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Tödliche Gefahr fĂŒr Europas Geier
GĂ€nsegeier in Extremadura (Spanien) / Foto: NABU / F. Derer
 
Tödliche Gefahr fĂŒr Europas Geier
NABU fordert Verbot von Schmerzmittel Diclofenac

Der NABU und sein internationaler Partner BirdLife International sowie die European Vulture Conservation Foundation fordern ein sofortiges Einsatzverbot des Wirkstoffes Diclofenac bei Tieren in Europa. Diclofenac ist ein starkes schmerz- und entzĂŒndungshemmendes Mittel, das fĂŒr das beinahe komplette Aussterben aller Geierarten Indiens, Pakistans und Nepals verantwortlich ist. Die Tiere sterben qualvoll an Nierenversagen, sobald sie von Tieren fressen, die vor ihrem Tod mit diesem Mittel behandelt wurden. Nun droht eine Wiederholung dieser ökologischen Katastrophe in Europa. Obwohl fĂŒr Geier unschĂ€dliche alternative Wirkstoffe existieren, wurde Diclofenac vor Kurzem fĂŒr die Behandlung von Rindern, Schweinen und Pferden in Italien und Spanien, wo 80 Prozent aller europĂ€ischen Geier leben, zugelassen. In Deutschland ist der Wirkstoff verboten.

Nach Ansicht von Experten des NABU und von BirdLife International besteht damit die große Gefahr eines Geier-Massensterbens, das die Erfolge jahrzehntelanger Schutzmaßnahmen innerhalb weniger Jahre zerstören kann. Alle Geierarten leben ausschließlich von Aas und erfĂŒllen damit als Gesundheitspolizei eine wichtige Rolle im Naturhaushalt. In Europa leben vier, durchweg seltene, Geierarten: Der kleinste von ihnen, der Schmutzgeier, gilt weltweit als gefĂ€hrdet, der riesige Mönchsgeier – einer der grĂ¶ĂŸten Greifvögel der Welt – steht auf der Vorwarnstufe der Roten Liste. Die anderen beiden Arten, GĂ€nsegeier und Bartgeier, können nach extremen Bestandstiefs inzwischen aufgrund jahrzehntelanger gezielter Artenschutzmaßnahmen gute Bestandserholungen vorweisen. DafĂŒr haben die EuropĂ€ische Union und mehrerer ihrer Mitgliedsstaaten viele Millionen Euro ausgegeben. „Seit einigen Jahren tauchen spanische GĂ€nsegeier auf der Suche nach neuem Lebensraum auch regelmĂ€ĂŸig wieder in Deutschland auf, so dass bereits Hoffnungen auf eine baldige Wiederansiedlung aufkommen“, erlĂ€uterte NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann. „Die EinfĂŒhrung von Diclofenac in der Tiermedizin auf dem europĂ€ischen Markt gefĂ€hrdet die FrĂŒchte der aufwĂ€ndigen SchutzbemĂŒhungen.“

Auf dem indischen Subkontinent wurde Diclofenac in den 90er Jahren zur Behandlung von Rindern angewandt. Nach dem Tod der Tiere verblieb das Mittel im Körper der Kadaver, die von den damals Millionen zĂ€hlenden Geiern gefressen wurden. Diese starben danach sehr schnell einen qualvollen Tod. In nur einem Jahrzehnt starben so etwa 99 Prozent aller Geier Indiens und damit standen einige der hĂ€ufigsten und wichtigsten Vogelarten des Subkontinents unmittelbar vor dem Aussterben. Hinzu kam die Ausbreitung von Tollwut: Die Kadaver wurden nicht mehr entsorgt und die Zahl verwilderter Hunde explodierte. Das vollstĂ€ndige Aussterben der Geierarten konnte nur gestoppt werden, weil die Anwendung von Diclofenac bei Tieren auf Betreiben von NaturschĂŒtzern aus dem von BirdLife International initiierten Netzwerk SAVE-Vultures verboten wurde. Heute können VogelschĂŒtzer erste Anzeichen einer Erholung der indischen GeierbestĂ€nde erkennen.

Die EU und ihre Mitgliedsstaaten haben sich durch die EU-Vogelschutzrichtlinie und die Gesetzgebung zu Tierarzneimitteln verpflichtet, Geier zu schĂŒtzen und Mittel zu verbieten, die ökologischen Schaden anrichten können. „Ein sofortiges Verbot von Diclofenac fĂŒr Tiere in der gesamten EU ist daher die einzig mögliche Lösung, um den europĂ€ischen Geiern das Schicksal ihrer Vettern in Indien zu ersparen“, so Lachmann. „Dies gĂ€be auch den LĂ€ndern in Afrika, wo noch mehr Geier leben, das richtige Signal, die Verbreitung des Mittels zu stoppen.“ Der NABU hat daher die Bundesregierung gebeten, bei der EU-Kommission eine europaweite Neubewertung und ein Verbot des Mittels zu verlangen.
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NABU: EU-Parlament geht voran, Umwelt- und Energieminister mĂŒssen nachziehen
Bundesregierung muss fĂŒr mehr Klimaschutz werben

AnlĂ€sslich der ab heute in BrĂŒssel stattfindenden RatsgesprĂ€che der Umwelt- und Energieminister ĂŒber die Klimaziele der EU bis 2030, an denen Bundesumweltministerin Hendricks teilnimmt, fordert der NABU von Europa mehr Anstrengungen im Klimaschutz. „Die Bundesregierung muss mit Blick auf den EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs Ende MĂ€rz alles daran setzen, auch Angebote an die noch skeptischen EU-LĂ€nder wie Polen zu richten, um diese fĂŒr den Klimaschutz zu gewinnen“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke. Die Aussprache im Rat mĂŒsse dazu dienen, weiter Vertrauen aufzubauen.

Die Minister wollen mit ihrem Treffen den EU-Gipfel am 20. und 21. MĂ€rz vorbereiten, wo auch der Klimaschutz auf der Tagesordnung steht. „Wir brauchen ein deutliches Signal in Richtung der internationalen Staatengemeinschaft, dass die EU sich beim Klimaschutz an die Spitze stellt“, forderte Tschimpke. Die Umwelt- und Energieminister sollten sich daher dem Votum des EU-Parlaments vom Januar anschließen, neben Einsparungen von 40 Prozent bei Treibhausgasemissionen auch den Anteil der erneuerbaren Energien um 30 Prozent zu erhöhen und erstmals ein festes Ziel von 40 Prozent Energieeinsparung fĂŒr das Jahr 2030 festzulegen.

Klarheit sollte auch in der Frage herrschen, welche BeitrĂ€ge die einzelnen Mitgliedsstaaten zum Erreichen der EU-Ziele leisten sollen. „Es mĂŒssen Verbindlichkeiten geschaffen werden. Der Ansatz der EU-Kommission, jedes Mitgliedsland solle melden, was es zu tun gedenkt und am Ende schaut man mal, was unter dem Strich dabei herauskommt, ist zu wenig“, kritisierte NABU-Energieexperte Ulf Sieberg. Deutschland sei gefordert, als Vorreiter in Sachen Energiewende anderen Mitgliedsstaaten finanziell und technologisch unter die Arme zu greifen. Bereits in diesem FrĂŒhjahr mĂŒsse der Weg fĂŒr den Erfolg eines neuen globalen Weltklimaabkommens geebnet werden, das 2015 dann auf der Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Paris beschlossen werden soll.
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NABU fordert strenge Strafe fĂŒr geplanten illegalen Wolfsfang
Prozess vor Amtsgericht Zossen beginnt

Zum Start des Prozesses um zwei illegale Fanganlagen vor dem Amtsgericht Zossen fordert der NABU strenge Strafen. Angeklagt ist der GeschĂ€ftsfĂŒhrer eines privaten Forstgutes. In dem Forstgut werden zahlreiche Schalenwildarten, insbesondere Rothirsche und Mufflons gehalten. Der NABU geht davon aus, dass störende Wölfe beseitigt werden sollten. Im Winter 2011/2012 wurden in Brandenburg, im Raum Baruth-JohannismĂŒhle (Landkreis Teltow-FlĂ€ming) zwei Zaunanlagen gefunden, die nach EinschĂ€tzung des NABU allein dazu angelegt worden waren, um illegal Wölfe zu fangen. Dies ist nach § 71 Bundesnaturschutzgesetz verboten. Weiterhin wird damit gegen den Tierschutz, das Jagd- und Forstrecht verstoßen.

Dabei handelt es sich um zwei Zaunanlagen von etwa drei Metern Höhe und einer FlĂ€che von mehreren hundert Quadratmetern. In beiden Anlagen wurden jeweils drei Schafe gehalten. Es waren EingĂ€nge von ca. ein Meter Höhe in der Art eingebaut, dass ein um den Zaun laufender Wolf in eine Schleuse gelangen und schließlich aus der Anlage nicht mehr entkommen könnte. Der Zaun war entsprechend der Schutztechnik fĂŒr Herdenschutz gegen Wölfe mit einem Untergrabungsschutz versehen. Ein Wolf wĂ€re damit dem Betreiber der Anlage hilflos ausgeliefert gewesen.

Es wĂ€re auch denkbar gewesen, dass sich freilaufende Hunde in diese Fanganlagen verirren, was ebenso gegen das Tierschutz -und Jagdrecht verstoßen wĂŒrde. Die Behauptung jedoch, man wĂŒrde mit diesen Anlagen wildernde Hunde fangen wollen, wĂ€re aus NABU-Sicht unsinnig, weil Übergriffe von Hunden auf Wild in Brandenburg selten und maximal sporadisch auftreten. Aus Sicht des NABU ist der illegale Fang von Wölfen nicht nur billigend in Kauf genommen worden, sondern war gezielt die Funktion der Anlage. NABU-Wolfsexperte Markus Bathen: „In dieser Anlage vereinigten sich die Erfahrungen aus historischen Wolfsfanganlagen mit den neuesten Erkenntnissen, wie ZĂ€une beschaffen sein mĂŒssen, um fĂŒr Wölfe unĂŒberwindbar zu sein. Sinn und Zweck der Anlage war allein der Fang von Wölfen.“

Seit 2007 ist das Vorkommen von Wölfen in dieser Region nachweislich belegt. Im August 2007 wurde in der benachbarten Rochauer Heide ein illegal erschossener Wolf gefunden. Ein TĂ€ter konnte nie ermittelt werden. Wölfe sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz eine streng geschĂŒtzte Tierart. Eine Nachstellung ist nach § 71 Bundesnaturschutzgesetz verboten und kann mit einer Strafe bis zu fĂŒnf Jahren Haft oder bis zu 50.000 Euro geahndet werden.
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NABU: Engagement gegen Elfenbeinhandel wird zur tödlichen Bedrohung
Rangerfonds unterstĂŒtzt WildhĂŒter in Afrika

AnlĂ€sslich des Internationalen Tages des Artenschutzes am kommenden Montag (3. MĂ€rz) verweist der NABU auf die zunehmende Wilderei in afrikanischen Nationalparks. TĂ€glich töten Wilderer etwa 100 Elefanten in Afrika. In den siebziger Jahren gab es auf dem Kontinent noch 1,2 Millionen Elefanten; heute sind es weniger als 440.000. Allein im vergangenen Jahr wurden mehr als 45 Tonnen Elfenbein weltweit beschlagnahmt. Der Hauptanteil des gewilderten Elfenbeins geht nach China, wo er zu Amuletten und Statuen verarbeitet wird. „Die Schmuggler sind keine armen Landbewohner, die ihren Lebensunterhalt verdienen mĂŒssen, sondern skrupellose GeschĂ€ftemacher, die oft in Drogenschmuggel und Terrorismus verstrickt sind“, sagte NABU-VizeprĂ€sident Thomas Tennhardt. „Im Kampf gegen diese Elfenbein-Mafia verlieren immer mehr WildhĂŒter ihr Leben oder werden schwer verletzt. Zur AusrĂŒstung der Wilderer zĂ€hlen meist halb- oder vollautomatische Schusswaffen.“

Nach Angaben der „International Ranger Foundation“ wurden im Jahr 2013 weltweit mehr als 85 WildhĂŒter wĂ€hrend ihres Dienstes ermordet, etwa die HĂ€lfte von ihnen in Afrika. Wird ein Ranger im Einsatz fĂŒr den Natur- und Artenschutz getötet oder verletzt, verlieren seine Angehörigen nicht nur einen geliebten Menschen, sondern meist auch das Haupteinkommen fĂŒr die ganze Familie. Aus diesem Grund hat die NABU International Naturschutzstiftung den Rangerfonds ins Leben gerufen. Mit dem Geld aus diesem Fonds können Ranger in der AusĂŒbung ihres gefĂ€hrlichen Berufs unterstĂŒtzt werden, beispielsweise durch eine verbesserte Ausbildung und AusrĂŒstung. Zudem greift NABU International mit dem Rangerfonds den Familien verletzter oder getöteter WildhĂŒter in Äthiopien unter die Arme. Seit Anfang dieses Jahres wurde dies auf Kenia ausgeweitet, wo die staatliche Wildschutzbehörde „Kenya Wildlife Service“ mit Hilfe der Spendengelder sicherstellt, dass die Kinder der getöteten Ranger zu einer weiterfĂŒhrenden Schule oder zur UniversitĂ€t gehen können.

Wie viele andere Natur- und Tierschutzorganisationen weisen der NABU und die NABU International Naturschutzstiftung darauf hin, dass die immer wieder diskutierte Lockerung des Marktes fĂŒr Elfenbein aus vielen NachhaltigkeitsgrĂŒnden unvertretbar ist. „Daher fordern wir ein absolutes Verbot des internationalen und nationalen Elfenbeinhandels“, sagte Dr. Barbara Maas, Leiterin Artenschutz der NABU International Naturschutzstiftung.

Zudem fordert der NABU gemeinsam mit vielen anderen VerbĂ€nden das in Deutschland lagernde beschlagnahmte Elfenbein zu vernichten, um es unbrauchbar und fĂŒr Diebe uninteressant zu machen. „Es muss zudem dringend eine zentrale Erfassungsstelle fĂŒr eingefĂŒhrtes Elfenbein in Deutschland eingerichtet werden, damit Missbrauch öffentlich gemacht werden kann“, so Maas.



Terminhinweis und Einladung zur Veranstaltung „Gefahr fĂŒr WildhĂŒter in Afrika – Die Folgen der Wilderei fĂŒr Menschen und Tierwelt“



Termin: Sonntag, 9. MĂ€rz 2014, 11:00 Uhr

Ort: Internationale Tourismus-Börse (ITB), Berlin (Halle 4.1., „Adventure“-BĂŒhne)


mit: Thomas Tennhardt, NABU-VizeprÀsident und Vorsitzender der NABU International Naturschutzstiftung

Werner Schröder, Sprecher der NABU-Bundesarbeitsgruppe Afrika

William Kiprono, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Kenya Wildlife Service

Edwin Wanyonyi, stellvertretender GeschĂ€ftsfĂŒhrer, Kenya Wildlife Service
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Karlsruhe ist Carsharing-Hauptstadt Deutschlands
Bundesverband CarSharing legt in Berlin Jahresbilanz vor

OB Mentrup: stadtmobil und andere Anbieter leisten wichtigen Beitrag zur LebensqualitÀt in StÀdten

Karlsruhe ist die "Carsharing-Hauptstadt Deutschlands". Mit nahezu zwei Carsharing-Autos pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner liegt die FĂ€cherstadt mit deutlichem Abstand vor den nachfolgenden GroßstĂ€dten und hat ihre Spitzenposition im jĂŒngsten StĂ€dtevergleich des Bundesverbands CarSharing (bcs) erfolgreich behauptet. Im Rahmen der bcs-Bilanzpressekonferenz 2013 am gestrigen Donnerstag in Berlin betonte OberbĂŒrgermeister Dr. Frank Mentrup: „Das Autoteilen entlastet die Innenstadt vom Individualverkehr, reduziert die Abgasbelastung und macht sich auch im privaten Budget der Nutzenden positiv bemerkbar. Der Karlsruher Anbieter 'stadtmobil' und alle anderen Carsharing-Anbieter leisten einen nicht zu unterschĂ€tzenden Beitrag fĂŒr die LebensqualitĂ€t in unseren StĂ€dten.“

Das Erfolgsrezept von "stadtmobil" in Karlsruhe als einem der Ă€ltesten Carsharing-Anbieter in Deutschland sieht das Stadtoberhaupt im Dreiklang aus "einfachem Handling, flĂ€chendeckender VerfĂŒgbarkeit und gĂŒnstigen Tarifen". "stadtmobil" hatte erst im vergangenen November Platz eins im Ranking des "Automobilclub Mobil" in Deutschland belegt. "stadtmobil" konnte in puncto VerfĂŒgbarkeit und Preis die Wettbewerber mit teils großen Konzernen im Hintergrund weit hinter sich lassen. Das Karlsruher Carsharing-Unternehmen bietet an 200 Stationen 660 Fahrzeuge an - darunter 570 PKW, 75 Busse und Transporter sowie sechs Elektro- und neun Hybridfahrzeuge. Bei 10.000 Teilnehmern und 12.500 Fahrtberechtigten steht damit statistisch 19 Fahrerinnen und Fahrern ein Fahrzeug zur VerfĂŒgung - im Bundesdurchschnitt liegt die Quote bei eins pro 42. Pro Monat werden rund 20.000 Fahrten absolviert, die gesamte Fahrzeugflotte legt pro Jahr rund 20 Millionen Kilometer zurĂŒck.

Der bcs stellt in seinem Jahresbericht einen anhaltenden Carsharing-Boom fest. Anfang 2014 waren 757.000 Teilnehmer bei den etwa 150 deutschen Carsharing-Anbietern registriert, was im Vergleich zum Vorjahr einem Zuwachs von 67,1 Prozent entspricht. Bei stationsbasierten Angeboten waren 320.000 Teilnehmer registriert (plus 50.000), bei stationsunabhĂ€ngigen („free floating“) Angeboten 437.000 Nutzer (plus 254.000). Erstmals hat die Quote der Carsharing-Teilnehmer bezogen auf die fĂŒhrerscheinfĂ€hige Gesamtbevölkerung ab 18 Jahren damit die 1 ProzenthĂŒrde ĂŒbersprungen (1,13 Prozent). Diesen Nutzern stehen 7.700 Fahrzeuge an 3.900 Stationen im stationsbasierten Carsharing und 6.250 Pkw in stationsunabhĂ€ngigen Angeboten zur VerfĂŒgung. Durchschnittlich 42 Nutzer teilen sich ein Fahrzeug im stationsbasierten Carsharing, 70 Nutzer bei den stationsunabhĂ€ngigen Angeboten.

Die Rangfolge im bcs-StĂ€dtevergleich zur Fahrzeugdichte pro 1.000 Einwohner bei kombinierter Wertung stationsbasierter und frei im Straßenraum verfĂŒgbarer Angebote sieht Karlsruhe mit 1,76 Carsharing-Autos pro 1.000 Einwohner klar vor DĂŒsseldorf (0,91), MĂŒnchen (0,64), Stuttgart (0,58) und Berlin (0,55).
 
 

„Hohe QualitĂ€t und tragbare Kosten im Wohnungsbau“
Uferstraße SĂŒdansicht (c) Freiburger Stadtbau GmbH
 
„Hohe QualitĂ€t und tragbare Kosten im Wohnungsbau“
FSB erhĂ€lt Deutschen Bauherrenpreis fĂŒr Miet- und Eigentums-Projekt „Haslacher / Uferstraße“

Freiburg, 19. Februar 2014. Die Freiburger Stadtbau GmbH (FSB) wurde heute in Berlin mit dem Deutschen Bauherrenpreis fĂŒr „hohe QualitĂ€t und tragbare Kosten im Wohnungsbau“ ausgezeichnet. Die FSB erhielt damit die im Bereich des Wohnungsbaus wichtigste bundesweit ausgelobte Auszeichnung fĂŒr das Neubauprojekt „Haslacher / Uferstraße“. Der Preis wird von der Arbeitsgruppe KOOPERATION des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, des Bundes Deutscher Architekten (BDA) und dem Deutschen StĂ€dtetages vergeben. Freiburgs BaubĂŒrgermeister Prof. Dr. Martin Haag und FSB-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Ralf Klausmann nahmen die Auszeichnung gemeinsam mit den Architekten Hermann Binkert und Thomas Melder entgegen.
Ausschlaggebend fĂŒr die Auszeichnung ist das sozial ausgewogene Wohnkonzept, dass beispielhaft Eigentumswohnungen sowie Mietwohnungen mit und ohne Belegungsrechte vereint. Die 5 GebĂ€ude wurden im Passivhausstandard gebaut und erfĂŒllen die Richtlinien der Freiburger-Energie-Effizienzhaus-Standard 40. Alle 34 Eigentumswohnungen und 47 Mietwohnungen sind barrierefrei erschlossen. Die Zwei-Zimmer-Wohnungen verfĂŒgen zusĂ€tzlich ĂŒber barrierefreie BĂ€der. FĂŒr unterschiedliche Generationen entstand somit qualitativ hochwertiger aber dennoch erschwinglichen Wohnraum. „Auf einer ehemaligen BrachflĂ€che ist ein neues, zukunftsweisendes Vorzeigeobjekt entstanden, das herausstellt, wie erfolgreiche Stadtentwicklung aussehen kann“, so BaubĂŒrgermeister Prof. Dr. Martin Haag. „Ich freue mich sehr, dass das Projekt hierdurch bundesweit Anerkennung findet.“ Auch Ralf Klausmann, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Freiburger Stadtbau GmbH freut sich ĂŒber die Auszeichnung: „Die GebĂ€ude bilden durch die Kombination aus preisgĂŒnstigen Eigentumswohnungen sowie freifinanzierten und öffentlich geförderten Mietwohnungen fĂŒr Familien und Ă€ltere Menschen eine wichtige Grundlage fĂŒr generationsĂŒbergreifende Wohnformen, die fĂŒr eine gute Durchmischung und stabile Bewohnerstrukturen im Quartier sorgen.“

Durch die neue Bebauung und die damit verbundene Schaffung von neuen ParkplĂ€tzen wurde die stĂ€dtebauliche Erschließung optimiert und die Parkplatzsituation im Quartier deutlich verbessert.

Über die Freiburger Stadtbau:
Die Freiburger Stadtbau GmbH (FSB) gehört dem Unternehmensverbund an, zu dem auch
die Freiburger Stadtimmobilien GmbH & Co. KG (FSI), die Freiburger Kommunalbauten
GmbH & Co. KG (FKB) und die Regio BÀder GmbH (RBG) gehören. Der Verbund deckt die
Bereiche Wohnungs- und StĂ€dtebau, Wohnungs- und GrundstĂŒcksverwaltung, GebĂ€udesanierung und FĂŒhrung von stĂ€dtischen BĂ€dern und Parkgaragen ab. Mit ĂŒber 11.000 Wohnungen, davon ca. 9.000 eigene Wohnungen, ist die FSB die grĂ¶ĂŸte Wohnungsbaugesellschaft in SĂŒdbaden.
 
 

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Studie zeigt: Biokraftstoffe aus AbfĂ€llen haben großes ungenutztes Potenzial
Anstatt Anbaubiomasse sind neue Konzepte zur Reststoffnutzung gefragt

Europa hat ein erhebliches ungenutztes Potenzial fĂŒr Biokraftstoffe aus AbfĂ€llen der Land- und Forstwirtschaft sowie aus Industrie und Haushalten. Sofern alle nachhaltig zur VerfĂŒgung stehenden Reststoffe der EU in Biokraftstoffe umgewandelt wĂŒrden, könnten damit bis zum Jahre 2030 rund 16 Prozent des Gesamtkraftstoffbedarfes gedeckt werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des „International Council on Clean Transportation“ (ICCT) mit dem Titel „Wasted: Europe’s Untapped Resource“ im Auftrag mehrerer Umweltorganisationen wie dem NABU-Dachverband BirdLife International und Transport & Environment.

„Die Energie fĂŒr den Kraftstoff der Zukunft liegt vor allem auf dem Land. Aber nicht als Anbaubiomasse mit erheblichem DĂŒngemittel- und Pestizideinsatz sowie der Gefahr von LandnutzungsĂ€nderungen, wie es die EU leider immer noch versteht, sondern in Form von Reststoffen. Immerhin 37 Millionen Tonnen fossiler Kraftstoff könnten so Jahr fĂŒr Jahr eingespart werden“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. EinschrĂ€nkend gelte jedoch, dass auch bei den Reststoffen negative Begleiterscheinungen vermieden werden sollten. So dĂŒrften beispielsweise nicht alle ErnteabfĂ€lle genutzt werden, sondern ein Drittel mĂŒsse auf dem Acker verbleiben, um die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten. Auch in der Viehhaltung werde Stroh weiterhin als Einstreu verwendet und stĂŒnde der energetischen Nutzung nur begrenzt und vorrangig in einer Kaskadennutzung zur VerfĂŒgung. FĂŒr Holz gelte, dass es zunĂ€chst fĂŒr langfristige Produkte verwendet werden mĂŒsse, danach aber ebenfalls fĂŒr Biokraftstoffe eingesetzt werden könne.

Im Jahr 2030 könnte der Verkehrssektor zur Emissionsquelle Nummer eins werden, wenn nicht rechtzeitig mit politischen Maßnahmen gegengesteuert wird. Ein Teil der Lösung könne die Biomasse auf Reststoffbasis darstellen. Entscheidend ist nach Ansicht des NABU aber, dass Biokraftstoffe nicht als Allheilmittel angesehen werden dĂŒrften. „Ohne drastische Effizienzsteigerungen beim Kraftstoffverbrauch von Pkw, Lkw oder Flugzeugen und einer Verkehrsvermeidung beziehungsweise Verlagerung auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel werden die Klimaschutzziele der EU nicht eingehalten werden. Nur wenn alle Effizienzpotenziale konsequent ausgeschöpft sind, kann die dann noch bestehende VersorgungslĂŒcke mit Biokraftstoffen auf Reststoffbasis geschlossen werden“, sagte NABU-Verkehrsexperte Dietmar Oeliger.
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