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Dienstag, 24. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
NABU: Bereits ĂŒber 50 Wölfe auf Straßen und Schienen getötet
Miller: Der Mensch ist die grĂ¶ĂŸte Gefahr fĂŒr den Wolf

Berlin – Seit ihrer RĂŒckkehr nach Deutschland im Jahr 2000 sind bereits ĂŒber 50 Wölfe durch den Verkehr getötet wurden. „Der Verkehrstod ist hierzulande die hĂ€ufigste nicht natĂŒrliche Todesursache bei freilebenden Wölfen“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. „Hinzu kommen die illegalen AbschĂŒsse von Wölfen. Der Mensch ist damit die grĂ¶ĂŸte Gefahr fĂŒr die dauerhafte RĂŒckkehr der Wölfe nach Deutschland“, so Miller weiter. Wölfe legen auf den Wanderungen durch ihr Revier und bei der Suche nach einem neuen Territorium zum Teil mehr als 40 Kilometer am Tag zurĂŒck. Sie durchschwimmen dabei nicht nur FlĂŒsse, sondern mĂŒssen auf ihren Wegen sehr hĂ€ufig auch Straßen und Schienen ĂŒberqueren. In den vergangenen Jahren sind sowohl erwachsene als auch Jungwölfe hĂ€ufig bei der Überquerung von Bundesstraßen und Autobahnen zu Tode gekommen. Auch durch den Schienenverkehr sind schon mindestens vier Wölfe gestorben.

„Die hohe Zahl an ĂŒberfahrenen Wölfen macht deutlich, welche Gefahr das Straßennetz in Deutschland fĂŒr wandernde Tierarten allgemein darstellt“, sagte Moritz Klose, NABU-Referent fĂŒr Wolfsschutz. Mehr als 200.000 Tiere kommen schĂ€tzungsweise jĂ€hrlich auf Straßen und Schienen zu Tode. Mit rund 230.000 Kilometern ĂŒberörtlichen Straßen besitzt Deutschland eines der dichtesten Straßennetze der Welt. Der NABU fordert deshalb, die DurchgĂ€ngigkeit der Landschaft fĂŒr alle wandernden Tiere wiederherzustellen und dafĂŒr auch das im Jahr 2012 von der Bundesregierung beschlossene Bundesprogramm Wiedervernetzung endlich mit ausreichenden finanziellen Ressourcen zu unterlegen. Querungshilfen wie GrĂŒnbrĂŒcken können die Folgen der ökologischen Zerschneidung von Verkehrswegen reduzieren und stellen eine unverzichtbare Hilfe fĂŒr den Ortswechsel vieler Arten dar. Somit nutzen sie nicht nur dem Wolf, sondern auch Luchs, Wildkatze und Rothirsch.

„Deutschland ist keineswegs ungeeignet fĂŒr den Wolf, der sehr gut in unserer Kulturlandschaft zurechtkommt“, so Moritz Klose. „Der Wolf genießt national wie international einen strengen Schutz. Die Bundesrepublik ist auch von Seiten der EuropĂ€ischen Union dazu verpflichtet, fĂŒr den Wolf Sorge zu tragen.“ Der NABU spricht sich daher fĂŒr ein nationales Wolf-Kompetenzzentrum aus, eine bundesweite Einrichtung, die Bestandszahlen der Wolfsvorkommen sammelt und Schutzmaßnahmen koordiniert sowie Forschungsprojekte betreut. Seit 2000 gibt es wieder frei lebende Wölfe in Deutschland. Durch die SchutzbemĂŒhungen haben sich zwischen Nordsee und Tschechien 25 Rudel entwickelt. Die Population umfasst derzeit etwa 100 erwachsene Wölfe und gilt als stark gefĂ€hrdet.
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NABU begrĂŒĂŸt Reeder-Initiative fĂŒr strenge Schwefelkontrollen auf See
Miller: Hohe Schadstoffemissionen mĂŒssen der Vergangenheit angehören

Kopenhagen/Berlin – Der NABU begrĂŒĂŸt die PlĂ€ne einer Gruppe europĂ€ischer Containerreeder, der so genannten Trident Allianz, sich fĂŒr strengere Kontrollen der im Schiffsverkehr eingesetzten Treibstoffe und ihres Schwefelgehalts einzusetzen. Hintergrund ist eine VerschĂ€rfung des Schwefelgrenzwerts in gesonderten Zonen wie Nord- und Ostsee ab dem kommenden Jahr von 1,0 auf 0,1 Prozent. „Wir teilen die Sorge, dass viele Reeder wegen mangelnder Kontrollen gegen die neuen Vorschriften verstoßen und weiter auf dreckigen Treibstoff setzen. Auf See haben schwarze Schafe noch immer leichtes Spiel, sich geltendem Recht zu entziehen“, so NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller.

Dennoch geht dem Umweltverband die Forderung der Reeder-Initiative nicht weit genug. „Damit wirkliche Verbesserungen fĂŒr Mensch und Umwelt erreicht werden, muss weltweit auf Schweröl verzichtet werden. Bei der Verbrennung von Schweröl entstehen hochgiftige Luftschadstoffe wie Rußpartikel und Schwefel- und Stickoxide, die, selbst wenn sie in Hunderten Kilometern Entfernung zur KĂŒste ausgestoßen werden, gravierende SchĂ€den anrichten“, so Miller.

Auch der Einsatz von so genannten „Scrubbern“, wie verschiedene Reeder sie verstĂ€rkt einsetzen wollen, ist aus Sicht des NABU keine geeignete Maßnahme, um die Schwefelgrenzwerte einzuhalten. Ihre Auswirkungen auf die Umwelt sind inakzeptabel, da bei der Nutzung giftige Reststoffe entstehen und die Nutzung von Schweröl verlĂ€ngert wird. „Mit ihren Forderungen dĂŒrfen die Reeder nicht davon ablenken, dass weitergehende Maßnahmen nötig sind, um die hochgiftigen Emissionen aus der Schifffahrt schnell und vor allem drastisch zu reduzieren. Die QualitĂ€t von Schiffstreibstoff muss schnellstmöglich und weltweit an die von Lkw-Diesel angenĂ€hert werden und Abgase durch wirksame Filtertechnik gereinigt werden", so Dietmar Oeliger, Verkehrsexperte beim NABU.

TĂ€glich werden immense Mengen von GĂŒtern ĂŒber die Meere befördert. Firmen, die ihre Produkte auf hoher See transportieren, mĂŒssen nach Ansicht des NABU von ihren Reedern entsprechend umweltfreundlichere Transporte verlangen und diese dann auch buchen. FĂŒr die transportierten Produkte wĂŒrden dabei nur geringe Mehrkosten entstehen, wie der NABU kĂŒrzlich berechnete. FĂŒr ein T-Shirt beim Transport von Shanghai nach Hamburg beispielsweise 0,2 Cent, fĂŒr ein paar Schuhe etwa drei Cent.
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Sammel-Rekord geknackt
39 Teilnehmer haben am Samstag 1400 Kilo MĂŒll aus der Natur entfernt.
 
Sammel-Rekord geknackt
39 Teilnehmer haben am Samstag 1400 Kilo MĂŒll aus der Natur am Schauinsland entfernt

Ganze Waschmaschine, Bergrettungs-Ausweis, Fanta-Flasche
aus den 60ern und Bett samt Matratzen unter den FundstĂŒcken

39 Teilnehmende, 70 SÀcke voller AbfÀlle, Gesamtgewicht von 1400
Kilo – die Bilanz der dritten großen Schauinsland-Putzete unter dem
Namen „Envirotrek“ kann sich sehen. Damit wurde am vergangenen
Samstag, 24. Juni, auf dem Freiburger Hausberg ein Rekord erzielt.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag hatte ein Blitz die
Schauinslandbahn getroffen. WĂ€hrend am Samstag die Monteure
noch unter Hochdruck dabei waren, die Seilbahn instand zu setzen,
wurden die Teilnehmer morgens im Notbus den Schauinsland
hochgefahren. Treffpunkt war das Restaurant „Bergstation“. Nach
der BegrĂŒĂŸung wurden drei Gruppen gebildet, die in Begleitung
eines Gruppenleiters des Forstamts möglichst viel MĂŒll aus der Natur
entfernten.

Insgesamt kamen beim dritten Envirotrek 1400 Kilo zusammen,
darunter viel Schrott, Kunststoff und jede Menge Autoteile. Zudem
gefunden wurden eine komplette Waschmaschine, drei TrophÀen,
ein Ausweis der Bergrettung, eine Fanta-Flasche aus den sechziger
Jahren, ein halbes Auto aus einzelnen Bauteilen, Skier und ein Bett
samt Matratzen. Der Teilnehmer, der die Autoteile gefunden hatte,
gewann ein Paar neue Keen-Schuhe. Die Finderin des eigenartigen
Bergrettungsausweises aus dem Jahre 1979 gewann eine Frisbee-
Scheibe.

Nachdem die Teilnehmer den ganzen Vormittag MĂŒll eingesammelt
hatten, erwartete sie ein Grillbuffet beim Restaurant „Bergstation“.
Danach folgte ein Programm voller Schauinsland-typischer Outdoor-
AktivitÀten. Manche Teilnehmer sausten den Berg bei einer Downhill2
Rollerfahrt hinab, andere erkundeten die kĂŒhlen Minen oder begaben sich auf die Suche nach Geocaches.

Veranstaltet wurde der Envirotrek 2014 vom gemeinnĂŒtzigen Verband Respect the Mountains mit UnterstĂŒtzung des Schuhherstellers Keen Footwear und dem Forstamt Freiburg. Örtliche Partner des Envirotreks waren die Interessengemeinschaft Natur- & Landschafsschutzgebiet Schauinsland, das Restaurant Bergstation, das Bergwerk Schauinsland, die Downinsland-Rollerstrecke und die VAG mit ihrer Schauinslandbahn, die alle kleinen und großen Teilnehmer gratis auf den Hausberg brachte.
 
 

 
Von Pizzabacken bis Weidbuchen:
Die Waldhaus-Termine im Juni

Donnerstag, 26. Juni, 10 bis 14 Uhr | Anmeldeschluss: 5. Juni
Wanderung fĂŒr aktive SeniorInnen: Von KohlplĂ€tzen und
Weidbuchen – Auf Spurensuche zur Landschaftsgeschichte
Auf der Waldhaus-Entdeckungstour mit WanderfĂŒhrerin Veronika
Sumser am Donnerstag, 26. Juni, von 10 bis 14 Uhr erfahren die
Wanderer, wie der Bergbau die Stadt Freiburg reich gemacht, dabei
aber fast den gesamten Bergwald verschlungen hat.
Wie hat sich der Schauinsland im Laufe der Jahrhunderte verÀndert?
Wie haben die Menschen hier gelebt, gearbeitet und die
Kulturlandschaft geprĂ€gt? Die Teilnehmer lernen, was „HinterwĂ€lder“,
„Weidbuchen“ und „Fraßkanten“ sind und wie eng Bergbau,
Forstwirtschaft und Nachhaltigkeit zusammenhÀngen. Unterwegs
werden jahreszeitlich typische Pflanzen der wunderbaren Bergwelt
bestimmt. Es sind ausreichend Pausen eingeplant, um den weiten
Ausblick und die Schönheit von Natur und Landschaft zu genießen.
Teilnahmebeitrag: 25 Euro inkl. Berg- und Talfahrt. Treffpunkt und
Start an der Schauinslandbahn.

Donnerstag, 26. Juni, und Freitag, 27. Juni, jeweils 9 bis 16.30 Uhr
Seminar „Bagage“: WaldlĂ€ufer und SchlaufĂŒchse –
Wissenswertes und Anregendes fĂŒr Waldtage
Die Einrichtung von Natur- oder Waldtagen zÀhlt mittlerweile zum
verlÀsslichen Angebot vieler Kitas. Diese Lernerfahrungen will das
Seminar am Donnerstag, 26. Juni, und Freitag, 27. Juni, jeweils von
9 bis 16.30 Uhr vertiefen und mehr Sicherheit und Kompetenz bei
unseren Waldbesuchen vermitteln. Dazu wird sich die erfahrene
WaldpÀdagogin Brigitta Blinkert, Wildpflanzenexpertin und Leiterin
eines Waldkindergartens, an zwei erlebnisreichen Tagen in der freien
Natur mit folgenden Inhalten beschĂ€ftigen: Grundlagen der Ökologie,

GelĂ€ndekunde, Flora und Fauna; naturpĂ€dagogische AktivitĂ€ten nach Joseph Cornell; Vorbereiten und DurchfĂŒhren von Naturtagen unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit; Besonderheiten der Bildungsarbeit in der belebten und unbelebten Natur; Gesundheitsgefahren, Risiken und sinnvolle Rituale im Wald.
Teilnahmebeitrag: 190 Euro. Weitere Informationen und Anmeldung unter Tel. 0761/555752 oder info@bagage.de.

Sonntag, 29. Juni, 14 bis 18 Uhr | Anmeldeschluss: 25. Juni
Sonntagswerkstatt: Schnitzkurs mit JĂ€rmo Stablo
Die Teilnehmenden lernen am Sonntag, 29. Juni, von 14 bis 18 Uhr in der gemĂŒtlichen AtmosphĂ€re der Holzwerkstatt im Waldhaus die Grundtechniken des Schnitzens. Sie fertigen in Anlehnung an die "BruchtestmĂ€nnchen" von JĂ€rmo Stablo, Diplom-Forstwirt und HolzkĂŒnstler, nach eigenen Ideen an nur einem Nachmittag eine eigene kleine Holzskulptur.
Teilnahmebeitrag: 20 Euro inkl. Material. Kinder ab 10 Jahren sind in Begleitung eines teilnehmenden Erwachsenen willkommen.

Sonntag, 29. Juni, 14 bis 18 Uhr | Anmeldeschluss: 25. Juni
Familienbacktag: Pizza und Perlen
Kleine und große PizzabĂ€cker backen am Sonntag, 29. Juni, von 14 bis 18 Uhr mit der ÖkopĂ€dagogin Gudrun Janoschka im Lehmofen am Waldhaus. Aus einem Lehmteig werden auch Perlen und Murmeln geformt und ebenfalls im Ofen gebrannt. Bei den Backtagen kommt es auf die aktive Mitarbeit aller an, dazu sind insbesondere Familien eingeladen.
Teilnahmebeitrag inkl. Mahlzeit: 12 Euro, Kinder ab 6 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen 8 Euro, Familien 25 Euro.

Sonntag, 29. Juni, 14 bis 15.30 Uhr | Ohne Anmeldung
Sonntagsspaziergang: Was der Wald alles kann.
Mit 40 Prozent WaldflĂ€che ist Freiburg im wahrsten Sinne eine grĂŒne Stadt. Die Anforderungen an den Stadtwald sind hoch: Erholung, Freizeit, Wirtschaftlichkeit, Umweltschutz – wie passt das alles zusammen? Auf diesem Spaziergang durch den frĂŒhlingshaften GĂŒnterstĂ€ler Stadtwald am Sonntag, 29. Juni, von 14 bis 15.30 Uhr lernen die Teilnehmer, welche vielfĂ€ltigen Aufgaben der Wald hat und wie sie miteinander vereinbar sind. TeilnahmegebĂŒhr: 3 Euro

Das Programmheft liegt im Waldhaus und in öffentlichen Einrichtungen bereit und steht auf www.waldhaus-freiburg.de.
Das Waldhaus (Wonnhaldestr. 6) ist dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr, sonntags (mit Waldhaus-Café) von 14 bis 17 Uhr geöffnet.
 
 

Deo-Sprays: Guter Schutz auch ohne Aluminium
Eine Expertin schnuppert, ob und wie lange die Sprays vor Achselgeruch schĂŒtzen
 
Deo-Sprays: Guter Schutz auch ohne Aluminium
Aluminiumsalze in Kosmetika sind in die Kritik geraten. Der Test von 24 Deo-Sprays und Antitranspirantien fĂŒr Frauen zeigt jetzt: FĂŒr einen guten Schutz gegen Achselgeruch bedarf es keiner Aluminiumsalze. Von 24 getesteten Sprays schneidet die HĂ€lfte „gut“ ab, darunter auch vier Produkte ohne Aluminiumchlorhydrat. Das berichtet die Stiftung Warentest in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift test.

Neben den zwölf „guten“ Sprays schneiden vier „befriedigend“ und sechs „ausreichend“ ab. Zwei Deos versagen. Sie schĂŒtzen keine 24 Stunden vor Achselgeruch und erhalten die Note „Mangelhaft“. Der Aluminiumgehalt ist nicht in die Endnote eingeflossen, in der Testtabelle aber fĂŒr jedes Produkt aufgefĂŒhrt.

Ausreichend wissenschaftliche Belege, die gesundheitliche BeeintrĂ€chtigungen durch aluminiumhaltige Kosmetika eindeutig stĂŒtzen oder widerlegen, gibt es bislang nicht. Das Bundesinstitut fĂŒr Risikobewertung (BfR) rĂ€t Verbrauchern aber, Sprays mit Aluminiumchlorhydrat nicht auf frisch rasierte Achseln zu sprĂŒhen.

Aluminiumsalze verengen die SchweißdrĂŒsen zeitweise und mindern so die Schweißproduktion. Wer auf diese Wirkung Wert legt, findet im Test auch „gute“ Produkte, die vergleichsweise wenig Aluminiumchlorhydrat enthalten.

Der ausfĂŒhrliche Test von Deos und Antitranspirantien erscheint in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift test (ab 23.05.2014 am Kiosk) und ist bereits unter www.test.de/deo abrufbar.
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WiwilibrĂŒcke: Neuer Tagesrekord mit 12.592 Radfahrende
12.592 Radfahrende zĂ€hlte vorgestern (20. Mai) das Rad-ZĂ€hl-Display auf der WiwilibrĂŒcke. Das ist ein neuer Tagesrekord seit Bestehen der ZĂ€hlstelle – obwohl kein außergewöhnlicher Anlass oder Ereignis die Radfahrerzahlen nach oben getrieben hat. Das Rad-ZĂ€hl-Display wurde vor knapp zwei Jahren installiert; es war ein Geschenk des Landes zur Auszeichnung Freiburgs als „Fahrradfreundliche Stadt“. Das erste Mal wurde die 12.000er Marke geknackt, als die deutsche Nationalmannschaft ein LĂ€nderspiel in der Europameisterschaft zu bestreiten hatte.

Die Radfahrenden werden beim Überfahren einer Induktionsschleife an der Rampe zur WiwilibrĂŒcke gezĂ€hlt. Auf dem Display steht die Anzahl der Radfahrer des jeweiligen Tages, sowie Datum, Uhrzeit und Temperatur. Darunter gibt es eine wachsende SĂ€ule, auf der die Radlerzahl im laufenden Jahr angezeigt wird - und das dadurch fiktiv eingesparte Kohlendioxid. Auch die bisherige Jahressumme befindet sich auf Rekordkurs – in der Gesamtbetrachtung liegen die Werte bereits deutlich ĂŒber den vorangegangen Jahren.

Auch gibt es die Möglichkeit, den aktuellen ZÀhlerstand vom Vortag im Internet abzurufen. Der aktuelle Stand und weitere Informationen zum Rad-ZÀhl-Display unter: www.freiburg.de/radverkehr (s. "mehr").
 
 

 
NABU zur Umsetzung der EU-Agrarreform
Tschimpke: Achtungserfolg beim GrĂŒnlandschutz, Defizite auf Acker bleiben bestehen

Berlin – Der NABU begrĂŒĂŸt, dass die Bundesregierung kĂŒnftig Wiesen und Weiden besser schĂŒtzen will, sieht aber bei den Umweltvorgaben fĂŒr AckerflĂ€chen weiter gravierende Defizite. „Mit dem Beschluss findet das von der EU vorgesehene ‚Greening‘ der Agrarpolitik zwar auf dem GrĂŒnland, nicht aber auf dem Ackerland statt“, bewertete NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke das Gesetz zur nationalen Umsetzung der Agrarreform, das heute im Bundestag beschlossen werden soll. So sei erstmalig der konsequente Schutz von DauergrĂŒnland durch eine Genehmigungs- und Ausgleichspflicht vereinbart worden. Dies entspreche der langjĂ€hrigen Forderung des NABU und sei angesichts des dramatischen Verlusts an Wiesen und Weiden mehr als ĂŒberfĂ€llig. Im Gegenzug habe die Agrarlobby allerdings durchgesetzt, dass die Vorgaben zur Schaffung von ökologischen VorrangflĂ€chen auf AckerflĂ€chen massiv verwĂ€ssert worden seien. So dĂŒrften Landwirte ZwischenfrĂŒchte oder Leguminosen zur ErfĂŒllung der Umweltvorgaben anbauen und auf den FlĂ€chen sogar GĂŒlle oder Herbizide ausbringen. „Mit den schwachen Regelungen zu den ökologischen VorrangflĂ€chen ist auf den AckerflĂ€chen kein Mehrwert fĂŒr Natur und Umwelt zu erwarten. Die VorrangflĂ€chen könnten in vielen Regionen sogar zu reinen GĂŒlle-EntsorgungsflĂ€chen verkommen“, so Tschimpke.

Mit der Verabschiedung des so genannten Direktzahlungen-DurchfĂŒhrungsgesetzes geht eine mehr als dreijĂ€hrige Debatte ĂŒber eine stĂ€rkere Umweltorientierung der EU-Agrarpolitik zu Ende. Ab dem kommenden Jahr mĂŒssen sich die Landwirte an ökologische Mindestvorgaben beim GrĂŒnlandschutz, bei der Fruchtfolge sowie bei der Schaffung von VorrangflĂ€chen halten. Zugleich sollen 4,5 Prozent der Zahlungen in die lĂ€ndliche Entwicklung zur Förderung von Umweltmaßnahmen umgeschichtet werden. Im Rahmen der Verhandlungen wurden allerdings zahlreiche Auflagen schrittweise erheblich verwĂ€ssert oder ganz gestrichen. Nach Überzeugung des NABU wurde die vorgesehene Abkehr vom bisherigen „Gießkannenprinzip“ der Agrarsubventionen damit ein weiteres Mal aufgeschoben. Auf Druck des NABU und einiger Umweltpolitiker der Regierungskoalition sei in letzter Sekunde noch ein besserer GrĂŒnlandschutz durchgesetzt worden. „Bund und LĂ€nder sind nun gefordert, die verbliebenen HandlungsspielrĂ€ume fĂŒr mehr Natur- und Umweltschutz in den anstehenden Rechtsverordnungen konsequent zu nutzen“, sagte NABU-Agrarexperte Florian Schöne.
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NABU fordert EU-Naturschutzoffensive
Tschimpke: Weltweit grĂ¶ĂŸtes Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000 sichern

Berlin – Mit Blick auf die kĂŒnftige Ausrichtung der europĂ€ischen Umweltpolitik hat der NABU die Kandidaten der Parteien aufgefordert, sich fĂŒr mehr Naturschutz in der EU einzusetzen und das EU-weite Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000 weiter fĂŒr einen dauerhaften Artenschutz voranzutreiben.

„Wir wĂŒnschen uns vom neuen EU-Parlament den Startschuss fĂŒr eine Naturschutzoffensive. Wir brauchen mehr Kontrollen, Personal und Geld. Sonst droht der Artenvielfalt auch in Deutschland der Kollaps“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke am Mittwoch anlĂ€sslich des jĂ€hrlichen „GrĂŒndungstages“ von Natura 2000 und wenige Tage vor der Europawahl in Berlin. Das EU-weite Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000 sei eine herausragende Errungenschaft und das grĂ¶ĂŸte zusammenhĂ€ngende Schutzgebietsnetzwerk weltweit. Am 21. Mai 1992 wurde die Fauna-Flora-Habitat- (FFH-) Richtlinie von den Mitgliedstaaten der EU beschlossen. Sie haben sich daher zu strengen Artenschutzregelungen und der Ausweisung von Schutzgebieten verpflichtet, die inzwischen ĂŒber 26.000 Natura-2000-Gebiete (fast 20 Prozent der EU-LandflĂ€che) umfassen. Von EU, Bund und LĂ€ndern erwartet der NABU jetzt eine Initiative, um die meist nur auf der Landkarte ausgewiesenen Gebiete auch effektiv zu schĂŒtzen.

Nur durch eine StĂ€rkung der Naturschutzpolitik könne das EU-Ziel, den RĂŒckgang der Artenvielfalt bis zum Jahr 2020 zu stoppen, ĂŒberhaupt noch erreicht werden. „Die nĂ€chste Legislaturperiode des EU-Parlaments wird zeigen, wie ernst man es mit dem Naturschutz wirklich meint“, so Tschimpke.

Die meisten der in Deutschland ĂŒber 5.000 Natura-2000-Gebiete seien unzureichend geschĂŒtzt und völlig unterfinanziert. Beispielsweise tolerieren die Behörden nach Studien des NABU vielerorts immer noch das UmpflĂŒgen von EU-rechtlich geschĂŒtzten artenreichen Wiesen, wĂ€hrend Landwirte, die naturfreundlich wirtschaften, zu wenig EU-Fördermittel zugewiesen bekommen. Dies ist ein wesentlicher Grund fĂŒr den dramatischen RĂŒckgang von Wiesenvögeln wie Kiebitz und Uferschnepfe. Das belegen auch die jĂŒngst vorgelegten Zahlen der Bundesregierung zur „Lage der Natur“.

Der NABU hat deshalb bereits im April zwei formelle Beschwerden bei der EU-Kommission gegen Bund und Landesregierungen eingelegt. „Deutschland ist schon vor Jahren wegen der zögerlichen Ausweisung der Natura-2000-Gebiete vom EuropĂ€ischen Gerichtshof (EuGH) verurteilt worden. Jetzt geht es mit der rechtlicher Sicherung und Kontrollen der Gebiete nicht voran, und erneut drohen Verfahren der EU-Kommission“, warnt Konstantin Kreiser, NABU-Experte fĂŒr Internationale BiodiversitĂ€tspolitik.

Am heutigen 21. Mai, dem EU-weiten Natura-2000-Tag, fordern UmweltverbĂ€nde in der ganzen EU die Kandidaten fĂŒr das EuropĂ€ische Parlament auf, sich fĂŒr EU-Schutzgebiete einzusetzen. Im Internet prĂ€sentiert der NABU die deutschen Kandidaten, die sich dazu bisher bekannt haben (www.nabu.de/natura-2000-aktion). Europaweit können sich UnterstĂŒtzer noch diese Woche unter www.natura2000day.eu an der Aktion beteiligen

Auf dem NABU-Europatalk wurden auch die Ergebnisse einer großen wissenschaftlichen Studie es NABU-Dachverbands BirdLife International, der London Zoological Society sowie des European Bird Census Council zur RĂŒckkehr verschiedener Tierarten nach Europa vorgestellt: Danach waren Natura 2000 und andere Naturschutzvorgaben der EU ein wesentlicher Faktor bei der Rettung von den untersuchten knapp 40 Vogel- und SĂ€ugetierarten. „Mit den EU-Naturschutzgesetzen haben wir erstklassige Instrumente. Es wĂ€re unverantwortlich, sie nicht konsequenter gegen das Artensterben einzusetzen“, so der NABU-PrĂ€sident.
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323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 


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