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Samstag, 21. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
NABU: IPCC-Bericht zeigt, wie Erderwärmung noch gebremst werden kann
Countdown für entschlosseneres Handeln läuft

Anlässlich der für kommenden Sonntag in Berlin geplanten Veröffentlichung des dritten Teilberichts des Weltklimarats IPCC fordert der NABU von der Bundesregierung und der internationalen Staatengemeinschaft ein entschlosseneres Handeln gegen die Erderwärmung. „Der Countdown, die globale Erwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, läuft“, warnte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Die nächsten 15 Jahre müssen laut IPCC genutzt werden, den Schwenk hin zu einer CO2-armen Wirtschaft zu vollziehen. Ansonsten drohe ein noch höherer Temperaturanstieg mit unabsehbaren Folgen.

Aus NABU-Sicht kann das Ruder nur herumgerissen werden, wenn die Menschheit und allen voran die Industriestaaten ihren Hunger nach Energie und Rohstoffen bändigen. „Wir haben es in der Hand, unsere Infrastruktur bereits heute an die Bedürfnisse von morgen anzupassen“, sagte Tschimpke. Durch bedarfsgerechte Investitionen in den Klimaschutz, bei denen erneuerbare Energien und ein geringerer Ressourcenverbrauch im Mittelpunkt stehen, sänken zudem die Anpassungskosten an den Klimawandel. „Der Einsatz von Risikotechnologien zur Rettung des Klimas, wie Atomkraft, Geo-Engineering oder die Abscheidung und unterirdische Lagerung von CO2 (CCS) sollte von vornherein durch konsequenten und naturverträglichen Klimaschutz ausgeschlossen werden.“

Der IPCC sieht hingegen große Klimaschutzpotenziale in der Stadtentwicklung. Auch der NABU sieht große Potentiale im aktiven Stadtnaturschutz, da dies angesichts der weltweiten Verstädterung immer bedeutender werde. „Gerade in Städten bietet die Natur zahlreiche Klimaschutzfunktionen“, sagte NABU-Klimaexpertin Tina Mieritz. So sorge urbanes Grün für Abkühlung in Ballungszentren, begünstige die Frischluftentstehung und reduziere den Hitzestress im Sommer, während es bei Starkniederschlägen dazu beitrage, Regenwasser zurückzuhalten und wieder zu verdunsten.

Aus NABU-Sicht zeigt der IPCC-Bericht unmissverständlich, dass sich die Länder einigen müssen, mit welchen politischen, technologischen und wirtschaftlichen Maßnahmen dem Klimawandel begegnet werden soll. Daher müssten gerade von Deutschland und der EU neue Impulse für ein weltweit geltendes Weltklimaabkommen ausgehen. Dieses soll 2014 im peruanischen Lima auf den Weg gebracht und 2015 in Paris beschlossen werden. Sollte der Umschwung in den kommenden 15 Jahren zu einer klimafreundlichen Wirtschaft nicht gelingen, sei die Begrenzung der Erderwärmung auf zwei Grad so gut wie aussichtslos, so Mieritz.
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Handel soll alte Elektrogeräte zurücknehmen
vzbv fordert umfassende Information ĂĽber neues Abgabesystem

Für Verbraucherinnen und Verbraucher soll es einfacher werden, alte Elektrogeräte abzugeben. Nach Plänen des Bundesumweltministeriums soll der Handel künftig ausgediente Geräte entgegennehmen. Auf diese Weise könnten die Sammelmenge erhöht und die Rückgewinnung von Rohstoffen verbessert werden – wenn Verbraucher ausreichend informiert sind. Dass das Interesse an einer Rückgabe im Handel groß ist, zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv).

TNS Emnid ermittelte im Dezember 2013, dass 46 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher Altgeräte in den Handel zurückbringen würden, wenn dies ohne Kauf eines Neugerätes möglich wäre. Weitere zwölf Prozent würden dies auch tun, wenn sie dafür ein neues Gerät kaufen müssten. Insgesamt sprechen sich damit rund 60 Prozent der Verbraucher für die Rückgabe im Handel aus – und ziehen sie dem Wertstoffhof (39 Prozent) vor.

Das Bundesumweltministerium sieht in seinem Entwurf zur Neuordnung des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG) vor, dass die Altgeräte in Zukunft nicht nur auf Wertstoffhöfen, sondern auch in Geschäften abgegeben werden können, die mit Elektro- und Elektronikgeräten handeln. Demnach muss jeder Vertreiber, also auch der Online-Handel, beim Kauf eines vergleichbaren Gerätes das Altgerät kostenlos zurücknehmen. Zudem können alle Elektro- und Elektronikkleingeräte mit einer Kantenlänge von bis zu 25 Zentimetern in größeren Geschäften mit mehr als 400 Quadratmetern Verkaufsfläche für Elektro- und Elektronikgeräte kostenlos ohne Neukauf abgegeben werden.

Verbraucherinformation sicherstellen

„Die Rückgabe beim Handel erleichtert das Sammeln alter Geräte. Allerdings sind die Bedingungen für die Abgabe kompliziert. Damit diese Möglichkeit tatsächlich genutzt wird, ist eine umfassende Information der Verbraucher nötig“, sagt Holger Krawinkel, Leiter des Geschäftsbereichs Verbraucherpolitik beim vzbv.

Der vzbv fordert ein konzertiertes Informationsangebot, das vom Umweltbundesamt koordiniert werden soll. Es solle nicht nur über die Rückgabemöglichkeiten, sondern auch über mögliche Gefahrenstoffe in den Geräten, über das Löschen persönlicher Daten und auch über den Nutzen der getrennten Sammlung und Verwertung der Altgeräte aufklären.

Elektro-Abfall nimmt zu

Dass Elektro- und Elektronikaltgeräte getrennt vom Restmüll gesammelt und verwertet werden, ist aufgrund der Schadstoffe in den Geräten wie Schwermetallen, Quecksilber, Blei, Cadmium und Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) wichtig. Bei einer nicht sachgemäßen Entsorgung können diese unkontrolliert in die Umwelt gelangen. Das birgt Risiken für Menschen und Umwelt. Die Elektro- und Elektronikaltgeräte sind zudem der Abfallstrom, der am schnellsten wächst. Nicht nur die Anzahl der Geräte im Haushalt steigt, auch die Austauschzyklen sind bei einigen Geräten wesentlich kürzer als früher. In fast allen Elektro- und Elektronikgeräten sind darüber hinaus viele Wertstoffe wie Kupfer, Edelmetalle oder Seltene Erden enthalten, die durch Recycling wiedergewonnen und der Industrie als Sekundärrohstoffe zur Verfügung gestellt werden können.

Der vzbv fordert, dass sowohl das Entsorgungskonzept als auch die Reparaturfähigkeit, Modularität sowie Nachrüstbarkeit von Elektro- und Elektronikgeräten stärker berücksichtigt werden. Insbesondere Batterien und Akkus sollen nicht mehr festeingebaut werden. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten sie selbst austauschen können. So könnte der Abfall von Elektro- und Elektronikaltgeräte samt der negativen Auswirkungen reduziert werden.
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Bahnkunden sollen Energiewende doppelt schultern
EEG-Novelle: Kritik von Allianz pro Schiene, EVG, VDV und vzbv

Die Pläne von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), die Schienenbahnen stärker mit der EEG-Umlage zu belasten, stoßen auf wachsenden Widerstand bei Verbraucherschützern und Schienenbranche: Eine breite Koalition aus dem politischen Verkehrsbündnis Allianz pro Schiene, der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und dem Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) wirft Gabriel vor, den Sinn der Energiewende im Verkehr auf den Kopf gestellt zu haben. Fahrgäste elektrischer Bahnen würden im Vergleich zu Autofahrern finanziell bestraft, Gütertransporte von der Schiene auf die Straße wandern, warnte das Bündnis auf einer Pressekonferenz am Mittwoch in Berlin.

Nach dem Entwurf zur EEG-Novelle aus dem Hause Gabriel, der in der kommenden Woche dem Kabinett vorgelegt werden soll, müssen sich künftig Personen- und Güterbahnen sowie die Betreiber von Straßen- und U-Bahnen noch stärker an den Kosten der Energiewende beteiligen. Die bisherigen Regelungen zur Begrenzung der EEG-Umlage für Schienenbahnen sollen deutlich eingeschränkt werden. 2015 soll die Umlage für die Bahnen auf 15 Prozent steigen, ein Jahr später auf 20 Prozent, 2017 dann auf 25 Prozent und 2018 schließlich auf 30 Prozent. Für viele Bahnen entstünden durch eine derartige Neuregelung Mehrkosten in Millionenhöhe, die nach Einschätzung von Allianz pro Schiene, EVG, VDV und vzbv auf die Preise umgelegt werden.

Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene: „Wer umweltfreundlich seine Güter mit der Eisenbahn transportieren lässt, muss mit empfindlichen Preisaufschlägen rechnen, weshalb Güter vermehrt auf die Straße wandern werden. Schon heute fördert der elektrische Schienenverkehr die Energiewende über die EEG-Umlage mit rund 150 Millionen Euro pro Jahr. Straßen-, Luftverkehr und die Binnenschifffahrt beteiligen sich an dieser Finanzierung der Energiewende nicht. Wir sind über die Pläne zur Neuregelung entsetzt und fordern vom Bundeswirtschaftsministerium, auf eine Mehrbelastung der Schienenbahnen zu verzichten. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz soll die Energiewende doch voranbringen. Stattdessen wird die Energiewende im Verkehr torpediert.“

Holger Krawinkel, Leiter des Geschäftsbereichs Verbraucherpolitik beim vzbv: „Aus Verbrauchersicht ist es ungerecht, die Bahnen eine höhere Umlage zahlen zu lassen. Als Stromkunden sparen Privathaushalte wenig, als Fahrgäste im öffentlichen Verkehr werden sie doppelt und dreifach zur Kasse gebeten. Die Vorschläge sind derart unausgewogen, dass sie die Akzeptanz der Energiewende in der Bevölkerung gefährden. Die große Koalition darf die gesellschaftliche Herausforderung Energiewende nicht einseitig zu Lasten von Verbraucherinnen und Verbrauchern lösen
Sigrid Evelyn Nikutta, Vorsitzende des VDV-Ost und Vorstandsvorsitzende/Vorstand Betrieb bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG): „Die EEG-Belastung wird nicht nur Bahnreisende im Fernverkehr treffen, sondern auch massive Konsequenzen für die städtischen Schienenbahnen und unsere Fahrgäste haben. Wir rechnen mit einer Mehrbelastung von 150 Millionen Euro für die Branche bis 2018. Die Zeche dafür müssten letztlich auch unsere Kunden über höhere Ticketpreise zahlen. Die Absenkung des Schwellenwertes auf drei Gigawattstunden pro Jahr geht schon in die richtige Richtung, benachteiligt aber immer noch einige kleinere Schienenbahnen. Es kann nicht von der Verbrauchsmenge des Verkehrsunternehmens abhängen, ob sein Fahrstrom von der EEG-Umlage befreit wird. Denn elektrischer Schienenverkehr ist immer ökologisch und darf deshalb im Wettbewerb zu anderen Verkehrsträgern nicht benachteiligt werden.“

Alexander Kirchner, Vorsitzender der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG): „Die neue Bundesregierung enttäuscht in der Frage des EEG. Statt die Schienenbahnen zu stärken, werden diese durch völlig überzogene Mehrbelastungen weiter deutlich benachteiligt. In der Folge wird die Schiene zunehmend an Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den übrigen Verkehrsträgern verlieren. Negative Auswirkungen hat dies insbesondere für den Bereich des Schienengüterverkehrs. Mit jedem Cent mehr, mit dem die Güterbahnen belastet werden, steigen die CO2 Emission im Verkehr weiter an. Das ist keine nachhaltige Verkehrspolitik und das Gegenteil von dem, was im Koalitionsvertrag dieser Bundesregierung steht.“
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18. Serie mit Vorträgen und Führungen vom 26. April bis 11. Juli
Samstags-Forum Regio Freiburg: EnergieWende-, Klima- und Umweltschutz-Pioniere und Vorbilder

Mit dem Motto „Green City und Öko-Region. Pioniere und Vorbilder: verstehen – erleben – mitmachen“ startet der gemeinnützige Freiburger Verein ECOtrinova am Samstag, 26. April 2014, mit Vorträgen und Führungen die 18. Gemeinschafts-Veranstaltungsreihe des preisgekrönten Samstags-Forums Regio Freiburg zur Energiewende und zum Klimaschutz. Die neue Reihe läuft bis zum 11. Juli. Partner sind das Agenda21-Büro und Klimabündnis Freiburg, das Umweltreferat des Asta an der Universität, die Energieagentur Regie Freiburg, Fesa e.V., Innovation Academy e.V., die Initiative Schutz vor Elektrosmog Südbaden e.V. sowie weitere Vereine und Einrichtungen. Schirmherrin ist seit 2006 die Freiburger Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik.

„Beim Samstags-Forum Regio Freiburg erleben die Teilnehmer führende Fachleute und Pioniere im Hörsaal und vor Ort mit Vorbildprojekten. Es geht bei der neuen Serie vom 26. April bis zum 11. Juli an sechs Samstagen und einem Freitag um Energieeinsparung, intelligente Energienutzung, erneuerbare Energien und Bürgerenergie, Elektrosmog und Verbraucherschutz, das geplante Transatlantische Freihandelsabkommen, regionale Bioware und um die Folgen und die Vermeidung Atomkatastrophen von Japan bis Fessenheim. Ziel ist, Wissen und Werte zu vermitteln für den zukunftsfähigen Umbau von Haus, Stadt und Land“, erläuterte der ECOtrinova-Vorsitzende Dr. Georg Löser, seit 2006 Koordinator und wissenschaftlicher Leiter des Forums.

Der Eintritt ist frei. Vorträge finden statt im Kollegiengebäude 1 der Universität, Stadtmitte, Platz der Universität in Freiburg i.Br.. Zu den Führungen ist jeweils Anmeldung erbeten an ecotrinova@web.de oder telefonisch an den Treffpunkt Freiburg 0761-2168730. Treffpunkt, Ort und Anfahrt zu Führungen werden den Angemeldeten mitgeteilt.

Das Programmfaltblatt mit den Vortragenden und Details zu den FĂĽhrungen ist ab Mitte April bei www.ecotrinova.de im Internet verfĂĽgbar sowie als Faltblatt u.a. im Alten Rathaus in der Infotheke und im Umweltschutzamt in der Talstr. 4.

Das überwiegend ehrenamtlich durchgeführte Samstags-Forum ist einzigartig in seiner Zusammenarbeit von Vereinen der Bürgerschaft mit Studierenden und erhielt mehrere Preise und Auszeichnungen, zuletzt für 2014 die Anerkennung als offizielles Projekt der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung, 2011 den 1. Preis Umweltschutz der Stadt Freiburg. Förderer sind derzeit der Stiftungsfonds ECO-Stiftung bei der GLS-Treuhand und das Agenda21-Büro der Stadt Freiburg. Die Universität Freiburg stellt freundlicherweise die Räumlichkeiten.

Die Termine und Themen und des Samstags Forums Regio Freiburg
im FrĂĽhjahr 2014 als Ăśbersicht sind:

26. April 10:15
3 Jahre Fukushima – 28 Jahre Tschernobyl – 40 Jahre kein AKW in Wyhl - Fessenheim?

Atomreaktor-Katastrophen Fukushima, Tschernobyl und die Folgen –
„Was war in Wyhl 1974 ? “ . Energiewende aktuell in Deutschland und in Japan.
Dr. Georg Löser, Vorsitzender ECOtrinova e.V. Freiburg

Atomkraftwerk Fessenheim. Störfallserien, Nachrüstungen, im Katastrophenfall hilflos.
Klaus Schramm, Journalist, Lahr, Antiatomgruppe Freiburg

FĂĽhrungen in Kirchzarten
13:00 Mini-BHKW im Einsatz - Strom erzeugende Heizung mit Pflanzenöl.
14:15 Neubau-Wasserkraftwerk Osterbach.

10. Mai 10:15 anl. bundesweiter Woche der Sonne

Klimaschutz - was wollen die BĂĽrger der Region wirklich?
Wie hilft der aktuelle Energiewende-Index der Region Freiburg?
Robin Grey, Geschäftsführer Klimapartner Oberrhein, Freiburg

Der solare Eigenstrom vom Häusle-Dach, die Mehrwertsteuer und das neue EEG.
Dr. Georg Löser, ECOtrinova e.V., Vorsitzender, Freiburg

Eigenstrom gemeinsam wirtschaftlich attraktiv:
Mit Solarstrom und Strom erzeugenden Heizungen (Mini-BHKW) dem neuen EEG trotzen.
Christian Meyer, Dipl.-Ing. Energy-Consulting-Meyer Umkirch

FĂĽhrungen SolarRegion Kaiserstuhl

13:45 – 14:30 Vorbildliches Passiv- und Solarhaus in Breisach, Station der Sonnen-Energie-Wege.

14:50 – 15:45 Solarpark Vogtsburg/Kaiserstuhl – größte Photovoltaik-Anlage Baden-Württembergs -
8000 kW-Solarstromanlage der BĂĽrgerenergiegenossenschaft Solarpark Vogtsburg eG.

17. Mai 2014 10:15 EnergieWende-LeuchttĂĽrme

Klimaschutz und Energieeffizienz im Industriegebiet Freiburg Nord - Vorteile fĂĽr Industrie und Gewerbe.
Damian Wagner, M.Sc., Projektleiter Green Industry Park, badenova AG Ă–kologie- und Innovationsmanagement

Strom selber machen - Eigentümer, Mieter, WEGs – 4 Beispiele in Mehrfamilienhäusern.
Strom erzeugende Heizungen (Mini-BHKW) fĂĽr die Heizungs-Erneuerung
Dr. Georg Löser, ECOtrinova e.V., Vorsitzender

Mini-BHKW & Solarstrom – mit Batterie-Speicherung.
Joachim Kreuz, Bad- und Heizung Kreuz GmbH, Schallstadt

FĂĽhrung: 13:30 Mini-BHKW mit Eigenstrom-Gemeinschaft

24. Mai 10:15 Ă–kostrom zu Hause

„Guerilla-Photovoltaik“ - Balkonkraftwerke und Strom erzeugende Heizungen für alle?
Zur Neufassung des EEG und zur Energiewende zu Hause
Dr. Georg Löser, ECOtrinova e.V., Vorsitzender, Freiburg

Wohin mit dem Solarstrom vom Dach? Selbst nutzen, einspeisen oder speichern? Eigenstrom ĂĽber Managementsysteme und Speicher optimal nutzen.
René Komann, Produktmanager Photovoltaik, Alexander Bürkle GmbH & Co KG, Freiburg i.Br.

FĂĽhrung: 13 Uhr Mini-BHKW mit Eigenstrom-Gemeinschaft

31. Mai 10:15 Transatlantisches Freihandels- & Investitions-Abkommen

Gentechnik-Pflanzen, Klon-Hormonfleisch, Chlorhähn­chen & Co:
Kommen Umwelt, Gesundheit, Verbraucher, Soziales, Kultur & Rechtsstaat unter die Räder?
RĂĽdiger Stegemann, Volkswirt, BUND Kandertal, SEEDS ACTION NETWORK SAN

FĂĽhrung: 13:00 Eichstetten/Kaiserstuhl
Rinklin-Naturkost GmbH. Vom Bioland-GrĂĽnder zum Naturkostmarkt & GroĂźhandel regionaler Bioware. FĂĽhrung, Aussprache kleiner ImbiĂź. Mit Harald Rinklin

28. Juni 10:15
Elektrosmog- was ist das? Mobilfunk – ist unsere Gesundheit gefährdet? Tipps zum Schutz.
Dr. Dorothea von der Ruhr, Baubiologie & Umweltchemie FR

FĂĽhrung: 12 Uhr Elektrosmog-Messungen in Freiburg-Stadtmitte.

11. Juli Freitag 18:00 bis 22:15
AULA der Universität, anl. Nachhaltigkeits-Tage 2014 Baden-Württemberg
u.a. mit Agenda21-Büro Freiburg, Studium generale Universität

18:00 und 21:30 Vereine & Gruppen informieren
18:45 GruĂźwort: BĂĽrgermeister, Stadt Freiburg i.Br.

Fessenheim - ultimative Atomkatastrophe in Mitteleuropa oder Freiburg als heimliche Umwelt- und Kulturhauptstadt?
Mit Lesung aus der Novelle „Fessenheim“.
JĂĽrgen Lodemann, Freiburg, Schriftsteller, vormals Literaturchef SWR Fernsehen Baden-Baden

Bürger-Energie - ökologisch-soziale EnergieWende
Ursula Sladek, Deutscher Umweltpreis 2013 (DBU), Vorstand Netzkauf EWS eG, Schönau

Podiums- und Publikumsdiskussion:
Nachhaltige EnergieWende und Klimaschutz – was tun?
mit Ursula Sladek, Prof. JĂĽrgen Lodemann u.a.
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Bundesregierung verfehlt mit EEG-Neufassung die gerechte Verteilung
...von Nutzen und Finanzierungskosten beim Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien

Die Nutzen und die Finanzierungskosten des Ausbaus der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien müssen endlich wieder gerecht verteilt werden. Solange die Bundesregierung die beiden seit 2009/2010 ins Gesetz für den Vorrang erneuerbarer Energien (EEG) absichtlich eingebauten Hauptfehler nicht korrigiert, kann eine sinnvolle Neufassung des EEG wie mit dem für heute erwarteten Kabinettsbeschluss nicht stattfinden. Solange der Strom aus erneuerbaren Energien per EEG seit 2010 zwangsweise auf dem Kurzzeitmarkt (Spotmarkt) der Strombörse zu Tiefstpreisen, teils sogar unter Null, verschleudert werden muss, sind die Einnahmen fürs EEG-Konto viel zu niedrig und die Umlage EEG-Umlage bleibt hoch oder steigt weiter, so Dr. Georg Löser, ehrenamtlicher Vorsitzender des gemeinnützigen Freiburger Umwelt-Fachvereins ECOtrinova e.V.

Auch das Ausmaß der Befreiungen energieintensiver Industrie von der EEG-Umlage sei weit übertrieben, weil Strom aus erneuerbaren Energien, der bei Wind- und Solarkraft keine Brennstoffkosten aufweist, die Börsenstrompreise seit 2010 stark gesenkt hat. Dagegen sind vollständige Beifreiungen von der EEG-Umlage für selbst erzeugten und selbst verbrauchten Strom (Eigenstrom) aus erneuerbaren Energien und hocheffizienter Kraftwärmekopplung mit Gasen anders als von der Bundesregierung beabsichtigt, auch für Neuanlagen voll gerechtfertigt. Denn solcher Strom gehört nicht zu den Verursachern von Umwelt- und sozialen Kosten und sollte gemäß Verursacherprinzip des EU-Vertrags nicht belastet werden.
Die Nutzen der erneuerbaren Energien überwiegen volkswirtschaftlich durch Umweltentlastung, Klimaschutz, weniger Energieimporte, mehr Arbeitsplätze und Wertschöpfung im Inland sowie Beiträge zum Atomenergieausstieg.

„Und wenn die Bundesregierung wirklich eine Senkung der Strompreise für die Haushalte und kleinverbrauchendes Gewerbe wolle, hätte sie längst die Mehrwertsteuer auf die Stromsteuer (rund 0,4 Cent pro Kilowattstunde) und die auf die EEG-Umlage (rund 1,2 Cent pro Kilowattstunde) streichen oder verringern können“, so Löser.

ECOtrinova e.V., eine Arbeitsgemeinschaft Freiburger Umweltinstitute und –Büros, hat den kürzlichen „Freiburger Appell zum EEG“ mitverfasst und im März eine der 147 Stellungnahmen an das Bundeswirtschaftsministerium zur EEG-Neufassung eingereicht. Darin wird u.a. eine Absenkung der EEG-Umlage von 6,2 auf unter 4 Cent pro Kilowattstunde vorgeschlagen, dies ohne Deckel auf den Ausbau erneuerbarer Energien, aber mit Abschaffen der beiden genannten derzeitigen Hauptfehler des EEG.
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 Buchtipp: Anne BĂĽhring und Kurt-Michael Westermann
 
Buchtipp: Anne BĂĽhring und Kurt-Michael Westermann "Campus Food"

Vegane StudentenkĂĽche: V-Power fĂĽr Studenten! Vegan kochen ganz cool.
Topfit an der Uni, beim Lernen, beim Sport und durch die Nacht.

Mit Extra-Tipps fĂĽr vegetarische Varianten, kreativen veganen Neuerfindungen von Milchreis & Currywurst und Co. und Zeit- und Geldspartipps vom Vorratskochen bis zum Fertigprodukt.

Einfach, schnell, praktisch und natürlich möglichst preiswert – so muss die Küche für Studenten sein. Zwischen Vorlesung und Arbeitskreis bleiben manchmal nur kurze Zeitfenster. Aber wer geistige Höchstleistungen vollbringen will, muss seine grauen Zellen auch mit den besten Stoffen versorgen. Die vegane Küche ist dazu ideal, denn Hülsenfrüchte, Nüsse und reichlich Gemüse, Obst und Getreide liefern die nötigen Vitamine, Eiweiß und Vitalstoffe. Campus Food zeigt, wie man vollwertig Fleisch und Milchprodukte ersetzen und so ausgewogen vegan kochen kann und dabei keinesfalls auf Geschmack und Vielfalt verzichten muss.

Die Rezepte von Campus Food führen durch den Studententag und werden auch besonderen Anlässen gerecht. Dabei wird auch das vertraute Gefühl von Zuhause, beim ‚Kochen wie bei Muttern’ neu geweckt. Alle Gerichte sind vegan variiert und haben noch als Extra-Tipp einen Hinweis auf vegetarische Varianten. Natürlich sind in allen Speisen reichlich gesunde und fit machende Zutaten enthalten und alle Zutaten kann man schnell und preiswert einkaufen, zubereiten und kochen.

55 köstliche, alltagstaugliche vegane Gerichte für den studentischen Alltag – vom Partydinner bis zum Brainfood vor der Prüfung – für eine rundum gesunde Versorgung mit Vitaminen, Vitalstoffen und Fettsäuren, und Dutzende clevere Tipps und Tricks, Varianten und Denkanstöße für gesunden Geschmack.

Systemed Verlag 2014, 148 Seiten, EUR 16,99 (D)
ISBN 978-3-942772-21-1
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Das Karlsruher Leihfahrrad heißt Fächerrad
Vorbereitungen zur EinfĂĽhrung laufen bei Nextbike und Stadt

Fächerrad wird es heißen, das neue Leihrad von Nextbike in Karlsruhe. Das steht seit einigen Tagen fest. Der Name wird die Seitenflügel des Rades zieren. Vor einigen Wochen konnten alle Karlsruherinnen und Karlsruhe per Internet- Umfrage aus vier vorgeschlagenen Namen - DraisBike, Karlette, karls.rad, draiscycle und Fächerrad - ihren Favoriten auswählen. Knapp 1.800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben an der Umfrage mitgemacht, 31 Prozent haben sich für das Fächerrad entschieden, rund 26 Prozent waren für karls.rad, ein Viertel für karlette. Unter allen, die mitgemacht haben, hat die Stadt fünf Einkaufsgutscheine verlost, einzulösen bei Karlsruher Fahrradhändlern. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden in den nächsten Tagen informiert.

„Wir freuen und auf das Fächerrad im Karlsruher Stadtbild“, betonte Bürgermeister Michael Obert. Das Leihfahrrad-System sei ein wichtiger und gut angenommener Baustein im Karlsruher Radförderkonzept und passe ideal zur Verknüpfung der umweltschonenden Verkehrarten.

Bis klar war, dass Karlsruhe künftig mit dem Fächerrad radelt, hat es einige Zeit gedauert, denn die Prüfung des Markenrechts war sehr aufwändig. Bei aller Vorbereitung benötigt es Vorlaufzeit, ein komplett neues Fahrradverleihsystem mit über 300 Rädern zu implementieren. Aktuell arbeiten Nextbike und die Stadt Karlsruhe Hand in Hand an einem Starttermin Ende Mai, spätestens Anfang Juni. Mit einfach nur einer Radlieferung ist es nicht getan. Vor allem muss die Infrastruktur vor Ort aufgebaut werden. Hierzu gehören beim Fächerrad auch feste Standorte, die zusätzlich zu der Flexzone - im Kerngebiet und Durlach - zunächst in der Nordweststadt, in Knielingen und in der Waldstadt errichtet werden. Weitere Stadtteile folgen im kommenden Jahr.

Die Mieträder können in der Flexzone an jeder beliebigen Straßenkreuzung abgegeben werden. Darüber hinaus warten Fächerräder an den festen Standorten auf ihre Nutzerinnen und Nutzer. Auch hier können die Räder natürlich wieder abgestellt werden.

Wer einmal angemeldet ist, kann in allen Nextbike-Städten und Ländern radeln. Der Verleih ist rund um die Uhr automatisch per Anruf, App am Stationsterminal und über Bordcomputer direkt am Rad möglich.
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Schreiadler auf dem RĂĽckweg nach Europa
Welcher Adler ist als erster zurĂĽck am Brutplatz?

Die Schreiadler haben sich auf den Rückweg aus ihren Überwinterungsgebieten im südlichen Afrika gemacht. Zehn dieser seltenen Greifvögel sind mit kleinen Rucksacksendern unterwegs. Sie verraten so den Experten vom NABU und der Weltarbeitsgruppe Greifvögel genaue Daten über ihren aktuellen Aufenthaltsort. „Durch die Sender gewinnen wir wichtige Erkenntnisse zum Schutz dieser kleinen deutschen Adlerart“, erläutert Schreiadlerexperte Bernd-Ulrich Meyburg, Vorsitzender der Bundesarbeitsgruppe Greifvogelschutz im NABU und der Weltarbeitsgruppe Greifvögel. Wir hoffen, dass alle Adler rechtzeitig ihre Brutplätze im Nordosten Deutschlands erreichen werden.

Auch im Internet hinterlassen die Adler ihre Spuren: Unter www.NABU.de/adlerzug stellt der NABU eine interaktive Karte bereit, auf der der Rückflug der Adler genau verfolgt werden kann. So lässt sich jeden Tag sehen, wo sich die Adler gerade aufhalten.

Die Sender sind mit einem GPS-Modul ausgestattet, das in regelmäßigen Abständen die aktuelle Position der Vögel ermittelt. Die Daten werden dann über Satellit oder bei den modernen Sendern über das fast überall zur Verfügung stehende Handynetz an die Vogelschützer übertragen. Die Daten lassen wichtige Rückschlüsse auf die genauen Zugwege und das Verhalten der Tiere zu. Aus diesen Daten kann der NABU dann wichtige Schutzmaßnahmen ableiten, wie zum Beispiel den Erhalt von Rastplätzen für die Vögel.

Nur noch knapp 100 Paare des seltenen Schreiadlers brüten noch in Deutschland. Und jedes Jahr werden es weniger. Seit Jahren kämpft der NABU um die letzten Lebensräume des scheuen Greifvogels, kauft Flächen in den Brutrevieren und kümmert sich um den Schutz seiner Nahrungsgebiete. Dabei konnte der NABU dank der Unterstützung von Spendern und Adler-Paten schon vieles für den Schutz der Schreiadler erreichen.
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