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Samstag, 21. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
Förderpreis der Heidelberger „Stiftung Klimaschutz +“ fĂŒr ECOtrinova e.V.
Der regional und lokal tĂ€tige Freiburger Umweltschutzverein ECOtrinova e.V. erhielt dieser Tage den aktuellen Förderpreis der Heidelberger „Stiftung Klimaschutz +“ auf Vorschlag des Teams der Energieagentur Regio Freiburg. UnterstĂŒtzt wird speziell das Samstags-Forum Regio Freiburg fĂŒr Energie-Klima-Umwelt, das seit 2006 von ECOtrinova organisiert und geleitet wird, dies ĂŒberwiegend ehrenamtlich in Zusammenarbeit mit einer Reihe von Vereinen der BĂŒrgerschaft und Institutionen wie dem Asta der UniversitĂ€t und dem Agenda 21 BĂŒro Freiburg, so der Vereinsvorsitzende Dr. Georg Löser. Das Forum wird mit der 18. Veranstaltungsserie vom 26.4. bis 11./12.7. 2014 unter Schirmherrschaft der Freiburger UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik fortgesetzt mit Vortragsaktionen in der UniversitĂ€t und FĂŒhrungen zu Vorbildobjekten in Freiburg und Region. Das aktuelle Programm ist ersichtlich bei www.ecotrinova.de.

Die Stiftung Klimaschutz + hat sich zum Ziel gesetzt, das Klima zu schĂŒtzen und Initiativen zu fördern. Jeder, der in den dortigen Stiftungstopf der Energieagentur Regio Freiburg einzahlt, kann mit entscheiden, welche regionale Initiative fĂŒr die Energiewende und den Klimaschutz mit dem Stiftungsgeld unterstĂŒtzt werden soll. Die Förderung an ECOtrinova ist mit rund 500 Euro dotiert.
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Jagd muss ab sofort bundesweit bleifrei werden
Forschungsergebnisse zwingen Agrarminister Schmidt zum Handeln

Angesichts aktueller Forschungsergebnisse zur Jagdmunition, die am gestrigen Montag in Berlin vorgestellt wurden, fordert der NABU ein umgehendes und bundesweit geltendes Verbot von bleihaltiger Jagdmunition. „Wissenschaftlich ist nun belegt: Es gibt keinen Grund mehr, weiter an bleihaltiger Jagdmunition festzuhalten. Bundesagrarminister Schmidt muss daher so schnell wie möglich ein bundesweites Verbot bleihaltiger Munition auf den Weg bringen“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

Die am gestrigen Montag im Bundesinstitut fĂŒr Risikobewertung (BfR) vorgestellten Forschungsergebnisse belegen, dass alternative Geschossmaterialien fĂŒr die menschliche Gesundheit unbedenklich sind und die Tötungswirkung bleifreier Geschosse den tierschutzrechtlichen AnsprĂŒchen entspricht. „Die Ergebnisse bestĂ€tigen Erfahrungen aus der Praxis. Denn seit vielen Jahren wird beispielsweise auf den FlĂ€chen einiger Landesforstverwaltungen mit bleifreier Munition gejagt. LĂ€ngst existiert alternative Jagdmunition, die fĂŒr die Umwelt und den Verbraucher unschĂ€dlich ist“, so Tschimpke.

Blei ist ein giftiges Schwermetall, das fĂŒr Natur und Umwelt gravierende Folgen hat, ebenso wie fĂŒr die Gesundheit von Verbrauchern. So sind Bleivergiftungen beispielsweise eine der Haupttodesursachen von Seeadlern. Sie nehmen beim Verzehr von Innereien eines erlegten Tieres Bestandteile zerlegter Bleigeschosse auf und sterben qualvoll. In diesem Jahr hatte es bereits mehrere TodesfĂ€lle von Seeadlern gegeben. Blei ist auch fĂŒr den Menschen schĂ€dlich. Es schĂ€digt Nervensystem, Nieren sowie das Herz-Kreislaufsystem, wird als krebserregend eingestuft und mindert die Intelligenz und Aufmerksamkeit von Kindern.

Bei der Agrarministerkonferenz im April 2013 hatten sich bereits elf BundeslĂ€nder fĂŒr ein bundesweites Verbot bleihaltiger Munition ausgesprochen und die Bundesregierung mit der entsprechenden Umsetzung beauftragt. Die Bundesregierung verwies jedoch darauf, erst die Abschlussberichte der Forschungsprojekte abwarten zu wollen, um daraus eine fundierte und verantwortungsvolle Entscheidung abzuleiten.

„Von verantwortungsvollen JĂ€gern erwarten wir, auf bleihaltige Jagdmunition zu verzichten. Verbrauchern empfehlen wir zudem, ausschließlich Wildbret zu kaufen, das bleifrei geschossen wurde. Und die Bundesregierung muss umgehend im Bundesjagdgesetz bleihaltige Munition verbieten“, so NABU-Jagdexperte Stefan Adler.
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Erstmals Rote Liste wandernder Vogelarten fĂŒr Deutschland veröffentlicht
Storcheneltern mit ihrem Nachwuchs / Foto: NABU / S. Zibolsky
 
Erstmals Rote Liste wandernder Vogelarten fĂŒr Deutschland veröffentlicht
NABU und LBV fordern besseren Schutz von Zugvögeln

Zum ersten Mal in Deutschland ist in den „Berichten zum Vogelschutz“ des Deutschen Rats fĂŒr Vogelschutz (DRV) eine Rote Liste wandernder Vogelarten fĂŒr Deutschland veröffentlicht worden. Bisher existierte die Rote Liste nur fĂŒr in Deutschland brĂŒtende Arten, ohne dabei die 500 Millionen durchziehenden oder ĂŒberwinternden Gastvögel zu berĂŒcksichtigen. Ein Viertel aller Zugvogelarten sind demnach in ihrem Bestand gefĂ€hrdet. Die neue Rote Liste zeigt die immense internationale Bedeutung Deutschlands fĂŒr Gastvogelarten wie die Brandgans, die Samtente oder den Knutt auf, aber auch die AbhĂ€ngigkeit der nationalen ZugvogelbestĂ€nde von effektivem internationalem Schutz. NABU und sein bayerischer Partner Landesbund fĂŒr Vogelschutz (LBV) fordern daher die vollstĂ€ndige Umsetzung der europĂ€ischen Vogelschutzrichtlinie und eines UN-Abkommens zum Schutz wandernder Vogelarten, der Bonner Konvention.

Wie international ĂŒblich, ergibt sich der GefĂ€hrdungsgrad einer Art aus ihrer HĂ€ufigkeit in Verbindung mit BestandsverĂ€nderungen und besonderen Risikofaktoren. Insgesamt wurden rund 25 Prozent aller Arten als gefĂ€hrdet eingestuft. Weitere zehn Prozent stehen auf der Vorwarnliste. Die Situation bei den Gastvögeln ist damit etwas besser als bei Deutschlands Brutvögeln, denn dort gelten 50 Prozent aller Arten als bedroht.

Unter den Zugvögeln sind diejenigen Arten wesentlich stĂ€rker bedroht, die als Langstreckenzieher bis sĂŒdlich der Sahara fliegen, wĂ€hrend Arten mit nur kurzen Wanderungen innerhalb Europas weniger gefĂ€hrdet sind. Auch die Arten der Agrarlandschaft und diejenigen der KĂŒsten und Meere sind besonders stark gefĂ€hrdet.

„Zugvögel kennen keine Grenzen, und damit hĂ€ngt der Schutz von Zugvögeln von internationaler Zusammenarbeit ab. DafĂŒr gibt es mit der EU-Vogelschutzrichtlinie und dem dazugehörigen Netz von Vogelschutzgebieten in Europa eine hervorragende gesetzliche Grundlage. Aber auch ĂŒber Europa hinaus muss im Rahmen der Bonner Konvention zum Schutz wandernder Tierarten mit anderen LĂ€ndern gearbeitet werden“, betonte Lars Lachmann, NABU-Vogelschutzexperte, der Mitherausgeber der Publikation ist.

Eine der in der Liste aufgefĂŒhrten gefĂ€hrdeten Arten ist der Kuckuck, dessen Zugverhalten der LBV im Rahmen eines internationalen Projektes mit modernsten technischen Methoden erforscht. „Bislang können wir die Ursachen fĂŒr den RĂŒckgang des Kuckucks nicht schlĂŒssig erklĂ€ren und hoffen, auf Basis der neu gewonnenen Erkenntnisse Schutzmaßnahmen fĂŒr Zugvögel anstoßen zu können“, erlĂ€uterte Andreas von Lindeiner, LBV-Artenschutzreferent.

Deutschland ist jedoch nicht nur Brut- und Rastgebiet fĂŒr Zugvögel, sondern fĂŒr viele nördliche Arten auch ein wichtiges Überwinterungsgebiet. Ein Viertel des global bedrohten Weltbestands der Samtente ĂŒberwintert in der deutschen Ostsee, wo die Art durch Beifang in Fischernetzen gefĂ€hrdet ist. „Der NABU arbeitet daher mit Fischern vor Ort, um die fĂŒr tauchende Vögel tödlichen Stellnetze durch beifangarme Fangmethoden zu ersetzen“, berichtete Lachmann. Jeder fĂŒnfte Sterntaucher ĂŒberwintert in deutschen NordseegewĂ€ssern, wo sein Lebensraum durch Offshore-Windanlagen eingeschrĂ€nkt wird. „Darum kritisiert der NABU scharf den geplanten Bau des Offshore-Windparks Butendiek, der mitten im Hauptkonzentrationsgebiet der Sterntaucher, einem EU-Vogelschutzgebiet westlich von Sylt, gelegen ist.“

Die VerbĂ€nde fordern, in Deutschland und Europa endlich den wirksamen Schutz der EU-Vogelschutzgebiete umzusetzen und die Jagd auf im Bestand abnehmende Zugvogelarten vollstĂ€ndig einzustellen. DarĂŒber hinaus ist eine intensive Zusammenarbeit mit den afrikanischen ZiellĂ€ndern der Zugvögel von Nöten. Sie sehen dabei auch die neue Bundesregierung in der Pflicht, die sich im Koalitionsvertrag einen verbesserten Schutz von Zugvögeln vorgenommen hat.
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Freiburger Delegation in Wiwili
OB Salomon mit Freiburger Patenkindern in Wilili / Quelle: G. Burger
 
Freiburger Delegation in Wiwili
Weitere UnterstĂŒtzung fĂŒr Projekt Wasserversorgung und Schulpatenschaften

Vergangene Woche hielt sich eine elfköpfige stĂ€dtische Delegati-on mit OberbĂŒrgermeister Dieter Salomon und SozialbĂŒrgermeis-ter Ulrich von Kirchbach vier Tage in der Freundschaftsstadt Wi-wili, Nicaragua, auf. Anlass war das 25-jĂ€hrige JubilĂ€um der StĂ€dtefreundschaft mit Wiwili. Mit den BĂŒrgermeistern der Stadt Wiwili und dem Verein fĂŒr Kommunalentwicklung ADEM „Asocia-tiĂłn de Desarollo Municipal“ fanden deshalb mehrere Treffen und GesprĂ€che statt. Die BĂŒrgermeister aus Wiwili dankten den Frei-burgerinnen und Freiburgern herzlich fĂŒr ihre UnterstĂŒtzung und SolidaritĂ€t. Vor zehn Jahren war das letzte Mal eine Delegation mit OB Salomon nach Wiwili gereist. Wie auch damals waren die StadtrĂ€tinnen und StadtrĂ€te und die Mitglieder der Verwaltung in einfachsten UnterkĂŒnften eines GĂ€stehauses auf einem Modell-bauernhof von ADEM untergebracht.

In der nordnicaraguanischen Stadt Wiwili sind nach wie vor die Wasserversorgung und eine einigermaßen geregelte Schulbil-dung die grĂ¶ĂŸten Probleme der Menschen. Deshalb wurde in GesprĂ€chen vereinbart, dass der Wiwili-Verein zusammen mit dem Freundschaftsverein ADEM in den nĂ€chsten Wochen weite-re konkrete Projekte zur Wasserversorgung angehen werden. In der relativ zersiedelten und in einer Bergregion am Rio Coco lie-genden Stadt Wiwili gibt es zwar theoretisch ausreichend Was-ser, aber dieses in TrinkwasserqualitĂ€t in die HĂ€user zu bringen ist nach wie vor schwierig. Ein zentrales Wasserversorgungssys-tem existiert dort nicht. Sogar die neue Schule, die vergangene Woche eingeweiht wurde, verfĂŒgt noch nicht ĂŒber einen eigenen Wasseranschluss.

„Besonders berĂŒhrend war das große Treffen mit allen 44 Paten-kindern und ihren Eltern, die von Privatpersonen finanzielle Hilfe aus Freiburg bekommen, um sich die Schule leisten zu können.“ so OB Dieter Salomon. Spontan hat sich dann auch ein Delegati-onsmitglied fĂŒr eine neue Patenschaft fĂŒr ein Kind entschieden. Benötigt werden auch noch weitere Paten fĂŒr insgesamt 17 Kin-der aus Wiwili. Schon eine Spende von einem Euro pro Tag kann den jungen Menschen die Chance auf eine bessere Schulbildung ermöglichen. Die finanzielle Hilfe aus Freiburg wird von den Fa-milien in Wiwili ausschließlich fĂŒr den Schulbesuch und die Aus-bildung der Kinder verwendet. Neben dem Kauf von BĂŒchern, Stiften und Heften sind vor allem WohnrĂ€ume in SchulnĂ€he, eine ausreichende ErnĂ€hrung sowie eventuell erforderliche Medika-mente zu finanzieren.

Den Anstoß zu der ungewöhnlichen StĂ€dteverbindung gab das Schicksal des Freiburger Arztes Albrecht „Tonio“ Pflaum, der im Auftrag des Deutschen Entwicklungsdienstes in Nicaragua am Aufbau einer Gesundheitsstation mitarbeitete und der 1983 von den Contras in Wiwili erschossen wurde. Um sein Lebenswerk weiterzufĂŒhren, grĂŒndeten sich der „Freundeskreis Tonio Pflaum“ und der „Verein zur Förderung einer StĂ€dtepartnerschaft Frei-burg-Wiwili“. Sie initiierten den Bau einer Trinkwasserleitung in Wiwili. Bei den Bauarbeiten starb ein weiterer Freiburger: Berndt Koberstein, der als Aufbauhelfer nach Nicaragua gereist war, wurde im August 1986 nahe Wiwili von Contras ermordet.

Infos und Vermittlung von Patenschaften:
Ariane Hötzer, Referat fĂŒr internationale Kontakte,
Tel: 201-1024
 
 

 
NABU: Trotz Fukushima bleibt Atomkraft in Europa hoffÀhig
EU-Politik droht erneuerbare Energien im Strommarkt auszubremsen

Als es vor gerade mal drei Jahren in Fukushima zur Kernschmelze kam, war das beherrschbare Restrisiko der zivilen Atomenergienutzung endgĂŒltig Geschichte. „Der Jahrestag der Nuklearkatastrophe von Fukushima sollte uns alle daran erinnern, wie teuer uns die Nutzung der Atomkraft zu stehen kommt, wenn wir nicht auf wirklich nachhaltige Alternativen fĂŒr unsere Energieversorgung setzen“, warnte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller auch angesichts der weiter ungelösten Frage der Endlagerung hochradioaktiver AbfĂ€lle und der steigenden Stromerzeugung aus klimaschĂ€dlichen Kohlekraftwerken.

In Deutschland verkĂŒndete die Bundesregierung im Eiltempo nach der Katastrophe den erneuten Atomausstieg und der Bundestag bekannte sich parteiĂŒbergreifend zur so genannten Energiewende. Auch einige andere Staaten, die bisher auf Atomenergie setzten, wie Belgien und die Schweiz, beschlossen das Ende dieser unbeherrschbaren Technologie. Doch inzwischen beginnt sich der Wind schon wieder zu drehen – Politiker in Berlin und BrĂŒssel machen Stimmung gegen die Energiewende. Mit stĂ€ndigen Verweisen auf steigende Strompreise, die Notwendigkeit der Marktintegration und möglichen Gefahren fĂŒr die Versorgungssicherheit wollen sie letztendlich das dreckige GeschĂ€ft der konventionellen Energiewirtschaft mit Atom und Kohle schĂŒtzen.

Das prominenteste Beispiel ist der aktuelle Streit zwischen EU-Kommission und Bundesregierung ĂŒber die kĂŒnftige Förderung erneuerbarer Energien im Strommarkt und die ausgeuferten Ausnahmeregelungen fĂŒr energieintensive Unternehmen. Ohne Einigung droht die Einstufung des deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) als „unerlaubte Staatsbeihilfe“. „Wahrscheinlich behĂ€lt die Industrie ihre Privilegien, muss sich aber kĂŒnftig stĂ€rker an den Kosten des EEG beteiligen. Wenn aber der weitere Zubau erneuerbarer Energien kĂŒnftig nur noch ĂŒber europaweite Ausschreibungen erfolgen soll, dann werden davon allenfalls riesige Wind-, Wasser- und Solarkraftwerke und damit die großen Energieunternehmen profitieren“, so Miller. Ein erfolgreicher Umbau in Richtung eines umweltvertrĂ€glichen, stĂ€rker dezentral organisierten und intelligent vernetzten Energiesystems sei dann nicht mehr möglich.

WĂ€hrend die Förderung fĂŒr erneuerbare Energien unter Beschuss ist, setzt Großbritannien weiter auf Kernkraft und will fĂŒr das neue Atomkraftwerk Hinkley Point C den Betreibern 35 Jahre lang eine lukrative VergĂŒtung mit einem Strompreis von ĂŒber 11 Eurocent garantieren. Zum Vergleich: Neue Windenergieanlagen an Land erzeugen bereits heute in Deutschland gĂŒnstiger Ökostrom. Selbst die oft als Kostentreiber der Energiewende diffamierten Photovoltaikanlagen können auf diesem Preisniveau konkurrieren. „Wenn die EU-Kommission jetzt neue Subventionen fĂŒr Atomstrom genehmigen sollte und gleichzeitig feste Einspeisetarife fĂŒr Strom aus erneuerbaren Energien aus GrĂŒnden der Wettbewerbsverzerrung abschaffen will, wĂ€re das ein fatales Signal gegen eine zukunftsfĂ€hige Energiepolitik in Europa“, sagte NABU-Energieexpertin Tina Mieritz.

Atomkraft ist nicht nur gefĂ€hrlich fĂŒr Mensch und Natur, sondern birgt auch immense ökonomische Risiken. In ganz Europa werden Baustellen von Atommeilern zum industriepolitischen Desaster und sind zum Teil bereits aufgegeben, wie in Bulgarien. In Finnland explodierten die Baukosten fĂŒr die Dauerbaustelle der Atomanlage Olkiluoto von ursprĂŒnglich drei Milliarden auf fast neun Milliarden Euro. Im Vergleich dazu wird eine Energieversorgung auf Basis von Energieeinsparung, Energieeffizienz und erneuerbaren Energien in Europa bereits 2030 gĂŒnstiger sein als das heutige System. Zudem sollte nicht vergessen werden, dass die Förderung der Atomenergie den deutschen Steuerzahler in den letzten Jahrzehnten bereits ĂŒber 230 Milliarden Euro gekostet hat.
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4. Kaiserstuhl-Tuniberg-Tage finden vom 12.-13.Juli 2014 in Ihringen statt
Ortsansicht Ihringen / Foto: Gemeinde Ihringen
 
4. Kaiserstuhl-Tuniberg-Tage finden vom 12.-13.Juli 2014 in Ihringen statt
Die regionale Vielfalt im Naturgarten Kaiserstuhl wird erneut erlebbar

Vom 12.-13. Juli 2014 laden die Naturgarten Kaiserstuhl GmbH und die Gemeinde Ihringen zu den vierten Kaiserstuhl-Tuniberg-Tagen in Ihringen ein. Die große PrĂ€sentation der regionalen Vielfalt mit einem großen Regionalmarkt und einem attraktiven Rahmen-und Unterhaltungs-Programm, zeigt die ganze Palette dieser einzigartigen Landschaft. Über eine FĂŒlle an heimischen Produkten bis hin zu traditionsreicher Kultur kann man hier die Region mit allen Sinnen genießen. Bei den im zweijĂ€hrigen Rhythmus stattfindenden Kaiserstuhl-Tuniberg-Tagen zeigten sich die Besucher in der Vergangenheit begeistert von der Vielfalt, die durch Gemeinden, Weinerzeuger, Edelbrenner, Gastronomen, Landwirte sowie Vertreter aus Tourismus, Heimatpflege, Naturschutz, Kunst und Kultur gezeigt wurden. Auch in Ihringen wird es wieder neben dem bunten Regionalmarkt, auf dem sich Erzeuger regionaler Produkte sowie Gemeinden und Institutionen aus dem Naturgarten Kaiserstuhl prĂ€sentieren, Mitmachangebote fĂŒr Groß und Klein sowie ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm geben. Die 4. Kaiserstuhl-Tuniberg-Tage werden in der Ortsmitte von Ihringen auf der Bachenstraße und in einigen anliegenden Innenhöfen stattfinden und zahlreiche Erlebnisse fĂŒr Einheimische und FeriengĂ€ste bieten. Eine gratis Nutzung der S-Bahnen am Kaiserstuhl ab Freiburg und Riegel sorgt fĂŒr eine unkomplizierte Anreise der Besucher nach Ihringen.
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NABU: Bei Verbrauchsgrenzwerten fĂŒr Pkw zahlen Autofahrer und Klima drauf
Neuer Testzyklus muss realitÀtsnahen Verbrauch abbilden

AnlĂ€sslich der heutigen Abstimmung im EU-Parlament begrĂŒĂŸt der NABU, dass das Geschachere ĂŒber kĂŒnftige Verbrauchswerte von Pkw endlich ein Ende haben soll, warnt aber zugleich vor einer möglichen Aufweichung des Grenzwertes bei der anstehenden Reformierung des PrĂŒfzyklus. BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller: „Endlich wurde das neue Reduktionsziel fixiert. Leider sind dabei aber wesentliche Elemente einer klimafreundlichen Ausgestaltung auf der Strecke geblieben. Bereits die Festlegung auf einen Grenzwert von 95 Gramm CO2 pro Kilometer reizt das Potenzial möglicher Effizienzsteigerungen im Automobilbau nicht voll aus und kommt insbesondere den Herstellern des Premiumsegments mit ihren schweren, ĂŒbermotorisierten Modellen weit entgegen. Zudem muss der Zielwert nun erst ein Jahr spĂ€ter als ursprĂŒnglich geplant erreicht werden, was den Anreiz verringert, zĂŒgig kleinere und sparsamere Motoren auf den Markt zu bringen. Das gefĂ€hrdet letztlich auch die EinfĂŒhrung eines ambitionierten Zielwertes fĂŒr das Jahr 2025. Es sind die Autofahrer und das Klima, die am Ende fĂŒr den unnötig hohen Kraftstoffverbrauch draufzahlen.“

Zudem sei bei der geplanten Umstellung des aktuell gĂŒltigen Verfahrens zur Ermittlung des CO2-Ausstoßes bei neuen Automodellen darauf zu achten, dass hier nicht durch die HintertĂŒr eine weitere VerwĂ€sserung des Verbrauchsgrenzwertes erfolge. Der kĂŒnftig maßgebliche Standard „World-Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure“ (WLTP) werde zu höheren Verbrauchswerten der Fahrzeugflotten fĂŒhren, da derzeit Abweichungen zwischen Testverbrauch und realem Fahrbetrieb von rund 30 Prozent auftrĂ€ten. „Immer seltener decken sich die im Labor ermittelten Fabelwerte der Autohersteller mit dem Spritverbrauch auf der Straße. Dies ist gleichsam Ă€rgerlich fĂŒr die Kunden und fĂŒr den Bundesfinanzminister, dessen Kfz-Steuereinnahmen sich am Normverbrauch orientieren. Autohersteller, Politik und KlimaschĂŒtzer lĂŒgen sich etwas in die Tasche, wenn die Senkung der SpritverbrĂ€uche auf dem PrĂŒfstand gefeiert wird, in der RealitĂ€t davon aber immer weniger ankommt. Was wir brauchen sind Verbrauchsangaben mit GewĂ€hr“, ergĂ€nzte NABU-Verkehrsexperte Dietmar Oeliger.
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PflanzenblĂŒte beginnt 19 Tage frĂŒher
NABU-Zahl des Monats

Klimawandel verÀndert heimische Tier- und Pflanzenwelt

Der Beginn der Vegetationsperiode in Deutschland hat sich im Zeitraum von 1961 bis 2005 um 19 Tage verschoben. Der Grund ist der Anstieg der Jahresmitteltemperatur, durch den sich die Vegetationsperiode im Mittel um insgesamt 25 Tage im Jahr verlĂ€ngert hat. Der NABU weist darauf hin, dass die VerĂ€nderungen dieser wichtigen Umweltfaktoren einen deutlichen Einfluss auf die Tier- und Pflanzenwelt ausĂŒben.

Arten und Lebensgemeinschaften hĂ€ngen voneinander ab, so dass der verfrĂŒhte Beginn der BlĂŒte Einfluss auf die davon abhĂ€ngigen Insekten hat, die wiederum eine wichtige Nahrungsgrundlage fĂŒr bestimmte Vogelarten darstellen. Können Zugvögel ihre Ankunfts- und Bruttermine nicht schnell genug an diese VerĂ€nderungen anpassen, fehlt ihnen diese Nahrung zur Aufzucht der Jungvögel. Vogelzugzeiten hĂ€ngen jedoch gleichzeitig von der NahrungsverfĂŒgbarkeit im Winterquartier und auf dem Zug ab, so dass sich in vielen FĂ€llen eine fĂŒr Zugvögel gefĂ€hrliche Dopplung ergibt.

„Verlierer“ dieser Entwicklung sind Langstreckenzieher, heimische Brutvögel mit Winterquartieren in Afrika sĂŒdlich der Sahara wie TrauerschnĂ€pper, Nachtigall oder der Pirol. Eine Anpassung an die neue Situation fĂ€llt ihnen ungleich schwerer als Arten, die in Europa ĂŒberwintern. Diese können ihre Zugzeiten recht flexibel der vorherrschenden Witterung anpassen. Das beste Beispiel dafĂŒr ist der Kranich: Immer weniger Kraniche fliegen bis ins traditionelle Winterquartier in SĂŒdwest-Spanien. Viele bleiben bereits in SĂŒd-Frankreich und oder ĂŒberwintern sogar zunehmend in Deutschland.
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