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Dienstag, 24. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
NABU: Monopolkommission propagiert Investitionsstopp fĂĽr Energiewende
Miller: Quoten fĂĽr erneuerbare Energien fĂĽhren in die Planwirtschaft

In dem heute vorgelegten Sonderbericht zur Energiewende fordert die von der Bundesregierung beauftragte Monopolkommission die Abschaffung der bisherigen Förderung von Strom aus erneuerbaren Energien in Deutschland. Stattdessen sollen künftig alle Energieversorger mit einem Quotensystem verpflichtet werden, für ihre Kunden bestimmte Mindestanteile an Ökostrom bereit zu halten oder einzukaufen. „Dass ausgerechnet die Berater der Bundesregierung, die für Markt und Wettbewerb zuständig sind, ein System empfehlen, das an staatlichen Kontrollen, bürokratischem und finanziellem Aufwand kaum zu übertreffen ist, ist vollkommen paradox“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Statt eine nationale Strategie für die Energiewende aufzulegen, würden die hiesigen Energieversorger zu Ausbau-Bremsern gemacht. Sie würden gezwungen, sich am Strommarkt mit möglichst billigen Grünstromzertifikaten einzudecken, weil es kaum noch Anreize für Investitionen in eigene Anlagen zur Erzeugung von Ökostrom gäbe.

Selbst das von der Monopolkommission gerne zitierte Vorzeige-Quotenmodell in Schweden sei nach Ansicht von Experten lange Zeit ein Hemmnis für den Ausbau von erneuerbaren Energien gewesen, weil es in Reinform nicht funktioniert hat. Erst nachdem mit massiven Strafzahlungen, Investitionskosten-Zuschüssen und Steueranreizen nachgebessert wurde, wurden die Vorgaben an die Energieversorger auch erfüllt. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen zudem, dass in Ländern mit Quotensystemen die Kosten für die Förderung erneuerbarer Energien aufgrund fehlender Investitionssicherheit deutlich höher liegen als mit dem deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetz. „Statt einen Systembruch und einen Ausbaustopp für erneuerbare Energien zu propagieren, müssen wir die Steuerungsinstrumente für die Energiewende intelligent weiter entwickeln. Quotenmodelle mit Verpflichtungen für die Energieversorger sind dagegen ein Irrweg in die Planwirtschaft“, so Miller.

Der NABU fordert die neue Bundesregierung auf, direkt nach der Wahl ein Sofortpaket mit Maßnahmen zur kurzfristigen Kostenentlastung bei den Strompreisen vorzubereiten. „Die Ausnahmeregelungen für die Industrie und die Eigenerzeugung von Strom im Erneuerbare-Energien-Gesetz können zurückgefahren, die Entschädigungen bei Netzengpässen gekappt und die Vergütungen für windreiche Standorte gesenkt werden“, so NABU-Energieexpertin Tina Mieritz.
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StraĂźenbeleuchtung: Energiesparkonzept ist umgesetzt
11.000 Leuchten in fĂĽnf Jahren umgerĂĽstet -
Stromverbrauch um knapp 35 Prozent gesenkt

Freiburgs Straßenlampen leuchten flächendeckend mit
deutlich weniger Energie. Um Energie und damit auch CO2
einzusparen, beauftragte das Garten- und Tiefbauamt (GuT)
die Badenova 2005 ein Energiesparkonzept fĂĽr Freiburgs
StraĂźenleuchten zu erarbeiten. Ergebnis des Konzepts war,
die vorhandenen Quecksilberdampflampen (HQL= weiĂźes
Licht) gegen energiesparende Natriumdampflampen (NAV=
gelbes Licht) auszutauschen und damit den Stromverbrauch
von etwa 10 Millionen kWh auf rund 6.6 Millionen kWh zu
senken, also jährlich rund 3,4 Millionen kWh.

Der Austausch der Leuchten sollte sich nach spätestens
sechseinhalb Jahren amortisieren. Zuerst ging es an die
größten Stromfresser; deren Lampen wurden zum Beispiel
von 160 Watt auf 70 Watt oder von 250 Watt auf 100 Watt
ausgetauscht. Die Lichtausbeute litt nicht darunter, denn die
NAV-Lampen sind in ihrer Leuchtkraft stärker als die
bisherigen HQL-Leuchten. Hinzu kommt, dass die alten
Leuchtenköpfe mit ihren satinierten und über die Jahre bereits
vergilbten Gläser weniger Licht durchließen. Mit den neuen,
klaren Gläser und einer neuen Spiegeltechnik können die
neuen Lampen auch besser leuchten.

Zwischen 2007 und 2012 hat die Badenova im Auftrag des
GuT insgesamt 11.000 Leuchten umgerĂĽstet, wodurch der
Stromverbrauch um knapp 35 Prozent gesenkt werden
konnte. Mit der Umstellung wurden etwa 2.000 Tonnen jährlich
CO2 eingespart. Damit ist die Stadtverwaltung ihrem
ambitionierten Klimaschutzziel bis 2030 die klimaschädlichen
Emissionen um 40 Prozent senken, wieder einen Schritt näher
gekommen. Die Investitionskosten von insgesamt 3,6
Millionen Euro amortisieren sich aufgrund der gestiegenen
Strompreise nun bereits nach fĂĽnf Jahren.

Die Freiburger Innenstadt wurde in diesem
Energiesparkonzept ausgespart, da die Leuchten in weiĂźem
Licht weiterhin leuchten sollen und somit der Einsatz der
gelben Natriumdampflampen nicht möglich war.

Als eine der Gewinnerinnen des Bundeswettbewerbs
„Kommunen in neuem Licht“ hat die Stadt Freiburg in der
Innenstadt jedoch bereits rund 280 HQL-Leuchten durch LEDLeuchten
ersetzt und wird die restlichen rund 200 Leuchten in
den kommenden Jahren noch umrĂĽsten.
 
 

 
NABU: Deutsche finden Umweltsteuer auf Getränkeverpackungen sinnvoll
Miller: Umweltschädliche Einweg-Verpackungen aus Sortiment nehmen

Fast jeder zweite Kunde in Deutschland wäre bereit, für umweltfreundliche Getränkeverpackungen mehr zu zahlen. 44 Prozent halten die Einführung einer Umweltsteuer auf Getränkeverpackungen für sinnvoll. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Emnid-Instituts im Auftrag des NABU. Die Umweltabgabe wird vor allem von weiblichen Befragten (49 Prozent) befürwortet. Von den männlichen Verbrauchern sehen 39 Prozent den Staat in der Verantwortung, über solch eine Steuer nachzudenken.

Die Quote ökologisch vorteilhafter Getränkeverpackungen – dazu zählen Mehrwegflaschen und Getränkekartons – geht seit Jahren dramatisch zurück. Sie liegt inzwischen unter 50 Prozent. In vielen Supermärkten gibt es ausschließlich Getränke in umweltschädlichen Plastikflaschen und Dosen. Deshalb fordert der NABU eine Umweltsteuer zur Erhöhung des Mehrweganteils. Die Einnahmen einer solchen Abgabe, die sich an der CO2-Bilanz einer Verpackung orientieren soll, könnte für die Förderung umweltfreundlicher Unternehmen verwendet oder für die Unterstützung von Handelsfilialen eingesetzt werden, die bewusst auf ein Mehrwegsortiment setzen.

Dies ist auch ganz im Sinne der Verbraucher, wie die Umfrage zeigt: Für drei Viertel der Kunden ist es beim Einkauf wichtig, dass Getränkeverpackungen umweltfreundlich sind. Über 60 Prozent der Befragten wären sogar bereit das Geschäft zu wechseln, wenn ein Laden nur umweltschädlich verpackte Getränke anbietet. „Es ist an der Zeit, politische Maßnahmen zu ergreifen, um den Trend zu immer mehr umweltschädlichen Plastikflaschen, Dosen und Einwegglas umzukehren. Die Verbraucher sind dazu bereit, nun muss die Politik die Hersteller umweltbelastender Getränkeverpackungen stärker in die Pflicht nehmen“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Der Handel hingegen habe sofort die Möglichkeit, im Sortiment stärker auf umweltfreundliche Verpackungen wie Mehrwegflaschen und Getränkekartons zu setzen.

Die Kehrseite der Medaille ist, dass es vielen Verbrauchern nach wie vor schwerfällt, umweltfreundliche Verpackungen zu erkennen und richtig einzuschätzen. Mehr als ein Drittel der Befragten hält umweltschädliche Getränkedosen für umweltschonend. Die vom Umweltbundesamt ebenfalls als ökologisch vorteilhaft bewerteten Getränkekartons werden vom Verbraucher gänzlich falsch beurteilt: Sie werden schlechter eingeschätzt als die umweltschädlichen Einwegflaschen aus Glas oder Plastik. „Die Umfrage zeigt, wie wichtig den Verbrauchern dieses Thema ist und dass knapp die Hälfte sogar bereit ist, die Trendwende bei den Getränkeverpackungen durch eine Umweltsteuer einzuleiten. Wenn ein Großteil der Kunden aber umweltfreundliche Verpackungen falsch einschätzt, ist der Handel gefragt, die Verbraucher durch die Auswahl und Präsentation seiner Waren auf umweltfreundliche Produkte aufmerksam zu machen“, so NABU-Umweltexperte Sascha Roth.
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Zoologischer Garten Berlin
Zebra im Berliner Zoo / Foto: Daniel Jäger (c) prolix-verlag.de
 
Zoologischer Garten Berlin
Der Berliner Zoologische Garten ist der älteste und bekannteste Zoo in Deutschland. Eröffnet im Jahr 1844 umfasst er 34 Hektar und liegt in Berlin-Tiergarten. Mit fast 1.500 verschiedene Arten und rund 19.500 Tieren im Zoo präsentiert er die umfangreichste Sammlung von Arten in der Welt. Der Zoo und seinem Aquarium hatte fast 3 Millionen Besucher im vergangenen Jahr. Es gilt als das meistbesuchte Zoo in Europa und einer der beliebtesten weltweit. Regelmäßige Tierfütterungen gehören zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten. Weltweit bekannte Tiere wie Knut , der Eisbär, und Bao Bao, der Panda haben zur Popularität in der Öffentlichkeit beigetragen. Der Zoo arbeitet mit vielen Universitäten, Forschungseinrichtungen und anderen Zoos auf der ganzen Welt zusammen. Es pflegt und fördert europäische Zuchtprogramme, trägt zum Schutz verschiedener bedrohter Tierarten bei und beteiligt sich an mehreren Programmen zur Wiedereinführung seltener Arten.
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Partnerverbände schließen sich zum „Bündnis Energieausweis“ zusammen
Verbrauchsbasierter Energieausweis für Gebäude / Foto: Wikipedia
 
Partnerverbände schließen sich zum „Bündnis Energieausweis“ zusammen
Reform des Energieausweises für Gebäude gefordert

Berlin – Der bisherige Energieausweis ist weit hinter seinen Erwartungen als klimapolitisches Instrument zurück geblieben. Zum einen existieren derzeit parallel der Bedarfsausweis und der Verbrauchsausweis, zudem sind bei dem Bedarfsausweis verschiedene Berechnungsmethoden möglich. Die Ergebnisse sind untereinander in keiner Weise vergleichbar. Zum anderen lässt die Verbraucherfreundlichkeit beim Design und die Aussagekraft des derzeitigen Ausweises zu wünschen übrig. Eigentümer und Mieter können mit der Darstellung nur wenig anfangen und auch die Aussagekraft des Bandtachos ist nicht nur in Fachkreisen umstritten.

„Der Ausweis in der jetzigen Form bietet weder verlässliche Ergebnisse über das energetische Niveau des jeweiligen Gebäudes, noch ist er von den Verbrauchern als Instrument angenommen worden. Wer fragt bei Kauf oder Anmietung schließlich wirklich nach dem Energieausweis?“, so der Sprecher des Bündnisses Energieausweis und Geschäftsführer des Branchenverbandes VdZ, Dr. Michael Herma. Michael Geißler, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands e.V. (eaD), fügt hinzu: „Der neue Gebäudeenergieausweis soll das Bewusstsein dafür schärfen, dass jede verschwendete Kilowattstunde Energie auch eine Verschwendung finanzieller Ressourcen ist. Nur wenn Eigentümer und Mieter über den energetischen Zustand ihres Hauses fachlich korrekt und zuverlässig informiert sind, kann es ein Umdenken hin zu mehr Wirtschaftlichkeit bei der Energiebereitstellung und -nutzung geben.“

Unter Berücksichtigung des enormen Energieeinsparpotenzials im Gebäudesektor darf ein so vielversprechendes Instrument nicht ungenutzt bleiben. Deswegen haben sich die Partnerverbände zum „Bündnis Energieausweis“ zusammengeschlossen, um das Thema Energieausweis auf die politische Tagesordnung zu setzen.

Das Bündnis fordert eine Abkehr vom Dualismus des Bedarfs- und Verbrauchsausweises hin zum reinen Bedarfsausweis, mit einem einheitlichen Berechnungsverfahren. „Der Energieausweis soll bei Hauseigentümern und Mietern für Transparenz sorgen, vergleichbare Ergebnisse zur energetischen Beschaffenheit des Gebäudes liefern und rechtlich belastbar sein“, so NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Nur so könne er als Grundlage für Rechtsgeschäfte, für Fördermittel oder andere verbindliche Aussagen dienen und einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Des Weiteren fordert das Bündnis Effizienzklassen, um dem Nutzer einen klaren Überblick zu dem Zustand des Gebäudes zu geben. „Die Darstellung als Bandtacho ist einfach nicht verbraucherfreundlich. Effizienzklassen, wie sie von Elektrogeräten bekannt sind, eignen sich aus unserer Sicht besser, weil der Verbraucher mit dem System bereits vertraut ist und sein Konsumverhalten danach orientiert. Wir möchten einen Ausweis, der jedem auf einen Blick zeigt, wie es um die Energieeffizienz seines Hauses bestellt ist und wo diese im Vergleich zu anderen einzuordnen ist“, sagt Lukas Siebenkotten, Direktor des Deutschen Mieterbundes.

Der vom Bündnis vorgestellte Ausweis informiert über den energetischen Zustand des Gebäudes und gibt dem potentiellen Käufer oder Mieter die Möglichkeit, die künftigen Wohnkosten, neben der Miete und sonstigen Nebenkosten auch die Heizkosten, realistisch abzuschätzen. Investoren wird die Bewertung von Gebäuden und damit die Risikoabschätzung für Investitionen erleichtert. Dem Eigentümer wiederum werden Energiesparpotentiale und wertsteigernde Effekte des Gebäudes aufgezeigt, die einen Modernisierungsanreiz auslösen. Hiervon erwartet sich das Bündnis Impulse für den lahmenden Sanierungsmarkt. Carsten Müller von der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF) hierzu: „Energieeffizienz ist bereits heute ein wesentlicher Job- und Wachstumsmotor und entscheidend für ein Vorankommen der Energiewende. Die Sanierungsquote bleibt aber weit hinter den politisch gewünschten und ökonomisch sinnvollen Zielen zurück. Wichtige Impulse für die heimische Wirtschaft bleiben aus, stattdessen kaufen wir weiter fleißig Öl und Gas von Putin und den Scheichs.“

Auch die Politik wird von einer einheitlichen Bewertungsgrundlage, die eine Vergleichbarkeit innerhalb des Gebäudebestands möglich macht, profitieren. Der Vorschlag ist ein adäquates Werkzeug, um die Energiewende im Gebäudesektor mit voranzubringen. „Wir sehen unseren Vorschlag zum Energieausweis als wichtiges Thema im Wahlkampf. Ziel der Bündnispartner ist es aber einen langfristigen Anstoß zur Erneuerung des Energieausweises zu geben. Dieses System ist bereits in einigen anderen Ländern gut angenommen worden, hier darf Deutschland nicht den Anschluss verpassen“, sagt der Sprecher des Bündnisses Dr. Michael Herma und lädt alle Interessenten ein, sich an dem Bündnis zu beteiligen.

Der Gebäudebestand bietet hohe Effizienzpotentiale, die für die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende abgerufen werden müssen. So werden 40 Prozent der Energie in Deutschland in Gebäuden verbraucht. Drei Viertel des Gebäudebestandes wurden vor der ersten Wärmeschutzverordnung 1979 errichtet. Diese Gebäude sind oft gar nicht oder kaum energetisch saniert. Ohne energetische Sanierung wird es keine Energiewende geben.

Es ist aus Sicht des Bündnisses Energieausweis höchste Zeit, den Energieausweis sinnvoll zu optimieren!
 
 

 
Abfallbilanz 2012: Immer weniger RestmĂĽll in Freiburg
69 Prozent der Abfälle werden recycelt - landesweiter
Spitzenwert

Abfall vermeiden, Wertstoffe recyceln – darin ist Freiburg
klasse, wie die Abfallbilanz 2012 zeigt. Die vom
Umweltministerium Baden-Württemberg veröffentlichte Bilanz
gibt einen Ăśberblick ĂĽber die Abfallmengen aller Stadt- und
Landkreise. Unter vergleichbaren Stadtkreisen nimmt Freiburg
den Spitzenplatz ein. Auch im Gesamtvergleich mit allen
Kreisen rangiert die Stadt auf den vorderen Plätzen.

Die gesamte RestmĂĽllmenge ging 2012 um weitere 200
Tonnen auf 20.786 Tonnen zurĂĽck. Pro Kopf wurden in
Freiburg im Schnitt 112 Kilogramm Haus- und SperrmĂĽll
produziert – rund 21 Prozent weniger als der Pro-Kopf-
Landesdurchschnitt.

UmweltbĂĽrgermeisterin Gerda Stuchlik lobt den
verantwortungsbewussten Umgang mit dem Müll: „Die
Freiburgerinnen und Freiburger behandeln Abfälle als Wertund
Rohstoffe. Deshalb konnte wir die Recyclingquote, also
der Anteil der wiederverwertbaren Abfällen, auf dem hohen
Vorjahresniveau von 69 Prozent halten.“ Die Menge der
recycelbaren Abfälle liegt damit deutlich über dem
Landesdurchschnitt.

Punkten kann Freiburg vor allem bei der Sammlung
organischer Abfälle: Seit Einführung der braunen Biotonne im
Jahr 1997 nimmt die Bioabfallmenge stetig zu, 2012 lag sie
bei 15.168 Tonnen. Statistisch sammelt jede Freiburgerin und
jeder Freiburger 53 Prozent mehr organische Abfälle als der
durchschnittliche LandesbĂĽrger. Auch beim Altpapier liegt
Freiburg neun Prozent ĂĽber dem Landesschnitt: Insgesamt
kamen im vergangenen Jahr 20.404 Tonnen zusammen – 89
Kilogramm Altpapier pro Kopf. Die Altglasmenge blieb mit
6.331 Tonnen nahezu konstant und deckt sich mit dem
Landesdurchschnitt.

Die Wiederverwertung von Elektro- und Elektronikschrott spielt
im rohstoffarmen Baden-WĂĽrttemberg eine immer wichtigere
Rolle. 2012 lag die Menge an entsorgten Elektro- und
Elektronikgeräten in Freiburg, ähnlich wie im übrigen
Landesgebiet, bei 7,5 Kilogramm pro Einwohner. AuĂźerdem
entsorgten die Freiburger pro Kopf 1,2 Kilo Problemstoffe
beim Schadstoffmobil und auf den Recyclinghöfen.

Die Gewerbe- und Baustellenabfälle sind um 25 Prozent auf
5.403 Tonnen gesunken. Hauptgrund fĂĽr die starke Abnahme
sind rechtliche Neuerungen, nach denen viele
Verbrennungsanlagen heute als Verwertungsanlagen gelten.
Die Gewerbebetriebe geben nun viele Abfälle dort in die
Verwertung.
 
 

 
Stadt Freiburg erhielt WĂĽrdigung fĂĽr GrĂĽnplanung im Vauban
Herausragendes Beispiel fĂĽr nachhaltige und innovative
Stadtplanung durch fünf außergewöhnlich und individuell
gestaltete GrĂĽnspangen

Die Stadt Freiburg hat eine WĂĽrdigung fĂĽr die GrĂĽnplanung im
Vauban bekommen. Anlässlich seines hundertjährigen
Bestehens stellt der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten
(BDLA) hundert besondere Orte vor, die in den letzten
hundert Jahren von Landschaftsarchitekten geplant oder
entwickelt wurden.

Einer dieser hundert besonderen Orte ist das Vauban.
Aufgrund seiner außergewöhnlichen, individuell gestalteten
GrĂĽnanlagen wurde der Freiburger Stadtteil ausgezeichnet.
„Der Stadtteil Vauban ist ein herausragendes Beispiel für
nachhaltige, zukunftsfähige und innovative Stadt- und
Freiraumplanung“ weist die in dem Zusammenhang
ĂĽberreichte Tafel aus.

Die rund 60-jährige militärische Nutzung als Kaserne durch
die Deutsche Wehrmacht und nach Kriegsende durch die
französische Armee war 1992 zu Ende. Die Stadt erwarb das
Gelände im Jahre 1994 von der Bundesrepublik Deutschland,
um es zu bebauen. Nach einem städtebaulichen Wettbewerb,
den das ArchitekturbĂĽro Kolhoff und Kolhoff aus Stuttgart
gewann, war im April 1998 der erste Spatenstich fĂĽr den
neuen Freiburger Stadtteil Vauban.

In dem von der Innenstadt nur drei Kilometer entfernt
liegenden Stadtteil sollen nach Fertigstellung 5.000 Menschen
ihr Zuhause finden. In insgesamt fünf öffentlichen, individuell
gestalteten GrĂĽnanlagen zwischen den einzelnen Baufeldern,
die unter enger Beteiligung der Bewohnenden geplant und
umgesetzt wurden, finden Kinder, Jugendliche und
Erwachsene ein vielfältiges Freizeit- und Erholungsangebot.

Die in Nord-SĂĽdrichtung verlaufenden GrĂĽnspangen stellen
wichtige GrĂĽnverbindungen vom Dorfbach St. Georgen sowie
zur Landschaft am Fuße des Schönbergs in das
Wohnquartier Vauban her. Sie durchlĂĽften den Stadtteil durch
die kühlen Hangwinde und gewährleisten somit den
notwendigen Frischluftaustausch.

Die einzelnen GrĂĽnspangen wurden entsprechend den
Baufortschritten entwickelt, so dass sich die direkt betroffenen
Bewohnerinnen und Bewohner frĂĽhzeitig und intensiv in die
Planungen einbringen konnten. Die fĂĽnf GrĂĽnspangen wurden
jeweils von unterschiedlichen Garten- und
Landschaftsarchitekten zusammen mit den Anwohnern
entwickelt. Daraus ergab sich eine groĂźe gestalterische
Unterschiedlichkeit und Vielfalt. Alle GrĂĽnspangen sind mit
Spielangeboten fĂĽr Kinder und Jugendliche sowie
Erwachsene ausgestattet. Mit Spielgeräten, wie Rutschen und
Schaukeln bis hin zu Kletterangeboten und Flächen für
Ballspiel, sind diese Spielflächen multifunktional nutzbar. Die
Schwerpunkte liegen von Freizeitnutzung, wie zum Beispiel
mit einem selbstverwalteten Backhaus, bis zur eher
naturnahen Ausgestaltung als generationsĂĽbergreifender
Spielplatz in der fĂĽnften GrĂĽnspange.

Der junge Stadtteil Vauban zeichnet sich durch einen ĂĽber 60
Jahre alten Baumbestand aus. Der Erhalt dieser alten Linden,
Ahorne, Platanen und Buchen war Auflage im städtebaulichen
Wettbewerb und konnte auch entsprechend umgesetzt
werden. Der an der sĂĽdlichen Grenze verlaufende Dorfbach
St. Georgen ist als besonders wertvolles Biotop ausgewiesen.
 
 

Ă–KO-TEST-Magazin September 2013
 
Ă–KO-TEST-Magazin September 2013
Die September- Ausgabe des Ă–KO-TEST-Magazins gibt es seit dem 30. August im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro. Wieder mit dabei: das
Elternmagazin Kinder Kinder mit vielen hilfreichen Tipps und Tests.

Aus dem Inhalt:

Test: Margarine
Bei der Herstellung von Margarine kommt Palmöl zum Einsatz. Für den Anbau von Ölpalmen werden aber häufig Urwälder gerodet, das belastet die Umwelt. Deshalb wollte ÖKO-TEST von den Margarineproduzenten wissen, ob das von ihnen verwendete Palmöl aus verantwortungsbewusstem Anbau stammt. Doch das konnten viele Hersteller nicht belegen. Die Bio-Margarinen schnitten bei diesem Testkriterium zwar besser ab, allerdings kritisiert ÖKO-TEST eine ungünstige Fettzusammensetzung und erhöhte Gehalte an Fettschadstoffen.

Test: Fingerfarben
Verantwortungsvolle Herstellung geht anders: Das Gros der von ÖKO-TEST untersuchten Fingerfarben ist für Kinder gänzlich ungeeignet. Zwei Marken sind nicht einmal verkehrsfähig, viele andere enthalten jede Menge Schadstoffe, unter anderem solche mit einem hohen Allergiepotential. In einer Marke fehlten die vorgeschriebenen Bitterstoffe – die werden eingesetzt, damit Kinder die Farben nicht herunterschlucken.

Test: Gute Geschenke zur Geburt
Wer frischgebackene Eltern zur Geburt beglückwünschen will, hat es nicht unbedingt leicht: Zuerst braucht man eine schöne Idee, dann sollten die verschenkten Produkte natürlich von bester Qualität sein, denn es geht ja um die Allerkleinsten. ÖKO-TEST hilft hier mit einem einzigartigen Service: Im Heft werden 22 Geschenke vorgestellt, die auf Herz und Nieren geprüft wurden und in den umfangreichen Untersuchungen einfach top waren. Besser geht’s kaum!

Test: Aceto Balsamico di Modena
Da hat es schon wieder einen Spitzenkoch erwischt – dieses Mal Jamie Oliver. Der unter seinem Namen vertriebene Balsamicoessig dürfte sich eigentlich nicht Aceto Balsamico di Modena nennen, weil er die entsprechenden Vorschriften nicht erfüllt. Aber auch andere Hersteller haben gepatzt – sie färben mit umstrittenem Zuckerkulör nach, was nicht von Haus aus dunkel aussieht. Zudem steckt in den konventionell hergestellten Produkten Sulfit oder Schwefeldioxid, darauf reagieren manche Menschen empfindlich. Rundum in Ordnung waren alle Bio-Produkte.

Test: Einlagen bei Blasenschwäche
Die wichtigste Frage für die Betroffenen ist, wie gut und sicher die Einlagen Flüssigkeit aufsaugen. Der Praxis-Test ergab: Hier lohnt sich auf jeden Fall ein Qualitätscheck, denn die verschiedenen Produkte lieferten in diesem Punkt sehr unterschiedliche Ergebnisse. Insgesamt bekam nur ein Produkt ein „gut“, alle anderen waren nur mittelprächtig.

Test: BB-Cremes
Bis zu neun verschiedene Funktionen wollen die BB-Cremes in einem einzigen Tiegel vereinen. Hautpflege steht natürlich ganz oben auf der Liste der Werbesprüche. Doch wie so häufig sieht die Wirklichkeit völlig anders aus. Viele Produkte enthalten verschiedenste Substanzen, die nun wirklich alles andere als hautfreundlich sind. Einige Marken waren aber in Ordnung, dennoch lautet das Fazit der ÖKO-TESTer: Diesen Trend können Verbraucherinnen getrost vergessen.

Test: Sitzsäcke
Der Fatboy sagt sicherlich vielen etwas. Leider zeigte er sich – ebenso wie die allermeisten anderen Sitzsäcke im Test – von seiner schlechtesten Seite. Ein großes Problem sind Weichmacher, die in Spielzeug und Babyartikeln längst verboten sind. Eine Marke musste sogar als „nicht verkehrsfähig“ eingestuft werden, denn der betroffene Sitzsack enthielt einen verbotenen krebserregenden Farbbaustein.

Test: Ă–ko-Stromtarife
Es geht schmutzig zu bei den Stromanbietern: Dass sie Verbrauchern heftig ins Portemonnaie greifen, ist ja längst bekannt. Aber nun hat ÖKO-TEST auch noch herausgefunden, dass viele Anbieter von „sauberem“ Öko-Strom ziemlich unsaubere Geschäfte machen. Sie stellen selbst Kohle- und oder Atomstrom her oder hängen in solchen unökologischen Herstellungsweisen über Eigentümer oder Miteigentümer mit drin.

Test: Lebensversicherungen
Man hört, liest, ahnt es – aber nun hat ÖKO-TEST einmal ganz genau nachgerechnet. Bei einer genauen Analyse von abgelaufenen Lebensversicherungsverträgen kam heraus, dass solche Produkte für die Altersvorsorge nicht geeignet sind. Denn die Renditen sind so lausig, dass man selbst mit den 100 Prozent sicheren Bundesanleihen mehr für sein Geld bekommen hätte
 
 



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323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 


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