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Verschiedenes

 
Countdown läuft für hochdotierten Georg Salvamoser Preis
50.000 Euro fĂĽr Pioniere der Energiewende

Bewerbungsfrist endet am 15. November 2013

Der Countdown läuft für den Georg Salvamoser Preis. Noch können
sich Wegbereiter und Pioniere der Energiewende mit ihren Projekten fĂĽr
den mit 50.000 Euro dotierten Umweltpreis bewerben. Die Bewerbungs-
frist endet am 15. November 2013.

„Der Umstieg auf erneuerbare Energien wird überall voran getrieben, von
Privatpersonen, Organisationen und Vereinen, von engagierten Kommunen
wie Unternehmen“, erklärt Maria Salvamoser, Geschäftsführerin der Georg-
Salvamoser-Stiftung, die gemeinsam mit der Stadt Freiburg den mit 50.000
Euro hochdotierten Umweltpreis auslobt. „Daher möchten wir mit dem Preis
vor allem Menschen würdigen, die mit ihren Projekten Widerstände und Hin-
dernisse auf dem Weg zu einer 100% erneuerbaren Energieversorgung ĂĽ-
berwinden.“ Weitere Kriterien für die Preisvergabe sind Innovationsgrad, Ori-
ginalität und Vorbildfunktion aber auch der dezentrale Charakter der einge-
reichten Projekte.

Bewerbungen sind noch bis 15. November 2013 möglich. Sie können aus-
schlieĂźlich online auf der Webseite www.georg-salvamoser-preis.de einge-
reicht werden.
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Zahl der Streuobstwiesen am Schönberg nimmt wieder zu
Engagierte BĂĽrgerinnen und BĂĽrger setzen sich fĂĽr den Erhalt und fĂĽr neue Wiesen ein

Die Zahl der Streuobstwiesen am Schönberg nimmt wieder
zu. Baden-WĂĽrttemberg ist das Land der Streuobstwiesen,
einem der artenreichsten Lebensräume, die hier existieren
oder besser existierten. In den zurĂĽckliegenden Jahrzehnten
fielen viele dieser Wiesen der Siedlungsentwicklung und den
Flurbereinigungen zum Opfer oder aber die bisherigen
Obstbäume wurden durch erntefreundlichere
Niederstammsorten ersetzt. Auch Freiburg besaĂź frĂĽher einen
ObstbaumgĂĽrtel um die Stadt. Heute sind nur noch Relikte auf
der Zähringer Höhe, auf dem Lehener Bergle und am
Schönberg vorhanden.
„Am Schönberg soll sich dies in absehbarer Zeit wieder
ändern. Seit Jahren engagieren sich vor Ort Mitglieder von
Naturschutzvereinigungen und nicht-organisierte BĂĽrgerinnen
und BĂĽrger fĂĽr den Erhalt der Streuobstwiesen und auch fĂĽr
neue Wiesen“, freut sich Umweltbürgermeisterin Gerda
Stuchlik über dieses tatkräftige Engagement.
Die verbliebenen Streuobstwiesen am Schönberg bieten für
viele Vögel einen wertvollen Lebensraum und sind deshalb
dort noch zahlreich vorhanden. So lassen sich hier neben
Gartenrotschwanz, Sumpfmeise, Star und Wendehals auch
ein ganze Reihe von Spechtarten beobachten. Während
Buntspecht und Kleinspecht ihre Nahrung bevorzugt in der
Borke der Obstbäume suchen, tun dies Grau- und
GrĂĽnspecht - letzterer gerade zum Vogel des Jahres 2014
ernannt - ĂĽberwiegend am Boden. Eine Besonderheit am
Schönberg ist das Vorkommen der Zaunammer. Allerdings ist
sie keine typische Vogelart der Streuobstwiesen. Als Brutplatz
benötigt sie Hecken und dort sucht sie auch ihre Nahrung.
In den zurĂĽckliegenden Jahren wurden zunehmend alte
Obstbäume am Schönberg gefällt und dafür neue,
ertragreichere Sorten gepflanzt. Mit den Fällungen verloren
viele Vögel aber ihre Bruthöhlen. Durch extra angebrachte
Nistkästen wurden ihnen neue Brutstätten angeboten.
In jĂĽngerer Zeit engagieren sich vermehrt BĂĽrgerinnen und
BĂĽrger, darunter Mitglieder von Naturschutzvereinigungen
und der Verein zum Erhalt der Schönbergwiesen, für eine
Wiederbelebung der Streuobstwiesenkulturen am Schönberg.
Auf erworbenen und gepachteten GrundstĂĽcken pflegen sie
noch vorhandene Obstbäume, erhalten Totholz und pflanzen
wieder alte Obstbaumsorten. Diese Aktionen zeigen jetzt
schon Erfolge: So entstanden mehrere orchideenreiche
Streuobstwiesen mit Orchideenarten, wie Händelwurz,
Purpurknabenkraut oder Bieneragwurz. Die untere
Naturschutzbehörde beim Umweltschutzamt unterstützt
dieses Engagement, indem sie den Engagierten bei den
Förderanträgen nach dem baden-württembergischen
Landschaftspflegeprogramm fachkundig zur Seite steht und
hilft. Die Mitglieder des NABU und BUND haben gar eine
Vision für den Schönberg. Ihnen schwebt mittel- bis langfristig
ein artenreicher Streuobstgürtel rund um den Schönberg vor.
 
 

 
NABU: Fukushima erfordert internationalen Rettungsplan
Miller: Japan hilflos im Umgang mit Katastrophen-Reaktor

Anlässlich der heute endenden Untersuchungen durch die internationale Atomenergiebehörde (IAEO) fordert der NABU einen internationalen Rettungsplan für den Katastrophen-Reaktor. „Schlimm genug, dass die japanische Regierung mehr als zwei Jahre brauchte, um die internationale Gemeinschaft um Hilfe zu bitten. Bis heute ist Japan nicht in der Lage, Schritt für Schritt die Schäden rund um die havarierte Atomanlage in Fukushima einzudämmen. Es sind viele Firmen vor Ort, aber es gibt keinen Masterplan“, kritisiert Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Damit die weltweit besten Wissenschaftler und Ingenieure in Sachen Nuklearsicherheit in Fukushima helfen können, muss jetzt schonungslos und ehrlich die Lage vor Ort bewertet werden. Die japanische Betreiberfirma Tepco, die nationalen Behörden und internationale Experten der Vereinten Nationen, der Weltgesundheitsorganisation WHO und der IAEO müssten jetzt endlich ihre Verantwortung wahrnehmen und effektiv zusammenarbeiten, um schnellstmöglich die Kontrolle über das zerstörte Atomkraftwerk wieder herzustellen. „Wer jetzt noch die Interessen der Atom-Industrie vertritt und die Gefahren von Fukushima ignoriert oder verharmlost, spielt mit dem Leben zahlreicher Menschen“, warnte NABU-Bundesgeschäftsführer Miller weiter.

Die bisher eher hilflosen Schutzmaßnahmen in Fukushima bestünden hauptsächlich darin, verseuchtes Wasser in den Pazifik zu pumpen. Die ausgetretenen radioaktiven Nuklide lagern sich im Sediment am Meeresboden ab und werden von Muscheln und Röhrenwürmer aufgenommen und teilweise wieder ausgeschieden. Mit den Strömungen des Pazifiks breitet sich die Kontamination über belastete Fische und Algen in die Welt aus. Dazu droht eine weitere Katastrophe: Die Aufräumarbeiten im maroden Reaktor 4 stecken fest, hier müssten über tausende hochradioaktive Brennelemente gesichert werden. „Noch ist aber völlig unklar, wie das gelingen soll“, so Miller. Können die Brennelemente nicht mehr gekühlt werden, müssten riesige Gebiete evakuiert werden, je nach Windrichtung auch Tokio, was in der Praxis bei über 13 Millionen Einwohnern aber kaum möglich sei. Die internationalen Atomkraft-Experten müssten daher in ihren Rettungsplan auch mit aufnehmen, welche Wege die radioaktive Strahlung Fukushimas zurücklegen könnte.
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NABU-Konferenz bereitet grenzĂĽbergreifendes Naturschutzgebiet in Mittelasien vor
Tennhardt: Natur und Bevölkerung profitieren vom nachhaltigen Tourismus

Bischkek/Berlin – Um die Entwicklung eines grenzübergreifenden Schutzgebietes zwischen Kirgistan und Kasachstan geht es am heutigen Montag und Dienstag (21. und 22. Oktober) bei einer Regionalkonferenz vom NABU und weiteren Partnern im kirgisischen Bischkek. „Ziel der Konferenz ist es, aktuelle Herausforderungen im Management von Schutzgebieten und mögliche Lösungsansätze im regionalen Dialog zu diskutieren. Im Fokus steht die Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus, der nicht auf Kosten der Natur geht und von dem die Bevölkerung profitiert“, sagte NABU-Vizepräsident Thomas Tennhardt in Bischkek. Die Konferenz wird innerhalb des vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) geförderten vierjährigen NABU-Projektes „Schutz der Biodiversität in der grenzübergreifenden Region Nord Tian Shan Gebirge“ ausgerichtet. Das Projektgebiet umfasst die vier nationalen Schutzgebiete Almatinsky Zapovednik, Ille-Alatau Nationalpark, Kolsai-Seen Nationalpark und Chon-Keminsky Nationalpark mit einer Größe von insgesamt 485.255 Hektar. Darin leben geschützte Arten wie Schneeleopard, Tian Shan-Bär, Ibisschnabel, Luchs und Uhu.

Die Teilnehmer aus Kirgistan, Kasachstan und Tadschikistan vertreten staatliche Organe, Schutzgebietsverwaltungen, die lokale Verwaltung und Bevölkerung, lokale und internationale Nichtregierungsorganisationen, wissenschaftliche Institute, die UNESCO sowie private Unternehmen. Es sollen konkrete Schritte und Empfehlungen für eine nachhaltige Tourismusentwicklung in den Schutzgebieten und der umliegenden Region unter Einbeziehung der lokalen Bevölkerung formuliert werden. Bislang wurde das nördliche Tian-Shan-Gebirge – ein Ausläufer des Himalayas – wenig als Tourismusziel beachtet. Dies könnte sich bald ändern, falls die Region, wie vom NABU und seinen Partnern angestrebt, als Weltnaturerbe ausgewiesen wird. Die Positionen der Konferenzteilnehmer sollen abschließend in einer Resolution zusammengefasst und wegweisend für das Projekt und weitere Naturschutz-Vorhaben in der Region wirken.

Veranstaltet wird das Treffen von der NABU-Filiale in Kirgistan und der kasachischen Nichtregierungsorganisation Avalon zusammen mit der staatlichen Agentur fĂĽr Umweltschutz und Forstwirtschaft der Kirgisischen Republik.
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NABU und LBV: Grünspecht ist „Vogel des Jahres 2014“
GrĂĽnspecht 2014 / Foto: NABU / R. Martin
 
NABU und LBV: Grünspecht ist „Vogel des Jahres 2014“
Ein echter Europäer hat gut lachen

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), haben den farbenprächtigen Grünspecht (Picus viridis) zum „Vogel des Jahres 2014“ gekürt. Auf den „Meckervogel“ 2013, die Bekassine, folgt damit der „Lachvogel“: Wegen seines markanten Rufs, der wie ein gellendes Lachen klingt, erhielt er diesen Beinamen. „Im Gegensatz zur vom Aussterben bedrohten Bekassine hat sich der Bestand des Grünspechts in Deutschland erholt: Er liegt derzeit bei über 42.000 Brutpaaren und damit mehr als doppelt so hoch wie vor 20 Jahren“, sagt NABU-Vizepräsident Helmut Opitz. Diese Entwicklung sei unter Deutschlands häufigen Vogelarten einmalig.

Seine Bestandserholung verdankt der Grünspecht einer Reihe von milden Wintern und einer zunehmenden Einwanderung in städtische Grünflächen. „Die letzten drei kalten Winter haben jedoch gezeigt, dass es auch für ihn schnell wieder abwärts gehen kann. Der Verlust von Streuobstwiesen und extensiv genutztem Grünland, beispielsweise durch Umbruch in neue Maisanbauflächen, verschlechtert die vorhandenen Lebensräume, so dass Bestandserholungen wie in den vergangenen Jahrzehnten in Zukunft immer schwieriger werden“, so Opitz weiter.

Trotz seines auffälligen Lachens und farbenfrohen Gefieders ist der Grünspecht nicht leicht zu entdecken. Die rote Kappe und die schwarze Augenmaske bescherten ihm schon den liebevollen Spitznamen „Zorro“. Er findet überall ein Zuhause, wo es alte Bäume zum Bau von Nisthöhlen und Grünland mit ausreichend Ameisen als Futter gibt. Mit seinem Schnabel und der bis zu zehn Zentimeter langen klebrigen Zunge kann er seine Leibspeise aus dem Boden oder aus den Bäumen herausholen. Zentrale Merkmale des Grünspechts sind sein freudiger Gesang und sein dynamisch, meist mehrsilbiger Ruf, der einem gellenden Lachen gleicht: „kjückkjückkjück“. Dieser ist zu jeder Jahreszeit zu hören. Zur Balzzeit baut der Grünspecht diesen Ruf zu einer langen Gesangsstrophe aus. Er ist nach dem Buntspecht und vor dem Schwarzspecht die zweithäufigste Spechtart Deutschlands. Aufmerksame Beobachter können ihn in halboffenen Waldlandschaften, Gärten und Parks oder auf Streuobstwiesen und Brachen finden – überall dort, wo Grünland mit alten Bäumen vorkommt.

Besonders geeignete Bedingungen findet der Grünspecht unter anderem auf Streuobstwiesen. Die Fläche dieses Lebensraums ist jedoch in ganz Deutschland dramatisch zurückgegangen. „Um den Lebensraum des Grünspechts besser zu schützen, sollte konsequent auf Pestizide in Hausgärten, auf Streuobstwiesen und städtischen Grünanlagen verzichtet werden. Dazu wollen wir im kommenden Jahr unsere Arbeit und Gespräche intensivieren, denn die länderpolitische Unterschutzstellung von Streuobstwiesen und eine Erhöhung der Forschungsgelder für den Streuobstbau müssen vorangetrieben werden“, sagte LBV-Vorsitzender Ludwig Sothmann. Da Streuobstwiesen für den Grünspecht immer seltener zu finden sind, hat die Vogelart stattdessen den Siedlungsraum für sich entdeckt – hier nehmen ihre Bestände zu. Im städtischen Bereich bieten besonders alte Parks, Industriebrachen, Ortsränder und Gegenden mit altem Baumbestand ideale Bedingungen für den Grünspecht.

Übrigens ist der Grünspecht ein echter Europäer: Mehr als 90 Prozent seines weltweiten Verbreitungsgebietes befinden sich in Europa. Hier besiedelt er fast den ganzen Kontinent, mit Ausnahme Irlands, Teilen Skandinaviens und den nördlichen und östlichen Teilen des europäischen Russlands. Der europäische Bestand des Grünspechts wurde im Jahr 2004 auf insgesamt rund 860.000 Brutpaare geschätzt.

NABU und LBV setzen sich seit Jahren für den Schutz von Grünlandflächen ein. Denn durch die Intensivierung der Landwirtschaft und dem Anbau von Mais zur Energiegewinnung verlieren der Grünspecht und andere Vogelarten zunehmend ihren Lebensraum und ihre Nahrungsgrundlage. Damit sich der Bestand des Grünspechtes weiterhin positiv entwickeln kann, müssen extensives Grünland zur Nahrungssuche und dicke Bäume zur Höhlenanlage erhalten werden, und zwar sowohl im Wald und Flur als auch in Gärten und Parks.

Der „Vogel des Jahres 2013“ ist die Bekassine.
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NABU: Deutschland braucht mehr natürliche Wälder
Tschimpke: Biologische Vielfalt steht auf dem Spiel

Weniger als zwei Prozent der deutschen Wälder werden derzeit forstlich nicht genutzt und dürfen sich natürlich entwickeln. Dies ist das Ergebnis einer am gestrigen Montag vorgestellten Studie des Bundesamts für Naturschutz. Die Untersuchung zeigte auch: Sollten keine zusätzlichen Wälder aus der Nutzung genommen werden, wird das Ziel der Bundesregierung, bis 2020 fünf Prozent des deutschen Waldes als „Urwälder von morgen“ zu entwickeln, nicht erreicht. Die biologische Vielfalt in Deutschlands Wäldern ist damit weiterhin in Gefahr.

„Fakt ist: Wir müssen den alarmierenden Artenrückgang dringend stoppen. Dazu müssen weitere Wälder aus der Nutzung genommen werden und sich frei entwickeln dürfen. Nur so kann das notwendige Netzwerk entstehen, das die Ausbreitung von heute bedrohten Arten ermöglicht“, so NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Derzeit fehlen in deutschen Wäldern vor allem wichtige Strukturen, wie große Mengen an liegendem und stehendem Totholz, alte Laubwälder und Gebiete, in denen sich die Natur nach ihren eigenen Regeln entwickeln darf. Etwa 225.000 Hektar Wald müssten nun zusätzlich als „Urwälder von morgen“ ausgewiesen und rechtlich gesichert werden, um die vorgegebene Zielmarke zu erreichen.

„Die neue Bundesregierung muss daher möglichst schnell ein Programm zur Förderung der natürlichen Waldentwicklung auf den Weg bringen. In das Programm müssen Bund und Länder einbezogen werden, denn neben dem Bundeswald sind vor allem die Länder und die Kommunen als öffentliche Waldbesitzer in der Pflicht“, so Tschimpke.

Echte Wildnis vor der eigenen Haustür zu erleben, das wird auch der Bevölkerung immer wichtiger. Mehr als die Hälfte aller Deutschen wünscht sich mehr natürliche Wälder in Deutschland. „Diese Zeichen der Zeit muss auch die Forstwirtschaft erkennen und den gesellschaftlichen Anforderungen gerecht werden. Die Förster haben jetzt die einmalige Chance, durch gute Konzepte und die schnelle Umsetzung des Urwald-Netzwerks ihr nachhaltiges Handeln unter Beweis zu stellen“, so NABU-Waldexperte Stefan Adler.
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NABU: Problem Plastik bleibt
Miller: Hersteller sind verantwortlich fĂĽr die Entwicklung neuer Materialien

Anlässlich der Eröffnung der weltgrößten Branchenmesse „K 2013“ in Düsseldorf kritisiert der NABU, dass die Hersteller weiterhin auf traditionelle Kunststoffe setzen, die für die Natur und die Gesundheit der Menschen eine immer weiter wachsende Gefahr darstellen. „Wir nehmen die Kunststoffindustrie in die Pflicht, eine glaubwürdige Strategie zu entwickeln, das Problem Plastik zu lösen. Statt bioabbaubare und gleichzeitig recycelbare Materialien zu entwickeln, hält sie nach wie vor an den Kunststoffen fest, die zu vermüllten Gewässern und Gesundheitsschäden durch schädliche Zusatzstoffe beim Menschen führen. In Deutschland lässt sich gut beobachten, dass auch mit einer sehr gut entwickelten Abfallwirtschaft die vom Plastik ausgehenden Gefahren nicht gebannt werden“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller aus.

Deutschland verbraucht jährlich fast zwölf Millionen Tonnen Kunststoffe und ist nach China die Volkswirtschaft, die mit über 20 Millionen Tonnen Vizeweltmeister in der Kunststoffproduktion ist. Weltweit werden ca. 280 Millionen Tonnen hergestellt. Mit deutlichen Exportüberschüssen in den Branchen Automobil, Medizintechnik, Verpackung und Bau sind deutsche Hersteller auch verantwortlich für Kunststoffabfälle im Ausland. Die europäische Kunststoffindustrie setzt jährlich 283 Milliarden Euro um, Tendenz steigend. Wie viel in die Entwicklung neuer, umweltfreundlicher Werkstoffe investiert wird, ist nicht bekannt. „Wenn herkömmliches, nicht bioabbaubares Plastik aus Zuckerrohr statt aus Erdöl hergestellt wird, hilft das den Schaden tragenden Meerestieren nicht. Wenn neue, bioabbaubare Kunststoffe auf Stärkebasis nicht recycelbar sind, hilft das weder dem Klima noch den weltweit knappen nachwachsenden Rohstoffen. Dieses Dilemma haben die Hersteller offenbar noch nicht erkannt“, so NABU-Ressourcenschutzexperte Benjamin Bongardt. Wenn es nach ihnen ginge, müsse die entscheidende Innovationsleistung für recycelbare, bioabbaubare Kunststoffe offensichtlich wieder einmal vom Steuerzahler getragen werden. „Solange diese Schwachstellen nicht behoben sind, bleibt Kunststoff ein Material des vergangenen Jahrhunderts“, betonte Bongardt.
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Partnerschaft in der Partnerstadt ...
Foto: FWTM - Messe Freiburg
 
Partnerschaft in der Partnerstadt ...
Die Messen Freiburg und Padua vereinbaren Kooperation

Die Messen Padua und Freiburg wollen in Zukunft enger zusam-menarbeiten. Dies wurde in der letzten Woche im Palazzo Moroni in Padua mit der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung durch FWTM-Geschäftsführer Klaus W. Seilnacht und Ferruccio Macola, den Vorsitzenden der Padova Fiere, besiegelt. Anlässlich der neuntägigen Sonderausstellung Energinnova, die vom 5. bis 13. Oktober im Rahmen der Publikumsmesse Casa Su Misura stattfand, waren FWTM-Vertreter nach Padua gereist. Vor Ort waren auch der Präsident der Handwerkskammer Freiburg Paul Baier und HWK-Hauptgeschäftsführer Johannes Burger. Die Kooperation soll den Austausch zwischen den Partnerstädten Freiburg und Padua im Bereich Wirtschaft und Messen intensivieren und Synergien fördern.

Mit der Sonderschau Energinnova fand erstmals eine von der FWTM unterstützte Messe rund um die Themen Klima- und Gebäudetechnik, energietechnische Innovationen und städtische Modernisierungs- und Energieeinsparungsprogramme in Padua statt. Das Messekonzept für die „kleine Schwester“ der Freiburger GETEC hatte die FWTM geliefert. Die Sonderschau mit 40 Ausstellern war Teil der Publikumsmesse Casa Su Misura mit über 70.000 Besuchern und 500 Ausstellern. „Ein kleiner Beginn mit Zukunft“, bewertet Klaus W. Seilnacht das Messedebüt. Die Energinnova ist das Ergebnis eines Besuchs einer padovanischen Delegation auf der GETEC unter Leitung des Bürgermeisters Ivo Rossi im Jahre 2012. Zudem haben die Handwerksvereinigungen in Freiburg und Padua, die traditionell gute Beziehungen pflegen, das Projekt unterstützt und vorangetrieben.

Die FWTM erwartet sich von der Kooperationen zukĂĽnftig einen fruchtbaren Austausch insbesondere in den Bereichen Nachhaltigkeit, regionale Produkte und Kulinarik sowie Tourismus.

Hintergrund:
Die GETEC - Gebäude.Energie.Technik ist die führende Energieeffizienzmesse für private und gewerbliche Bauherren, Immobilienbesitzer und Bauträger sowie Architekten, Planer, Fachhandwerker und Energieberater im Südwesten. Bei der von der FWTM und der Pforzheimer Solar Promotion veranstalteten Messe dreht sich seit 2008 jährlich drei Tage lang Alles um technische Lösungen für energieeffizientes Modernisieren, Sanieren und Bauen sowie erneuerbare Energien. Mitveranstalter ist die Handwerkskammer Freiburg. Rund 200 Aussteller präsentierten dieses Jahr im Frühjahr auf 10.000 qm über 11.000 Besuchern ihre Produkte und Dienstleistungen.

Die nächste GETEC - Gebäude.Energie.Technik findet vom 11. bis 13. April 2014 in Freiburg statt.

Das oben Bild zeigt v.l.n.r.:
Roberto Ongaro/ Messe Padua (1. v. l.), Paul Baier/HWK Frei-burg (2.v.l.), Klaus W. Seilnacht/FWTM (4.v.l.), Johannes Burger/ HWK Freiburg (5.v.l.), Christof Burger/ HWK Freiburg (7.v.l.), Heiko Jenne/ HWK Freiburg (8.v.l.) vor dem Freiburg-Stand auf der Energinnova
 
 



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