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Verschiedenes

 
Energieeffizienz 2014: Mehr Marktransparenz?
Das Bündnis Energieausweis, eine Initiative der Gebäude-Allianz, fordert echte Transparenz am Wohnungsmarkt durch einen einheitlichen, verlässlichen Energieausweis, der sich neben dem Preis und der Lage als Nachfragekriterium am Wohnungsmarkt etabliert.

Berlin, 20.05.2014 – Im Rahmen einer Podiumsdiskussion des Bundesumweltministeriums auf den Berliner Energietagen diskutieren Mitglieder der Gebäude-Allianz mit der Wohnungswirtschaft über mehr Marktransparenz im Wohnungsmarkt.

Dabei steht vor allem der Energieausweis im Mittelpunkt. Seit Inkrafttreten der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV) am 1. Mai 2014 muss bei Verkauf, Vermietung, Verpachtung oder Leasing spätestens bei der Besichtigung ein Energieausweis vorgelegt oder während der Besichtigung deutlich sichtbar ausgelegt werden. Ansonsten drohen Bußgelder bis zu 15.000 Euro. Außerdem enthalten neu ausgestellte Energieausweise zukünftig neben dem Bandtacho auch Effizienzklassen.

Die Gebäude-Allianz begrüßt ausdrücklich die neue Vorlagepflicht bei Wohnungsbesichtigungen. Bisher musste der Ausweis nur auf Nachfrage gezeigt werden. Besonders in angespannten Wohnungslagen hatte eine Nachfrage nicht selten eine Absage für die besichtigte Wohnung zur Folge. „Die Vorlagepflicht ist ein klares Plus an Transparenz für die Mieter und Kaufinteressenten. Mithilfe des Energieausweises können sie den energetischen Zustand der besichtigten Wohnung besser einschätzen. Die Vorlage allein gewährleistet aber noch keine Vergleichbarkeit. Hier wurde ein guter Vorstoß nicht konsequent zu Ende gedacht“, sagt Dr. Michael Herma, Geschäftsführer des Spitzenverbandes der Gebäudetechnik und Sprecher des Bündnisses Energieausweis, einer Initiative der Gebäude-Allianz. „Vollumfängliche Transparenz entsteht nur dort, wo Ergebnisse miteinander vergleichbar sind“, so Dr. Michael Herma. Deswegen fordert das Bündnis einen einheitlichen Energieausweis und somit die Abkehr vom Dualismus des Verbrauchs- und Bedarfsausweises und ein einheitliches Berechnungsverfahren für den Bedarfsausweis.

Im Koalitionsvertrag hat die Bundesregierung angekündigt, die geltende Mieterhöhungsmöglichkeit nach einer energetischen Modernisierung auf den Prüfstand zu stellen. Bisher kann der Vermieter elf Prozent der Kosten der energetischen Sanierung auf die Miete umlegen. Dies gilt unbegrenzt, der Mieter zahlt die erhöhte Miete also auch lange nach Abzahlung der Maßnahme weiter. Dies ist für viele Mieter unverständlich und trägt zu Unrecht zu einem zunehmend negativen Image der energetischen Gebäudesanierung bei. Stattdessen sollte der energetische Zustand des Gebäudes bei der ortsüblichen Vergleichsmiete berücksichtigt werden, sollten sich Mieterhöhungen nach einer Modernisierung an der verbesserten Energieeffizienz messen lassen. „Ein verlässlicher Energiebedarfsausweis böte auch hier eine gute Lösung, die Energieeffizienz des Gebäudes, beziehungsweise die Energieeinsparung, für den Mieter sichtbar zu machen. Anhand der zu erwartenden Einsparung könnte beispielsweise der Umfang einer Mieterhöhung gemessen werden“, sagt Lukas Siebenkotten, Bundesdirektor des Deutschen Mieterbundes (DMB).

Richtig umgesetzt leistet der Energieausweis einen wichtigen Beitrag zu echter Transparenz auf dem Wohnungsmarkt und kann zum echten Nachfragekriterium – neben Preis und Lage – werden. Deswegen ruft die Gebäude-Allianz die Bundesregierung zu einer ambitionierten Reform des Energieausweises auf, an dessen Ende ein einfacher, transparenter und verlässlicher Ausweis stehen sollte.
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EEG-Reform 2014 und Energiewende mit der Solar-BĂĽrger-Genossenschaft
Vortrag und Diskussion
Montag, 26. Mai 2014 um 19:30
in der Mehlwaage am Martinstor - Metzgerau 4, Freiburg
Die Solar-BĂĽrger-Genossenschaft informiert ĂĽber den Stand der EEG-Novelle 2014 und die Konsequenzen fĂĽr die dezentrale Energiewende.
Energiegenossenschaften schauen voraus und bieten zukunftsweisende Lösungen an.
Referenten: Nico Storz, Kaj Mertens-Stickel, Dr. Burghard Flieger und Dr. Harald Schäffler
Eintritt frei
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Karlsruhe: Wo fĂĽhlen sich Stauden wohl?
Sonntägliche Führung im Zoologischen Stadtgarten

Wer Stauden dauerhaft im Garten kultivieren und Freude daran haben möchte, sollte sie zum Standort passend auswählen. Wo sich welche Stauden wohlfühlen, zeigt am Sonntag, 25. Mai, eine Führung durch den Zoologischen Stadtgarten. Fachfrau Michaela Senk gibt etwa im Waldstaudengarten oder im Weißen Garten Anregungen für die Pflanzenauswahl und Möglichkeiten, sie zu kombinieren. Sie liefert Praxistipps zur Anlage eines Gartens, zu Boden und Pflege. Und sie beantwortet Fragen zu Problemen mit Schädlingen und Krankheiten. Treffpunkt ist um 10.30 Uhr der Eingang bei der Nancyhalle.
 
 

 
Unser Hunger nach Rohstoffen – auf Kosten Perus
Vorträge und Diskussion über die sozialen und ökologischen Folgen des Bergbaus in Peru und mögliche Alternativen

in Zusammenarbeit mit Caritas international, Color Esperanza, dem Eine Welt Forum Freiburg und der Informationsstelle Peru

Montag, 26. Mai 2014, 19.00 Uhr
in der Katholischen Akademie, Wintererstr. 1, Freiburg

Peru ist ein an Rohstoffen reiches Land. Einheimische und internationale Firmen bauen sie ohne Rücksicht auf die Bevölkerung und die Umwelt in den Minengebieten ab. Die Rohstoffe und ihre Gewinne exportieren

sie. Der Bevölkerung bleiben verlorene Anbauflächen, vergiftete Gewässer und Böden sowie eine zerstörte Landschaft. Ist ein anderer Bergbau vorstellbar? Ist der Rohstoff-Export Perus einzige Entwicklungsmöglichkeit? Wie müssen sich unser Wirtschafts- und unser Konsumverhalten verändern, damit die natürlichen Reichtümer Perus und anderer Länder nicht weiter zu Lasten von Mensch, Natur und kommenden Generationen ausgebeutet werden?

Die Veranstaltung will diese Problematik von der peruanischen und von der deutschen Seite aus beleuchten. Die Referenten Nilton Deza und Uwe Kerkow gehen auf die sozialen, ökologischen und menschenrechtlichen Aspekte des Bergbaus in Peru und seiner globalen Verflechtungen ein und stellen Alternativen und Aktionsmöglichkeiten zur Debatte. Nach den Referaten ist Raum für Nachfragen und Diskussion.
 
 

 
NABU: Haussperling verteidigt seinen Platz als häufigster Gartenvogel
Erste Bilanz zur Stunde der Gartenvögel – weniger Schwalben und Mauersegler

Berlin – Am vergangenen Wochenende hat der NABU die zehnte „Stunde der Gartenvögel“ durchgeführt. Naturfreunde waren aufgerufen, eine Stunde lang Vögel im Garten, im Park oder vom Balkon aus zu zählen und dem NABU zu melden. Bislang wurden Meldungen von 25.000 Beobachtern aus mehr als 17.000 Gärten und Parks mit 600.000 erfassten Vögeln ausgewertet. Der Haussperling landet auch in diesem Jahr wieder auf Platz Eins, gefolgt von Amsel, Kohlmeise, Blaumeise und Star. „Der Haussperling ist der häufigste Brutvogel im Siedlungsraum. Er hat sich von allen Vögeln am engsten an den Menschen gebunden. Im Gegensatz zu früheren Rückgängen, die dazu geführt hatten, dass die Art derzeit sogar auf der Vorwarnliste der deutschen Roten Liste geführt wird, zeigen unsere Daten zumindest für das vergangene Jahrzehnt erfreulicherweise eine Stabilisierung des Bestands“, so NABU-Vogelexperte Lars Lachmann zum Spitzenreiter unter den Gartenvögeln.

Besorgniserregend sind die Rückgänge bei Mehlschwalbe und Mauersegler. „Sie erreichen in diesem Jahr mit Abstand ihre bisher niedrigsten Werte. Damit setzen sich die Trends der vergangenen Jahre bei diesen beiden Arten fort. Die Rückgänge sind sicher auch auf das regnerische und schlechte Wetter zurückzuführen, weil Mehlschwalbe und Mauersegler als sogenannte Luftjäger dann weniger aktiv sind und teilweise sogar noch einmal nach Süden ausweichen. Dadurch können sie weniger beobachtet werden“, erläuterte Lachmann. Aber: Die Rückgänge seien auch eine Fortsetzung der Entwicklung der Vorjahre. Beides seien Gebäudebrüter und Langstreckenzieher und gehörten damit zu den beiden wegen der Auswirkungen des Klimawandels und der zunehmenden Gebäudesanierung am stärksten gefährdeten Artengruppen im Siedlungsraum.

Auch bei der Amsel sei ein historischer Tiefstand zu verzeichnen. Es setzt sich damit die kontinuierliche Abnahme dieser Vogelart seit Beginn der „Stunde der Gartenvögel“ fort, auch wenn es immer noch für Platz Zwei reicht. Weitere Auswertungen müssen zeigen, welcher Teil dieser Abnahme auf die Viruserkrankung Usutu zurückzuführen ist und wo andere Ursachen für den Schwund auszumachen seien. Der Grünfink hat wie befürchtet ebenfalls gegenüber dem vergangenen Jahr stark abgenommen, derzeit um 22 Prozent. „Das kann, muss aber nicht, ein Effekt des vermehrten Auftretens einer Infektion mit dem Einzeller Trichomoniasis sein“, so Lachmann. Denn die Werte dieses Jahres befänden sich durchaus noch im Bereich der Ergebnisse aus früheren Jahren.

Alle Meldungen der diesjährigen Aktion können auf www.stunde-der-gartenvoegel.de nachverfolgt und mit Zahlen früherer Jahre verglichen werden. Interaktive Karten stellen dar, wie sich eine Vogelart an einem ausgesuchten Ort, einem Landkreis oder einem Bundesland entwickelt hat. Jährlich wiederholte Aktionen wie die „Stunde der Gartenvögel“ bieten die Möglichkeit, zuverlässige und flächendeckende Zahlen zum Artenbestand zu sammeln. Nach dem Prinzip der „Citizen Science“ schlüpfen möglichst viele Menschen in die Rolle des Forschers und liefern gemeinsam große Datenmengen, die nach Auswertung wichtige Hinweise auf Veränderungen der Bestände liefern.
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NABU misst hohe Schadstoffkonzentration beim Hamburger Hafengeburtstag
Miller: Schiffsabgase gefährden Gesundheit Tausender Anwohner und Touristen

Hamburg – Während des heutigen Hamburger Hafengeburtstags hat der NABU bedenklich hohe Konzentrationen an Schadstoffen in der Luft gemessen. Gemeinsam mit Luftreinhaltungsexperten ermittelten die Umweltschützer mit einem speziellen Messgerät wie hoch der Anteil an ultrafeinen Partikel in der Luft lag. Den höchsten Ausstoß verzeichneten die Umweltschützer mit deutlich über 200.000 Partikeln pro Kubikzentimeter auf der stark besuchten Festmeile. Der als unbedenklich geltende Wert von 2.500 Partikeln wurde somit um mehr als das 80fache überschritten.

„Unsere Messergebnisse sind ein deutliches Alarmsignal. Noch immer genießt die Schifffahrt unerhörte Verschmutzungsprivilegien, die heute in Hamburg für alle Besucher spürbar waren. Allein in Europa sterben jedes Jahr 50.000 Menschen vorzeitig an den Folgen der Schiffsemissionen“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Während im Straßenverkehr Euro-6-Abgasnormen für Pkw und Lkw, schwefelarmer Kraftstoff und Umweltzonen zu einer deutlichen Minderung der Emissionen geführt haben, fahren derzeit beinahe alle Schiffe ohne Abgastechnik. Erschwerend hinzu kommt, dass Schiffe in der Regel giftiges Schweröl tanken. Dieses darf bis zu 3.500-mal mehr Schwefel enthalten als Pkw-Diesel.

„Aus Gesundheits- und Umweltsicht ist es vollkommen unverständlich, dass Container- und Kreuzfahrtschiffe die Luft noch immer so massiv verschmutzen dürfen. Zumal sie, wie hier in Hamburg, häufig in dicht besiedelten Gebieten ankern. Ihre Abgase werden dabei über die ganze Stadt verteilt. Dadurch schafft sich ein großer Hafen wie Hamburg auch große Probleme“, so NABU-Verkehrsexperte Daniel Rieger. Damit das Traditionsvolksfest Hafengeburtstag zu einem unbedenklichen Vergnügen werde, sei es dringend nötig, die Schifffahrt sauberer zu machen.

Der NABU fordert dazu die Umstellung von Schweröl auf Diesel sowie die Ausrüstung aller Schiffe mit wirksamer Abgastechnik. „Auch die Stadt Hamburg muss mit gutem Beispiel vorangehen und sämtliche Schiffe der stadteigenen HADAG-Fähren sowie der Hamburg Port Authority mit Filtertechnik nachrüsten“, forderte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.
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NABU: Zigarettenfilter sind PlastikmĂĽll
Kippen im MĂĽll, nicht in der Landschaft entsorgen

Berlin – Anlässlich des europäischen Aktionstages „Let’s Clean-Up Europe!“ am 10. Mai wieß der NABU auf die zunehmende Vermüllung der Landschaft durch Plastik aus Zigarettenstummeln hin und appelliert an die Konsumenten, diese nicht unachtsam in der Umgebung zu entsorgen. Entgegen der landläufigen Annahme verrottet ein Zigarettenfilter nicht einfach, sondern besteht aus schlecht abbaubarer Kunststoffmikrofaser. Nicht nur die gefilterten Giftstoffe Teer, Schwermetalle und aromatische Kohlenwasserstoffe, sondern auch das Plastik des Filters sind eine Gefahr für Tiere und Pflanzen. „Zigarettenkippen gehören immer in den Restmüll. Es schadet Böden und Gewässern, wenn sie auf die Straße oder in die Landschaft geworfen werden. Auch im Biomüll oder der Toilette haben sie wegen der vielen toxischen Stoffe nichts zu suchen“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Laut Zigarettenverband werden allein in Deutschland jährlich über 80 Milliarden Zigaretten produziert. Ein großer Anteil der Stummel landet in der Landschaft und über die Kanalisation in den Gewässern. In Städten machen Zigarettenkippen bis zu 60 Prozent der achtlos weggeworfenen Gegenstände aus. Bei NABU-Strandsammelaktionen auf Fehmarn und Rügen sind 8,5 Prozent der gefundenen Teile Zigarettenkippen. Die Sammlungen finden in Strandabschnitten statt, die nicht touristisch genutzt werden, so dass die gefundenen Kippen überwiegend vom Meer angespült wurden. Laborversuche in den USA haben gezeigt, dass bereits eine Zigarettenkippe auf einem Liter Wasser für Fische tödlich sein kann. Selbst unbenutzte Kunststofffilter hatten in einer höheren Konzentration eine tödliche Wirkung.

Die Filter bestehen aus Celuloseacetat, einem biologisch schwer abbaubaren Kunststoff. Während des Jahre dauernden Zersetzungsprozesses geben sie hochtoxische Stoffe an ihre Umgebung ab. Diese haben sich im Filter gesammelt oder stammen aus noch am Filter haftenden Tabakresten.

„Die Vermeidung von Müll in der Landschaft ist jedoch nur eine der Herausforderungen. Hier kann jeder seinen Teil dazu beitragen. Aber auch die Politik ist in der Pflicht, wenn es um weniger Müll geht. Die Europäische Union und die Bundesregierung sind gefordert, auch bessere Rahmenbedingungen für Abfallvermeidung und Recycling zu schaffen. Das Potenzial zur Ressourcenschonung in Deutschland ist hier noch lange nicht ausgeschöpft“, so NABU-Abfallexperte Benjamin Bongardt.
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„Stunde der Gartenvögel“ feiert zehnjähriges Jubiläum
Amseln gehören zu den häufigsten Gartenvögeln Deutschlands / Foto: F. Hecker
 
„Stunde der Gartenvögel“ feiert zehnjähriges Jubiläum
NABU und LBV rufen am kommenden Maiwochenende zum Vögel zählen auf

Berlin – Die zehnte Ausgabe der „Stunde der Gartenvögel“ feiern der NABU und der LBV vom 9. bis 11. Mai in diesem Jahr. In ganz Deutschland sind Natur- und Vogelfreunde aufgerufen, für eine Stunde Vögel in Gärten und Parks oder von dem Balkon aus zu beobachten, zu zählen und anschließend für eine Auswertung zu melden. Über 47.000 Vogelfreunde hatten im vergangenen Jahr teilgenommen und dabei mehr als 1,1 Millionen Vögel beobachtet und gemeldet.

„Die Ergebnisse der letzten Jahre zeigen, dass die drei häufigsten Gartenvögel der Haussperling, die Amsel und die Kohlmeise sind“, sagt NABU-Vogelexperte Lars Lachmann. Diese Arten besetzen seit der ersten Zählung im Jahr 2005 unangefochten die ersten drei Plätze. „Die Beobachtungen zeigen, wie sich die Vogelbestände im Siedlungsraum entwickeln. Hier gibt es einen interessanten Trend: Entgegen der allgemeinen Entwicklung unserer Vogelbestände ist in Städten und Dörfern nicht nur die Vogelanzahl, sondern auch die Artenvielfalt im vergangenen Jahrzehnt gewachsen“, so Lachmann.

„Mit Spannung erwarten die NABU-Experten in diesem Jahr vor allem die Meldungen des Grünfinken. Seit einigen Jahren ist dieser vom sogenannten Grünfinkensterben betroffen, einer Infektion mit dem einzelligen Parasiten Trichomonas gallinae“, so Lachmann. Dabei stecken sich die Grünfinken im Sommer bei anhaltend warmen Temperaturen an Futter- und Badestellen mit der tödlichen Krankheit an. Die letzte bundesweite Zählaktion zur „Stunde der Wintervögel“ Anfang Januar hatte bereits einen Rückgang um 30 Prozent im Vergleich zu den Vorjahren gezeigt. Die „Stunde der Gartenvögel“ wird zeigen, ob sich dies auch auf die Brutbestände der Art im Frühjahr durchschlägt.

Und so wird es gemacht: Von einem ruhigen Platz aus notieren die Teilnehmer von jeder Vogelart die höchste Anzahl, die sie im Laufe einer Stunde gleichzeitig beobachten können. Diese Zahlen melden sie per Post (NABU, Stunde der Gartenvögel, 10469 Berlin), Telefon (kostenlose Rufnummer am 10. und 11. Mai jeweils von 10 bis 18 Uhr: 0800-1157-115) oder am schnellsten einfach per Internet unter www.stunde-der-gartenvoegel.de und (in Bayern) www.lbv.de.

In einem durchschnittlichen deutschen Garten sind etwa zehn Vogelarten zu sehen. Diese sind mit Hilfe der vom NABU zur Verfügung gestellten Zählhilfen, auch ohne spezielle Vorkenntnisse, zu erkennen. Die Zählstunde kann während des Aktionszeitraums frei gewählt werden. Am leichtesten zu entdecken sind die Vögel jedoch in den frühen Morgenstunden, aber auch am Abend. Gemeinsam mit der ebenfalls von NABU und LBV im Januar durchgeführten Schwesteraktion „Stunde der Wintervögel“ ist die „Stunde der Gartenvögel“ Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion.

Meldeschluss ist der 19. Mai. Erste Ergebnisse der gemeldeten Beobachtungen sind ab dem 9. Mai im Internet unter www.stunde-der-gartenvoegel.de mitzuverfolgen.
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