefert AusrĂŒstungen und beteiligt
sich am Aufbau von grenzĂŒbergreifenden Anti-Wilderei-Einheiten. Zudem finanziert er
Trainings, um die Tatortaufnahmen und Beweissicherstellung zu verbessern und TĂ€ter
einfacher ĂŒberfĂŒhren zu können.

Der Weltverband der Zoos und Aquarien (WAZA) unterstĂŒtzt weltweit Artenschutz- und
Forschungsprogramme, um vom Aussterben bedrohte Tierarten zu erhalten. Um den Schutz
von Elefanten geht es bspw. in Programmen in Indien und Botswana, fĂŒr den Erhalt von
Nashörnern laufen u.a. Projekte in Namibia und Botswana.

So hat sich in Zentralafrika der Bestand der Waldelefanten SchÀtzungen zufolge zwischen
2002 und 2011 auf weniger als 100.000 Tiere halbiert. Weiter sĂŒdlich sind es vor allem die
Nashörner, die gnadenlos verfolgt werden: In der Republik SĂŒdafrika wurden in diesem Jahr
bereits mehr als 536 Nashörner gewildert. Sogar das MilitÀr ist zu ihrem Schutz im Einsatz.
Schuld daran ist die unstillbare Nachfrage aus Asien. Die astronomischen Preise, die fĂŒr
Wildtierprodukte auf dem dortigen Schwarzmarkt zur medizinischen Nutzung oder als
Schmuck gezahlt werden, machen den illegalen Handel mit bedrohten Arten enorm lukrativ.

Hintergrund:

Allein in den vergangenen zwölf Monaten haben laut Zahlen der International Ranger
Federation mindestens 82 WildhĂŒter weltweit beim Einsatz fĂŒr die Natur ihr Leben verloren.
60 davon kamen gewaltsam ums Leben. UnfÀlle, wie Feuer oder Tierattacken, waren
dagegen die Ausnahme. Allein in Afrika starben 42 von ihnen im Einsatz – doppelt so viele
wie im Jahr zuvor.
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NABU-Zahl des Monats
BreitflĂŒgelfledermaus am Quartier / Foto: Eberhard Menz
 
NABU-Zahl des Monats
2862 „Fledermausfreundliche HĂ€user“ in Deutschland

NABU: Wohnungsnot der kleinen Flugakrobaten wird gelindert

2862 HĂ€user hat der NABU in Deutschland inzwischen als „Fledermausfreundliches Haus“ ausgezeichnet. In ihnen finden die nĂ€chtlichen Flugakrobaten den dringend benötigten Unterschlupf. Denn FledermĂ€use sind wie kaum eine andere Tiergruppe in ihrer Wohn- und Lebensweise vom Menschen abhĂ€ngig. Bevorzugt besiedeln sie Dachböden und HohlrĂ€ume – ohne dabei die Bausubstanz zu schĂ€digen.

„Fledermausfreundliche HĂ€user“ werden vom NABU und seinen Partnern mit einer Plakette ausgezeichnet. Mit der Aktion soll langfristig die Wohnungsnot der kleinen Flugakrobaten gelindert werden.

Damit FledermĂ€use durch die Sanierung von GebĂ€uden und andere baulichen Maßnahmen ihre LebensrĂ€ume nicht verlieren, sollten Klima- und Artenschutz Hand in Hand gehen. Der NABU empfiehlt, Ritzen, Fugen und Spalten, die durch die Modernisierung von Fassaden und DĂ€chern verloren gehen, durch kĂŒnstliche Ersatzquartiere an derselben Stelle zu ersetzen.

Am 24. und 25. August können die seltenen Kunstflieger wieder an vielen Orten Deutschlands beobachtet werden. Bei der „Batnight 2013“ bieten NABU-Gruppen zahlreiche Exkursionen und Veranstaltungen an. Durch die jĂ€hrlich stattfindende EuropĂ€ische Fledermausnacht soll auf die Bedrohung der Tiere aufmerksam gemacht werden.
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NABU-Kreuzfahrt-Check: Fast alle Schiffe schaden Gesundheit und Umwelt
TUI und Hapag-Lloyd legen mit Abgastechnik vor, AIDA weiter ohne Kat und Filter

Kaum ein Kreuzfahrtschiff, das in den kommenden Jahren in Europa unterwegs sein wird, ist aus Gesundheits- und Umweltsicht empfehlenswert. Dies ist das Ergebnis einer Analyse des NABU. Der Umweltverband untersuchte alle 20 der bis 2016 fĂŒr den europĂ€ischen Markt vom Stapel laufenden Kreuzfahrtschiffe auf ihre Abgastechnik und deren Auswirkungen auf Klima, Umwelt und Gesundheit hin.

Am besten schneiden die Anbieter TUI und Hapag Lloyd ab. Beide setzen mit Stickoxid-Katalysatoren erstmals bei Kreuzfahrtschiffen auf wirksame Abgastechnik. Allerdings fehlt auch ihnen weiter ein Rußpartikelfilter. Klarer Verlierer des NABU-Kreuzfahrtrankings ist AIDA. Beim BranchenfĂŒhrer klaffen Anspruch und Wirklichkeit am weitesten auseinander. „AIDA wird bis auf Weiteres ohne jegliche Abgastechnik unterwegs sein. Seinen jĂ€hrlich mehr als 600.000 GĂ€sten pustet das Unternehmen damit weiter hochgradig giftige Abgase um die Nase“, sagte NABU-Verkehrsexperte Dietmar Oeliger.

Insgesamt, so zeigt die Analyse, werden 17 der 20 Schiffe ĂŒber keinerlei Abgasreinigung verfĂŒgen. Und das, obwohl die Technik lĂ€ngst verfĂŒgbar und im Vergleich zu den Gesamtkosten der Schiffe erschwinglich ist. Pro Schiff, so der NABU-Verkehrsexperte, koste ein wirksames Abgassystem maximal eine Million Euro – bei Gesamtinvestitionen von insgesamt 9,7 Milliarden Euro fĂŒr alle Neubauten bis 2016 mache dies gerade einmal 0,2 Prozent aller Kosten aus. „Es ist beschĂ€mend, dass AIDA, Costa und Royal Carribean lieber Millionen in teure Greenwashing-Kampagnen stecken, als tatsĂ€chlich einmal Geld in die Hand zu nehmen und in ein funktionierendes Abgassystem zu investieren“, so Oeliger.

Obwohl die Gesundheitsgefahr, die von ungefilterten Stickoxiden und Rußpartikeln ausgeht, auch den Reedereien hinreichend bekannt ist, seien diese weiterhin nicht bereit, flĂ€chendeckend Katalysatoren und Filter einzubauen und die Abgasbelastung so um weit mehr als 90 Prozent zu senken. Rußpartikel dringen tief in die Lunge ein, sind Krebs erregend und können Herzinfarkte verursachen. UnlĂ€ngst haben auch die Weltgesundheitsorganisation WHO und die deutsche Wissenschaftsorganisation Helmholtz-Gemeinschaft die massive GefĂ€hrdung von Anwohnern, GĂ€sten und Crewmitgliedern durch Schiffsabgase bestĂ€tigt. Rußpartikel aus Dieselmotoren sind demnach mit der Giftigkeit von Asbest gleichzusetzen. „Aus gesundheitlichen GrĂŒnden ist zurzeit auf keinem einzigen Kreuzfahrtschiff Urlaub ratsam“, so Axel Friedrich, weltweit anerkannter Experte fĂŒr Luftreinhaltung.

Erschwerend kommt hinzu, dass alle Reeder weiter auf Schweröl als Kraftstoff setzen. „Schweröl enthĂ€lt Unmengen an giftigen Substanzen, die bei der Verbrennung in die Atemluft gelangen. Auch im Falle einer Havarie birgt es erhebliche Gefahren fĂŒr die Meeresökologie. So genannte ‚Scrubber‘, wie verschiedene Reeder sie einsetzen wollen, senken zwar die Schwefeldioxidbelastung. Doch ihre Auswirkungen auf die Umwelt sind durch Reststoffe und die verlĂ€ngerte Nutzung von Schweröl inakzeptabel“, so Friedrich. Eine Umstellung auf den vergleichsweise sauberen Schiffsdiesel wĂ€re dabei sofort möglich.

ZusĂ€tzlich ist die gesundheitliche Belastung fĂŒr Hafenanwohner in den vergangenen Jahren durch Kreuzfahrtschiffe enorm gestiegen. Derzeit liegen die Ozeanriesen mit laufenden Motoren inmitten der HafenstĂ€dte vor Anker und pusten so Unmengen an Abgasen in die Luft. Die von den Reedereien seit Langem angekĂŒndigte emissionsreduzierte Stromversorgung wĂ€hrend der Liegezeit, zum Beispiel im Hamburger Hafen, fehlt noch immer. „Die Verzögerungstaktik der Reedereien ist angesichts zunehmender KreuzfahrtschiffanlĂ€ufe und der wachsenden Belastung von GĂ€sten und Anwohnern so unverstĂ€ndlich wie unverantwortlich“, sagte der Umweltexperte des NABU Hamburg, Malte Siegert. Schon fĂŒr dieses Jahr hatten TUI und AIDA jeweils mit FlĂŒssiggas betriebene Versorgungssysteme versprochen, um ihre Maschinen im Hafen teilweise abschalten zu können. „Die werbewirksamen Schlagzeilen haben die Unternehmen eingefahren, wĂ€hrend ihre Schiffe heute noch immer mit wenig RĂŒcksicht auf Verluste Dreck durch die Schornsteine ausstoßen“, so Siegert.

Ein einziges modernes Kreuzfahrtschiff stĂ¶ĂŸt tĂ€glich rund 450 Kilogramm Rußpartikel, 5.250 Kilogramm Stickoxide und 7.500 Kilogramm Schwefeldioxide aus. Die Luftschadstoffbelastung, die von den untersuchten 20 Kreuzfahrtschiffen ausgeht, entspricht damit insgesamt derjenigen von rund 120 Millionen modernen Pkw.
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Geburtenalarm auf dem Mundenhof: Nachwuchs bei Watussi-Rindern und Javaner-Affen
Auf dem Mundenhof gibt es derzeit keine Nachwuchssorgen: In der Nacht vom 31. Juli auf den 1. August haben eine Watussi-Kuh und ein Javaner-Affen-Weibchen jeweils ein Tierbaby zur Welt gebracht. Die Geburten wurden mit Spannung erwartet – seit Wochen waren die BĂ€uche rund und die Tierpfleger in Bereitschaft. Umso grĂ¶ĂŸer war die Überraschung, als es nun in einer Nacht gleich zweimal Nachwuchs gab.

In der afrikanischen Steppe vergrĂ¶ĂŸerte sich die Herde der Watussi-Rinder mit den prĂ€chtigen Hörnern damit auf fĂŒnf Tiere. Bei den Javaner-Affen sorgte die zwölfjĂ€hrige Mandiri fĂŒr den Zuwachs. Insgesamt tummeln sich nun 29 Tiere im Javaner-Affen-Gehege, 17 davon sind Kinder und Jugendliche. Entsprechend turbulent geht es im Gehege zu, das Leittier Niamuk hat alle HĂ€nde voll zu tun, die Gruppe im Griff zu behalten. Wer sich selbst davon ĂŒberzeugen möchte, kann dies bei einem Besuch in Baden-WĂŒrttembergs grĂ¶ĂŸtem Tiergehege tun - und dabei mit etwas GlĂŒck auch die Tierbabys entdecken.
 
 

Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung
Das Logo der UN-Dekade / Foto: Fesa e.V.
 
Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung
Der fesa e.V. erhÀlt Auszeichnung der Deutschen UNESCO-Kommission

Freiburg, 06.08.2013: Die Deutsche UNESCO-Kommission hat den fesa e.V. als Projekt der UN-Dekade "Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung" ausgezeichnet. Die Auszeichnung erhalten Initiativen, die das Anliegen dieser weltweiten Bildungsoffensive der Vereinten Nationen vorbildlich umsetzen: Sie vermitteln Kindern und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln. Nachdem 2012 das fesa-Projekt fĂŒr Grundschulen "Klimaschutz zum Anfassen" die Auszeichnung als Dekade-Projekt erhielt, bekommt nun der Verein als Ganzes die Anerkennung fĂŒr seine Arbeit.

"Der fesa e.V. zeigt eindrucksvoll, wie zukunftsfĂ€hige Bildung aussehen kann. Das Votum der Jury wĂŒrdigt das Projekt, weil es verstĂ€ndlich vermittelt, wie Menschen nachhaltig handeln", so Prof. Dr. Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees und der Jury der UN-Dekade in Deutschland.

Die Deutsche UNESCO-Kommission hat in Deutschland bereits ĂŒber 1.700 Projekte ausgezeichnet: In SchĂŒlerfirmen etwa lernen Kinder, ökonomisch sinnvoll und dabei umweltvertrĂ€glich sowie sozial gerecht zu handeln. KindergĂ€rten und Schulen richten ihr Konzept an den Prinzipien der Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung aus, bauen Solaranlagen oder engagieren sich fĂŒr fairen Handel. Außerschulische TrĂ€ger organisieren Bildungsangebote rund um das Thema nachhaltige Entwicklung. Dies sind nur einige von vielen Beispielen.

VielfĂ€ltiges Angebot im Rahmen von Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung

Im Rahmen der Bildung fĂŒr Nachhaltige Entwicklung bietet der fesa e.V. nicht nur pĂ€dagogische Projekte fĂŒr Kinder und Jugendliche, sondern ist auch in Bereichen Erwachsenbildung, AufklĂ€rung und Öffentlichkeitarbeit tĂ€tig. Zu den aktuell laufenden, pĂ€dagogischen Projekten zĂ€hlen "Unser Dorf hat Power", "Experimente mit Erneuerbaren Energien", "Klima-Rallye" und "Klimaschutz zum Anfassen".

Innerhalb der Erwachsenenbildung fördert der fesa e.V. zum einen den Kompetenzaufbau fĂŒr ehrenamtliche Energieinitiativen, der in Form von Workshops innerhalb des Projekts RegioNetz angeboten wird; zum anderen berĂ€t und informiert er Kommunen, fĂŒhrt jĂ€hrlich den Kongress "Energieautonome Kommunen" durch und bietet Fortbildungen im Bereich Energie- und Klimaschutzmanagement an.

FĂŒr AufklĂ€rung und Öffentlichkeitsarbeit sorgt der fesa e.V. nicht nur durch seine PresseprĂ€senz, sondern auch durch Veröffentlichung aktueller Themen und wichtiger Termine auf den Webseiten www.fesa.de, www.solarregion.net und www.energie-autonome-kommunen.de. VierteljĂ€hrlich bringt der fesa e.V. zudem die Zeitschrift SolarRegion mit immer wechselnden Topthemen auf den Markt, die ĂŒber regionale und ĂŒberregionale Entwicklungen in der Energiewirtschaft informiert und energie- und umweltpolitische Entscheidungen kritisch unter die Lupe nimmt. Auch im E-Paper fesa-Thema werden Themen aus dem Bereich Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit kritisch durchleuchtet und der Öffentlichkeit nĂ€her gebracht.

UN-Dekade "Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung" (2005-2014)

Nachhaltige Entwicklung funktioniert nur, wenn sich jeder fĂŒr eine menschenwĂŒrdige Gesellschaft einsetzt. Die notwendigen FĂ€higkeiten dazu vermittelt Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung, kurz BNE. Mit der UN-Dekade "Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung" (2005-2014) haben sich die Staaten der Vereinten Nationen verpflichtet, diese Art des Lernens in ihren Bildungssystemen zu verankern. Auf Grundlage eines einstimmigen Bundestagsbeschlusses koordiniert die Deutsche UNESCO-Kommission die deutschen AktivitĂ€ten zur UN-Dekade "Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung". Sie hat ein Nationalkomitee berufen und mit Mitteln des Bundesministeriums fĂŒr Bildung und Forschung eine Dekade-Koordinierungsstelle eingerichtet.

Anforderungen an Dekade-Projekte

Eine Jury aus Experten entscheidet ĂŒber die Auszeichnung der Bildungsprojekte. Voraussetzung ist die Ausrichtung der Arbeit an den GrundsĂ€tzen der Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung. So mĂŒssen Wissen und Kompetenzen aus den drei Nachhaltigkeits-Dimensionen Wirtschaft, Soziales und Umwelt vermittelt werden. Außerdem ist wichtig: Die Projekte haben einen innovativen Charakter, wirken in die Breite und bemĂŒhen sich um die Zusammenarbeit mit anderen Projekten.

Auch Kommunen können sich bewerben

Auch StĂ€dte, Gemeinden und Landkreise können eine Auszeichnung erhalten. FĂŒr außergewöhnliches Engagement im Bereich der Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung erhalten sie die Auszeichnung als Stadt oder Gemeinde der UN-Dekade. Bis heute wurde dieser Titel an 16 Kommunen in Deutschland verliehen. Nach zwei Jahren ist fĂŒr Projekte und Kommunen eine Wiederbewerbung fĂŒr die kommenden beiden Jahre möglich.
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