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Samstag, 21. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
Ozon-Telefon seit 1. Mai wieder in Betrieb
Das Ozon-Telefon ist ab 1. Mai bis Ende September wieder in Betrieb.
Unter der Telefonnummer: 77555 können BĂŒrgerinnen und BĂŒrger die aktuellen Ozonwerte abfragen. TĂ€glich um 9.30 Uhr, 12.30 Uhr, 15.30 Uhr und 18.30 Uhr wird der Ansagetext mit den neuesten Messwerten aus Freiburg aktualisiert.
Überschreiten die Messwerte 180 μg/m3 Ozon, spricht das Umweltschutzamt eine Ozon-Warnung aus und empfiehlt, ungewohnte und körperlich anstrengende TĂ€tigkeiten im Freien zu vermeiden, auf das Autofahren zu verzichten und stattdessen öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen.
 
 

 
NABU - Naturbewusstseinsstudie: Menschen in Deutschland wollen lebendige FlĂŒsse
Miller: Bund und LĂ€nder auch beim naturnahen Hochwasserschutz in der Pflicht

Berlin – Neun von zehn BundesbĂŒrgern finden naturnah gestaltete FlĂŒsse schöner als begradigte und sprechen sich dafĂŒr aus, dass sich unsere FlĂŒsse durch eine solche Gestaltung frei entfalten können. Eine ebenso große Mehrheit sieht Flussrenaturierungen auch als wichtige Maßnahme zum Hochwasserschutz. So lauten einige zentrale Aussagen der am Montag von Bundesumweltministerium und Bundesamt fĂŒr Naturschutz vorgestellten Naturbewusstseinsstudie. Diese klaren Ergebnisse nimmt der NABU zum Anlass, um von Bund und LĂ€ndern konkrete BemĂŒhungen zur Renaturierung unserer heimischen FlĂŒsse einzufordern.

„Die öffentliche Meinung ist eindeutig. Die Menschen wollen lebendige FlĂŒsse, nun ist die Politik am Zug“, kommentiert NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller die Ergebnisse. Die Bundesregierung mĂŒsse das auf NABU-Initiative hin im Koalitionsvertrag vereinbarte „Bundesprogramm Blaues Band“ fĂŒr die Renaturierung von FlĂŒssen und Auen nun zeitnah auflegen und mit den notwendigen finanziellen Mitteln ausstatten. Auch werde das fĂŒr den Herbst angekĂŒndigte nationale Hochwasserschutzprogramm ein Gradmesser dafĂŒr sein, wie ernst es Bund und LĂ€ndern tatsĂ€chlich mit den Bekenntnissen zum naturnahen Hochwasserschutz sei. „Von Hoch- und Niedrigwasser geprĂ€gte Flussauen sind nicht nur wertvoller Lebensraum fĂŒr Pflanzen und Tiere, sondern bieten auch Schutz vor Hochwasser. Investitionen in höhere Deiche und Flutmauern sind nur dann sinnvoll, wo es um den direkten Schutz von Siedlungen und wichtiger Infrastruktur geht“, sagte NABU-Naturschutzexperte Till Hopf.

Wie eine Flussrenaturierung praktisch funktionieren kann zeigt der NABU mit Europas grĂ¶ĂŸtem Renaturierungsprojekt „Untere Havel“. Unter FederfĂŒhrung des NABU werden auf insgesamt 19.000 Hektar Altarme angeschlossen, Uferbefestigungen beseitigt, Flutrinnen aktiviert und es entsteht ein natĂŒrlicher Ufer- und Auenwald. Um Fluss, Land und Leute kennenzulernen sind derzeit bis zum 21. Juni NABU-Mitarbeiter und -Mitglieder mit einem Floß auf der Havel unterwegs und berichten tĂ€glich unter www.havelberry-finn-tour.de von ihren Erlebnissen.
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NABU: BekÀmpfung des Eichenprozessionsspinners im Wald stoppen
Miller: Wirkung ungewiss, Nebenwirkungen bedenklich

Berlin – Der NABU fordert einen sofortigen Stopp des Gifteinsatzes gegen die Raupen des Eichenprozessionsspinners im Wald. Auch in diesem Jahr sollen wieder mehrere 1.000 Hektar Eichenwald, hauptsĂ€chlich in Brandenburg, mit dem fĂŒr die Schmetterlingsart tödlichem Pestizid Dipel ES begiftet werden. Nach derzeitigem Wissenstand ist eine Wirksamkeit der BekĂ€mpfungsmaßnahme allerdings nicht nachgewiesen. Zu diesem Ergebnis kamen auch Experten bei einem zweitĂ€gigen Workshop des Bundesamtes fĂŒr Naturschutz zu den BekĂ€mpfungsmaßnahmen gegen den Eichenprozessionsspinner am Montag und Dienstag auf der Insel Vilm.

„Die Massenvermehrung des Eichenprozessionsspinners ist seit einigen Jahrhunderten belegt und ein immer wiederkehrendes PhĂ€nomen in deutschen WĂ€ldern, das offensichtlich zum natĂŒrlichen Prozess gehört. Bisher gibt es keine WaldbestĂ€nde die auf Grund des Eichprozessionsspinners abgestorben sind. Durch die GifteinsĂ€tze können jedoch bis zu 214 Schmetterlingsarten in Deutschland betroffen sein. Die WirkungszusammenhĂ€nge der Pestizidbehandlung auf Vögel, FledermĂ€use, aber auch KleinsĂ€uger, die die vergifteten Raupen oder Schmetterlinge fressen, sind bisher nicht geklĂ€rt“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. Um die Artenvielfalt in den ökologisch wertvollen EichenwĂ€ldern nicht zu gefĂ€hrden, mĂŒsse umgehend auf den Pestizideinsatz verzichtet werden.

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners fressen EichenblĂ€tter, was zu forstlichen SchĂ€den fĂŒhren kann und die Brennhaare der Insekten stellen eine Gesundheitsgefahr fĂŒr den Menschen dar, weil sie Hautreizungen und allergische Reaktionen auslösen können. Zum Schutz des Menschen spricht sich der NABU deshalb in Siedlungsbereichen wie SpielplĂ€tzen, Schulen, Parkanlagen und Friedhöfen fĂŒr mechanische Verfahren, wie dem Absaugen der Raupennester und dem anschließenden Verbrennen aus. In den betroffenen Waldgebieten mĂŒssen Warnhinweise angebracht und wo nötig Zugangsverbote ausgesprochen werden.
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NABU mahnt Verbesserungen der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV) an
Miller: Energieausweis zum Nachfragekriterium auf Wohnungsmarkt machen

Berlin – PĂŒnktlich zum Ende der Heizperiode tritt am 1. Mai die neue Energieeinsparverordnung (EnEV) 2014 in Kraft. Damit kommen auch neue Regelungen zum Energieausweis auf HauseigentĂŒmer zu. Der NABU begrĂŒĂŸt die neuen Regelungen, mahnt aber weitere Verbesserungen an. „Um die energetische Beschaffenheit von GebĂ€uden zu einem echten Nachfragekriterium auf dem Immobilien- und Wohnungsmarkt zu machen, muss der Energieausweis einfacher, transparenter und verlĂ€sslicher werden“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. Ab 1. Mai muss bei Verkauf, Vermietung, Verpachtung oder Leasing spĂ€testens bei der Besichtigung ein Energieausweis vorgelegt oder wĂ€hrend der Besichtigung deutlich sichtbar ausgelegt werden. Ansonsten drohen Bußgelder bis zu 15.000 Euro. Das Ziel, gegenĂŒber KĂ€ufern von Immobilien und Wohnungssuchenden fĂŒr mehr Transparenz bezĂŒglich des energetischen Zustands von GebĂ€uden zu sorgen, sei richtig, so Miller. Nun mĂŒsse es aber sachgerechter umgesetzt werden.

Der NABU fordert, den Dualismus von Verbrauchs- und Bedarfsausweis zugunsten des Energiebedarfsausweises zu beenden und die verschiedenen Möglichkeiten zur Berechnung einzuschrĂ€nken. „Transparenz entsteht nur dort, wo Ergebnisse miteinander vergleichbar sind“, sagte NABU-Energieexperte Ulf Sieberg. Die Vorlage des Ausweises allein gewĂ€hrleiste noch keine Vergleichbarkeit. Kaufinteressenten und Mietern mĂŒsse daher die Suche nach energiesparendem Wohnraum und der Vergleich verschiedener Angebote durch die verbraucherfreundlichere Gestaltung der Ausweise und den vollstĂ€ndigen Ersatz des Bandtachos durch Effizienzklassen mit Buchstaben erleichtert werden. Nur so könne neben dem Preis und der Lage die energetische QualitĂ€t zum Kriterium bei der Immobilienwahl werden, so Sieberg.

Aus NABU-Sicht trĂ€gt die EnEV 2014 nicht zur Umsetzung einer erfolgreichen Energiewende in GebĂ€uden bei. „Die wenig verbesserten Neubaustandards greifen erst 2016 und damit viel zu spĂ€t. FĂŒr den GebĂ€udebestand fehlen erhöhte Anforderungen sogar ganz“, kritisierte Sieberg. Gemeinsam mit der GebĂ€ude-Allianz, einem BĂŒndnis aus ĂŒber 30 Wirtschafts-, Branchen-, Verbraucherschutz- und UmweltverbĂ€nden sowie Gewerkschaften, fordert der NABU von Politik und Bundesregierung eine konsistente Gesamtstrategie zur energetischen Sanierung des deutschen GebĂ€udebestandes auf ein klimaneutrales Niveau. Auch die EU-Energieeffizienzrichtlinie fordert von Deutschland bereits bis 30. April die Vorlage einer „GebĂ€uderenovierungsstrategie“. Nur mit einer solchen Gesamtstrategie, einem Sanierungsfahrplan fĂŒr den GesamtgebĂ€udebestand und mit einem individuellen Sanierungskonzept fĂŒr jedes GebĂ€ude kann laut GebĂ€ude-Allianz der Handlungsbedarf im GebĂ€udesektor hinreichend gegenĂŒber der Politik sowie HauseigentĂŒmern, Investoren und Mietern untermauert werden, um die klima- und energiepolitischen Ziele zu erreichen.
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NABU-Analyse: BundeslĂ€nder sind unzureichend auf RĂŒckkehr des Wolfes vorbereitet
Wolf im Schnee / Foto: NABU / H. Pollin
 
NABU-Analyse: BundeslĂ€nder sind unzureichend auf RĂŒckkehr des Wolfes vorbereitet
Tschimpke: Management nur in Sachsen und Brandenburg vorbildlich



Berlin – 150 Jahre nach seiner Ausrottung ist der Wolf nach Deutschland zurĂŒckgekehrt. Inzwischen leben in sechs BundeslĂ€ndern wieder dauerhaft Wölfe, in 13 LĂ€ndern wurde er seit dem Jahr 2000 mindestens einmal nachgewiesen. „Wölfe sind LangstreckenlĂ€ufer. Innerhalb weniger TagesmĂ€rsche können sie jeden Punkt in Deutschland erreichen. Daher sollte man 14 Jahre nach der RĂŒckkehr des Wolfes davon ausgehen, dass sich jedes Bundesland auf ihn eingestellt hat“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

Dass dem nicht so ist, zeigt eine aktuelle Analyse des NABU. AnlĂ€sslich des bundesweiten „Tag des Wolfes“ bewertete der Naturschutzverband das Wolfsmangement der LĂ€nder nach fĂŒnf Kriterien: Vorliegen und VollstĂ€ndigkeit eines Managementplans, Monitoring, UnterstĂŒtzung von Nutztierhaltern durch die Landesregierungen sowie entsprechende Öffentlichkeitsarbeit. Nur zwei LĂ€nder – Sachsen und Brandenburg – sind demnach gut auf das Zusammenleben mit dem Wolf eingestellt. Sieben der 16 BundeslĂ€nder erhalten ein durchschnittliches Zeugnis – hier steht die Ampel fĂŒr den RĂŒckkehrer auf „Gelb“. Schlusslichter mit keinem oder unzureichendem Wolfsmanagement sind die LĂ€nder Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Saarland sowie die Stadtstaaten.

„Brandenburg und Sachsen als Spitzenreiter hatten zwar schon lĂ€nger Zeit, das Zusammenleben mit dem Wolf wieder zu lernen. Doch auch durch Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zogen nachweislich schon Wölfe hindurch. Daher ist das Ausharren der Landesregierungen hier unverstĂ€ndlich“, sagte NABU-Wolfsexperte Markus Bathen. Insbesondere Hessen und Nordrhein-Westfalen haben dringenden Nachholbedarf. Nach EinschĂ€tzung des NABU ist es nur eine Frage der Zeit, bis die niedersĂ€chsischen Wolfsvorkommen weiter gen SĂŒden wandern. Und auch die Stadtstaaten mĂŒssen sich, trotz ihrer urbanen Sonderstellung, besser auf den Wolf einstellen. „Da Wölfe bereits am Stadtrand von Hamburg und Berlin gesichtet wurden, mĂŒssen auch die Stadtstaaten möglich schnell ein gutes Wolfsmanagement aufbauen“, so Bathen.

Um das Zusammenleben mit den Wölfen zu regeln, gibt es beispielsweise in Brandenburg, Sachsen und ThĂŒringen bereits ManagementplĂ€ne. „Jedes Bundesland muss damit rechnen, dass kĂŒnftig dauerhaft Wölfe innerhalb ihrer Landesgrenzen leben. Daher mĂŒssen die LĂ€nder mit allen Beteiligten zusammenarbeiten: mit SchafzuchtverbĂ€nden, Naturschutz- und JagdverbĂ€nden“, forderte Bathen.

Um die Entwicklung des Wolfsbestandes in Deutschland besser im Auge zu behalten und von gegenseitigen Erfahrungen im Management zu lernen, mĂŒssten die BundeslĂ€nder zudem besser zusammenarbeiten. Der NABU sieht in einer bundesweiten „Kompetenzstelle Wolf“ die beste Lösung, den Schutz des Wolfes sicherzustellen. Hier sollten alle Daten zum Wolf erfasst und lĂ€nderĂŒbergreifend koordinierend werden.
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NABU startet mit der „Havelberry-Finn-Tour“ die grĂ¶ĂŸte Floßtour Deutschlands
Hafen Velgast / Foto: NABU / L. Giebel
 
NABU startet mit der „Havelberry-Finn-Tour“ die grĂ¶ĂŸte Floßtour Deutschlands
Kostenlose Veranstaltungen laden ein, die Havel zu entdecken und zu genießen

Berlin – Der NABU startet heute die grĂ¶ĂŸte Floßtour Deutschlands. Bis zum 21. Juni 2014 durchqueren acht NABU-Mannschaften je eine Woche lang auf mit dem Floß „Große BĂ€rin“ von Natur-Floss vier BundeslĂ€nder. Dabei erkunden sie die Havel, eine der ökologisch bedeutsamsten Lebensadern im Nordosten Deutschlands. Ausgestattet mit Laptop und Kamera treffen die 32 NABU-Abenteurer bei ihrer Tour von Wesenberg in Mecklenburg-Vorpommern bis nach Havelberg in Sachsen-Anhalt faszinierende Wegbegleiter: den letzten Havelfischer, die alte WĂ€scherin in Ribbeck, die Sternenwanderin, den Schleusenwart und den Mann, der seinem Großvater versprach, die Havel wieder „gesund“ zu machen. Sie alle gewĂ€hren persönliche Einblicke in ihr Leben und Wirken am Fluss. „Die Untere Havel ist eines der bedeutsamsten Feuchtgebiete Mitteleuropas“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. „Hier wird unter FederfĂŒhrung des NABU die grĂ¶ĂŸte Flussrenaturierung Europas umgesetzt. Viele unserer rund 540.000 Mitglieder und Förderer helfen aktiv oder durch ihre Spenden mit, an und in der Havel die Lebensbedingungen fĂŒr die mehr als 1.100 bedrohten und geschĂŒtzten Arten zu verbessern.“

Ob Biber beim Burgenbau, Seeadler auf Beutefang oder andere Havelbewohner unter und ĂŒber Wasser – die Teilnehmer berichten tĂ€glich in dem Blog www.havelberry-finn-tour.de von ihren Beobachtungen. Dort kann ab heute ganz Deutschland mitlesen, was mit einem Fluss passiert, der im Oberlauf ein nahezu intaktes Naturparadies ist, im Mittelteil reguliert und ausgebaut und im Unterlauf zu seiner NatĂŒrlichkeit zurĂŒckfindet. Begleitend zum achtwöchigen Floßabenteuer bietet der NABU zahlreiche Veranstaltungen in der Havelregion an, darunter die große „Havel-Clean-Up-Aktion“ am 1. Mai, bei der 40 kostenlose Kanus samt AusrĂŒstung bereitstehen, um die Havel von FreizeitmĂŒll zu befreien, die „Stunde der Gartenvögel“ am Templiner See und eine Biberexkursion bei Potsdam. Auch fĂŒr externe Besucher sind die begleitenden Veranstaltungen kostenlos.

Mit der „Havelberry-Finn-Tour“ möchte der NABU fĂŒr mehr lebendige FlĂŒsse werben und zeigen, was Naturschutzprojekte vor Ort leisten können – auch in Hinblick auf das noch umzusetzende Bundesprogramm „Blaues Band“. Als Modell fĂŒr andere Flussrenaturierungen ist das Havel-Projekt von internationaler Bedeutung. 2015 wird die Havelregion die Bundesgartenschau ausrichten, die den NABU zum offiziellen Partner gewĂ€hlt hat. Erstmalig steht dabei ein FließgewĂ€sser im Mittelpunkt. Am Ende der „Havelberry-Finn-Tour“ wird ein Buch entstehen, das zur Bundesgartenschau 2015 erscheint.
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Karlsruhe: ElektrokleingerÀte entsorgen
Bildunterschrift: Weiße Ware / Foto: Stadt Karlsruhe
 
Karlsruhe: ElektrokleingerÀte entsorgen
Neuer Service "Weiße Ware Plus" des Amts fĂŒr Abfallwirtschaft

Mit dem Service "Weiße Ware Plus" können BĂŒrgerinnen und BĂŒrger der Stadt Karlsruhe kĂŒnftig noch bequemer ElektrokleingerĂ€te entsorgen. Das Amt fĂŒr Abfallwirtschaft (AfA) nimmt ab sofort ElektrogerĂ€te mit einer KantenlĂ€nge von bis zu 35 Zentimetern kostenlos mit, wenn diese zusammen mit den angemeldeten GroßgerĂ€ten bereit gestellt werden. Unter der Behördennummer 115 und im Internet unter www.karlsruhe.de/abfall melden die Karlsruherinnen und Karlsruher ihr HaushaltsgroßgerĂ€t, beispielsweise den ausrangierten Herd, WĂ€schetrockner oder die alte Waschmaschine, zur Entsorgung an. Das AfA holt dann zum vereinbarten Termin die gemeldeten GroßgerĂ€te ab und nimmt zusĂ€tzlich alle beigelegten KleingerĂ€te bis 35 Zentimeter KantenlĂ€nge kostenlos mit. Der Service richtet sich nur an Privathaushalte.

"ElektrogerĂ€te enthalten sowohl Schadstoffe als auch wertvolle Rohstoffe", erlĂ€utert Evgenia Hetzel, Sachgebietsleiterin der Abteilung Schadstoffsammlung und Wertstoffstationen beim Amt fĂŒr Abfallwirtschaft. "Immer noch entsorgen zu viele Menschen ihre ElektroaltgerĂ€te rechtswidrig ĂŒber den RestmĂŒll oder lassen sie in ihren Kellern und Speichern verstauben." Mit ihrem erweiterten Service von "Weiße Ware" gewĂ€hrleistet die Stadt nun eine noch bequemere Entsorgung.

zum Foto oben:
Das Amt fĂŒr Abfallwirtschaft hilft Privathaushalten bei der Entsorgung von ElektrokleingerĂ€ten, hier auf einem angemeldeten GroßgerĂ€t, mit dem Service "Weiße Ware Plus". Foto: Stadt Karlsruhe
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  NABU startet grĂ¶ĂŸte Floßtour Deutschlands
Havel bei Parey / Foto: NABU / Helge May
 
NABU startet grĂ¶ĂŸte Floßtour Deutschlands
55 Tage auf der Havel – Acht Teams durchqueren vier BundeslĂ€nder

Acht intensive Wochen mit einem Floß auf der Havel und ihren NebengewĂ€ssern unterwegs, um Fluss, Land und Leute kennen zu lernen: Diesem Abenteuer stellen sich 32 NABU-Mitarbeiter und -Mitglieder vom 28. April bis zum 21. Juni. FĂŒr die ĂŒber 390 Kilometer lange Tour von Wesenberg in Mecklenburg-Vorpommern bis nach Havelberg in Sachsen-Anhalt wurden acht sich unbekannte Vierer-Teams gecastet. Sie alle sollen auf ihren jeweiligen Streckenabschnitten EindrĂŒcke und Dokumentationen zum Zustand einer der ökologisch bedeutsamsten Lebensadern im Nordosten Deutschlands – der Havel – sammeln und tĂ€glich von ihren Beobachtungen in einem Blog berichten. Auf www.havelberry-finn-tour.de kann ganz Deutschland mitlesen, was mit einem Fluss passiert, der im Oberlauf ein nahezu intaktes Naturparadies, im Mittelteil reguliert und ausgebaut und im Unterlauf Schauplatz der grĂ¶ĂŸten Flussrenaturierung Europas ist.

„Wir wollen mit dieser Tour fĂŒr lebendige FlĂŒsse werben und zeigen, was Naturschutzprojekte vor Ort leisten können – auch in Hinblick auf das noch umzusetzende Bundesprogramm ‚Blaues Band’“, sagt NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. FlĂŒsse seien wichtige LebensrĂ€ume fĂŒr Tiere, Pflanzen und Menschen sowie Erholungsgebiete.

Die Untere Havelniederung ist eines der bedeutsamsten Feuchtgebiete des westlichen Mitteleuropas. Unter FederfĂŒhrung des NABU wird dort das grĂ¶ĂŸte Flussrenaturierungsprojekt Europas umgesetzt. Auf insgesamt 19.000 Hektar werden Altarme angeschlossen, Uferbefestigungen beseitigt, Flutrinnen aktiviert und es entsteht ein natĂŒrlicher Ufer- und Auenwald. Zudem sollen Deichabschnitte zurĂŒckgebaut und damit ÜberflutungsgrĂŒnland zum Hochwasserschutz gewonnen werden. Als Modell fĂŒr andere Flussrenaturierungen ist es damit von internationaler Bedeutung. 2015 wird die Havelregion die Bundesgartenschau ausrichten. Erstmalig steht dabei ein FließgewĂ€sser im Mittelpunkt.

Begleitend zum achtwöchigen Floß- und Flussabenteuer bietet der NABU zahlreiche Veranstaltungen in der Havelregion an, darunter eine große „Havel-Clean-Up-Aktion“ am Ellbogensee, bei der die Havel von Plastik- und anderem FreizeitmĂŒll befreit wird und die Mitmachaktion zum zehnjĂ€hrigen JubilĂ€um der „Stunde der Gartenvögel“ mit Vogelbeobachtungen am Templiner See.
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