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Dienstag, 24. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
GrĂŒne Woche: NABU fordert Bekenntnis fĂŒr naturvertrĂ€gliche Landwirtschaft
Tschimpke: Agrarpolitik ökologisch neu ausrichten

Berlin – AnlĂ€sslich der morgigen Eröffnung der Internationalen GrĂŒnen Woche in Berlin hat der NABU den neuen Bundeslandwirtschaftsminister Friedrich zu einem klaren Bekenntnis fĂŒr eine naturvertrĂ€glichere Landwirtschaft aufgefordert. „Nitrat und Pestizide im Grundwasser, Vermaisung der Landschaft, Futtermittel-Skandale und Massentierhaltung sowie anhaltender Verlust der Artenvielfalt machen deutlich, dass es ein ‚Weiter so‘ in der Agrarpolitik nicht geben kann“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke. Daher sei es erforderlich, die bestehenden HandlungsspielrĂ€ume fĂŒr eine Ökologisierung der Agrarpolitik konsequent zu nutzen. So mĂŒsse sich Minister Friedrich fĂŒr die Schaffung von ökologischen VorrangflĂ€chen ohne Pestizid- und DĂŒngemitteleinsatz sowie fĂŒr einen Ausbau der Agrarumweltmaßnahmen einsetzen. Zudem sei eine deutliche VerschĂ€rfung der DĂŒngepolitik sowie eine Initiative gegen den anhaltenden Umbruch von Wiesen und Weiden ĂŒberfĂ€llig. Nur so könnten die zentralen Herausforderungen im Bereich Umwelt- und Klimaschutz bewĂ€ltigt werden.

In diesem Zusammenhang rief der NABU zu einer breiten Teilnahme an der Demonstration „Wir haben es satt!“ fĂŒr eine andere Agrarpolitik auf. „Es wird höchste Zeit, dass die Agrarpolitik auf einen zukunftsfĂ€higen und naturvertrĂ€glichen Kurs gebracht wird“, so Tschimpke. Immer mehr Menschen hĂ€tten es satt, dass die BrĂŒsseler Agrarmilliarden gießkannenartig in die Landwirtschaft fließen und damit immer noch Betriebe gefördert wĂŒrden, die durch großflĂ€chigen Maisanbau, Pestizideinsatz und Massentierhaltung der Umwelt schaden. Tschimpke appellierte zudem an Bundesminister Friedrich, sein Haus gesellschaftlich breiter aufzustellen, anstatt es den Lobbyinteressen der Agrarindustrie zu ĂŒberlassen. „Wer die Landwirtschaft auf die Massenproduktion von Lebensmitteln fĂŒr den Weltmarkt konzentrieren möchte, setzt die natĂŒrlichen Lebensgrundlagen fĂŒr kĂŒnftige Generationen aufs Spiel und gefĂ€hrdet die gesellschaftliche Akzeptanz der Agrarzahlungen“, so der NABU-PrĂ€sident.
 
 

 
NABU und bag arbeit: Umwelt- und Arbeitsplatzpotenzial von „Re-Use“ wird verkann
Wachstum der Wiederverwendungsbetriebe unerlÀsslich

Berlin – Über drei Millionen Tonnen SperrmĂŒll und ausgediente ElektrogerĂ€te werden jĂ€hrlich in Deutschland verbrannt oder recycelt, obwohl vieles davon noch wiederverwendet werden könnte. Meist lohnt es sich, zu reparieren oder Teile weiter zu verarbeiten. Deshalb legt eine europaweit gĂŒltige Hierarchie per Gesetz fest, dass Abfallvermeidung und Wiederverwendung PrioritĂ€t haben. Der NABU und die bag arbeit fordern vor diesem Hintergrund die Wiederverwendung systematisch auszubauen. Dazu mĂŒssten Bund und LĂ€nder eine Förder- und Beratungsstruktur etablieren und dafĂŒr wichtige Akteure wie z.B. die Energie- oder Effizienzagenturen und die Abfallberatungen in den Kommunen mit einbeziehen.

„Wiederverwendung schont die natĂŒrlichen Ressourcen und hat als Maßnahme der Abfallvermeidung auch laut Kreislaufwirtschaftsgesetz Vorrang vor anderen Verwertungsformen. Zu unserem Erstaunen existiert jedoch immer noch kein ĂŒberzeugendes Angebot in der FlĂ€che“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller anlĂ€sslich der Tagung „Abfallvermeidung ganz praktisch“ am Donnerstag in Berlin.

Beide VerbĂ€nde sind der Überzeugung, dass Sozialunternehmen, die sich in der Wiederverwendung engagieren, in beispielhafter Weise soziale und ökologische Anliegen verbinden. „Gesellschaftliche Unternehmensverantwortung ist hier tĂ€gliche Praxis. Wenn wir mehr wirtschaftlich arbeitende Betriebe aufbauen wollen, mĂŒssen diese aber besser auf das Gebrauchtmaterial zugreifen können. Die Praxis zeigt, dass hierzu Engagement, Motivation und ein gut abgestimmtes Vorgehen der Akteure vor Ort notwendig sind“, betonte Judith Aust, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin der bag arbeit.

„Jetzt sind Bundes- und Landespolitik in der Pflicht, das bisher verkannte Thema aus der Nische zu holen und konsequent die im 2013 beschlossenen Abfallvermeidungsprogramm empfohlenen Maßnahmen umzusetzen“, so NABU und bag arbeit.

Auf der Tagung „Abfallvermeidung ganz praktisch: Wiederverwendung in den Regionen stĂ€rken“ am 16.01.2014 diskutierten Vertreter und Vertreterinnen aus Politik und Verwaltung sowie von Sozialbetrieben und Entsorgungsunternehmen ĂŒber Maßnahmen sowie politische und rechtliche Rahmenbedingungen fĂŒr die Wiederverwendung. Weitere Informationen und die Tagungsdokumentation unter: www.NABU.de/wiederverwendung


Über den NABU

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) ist mit mehr als 520.000 Mitgliedern und Förderern Deutschlands mitgliederstĂ€rkster Umweltverband. Er setzt sich bei Politik und Wirtschaft fĂŒr einen schonenden Umgang mit den natĂŒrlichen Ressourcen und weniger MĂŒll ein.


Über die bag arbeit

Die mehr als 300 in der bag arbeit zusammengeschlossenen Unternehmen engagieren sich in der Bildungs- und Arbeitsförderung. Sie setzen ihre fachlichen und sozialen Kompetenzen ein, um arbeitslosen Menschen Chancen auf eine soziale und berufliche Integration zu eröffnen. In der Verbandsfachgruppe Arbeit & Umwelt sind mehr als 100 Unternehmen vereint, die im Gebrauchtwarenhandel und Recycling tÀtig sind.
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Karlsruhe: Transporter mit ĂŒber 160 Hundewelpen kontrolliert
Kontrolle Hundetransport / Bildrechte: Stadt Karlsruhe
 
Karlsruhe: Transporter mit ĂŒber 160 Hundewelpen kontrolliert
Polizei stoppte Fahrzeug auf der Autobahn A 5/ StĂ€dtische VeterinĂ€re ordneten fĂŒr einen Teil der Hunde die Aufnahme im Tierheim an

Die Autobahnpolizei hat bei einer Kontrolle auf der Autobahn A 5 am Dienstagabend einen Kleintransporter mit mehreren Hundewelpen angehalten. Das Fahrzeug mit slowakischem Kennzeichen war auf dem Weg von der Slowakei nach Spanien. Die von der Polizei hinzugezogene stĂ€dtische VeterinĂ€rin beim Ordnungs- und BĂŒrgeramt stellte gestern Abend und bei der weiteren Untersuchung am heutigen Mittwochmorgen gemeinsam mit der Polizei fest, dass sich in dem Fahrzeug insgesamt 163 Hundewelpen sowie vier Katzen befanden. Dabei handelte es sich ausschließlich um Rassetiere mit einem Gesamtwert von rund 60.000 Euro. Die Untersuchung durch die stĂ€dtische VeterinĂ€rin und die Polizei ergab, dass rund 25 Prozent der KĂ€fige zu klein waren. Rund 120 Tiere waren unter 15 Wochen alt und damit so jung, dass sie nach den Tierseuchenbestimmungen innerhalb der EU nicht hĂ€tten transportiert werden dĂŒrfen.

13 Tiere befanden sich in einem schlechten Gesundheitszustand. Da zu befĂŒrchten war, dass sich ihr Zustand bei einer Weiterfahrt weiter verschlechtert, ordnete die stĂ€dtische VeterinĂ€rin die Aufnahme dieser Tiere ins Tierheim Daxlanden auf die QuarantĂ€nestation an. Wie die AmtstierĂ€rztin feststellte, stimmte das tatsĂ€chliche Alter der Tiere nicht mit den Eintragungen in den Begleitpapieren ĂŒberein. Bei der Polizei werden die weiteren Ermittlungen durch den Arbeitsbereich Gewerbe/Umwelt gefĂŒhrt.

Im Laufe des Mittwochs durften die beiden Personen ihre Fahrt nach Spanien nach Zahlung einer Sicherheitsleistung fortsetzen. Zuvor hatten sich die VeterinĂ€re davon ĂŒberzeugt, dass ein fĂŒr den Transport ordnungsgemĂ€ĂŸer Zustand hergestellt wurde. Die Weiterfahrt wurde mit der Auflage versehen, unmittelbar am Zielort in Spanien die Tiere in QuarantĂ€ne zu nehmen. Über den Hundestransport wurden die zustĂ€ndigen Behörden in Spanien informiert, welche die tierschutzrechtlichen und seuchenrechtlichen Bestimmungen am Ankunftsort ĂŒberwachen und die Hunde und Katzen in QuarantĂ€ne nehmen.
 
 

NABU und Burung Indonesia starten Klimaschutzprojekt auf Sulawesi
Tropischer Regenwald auf Gorontalo / Foto: B.v.Gemerden/Vogelbescherming NL
 
NABU und Burung Indonesia starten Klimaschutzprojekt auf Sulawesi
Tennhardt: Biologische Vielfalt in gefÀhrdeten Tropenwaldgebieten ist besonders hoch

Berlin – Der NABU und sein indonesischer Partner im BirdLife-Netzwerk, Burung Indonesia, haben ein neues Projekt zum Tropenwaldschutz auf der indonesischen Insel Sulawesi gestartet. Die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesumweltministeriums fördert das von der KfW-Bank getragene Projekt mit 4,405 Millionen Euro. Umgesetzt wird das Projekt von NABU und Burung Indonesia bis April 2019 in der Provinz Gorontalo im Norden Sulawesis. „68,5 Prozent dieser Provinz sind noch mit WĂ€ldern bedeckt, die sich durch eine einzigartige, sehr hohe BiodiversitĂ€t auszeichnen“, sagte NABU-VizeprĂ€sident Thomas Tennhardt. „Daher gilt Gorontalo als einer der 34 globalen ,Hotspots der biologischen Vielfalt‘.“ Allein im Projektgebiet leben 36 endemische Vogelarten und zahlreiche weitere Tierarten, die nur hier vorkommen, darunter Gorontalo-Makaken (Macaca nigrescens) und Sulawesi-Hirscheber (Babyrousa celebensis).

Das Projektgebiet verbindet zwei Schutzgebiete (Panua Nature Reserve und Nantu Wildlife Reserve) und sechs geschĂŒtzte Waldgebiete. Damit fördert es die Vernetzung von insgesamt 257.000 Hektar WaldflĂ€chen. Aufgrund der hĂŒgeligen Topographie und des erschwerten Zugangs zeichnet sich ein großer Teil des Waldes durch eine relativ gute QualitĂ€t aus. Allerdings wurden im Westen des Gebietes bereits erste, grĂ¶ĂŸere FlĂ€chen fĂŒr Ölpalmpflanzungen vergeben. Die von NABU und Burung Indonesia im Projekt vorgesehene Ausweisung eines 84.798 Hektar großen Gebietes als „Gebiet fĂŒr Ökosystem-Restaurationen“ stoppt die weitere Ausbreitung der Ölpalmplantagen.

NABU und Burung Indonesia arbeiten bereits seit dem Jahr 2009 bei dem ebenfalls von der IKI geförderten Modellprojekt im Harapan-Regenwald auf Sumatra erfolgreich zusammen. Damals wurde dort das erste so genannte Gebiet fĂŒr Ökosystem-Restaurationen in Indonesien geschaffen. Die neuartige Waldnutzungslizenz (engl.: Ecosystem Restoration Concessions, ERC) wurde im Jahr 2004 per Gesetz in Indonesien eingefĂŒhrt und verbietet jedes Abholzen sowie die Umwandlung in AgrarflĂ€chen. Zugleich verlangt sie vom Inhaber den Schutz und die Wiederherstellung des Waldökosystems. Zuvor waren Forstlizenzen in Indonesien lediglich zum Abholzen von WĂ€ldern vergeben worden.

Nun besteht die Chance, auch in Gorontalo einen der artenreichsten WĂ€lder der Erde und seine seltenen Bewohner zu schĂŒtzen und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. In Gorontalo geht es vor allem darum, die gefĂ€hrdeten Tropenwaldgebiete als Speicher von Kohlenstoff, als Lebensraum fĂŒr indigene Völker und zum Schutz der einzigartigen BiodiversitĂ€t zu erhalten. Zudem sind Maßnahmen zur StĂ€rkung der strukturellen Wirkungen der ERC sowie zur Verbesserung des gesetzlichen Rahmens geplant. Hierzu soll ĂŒber das von Burung Indonesia initiierte ERC-Forum der Wissensaustausch zwischen Naturschutzorganisationen und die Einbeziehung der entsprechenden Regierungsstellen unterstĂŒtzt werden. Das Vorhaben leistet somit einen bedeutenden Beitrag zur Weiterentwicklung der ERC als erfolgversprechendes Naturschutzinstrument in Indonesien.

In Indonesien befinden sich etwa zehn Prozent (90 Millionen Hektar) der weltweit verbliebenen tropischen WĂ€lder. Zwei Drittel davon sind als Produktionswald klassifiziert. Werden diese Waldgebiete wie bisher genutzt, könnten nach SchĂ€tzungen der indonesischen Regierung innerhalb der nĂ€chsten 20 Jahre etwa 14 Millionen Hektar Wald zerstört oder nachhaltig geschĂ€digt sein, was einen Ausstoß von 2,8 Milliarden Tonnen Kohlendioxid zur Folge hĂ€tte. Durch das neue IKI-Projekt in Gorontalo und den konsequenten Schutz der WĂ€lder könnte SchĂ€tzungen zufolge innerhalb der fĂŒnfjĂ€hrigen Laufzeit allein im Projektgebiet der Ausstoß von drei bis sieben Millionen Tonnen KohlendioxidĂ€quivalenten (CO2e) vermieden werden.
 
 

ÖKO-TEST Körperlotionen
 
ÖKO-TEST Körperlotionen
Das Problem mit den Konservierungsstoffen

Nach einer aktuellen Untersuchung des Frankfurter ÖKO-TEST-Magazins stecken in vielen Körperlotionen fĂŒr trockene Haut Substanzen, die gar nicht hautfreundlich sind. Hierbei handelt es sich vor allem um Konservierungsstoffe. Dabei könnten die Lotionen auch mit unproblematischen Substanzen haltbar gemacht werden – wie es die Hersteller von zertifizierten Naturkosmetikprodukten vormachen.

Hinter dem komplizierten Namen Methylisothiazolinon verbirgt sich ein Kontaktallergen, das zu Gesichts- oder Hautekzemen fĂŒhren kann. Der Informationsverbund Dermatologischer Kliniken, ein Netzwerk von Hautkliniken, das diagnostizierte FĂ€lle auswertet, hat 2012 bei sechs Prozent der Patienten eine allergische Reaktion auf diesen Stoff festgestellt, 2009 waren es nur knapp zwei Prozent. Vor allem sind heute mehr Frauen betroffen – unter anderem durch die Verwendung von Methylisothiazolinon in kosmetischen Produkten wie Körperlotionen.

Aber auch bedenkliche Parabene, halogenorganische Verbindungen und Formaldehydabspalter werden zur Haltbarmachung eingesetzt: Im ÖKO-TEST waren insgesamt neun von 25 Produkten mit Substanzen konserviert, die in einer Körperlotion nichts zu suchen haben.

Weitere Probleme: In drei Testprodukten steckt Lyral, ein Duftstoff, der Allergien auslösen kann. Insgesamt zehn Körperlotionen enthalten PEG/PEG-Derivate, letztere können die Haut durchlĂ€ssiger machen fĂŒr Schadstoffe.

Hingegen waren alle elf zertifizierten Naturkosmetikprodukte durch die Bank weg in Ordnung. Auch das zweitgĂŒnstigste Testprodukt von einem konventionellen Hersteller (1,42 Euro fĂŒr 200 ml) bekam das beste Testurteil „sehr gut“. Hingegen fiel die teuerste Körperlotion der angesagten Marke LÂŽOccitane (19,20 Euro pro 200 ml) mit „ungenĂŒgend“ glatt durch.
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ÖKO-TEST GummibĂ€rchen
„NatĂŒrliche“ VerbrauchertĂ€uschung

Bunte BĂ€rchen sind beliebt bei Groß und Klein. FĂŒr den Geschmack sorgen zugesetzte Aromen. Zahlreiche Hersteller loben auf ihren Verpackungen „natĂŒrliches Aroma“ aus. Doch das stimmt oft nicht.

Wer mit „natĂŒrlichem Aroma“ wirbt, muss die Bestimmungen der EU-Aromenverordnung einhalten. Doch in drei der 20 untersuchten Produkte wiesen die von ÖKO-TEST beauftragten Labore die Aromastoffe Allylhexanoat bzw. Methylcinnamat nach, die nicht den Anforderungen der Verordnung an natĂŒrliche Aromen genĂŒgen. In fĂŒnf weiteren Marken fanden sie „natĂŒrliche Aromen“, die den Geschmack von Schwarzen Johannisbeeren nachbilden sollen. Sie wurden jedoch aus BuccoblĂ€ttern gewonnen, was die Anbieter nicht deklariert hatten, obwohl es vorgeschrieben ist. Ein Hersteller deklariert als Zutat Bio-Aromen, die es laut Lebensmittelkennzeichnungsverordnung nicht gibt.

Insgesamt bekam kein Produkt das Gesamturteil „sehr gut“. Mit „mangelhaft“ das schlechteste Ergebnis bekam die teuerste Marke im Test – ein Bio-Produkt.

Das ÖKO-TEST- Magazin Januar 2014 gibt es seit dem 27. Dezember 2013 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.
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NABU: Flussauen an den 15 wichtigsten Binnenwasserstraßen in schlechtem Zustand
Bundesprogramm Blaues Band zĂŒgig umsetzen

Berlin – Die noch vorhandenen Flussauen an den wichtigsten deutschen Bundeswasserstraßen sind in einem schlechten Zustand. Das ist das Ergebnis einer Analyse des NABU, die am heutigen Freitag in Berlin veröffentlicht wurde. Untersucht wurden insgesamt 15 FlĂŒsse – von der Oder bis zur Saar – die als Binnenwasserstraßen genutzt werden. Sie reprĂ€sentieren mit ĂŒber 880.000 Hektar ĂŒber die HĂ€lfte der nationalen Flussauen. Diese Niederungen entlang der FlĂŒsse sind ein wichtiger Lebens- und RĂŒckzugsraum fĂŒr viele Tiere und leisten einen natĂŒrlichen Beitrag zum Hochwasserschutz. Neben der Auenanalyse werden in den Fluss-Steckbriefen auch Potenziale zur Verbesserung des jeweiligen GewĂ€sser- und Auenzustandes vorgestellt.

Der NABU sieht vor diesem Hintergrund immensen Handlungsbedarf, die im Koalitionsvertrag festgeschriebenen Vereinbarungen zur Renaturierung von FließgewĂ€ssern und Auen zĂŒgig umzusetzen. „Bundesumweltministerin Hendricks und der fĂŒr die Bundeswasserstraßen zustĂ€ndige Bundesverkehrsminister Dobrindt mĂŒssen jetzt Farbe bekennen und zeigen, wie wichtig ihnen der Schutz der heimischen FlĂŒsse ist. Drei Viertel der ohnehin nur noch in BruchstĂŒcken erhaltenen Auen an den fĂŒr die Schifffahrt ausgebauten FlĂŒssen sind deutlich bis stark verĂ€ndert, nahezu 20 Prozent der Auenrelikte an den Bundeswasserstraßen sogar sehr stark“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

Nach der NABU-Analyse steht es auch um die besonders bedeutsamen, nach der europĂ€ischen FFH-Richtlinie geschĂŒtzten gewĂ€sser- und auentypischen LebensrĂ€ume schlecht: Weich- und HartholzauenwĂ€lder, SchlammbĂ€nke mit ihrer charakteristischen Vegetation, nĂ€hrstoffreiche, vom Hochwasserregime der FlĂŒsse abhĂ€ngige StillgewĂ€sser – sie alle sind an den Bundeswasserstraßen in einem weitgehend unzureichenden oder gar schlechten Erhaltungszustand.

Mit der BroschĂŒre „ Das Blaue Band“ schafft der NABU eine Grundlage fĂŒr all jene Akteure, die die inhaltliche Ausgestaltung des Bundesprogramms zum Blauen Band verhandeln oder sich fĂŒr den GewĂ€sserschutz und die ökologischen Chancen der Wasserstraßenreform interessieren. Sie ist im Internet unter www.NABU.de verfĂŒgbar ist und liegt Ende Januar auch als Druckexemplar vor.

Hintergrund:

Dem Bund als EigentĂŒmer aller als Bundeswasserstraßen eingestuften FlĂŒsse kommt nach Ansicht des NABU bei dieser Aufgabe eine besondere Vorbildrolle zu. Denn nur zehn Prozent der FließgewĂ€sser in Deutschland weisen bisher den nach EU-Vorgaben bis zum Jahr 2015 zu erreichenden „guten Zustand“ auf. Viele FlĂŒsse wurden in den vergangenen Jahrzehnten begradigt, ihre Ufer befestigt und ihre Auen abgeschnitten. Wertvolle LebensrĂ€ume fĂŒr zahllose gefĂ€hrdete Tier- und Pflanzenarten gingen dabei ebenso verloren wie natĂŒrliche ÜberschwemmungsflĂ€chen: Lediglich ein Drittel der Auen in Deutschland ist noch an die zugehörigen FlĂŒsse angebunden, an den großen Strömen gingen bis zu 90 Prozent dieser FlĂ€chen verloren. In den kommenden Wochen und Monaten wird es daher darum gehen, die inhaltliche Ausgestaltung des Bundesprogramms zum Blauen Band kritisch zu begleiten, um gĂŒnstige Rahmenbedingungen fĂŒr kĂŒnftige Renaturierungsprojekte zu schaffen. Hilfreich könnte dabei die laufende Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes sein, die mit reduzierter GewĂ€sserunterhaltung und abgestuften Unterhaltungskategorien dazu beitragen kann, den Nutzungsdruck auf die FließgewĂ€sser zu reduzieren.
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Leipzig: Milder Jahreswechsel beschert positiven Schlussspurt
Kibara mit Jungtier / © Zoo Leipzig
 
Leipzig: Milder Jahreswechsel beschert positiven Schlussspurt
Angebot fĂŒr Zoo bei Nacht

Der Jahresendspurt im Zoo Leipzig war erfolgreich: Die milden Temperaturen an den Feiertagen und zum Jahreswechsel haben zahlreiche Leipziger und GĂ€ste in den Tiergarten an der Pfaffendorfer Straße gelockt und ihm damit einen positiven Ausklang beschert. Insgesamt kamen im vergangenen Jahr 1,84 Millionen Besucher. „Angesichts der Wetterkapriolen im Vorjahr sind wir sehr zufrieden mit dem Ergebnis“, resĂŒmiert Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. Zudem habe der Jahreskarten-Verkauf die Planzahlen ĂŒbertroffen. 39.024 Zoofans haben sich im Jahr 2013 das Ticket fĂŒr 365 Tage Abenteuer gesichert. Der Direktor betont: „Die hohe Nachfrage nach Jahreskarten freut uns besonders, da sie die Verbundenheit der Leipziger und der Einwohner des Umlandes zum Zoo der Zukunft zum Ausdruck bringt.“

FĂŒr das neue Jahr plant der Zoo Leipzig mit rund 1,9 Millionen Besuchern und verspricht zahlreiche Highlights im Jahresverlauf. Mit der Eröffnung des Leoparden-Tals vom 21. bis 23. MĂ€rz sowie der Flamingolagune in den Sommerferien werden zwei weitere Projekte des Masterplanes Zoo der Zukunft fertiggestellt. Zudem können sich die Besucher wieder auf zahlreiche Geburten bei bedrohten Arten freuen und den jĂŒngsten Spross der Westlichen Flachland-Gorillas aufwachsen sehen, der in Pongoland von seiner Mutter Kibara umsorgt wird. Mit dem Osterspektakel fĂŒr die ganze Familie (20./21. April), dem historischen Pfingstfest (08./09. Juni) sowie der Dschungelnacht (09. August) stehen weitere Eckpunkte des Zoojahres fest.

Tickets fĂŒr Abendtouren sichern

Bereits in dieser Woche beginnen wieder die beliebten Abendtouren durch den Zoo Leipzig. Kurzentschlossene können sich noch Tickets fĂŒr Freitag- und Samstagabend um 19.30 Uhr sichern, um den Zoo und seine dĂ€mmerungs- sowie nachtaktiven Tiere im Dunkeln zu erleben. Weitere Abendtouren finden am 24./25. Januar sowie am 14./15. Februar statt. Reservierungen sind direkt im Safari-BĂŒro oder telefonisch unter 0341 5933-385 möglich. Weitere Informationen unter www.zoo-leipzig.de.
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