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Dienstag, 24. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
NABU: Containerschiffe mĂĽssen endlich sauber werden
Bessere Abgasbilanz wäre schon für wenige Cent möglich

Berlin/Hamburg – Der NABU hat am heutigen Montag aktuelle Berechnungen vorgestellt, wonach der Warenverkehr auf See schnell und ohne spürbare Konsequenzen für die Wirtschaft und die Konsumenten umweltfreundlicher werden kann. Würden Containerschiffe künftig mit wirksamer Abgastechnik fahren und auf sauberen Treibstoff umstellen, hätte dies bei Konsumartikeln lediglich Teuerungen im Promillebereich zur Folge. Der Preis eines Paars Schuhe würde so gerade einmal um 3 Cent steigen, der eines Druckers um 20 Cent und der eines T-Shirts sogar nur um 0,2 Eurocent.

„Containerschiffe gelten aufgrund ihres hohen Ladevolumens als äußerst effizient. Dass sie deswegen aber auch umweltfreundlich wären, ist ein Mythos“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Die meisten der derzeit eingesetzten Frachter verkehren gänzlich ohne Abgastechnik und verbrennen statt Schiffsdiesel hochgiftiges Schweröl. Die dadurch entstehenden Luftschadstoffe, wie Rußpartikel, Stickoxide und Schwefeldioxid, gefährden die Gesundheit von Menschen, selbst in Hunderten Kilometern Entfernung zur Küste. „Containerschiffe sind in Sachen Luftverschmutzung das klimaschädlichste Transportmittel überhaupt. Pro beförderter Tonne stößt ein Containerschiff mindestens 50-mal so viel Schwefeldioxid aus wie ein moderner Lkw“, so Miller.

Der NABU fordert daher von allen Reedern, endlich effektive Abgasnachbehandlung in alle Schiffe einzubauen und auf Treibstoff mit einem Schwefelgehalt von höchstens 0,005 Prozent umzustellen. Unternehmen, die ihre Waren mit Hochseeschiffen transportieren, müssen nach Ansicht des NABU die Mehrkosten mittragen. Da diese im Promillebereich des Verkaufspreises liegen, sei kaum mit einem Konsumrückgang oder massiven ökonomischen Verlusten zu rechnen. Volkswirtschaftlich rechne sich die Nachrüstung ohnehin. Denn allein durch die Verbesserung der Luftqualität ließen sich Schäden in Milliardenhöhe vermeiden.

Erheblichen Nachholbedarf in Sachen Umweltschutz bei Schiffen sieht auch der international anerkannte Verkehrsexperte Dr. Axel Friedrich. Er ist überzeugt, dass die Technologien zur Abgasnachbehandlung und sauberer Treibstoff ausreichend vorhanden sind. „An Land werden Partikelfilter und Stickoxid-Katalysatoren seit Jahren standardmäßig bei Pkw und Lkw eingesetzt. Für die Seeschifffahrt gibt es nun keine Ausreden mehr. Der ökologische Fußabdruck der Schiffe und der transportierten Produkte kann und muss schnell verbessert werden“, so Friedrich. Zusätzlich müsse auch die Maritime Organisation der Vereinten Nationen (IMO) endlich handeln und weltweit Grenzwerte für Feinstaub und Ruß festlegen sowie entsprechende Emissionskontrollgebiete ausweisen.

Der Anteil der Schifffahrt an der lokalen Schadstoffbelastung ist enorm: Allein den Hamburger Hafen laufen jedes Jahr rund 10.000 Schiffe an. Diese verursachen nach Angaben des Hamburger Senats 38 Prozent der Stickoxid- und 17 Prozent der Feinstaubemissionen in der Hansestadt. „Gerade weil der Hafen mitten in der Stadt liegt, sind die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung in der Pflicht, die Anwohner vor den Gesundheitsrisiken durch Schiffsemissionen zu schützen. Das passiert bisher nur unzureichend. Wir fordern ein Ende des Verschmutzungsprivilegs für Hochseeschiffe“, so Malte Siegert, Umweltexperte des NABU-Landesverbands Hamburg.

Die Emissionen der internationalen Schifffahrt sind nach wissenschaftlichen Untersuchungen für über 50.000 vorzeitige Todesfälle allein in Europa verantwortlich. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat im vergangenen Jahr Rußpartikel als genauso Krebs erregend eingestuft wie Asbest.
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Artenschutz in Deutschland mangelhaft
BUND und NABU legen vergleichende Länderanalyse vor. Größere Anstrengungen zum Erhalt der biologischen Vielfalt gefordert

In keinem von dreizehn untersuchten Bundesländern werden Tiere, Pflanzen und Lebensräume so geschützt, dass der Verlust der Artenvielfalt in Deutschland bis 2020 gestoppt und gefährdete Lebensräume wieder hergestellt werden können. In zehn von 13 Bundesländern wurde weniger als ein Drittel der Naturschutzziele erreicht. Nur in Baden-Württemberg, Brandenburg, Hessen und dem Saarland sehen die Naturschützer erste Fortschritte beim Schutz seltener Arten. Das ist das Ergebnis einer vergleichenden Länderanalyse zum Schutz der biologischen Vielfalt, die der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gemeinsam mit dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) veröffentlicht hat.

Die Länder setzten beschlossene Schutzmaßnahmen nur unzureichend um und stellten für den Artenschutz zu wenig Geld bereit, kritisierten die beiden Verbände. Vor allem versagten sie beim Schutz von naturbelassenen Wäldern und bei der Einrichtung neuer, streng geschützter Wildnisgebiete.

Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND: „Es ist ein Armutszeugnis, was die Länder beim Schutz der Artenvielfalt vorweisen können. Es fehlen jegliche Ambitionen, um die selbst gesteckten Ziele beim Erhalt wertvoller Arten und Lebensräume zu erreichen. Positive Ansätze in einzelnen Bundesländern können nicht über den kläglichen Gesamtzustand des Naturschutzes in Deutschland hinwegtäuschen.“

Die Flächenversiegelung durch Industrie- und Verkehrsbauten sowie die industrielle Landwirtschaft schreite weiter voran. Umgepflügt würden sogar bedrohte artenreiche Wiesen und Weiden in Schutzgebieten. Durch den Einsatz von Pestiziden und die damit verbundene Vernichtung von Insekten befänden sich Bienen und Amphibien weiter auf dem Rückzug.

Olaf Tschimpke, NABU-Präsident: „Wir rufen die Länder auf, eine gemeinsame Naturschutzinitiative mit dem Bund zu starten, die echte Fortschritte für die biologische Vielfalt ermöglicht. Der Schutz der Arten und Lebensräume muss ein Kernanliegen der Landesregierungen werden. Erforderlich ist dafür auch eine ausreichende finanzielle Ausstattung. Und bei der Umsetzung der Agrarreform müssen die Länder ihren Widerstand gegen mehr Naturschutz aufgeben.“

Der Artenverlust könne bis 2020 nur gestoppt werden, wenn Schutzmaßnahmen tatsächlich konsequent vor Ort durchgeführt würden. Das bedeute auch, dass das europäische Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000 von den Ländern endlich ernst genommen werden müsse. Für alle dafür infrage kommenden Gebiete müssten entsprechende Managementpläne erstellt und umgesetzt werden. Mit Naturschutzdaten und Zahlen über die Finanzmittel müsse außerdem deutlich transparenter umgegangen werden.

Die Umweltverbände hatten die Bundesländer – ausgenommen die Stadtstaaten – dahingehend überprüft, in welchem Umfang diese ihre politisch gesetzten Naturschutzziele bisher erreicht hatten. Zu den Zielen zählen unter anderem, Wildnis auf zwei Prozent und Wälder mit dauerhaft natürlicher Entwicklung auf fünf Prozent der Fläche Deutschlands zuzulassen. Außerdem sollte die ökologische Landwirtschaft von zehn auf 20 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche ausgeweitet werden.
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Bienen in Gefahr
GroĂźe Holzbiene / Foto: Wikipedia
 
Bienen in Gefahr
Bienen brauchen ökologische Vielfalt statt Agrarindustrie. Doch die Regierung will jetzt sogar Pestizide und Kunstdünger auf Schutzflächen zulassen. Noch können die Bundesländer dies stoppen. Schon in zwei Wochen entscheiden sie.

In diesen Tagen sollte das Summen der Bienen den Frühling ankündigen. Doch die industrielle Landwirtschaft bedroht das Überleben vieler Bienenvölker. Geschwächt von Monokulturen und Giften sind sie Parasiten schutzlos ausgeliefert. Dies will die EU mit ihrer neuen Agrarpolitik ändern. Sie will Fördermittel daran koppeln, dass Landwirte einen Teil ihrer Felder im Sinne des Artenschutzes bewirtschaften.

Doch die Bundesregierung schießt quer. Geht es nach dem neuen Agrarminister Christian Schmidt dürfen Landwirte auf diesen Flächen künftig Pestizide verwenden und Monokulturen anbauen. Damit hebelt die Regierung die Pläne der EU aus und macht sich zum Helfer von Monsanto, BASF und Co.

Noch können wir die Regierung stoppen: Schon in zwei Wochen beraten die Agrarminister/innen der Länder über den Entwurf der Bundesregierung – und können ihn verändern. Viele von ihnen sind noch unentschieden, ob sie die Pläne der Regierung mittragen wollen. Hier liegt unsere Chance. Wenn sich 100.000 Menschen hinter unseren Appell stellen, möchten wir ihn bei der Agrarministerkonferenz am 3. April 2014 öffentlich übergeben.

Die Pläne der Bundesregierung bringen einen hart erkämpften Erfolg in Gefahr. Ursprünglich hatte die EU-Kommission strengere Regeln für die so genannten ökologischen Schutzflächen vorgeschlagen. Dagegen hat sich die damalige Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner im Frühjahr 2013 in Brüssel gesträubt.

Die konzernfreundliche Haltung der Bundesregierung ist vielen Campact-Aktiven aufgestoßen: Mehr als 200.000 haben damals unseren Appell zur Rettung der Bienen unterstützt. 25.000 Menschen gingen in Berlin unter dem Motto „Wir haben Agrarindustrie satt!“ auf die Straße – organisiert von einem breiten Bündnis von Initiativen und Verbänden.

Zwar wurden die Pläne der Kommission für eine grünere Landwirtschaft deutlich abgeschwächt. Doch mit unserem gemeinsamen Protest haben wir erreicht, dass die Richtlinie mehr Lebensraum für Biene, Lerche, Hase und andere Tiere schaffen kann. Damit dies nun Wirklichkeit wird, müssen wir erneut aktiv werden.

Laut der neuen EU-Agrarpolitik sollen Landwirte auf fünf Prozent ihrer Fläche die ökologische Vielfalt fördern, wenn sie die vollen Fördermittel erhalten wollen. Bei der Umsetzung in deutsches Recht will die Bundesregierung dieses Ziel nun aushöhlen. Sie möchte Landwirten erlauben, auf Schutzflächen Pestizide und Kunstdünger einzusetzen. Mit Natur und Vielfalt hat eine solche Politik nichts zu tun. Dringend benötigter Lebensraum für Bienen entsteht so nicht.

Die gute Nachricht ist: Mit ihren Plänen muss die Regierung durch den Bundesrat. Viele Länder sind noch unentschieden, ob sie eine Politik im Dienste von Monsanto und Co. mittragen wollen. Das ist unsere Chance! Wenn die Agrarminister/innen jetzt merken, wie ernst wir Bürger/innen den Schutz der Bienen nehmen, werden sie Änderungen in der Verordnung durchsetzen.
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Weniger Wildnis im Wohnzimmer
Deutsche Tier- und Naturschutzverbände fordern Maßnahmen gegen unkontrollierten Wildtierhandel

Zehn Tier- und Naturschutzverbände appellieren an die Bundesregierung, den Handel und die private Haltung von Wildtieren strenger zu reglementieren. In einem gemeinsamen Positionspapier verweisen die Verbände darauf, dass Deutschland in der EU der mit Abstand größte Importeur und Absatzmarkt für lebende Wildtiere ist. Sie fordern, dass keine Wildfänge mehr importiert werden dürfen, damit die Plünderung der Naturbestände für Terrarien und Aquarien aufhört. Für den Heimtiermarkt sollen nur Arten zugelassen werden, die für die Haltung in Privathand geeignet sind. Darüber hinaus kritisieren die Verbände Wildtierbörsen. Ähnliche Ziele sind im Koalitionsvertrag bereits verankert. Die Verbände verlangen nun, dass die Regierung sie zügig umsetzt.

Während es in der EU verboten ist, heimische Wildtiere einzufangen, dürfen Tierbestände in Asien, Afrika und Lateinamerika für den Heimtiermarkt in Deutschland geplündert werden. Hunderttausende wildgefangene Reptilien, Amphibien, Fische und Säugetiere werden in Deutschland legal und ohne Einschränkung verkauft – sogar vom Aussterben bedrohte Arten. „Ein Importverbot für Wildfänge würde das Leben zahlloser Wildtiere retten, die während Fang, Lagerung und Transport sterben – und es würde die Gefahr reduzieren, dass invasive Arten und Krankheitserreger eingeschleppt werden“, betont Magnus Wessel, Leiter Naturschutzpolitik beim BUND. Lars Lachmann, Vogelschutzreferent des NABU, sagt: „Seit 2005 gilt in der EU bereits ein Importverbot für Wildvögel. Dies rettete Millionen Vögeln das Leben – und es bereinigte gleichzeitig den Markt in Europa. Hiesige Vogelzüchter können ihre Nachzuchten verkaufen und müssen nicht mehr mit den Dumpingpreisen für Wildfänge konkurrieren.“

Viele Wildtiere haben besonders hohe Ansprüche an Futter und Klima. „Handel und Haltung sollten auf solche Arten beschränkt werden, die in Privathand dauerhaft und ihren Bedürfnissen entsprechend gehalten werden können. So würden auch die deutschen Tierheime entlastet, die immer häufiger mit Wildtieren konfrontiert werden“, so Henriette Mackensen vom Deutschen Tierschutzbund. Sie verweist auf die Niederlande und Belgien, wo bereits solche Positivlisten für Säugetiere gelten und für Reptilien vorbereitet werden.

In Deutschland finden hunderte von Börsen für Wildtiere statt – darunter die weltweit größte Reptilienbörse. „Auf diesen Märkten werden Wildtiere unter üblen Bedingungen verramscht. Kommerzielle Händler umgehen dabei die strengeren Auflagen für den Zoofachhandel“, sagt Sandra Altherr von Pro Wildlife. Die Verbände kritisieren den Verkauf von Wildtieren über Börsen und fordern strenge, verbindliche Regeln.

Die Forderungen an die Bundesregierung wurden von den folgenden Organisationen (in alphabetischer Reihenfolge) unterzeichnet: Animal Public, Bund fĂĽr Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Bund gegen den Missbrauch der Tiere, Deutscher Tierschutzbund, Menschen fĂĽr Tierrechte, Naturschutzbund Deutschland (NABU), People for the Ethical Treatment of Animals (PETA), Pro Wildlife, The Eurogroup against Birdcrime und Vier Pfoten.
 
 

 
NABU-Umfrage: Bürger schätzen naturnahen Wald als Erholungsort
Bedeutung von Alt- und Totholz fĂĽr Artenvielfalt ist Deutschen bewusst

Anlässlich des Internationalen Tag des Waldes stellt der NABU die Zwischenergebnisse einer Studie zur Bedeutung des Waldes für die Deutschen vor. „Die Angaben der Teilnehmer verdeutlichen, dass naturnaher Wald mit hohem Tot- und Altholzanteil innerhalb der Gesellschaft etwas äußerst Positives und Wünschenswertes darstellt. Damit werden unsere Forderungen nach mehr urwaldartigen Strukturen im Wald unterstützt“, so NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Der Wald wird von über der Hälfte der Befragten mit Ruhe, Erholung und Entspannung verbunden, so das Ergebnis einer Studie, die von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf im Auftrag des NABU Saarland durchgeführt wurde. Weitere rund 23 Prozent der Befragten nehmen den Wald als Lebensraum vieler Pflanzen und Tiere wahr, während die Rohstofferzeugung nur von zwölf Prozent der Befragten genannt wird. Eine klare soziale Komponente der Wahrnehmung des Waldes wird deutlich.

Im naturnahen Wald erkennen viele der Befragten einen ökologischen Wert und empfinden diesen als positiv und lebendig. Ein reiner Fichtenwald wird vor allem als wirtschaftlich, traditionell und ordentlich wahrgenommen. Auch die gegenüber dem naturnahen Laubwald ausgedrückten Gefühle fielen sehr positiv aus: so gaben 46 Prozent der Befragten das Gefühl der Freude an, 21 Prozent Behaglichkeit und 15 Prozent das Gefühl der Zugehörigkeit an. Zum Vergleich: Nur zwölf Prozent empfanden das Gefühl der Freude in einem Fichtenforst. Besonders jüngere Menschen befürworten Wildnisstrukturen im Wald, die ältere Generation ist hingegen noch stärker dem „ordentlichen“ Waldbild verbunden.

Während die Waldästhetik vor allem sozial und emotional begründet ist, wird Tot- und Altholz von den Befragten mit Fakten und Wissen verbunden. So betrachten über die Hälfte der Teilnehmer Tot- und Altholz als Lebensraum vieler Tiere und Pflanzen, als Ort der biologischen Vielfalt und des natürlichen Kreislaufs.

Nach Auffassung des NABU zeigen die Ergebnisse, dass wildere Waldstrukturen mehr und mehr positiv von der Bevölkerung wahrgenommen werden. „Die Bürgerinnen und Bürger sind sich der Bedeutung von Wäldern für den Schutz der biologischen Vielfalt bewusst. Besonders im öffentlichen Wald der Länder und Kommunen müssten zur Förderung der Erholung der Bürger und zum Schutz der biologischen Vielfalt wieder mehr natürliche Elemente wie alte und abgestorbene Bäume in den Wirtschaftswald integriert werden“, so NABU-Waldexperte Stefan Adler.

Die Ergebnisse der Studie stehen auf der Internetseite www.wertvoller-wald.de zum Download zur VerfĂĽgung.

Die Studie wurde im Rahmen des vom BfN geförderten Projekts „Wertvoller Wald durch Alt- und Totholz“ vom NABU Saarland in Auftrag gegeben und von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf durchgeführt.
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FĂĽnf Tonnen Abfall
Foto: Stadt Freiburg
 
FĂĽnf Tonnen Abfall
Die Organisatoren von „Freiburg putzt sich raus“ bedanken sich bei 580 Freiwilligen

Freiburg hat sich herausgeputzt – und wie! Über fünf Tonnen Abfall kamen zusammen, als am vergangenen Samstag, 15. März, rund 580 Freiwillige Müll auf öffentlichen Flächen in der ganzen Stadt gesammelt haben. Ersonnen und geleitet wurde die Aktion „Freiburg putzt sich raus“ vom städtischen Garten- und Tiefbauamt und der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung GmbH. Auf diesem Wege sagen die Organisatoren nun allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön.

Beteiligt waren die Bürgervereine Oberwiehre-Waldsee, Weingarten, Haslach, Brühl-Beurbarung, Landwasser und Rieselfeld; die Ortsverwaltungen Lehen, Opfingen, Waltershofen, Tiengen und Ebnet; die Sportfachschaft der Universität, das Forum Weingarten, der Ortsverein Günterstal, das Jugendzentrum Weingarten, die Ahmadiyya-Muslimgemeinde, die Naturschutzjugend, die Pestalozzi-Grundschule, die Junge Union, das Islamische Zentrum und die Haifischtauchergruppe.
 
 

 
„Erschreckend problemlose“ Fessenheim Besetzung zeigt Sicherheitsmängel
Der BUND am Südlichen Oberrhein gratuliert den Greenpeace-Aktivisten zu ihrer gelungenen Aktion beim ältesten AKW Frankreichs in Fessenheim. Es ist erfreulich, dass Menschen in aufklärerischer Absicht eingedrungen sind und nicht Menschen mit bösen Absichten.

Die erschreckend „problemlose“ Besetzung auch der Reaktorkuppel bestätigt unsere alte Kritik am Sicherheitskonzept für eine der gefährlichsten Atomanlagen der Welt. Die seit dem 1. September 2010 existierende, aus 38 Personen bestehende Polizeitruppe hat versagt. Dies zeigt, dass ein AKW so nicht zu schützen ist.

Schon am 8. Sept. 2010 hatten der BUND und die französische CSFR das damals „neue“ Sicherheitskonzept kritisiert.
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BUND-Umwelttipp: Jetzt im Frühjahr Nistkästen bauen
Eine Kohlmeise vor ihrem Nistkasten / Foto: BUND
 
BUND-Umwelttipp: Jetzt im Frühjahr Nistkästen bauen
In Deutschland wird mehr als die Hälfte aller Vogelarten inzwischen als gefährdet eingestuft oder weist Besorgnis erregende Bestandsverluste auf. Vögel erfreuen uns mit ihrem Gesang, sie vertilgen große Mengen Schädlinge und sind beliebt. Und dennoch herrscht nicht nur bei "Amsel, Drossel, Fink und Star" Wohnungsnot. Die Landschaft ist ausgeräumt, der Wald ist häufig "aufgeräumt", Hecken verschwinden und in den herausgeputzten Städten und Dörfern finden sich immer weniger Nischen für die ganze bunte Vogelwelt und andere Tiere. Mit dem Bau von Nistkästen und Nisthilfen können insbesondere Kinder und Jugendliche für die Tierwelt, die Natur und auch für den Umweltschutz begeistert werden.

Auf der BUND-Homepage www.bund-freiburg.de finden Sie eine Vielzahl von Bauanleitungen für Nistkästen. Und für die handwerklich nicht so begabten Menschen gibt es unter www.bund-freiburg.de auch für 12 Euro einen Nistkastenbausatz, gefertigt in einer regionalen Behindertenwerkstatt. Das Fichten- und Tannenholz stammt von kleinen, zumeist bäuerlichen Familienbetrieben aus dem Schwarzwald. Die Nistkästen gibt´s natürlich auch direkt beim BUND in der Freiburger Wilhelmstraße 24a (Hinterhaus).

Wer einmal einen Nistkasten gebaut hat, wer Vögel und Natur beobachtet, wird auch sehen, dass der Bau von Nisthilfen nur ein erster, wichtiger, kleiner Schritt ist. Denn die Bedrohung von Vögeln, Natur und Umwelt erfordert weitergehende Schritte. Auf diesem Wege lernt man, dass Natur in Gärten, Wälder, Städte und Dörfer zurückgebracht werden muss und dass Vogel-, Natur- und Umweltschutz langfristig auch dem Menschen dient und nutzt.
 
 



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