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Samstag, 21. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
NABU: EEG-Reform gefÀhrdet Akzeptanz der Energiewende in der Bevölkerung
Tschimpke: Bundesregierung stempelt Verbraucher und Natur zu Verlierern ab

Der NABU hat die Verabschiedung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) durch den Deutschen Bundestag als eine verpasste Chance fĂŒr den Natur-, Klima- und Verbraucherschutz kritisiert. „Schwarz-Rot bremst mit der EEG-Reform nicht nur die Energiewende aus, die Bundesregierung gefĂ€hrdet auch deren Akzeptanz in der Bevölkerung und stempelt Verbraucher und Natur zu Verlierern ab“, kommentierte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke den Parlamentsbeschluss. Das Ziel, mit der Novelle die Kostendynamik zu bremsen und zugleich verlĂ€ssliche und naturvertrĂ€gliche Ausbauziele fĂŒr die erneuerbaren Energien einzufĂŒhren, werde damit eindeutig verfehlt.

Aus NABU-Sicht sind es die Verbraucher, die durch die besonderen Ausnahmen fĂŒr zahlreiche Industriebranchen letztendlich die Kosten des Ausbaus erneuerbarer Energien tragen mĂŒssen. Zudem haben Bundesregierung und Parlament darauf verzichtet, die Förderung der erneuerbaren Energien an naturschutzfachliche Mindestkriterien zu koppeln. „Die EEG-Reform geht klar zu Lasten von Verbrauchern und Natur und leistet keinen ausreichenden Beitrag, um die klimaschĂ€dliche Braunkohle zu verdrĂ€ngen. Sie ist damit kein Wegweiser fĂŒr eine zukunftsfĂ€hige Energiepolitik“, so Tschimpke. Nahezu die HĂ€lfte der bislang installierten Leistung erneuerbarer Energien gehöre Privatpersonen, Landwirten, Energiegenossenschaften oder anderen regionalen ZusammenschlĂŒssen. FĂŒr diese fehlten zukĂŒnftig jegliche Anreize, in die Energiewende zu investieren, wenn sich durch die vorgesehene Pflicht zur Direktvermarktung oder mit dem Umstieg auf Ausschreibungsmodelle Aufwand und Kosten erhöhen. Ein positiver Beitrag zu einer faireren Kostenverteilung sei einzig auf Druck der EU-Kommission entstanden, so dass sich Industriebetriebe kĂŒnftig fĂŒr Strom, der in eigenen fossilen Kraftwerken produziert wird, an den Energiewende-Kosten beteiligen mĂŒssen.

Dem NABU zufolge bleiben mit dem novellierten EEG die grĂ¶ĂŸten Potenziale fĂŒr mehr Kosteneffizienz und NaturvertrĂ€glichkeit weiter unerschlossen. „Die Fokussierung auf naturvertrĂ€gliche Windkraft-Standorte im Binnenland hĂ€tte nach der Streichung der Industrieausnahmen die grĂ¶ĂŸte Entlastung fĂŒr Stromkunden und Natur gebracht“, sagte NABU-Energieexpertin Tina Mieritz. Um zu einem naturvertrĂ€glichen Energiemix im EEG 2014 zu gelangen, hĂ€tte zudem die LĂ€nderöffnungsklausel verhindert werden mĂŒssen. LĂ€nder wie Bayern könnten jetzt durch ĂŒberzogene Abstandsvorgaben den weiteren Ausbau der Windenergie an Land blockieren – bundesweiten Ausbauzielen zum Trotz. Dadurch verstĂ€rke sich der Druck auf die wenigen intakten NaturrĂ€ume, so Mieritz. Es sei zu erwarten, dass die Diskussion um eine weitere EEG-Reform in KĂŒrze schon wieder von vorne losgehe.
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Karlsruhe: Pfandringe an zwei AbfallbehÀltern
Pfandring an AbfallbehÀlter / Foto: Stadt Karlsruhe
 
Karlsruhe: Pfandringe an zwei AbfallbehÀltern
Möglichkeit zur Abgabe von Pfandflaschen und -dosen

Das Amt fĂŒr Abfallwirtschaft hat an zwei AbfallbehĂ€ltern am Friedrichsplatz Pfandringe angebracht. Damit folgt es mehrfach ĂŒber die Facebook-Seiten von OberbĂŒrgermeister Dr. Frank Mentrup eingegangenen Anregungen aus der Bevölkerung mit Hinweis auf die Praxis in anderen StĂ€dten.

Wer seine Pfandflaschen oder -dosen nicht ins GeschĂ€ft zurĂŒckbringen möchte, kann sie in die Ringe stecken. So ist es Pfandsammlern einfacher möglich, die Flaschen und Dosen mitzunehmen. Sie mĂŒssen nicht mehr in die AbfallbehĂ€lter hineingreifen und den MĂŒll durchwĂŒhlen.

Die beiden Ringe sind versuchsweise fĂŒr etwa ein Vierteljahr angebracht. In dieser Zeit soll sich zeigen, ob sie ihre erwĂŒnschte soziale Wirkung erzielen oder nicht. Danach wird weiter entschieden.

zum Bild oben:
FĂŒr rund ein Vierteljahr hĂ€ngen versuchsweise am zwei AbfallbehĂ€ltern beim Friedrichsplatz Ringe, in die Pfandflaschen und -dosen gesteckt werden können. Pfandsammler haben so die Möglichkeit, diese PfandgefĂ€ĂŸe mitzunehmen, ohne im Abfall wĂŒhlen zu mĂŒssen. Bildrechte: Stadt Karlsruhe
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NABU: Europa muss sich aus der AbhÀngigkeit von Energieimporten befreien
Tschimpke: Energieeffizienz statt Fracking, Kohle und Atom

Der NABU fordert anlĂ€sslich des am morgigen Donnerstag beginnenden Energiegipfels der EU-Staats- und Regierungschefs in BrĂŒssel, Europa unabhĂ€ngiger von fossilen Energien zu machen. „Es gibt nur einen Weg, wie sich Europa aus der AbhĂ€ngigkeit von Kohle- und Erdgasimporten und dem umstrittenen Fracking befreien kann: Dieser Weg heißt Energieeffizienz“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

Der Gipfel stehe im Zeichen der andauernden Krise in der Ukraine und dem drohenden Ende russischer Gaslieferungen in Richtung Westen. Damit Europa seine Energieversorgung langfristig sicherstellen könne, mĂŒssten die Mitgliedsstaaten stĂ€rker erneuerbare und klimafreundliche EnergietrĂ€ger fördern und mehr auf Effizienz setzen.

Der NABU fordert deshalb die EU-Staats- und Regierungschefs auf, dem Beschluss des EuropĂ€ischen Parlaments zu folgen. Danach sollen die Treibhausgasemissionen um 40 Prozent bis 2030 reduziert werden, die erneuerbaren Energien ausgebaut und Maßnahmen zur Energieeffizienz um 40 Prozent gesteigert werden. „Jeden Tag verbrennt Europa buchstĂ€blich eine Milliarde Euro fĂŒr fossile Energieimporte“, so Tschimpke. Allein in Deutschland betragen die Kosten fĂŒr Energieimporte pro Jahr 100 Milliarden Euro. Eine ambitionierte Effizienzpolitik wĂŒrde nicht nur die Kosten fĂŒr teure Energieimporte senken, sondern auch neue, nachhaltige Impulse fĂŒr Wachstum und BeschĂ€ftigung im eigenen Land setzen.

Aus Sicht des NABU ist der vorgelegte Plan der EU-Kommission fĂŒr mehr Energiesicherheit völlig unzureichend. „Wer das Übel fossiler Energieimporte mit dem anderen Übel Fracking und Atom bekĂ€mpfen will, bessert die Situation keineswegs“, sagte NABU-Energieexperte Ulf Sieberg. Die Förderung von Erdgas mittels Fracking, das die Kommission den Mitgliedsstaaten freistellen will, gefĂ€hrde Mensch und Natur massiv. Zudem wĂŒrde ein lasches Energieeffizienzziel von 28 Prozent, wie von der EU-Kommission vorgeschlagen, die vorhandenen Effizienzpotenziale nicht einmal um ein Drittel erschließen.

„Nachdem zuletzt die USA und China erkennen ließen, mehr fĂŒr den Klimaschutz tun zu wollen, ist nun auch Europa gefordert“, so Sieberg. Verbindliche und ambitionierte Ziele fĂŒr eine klimaschonende und nachhaltige Energieversorgung seien daher im Hinblick auf ein weltweit geltendes Klimaschutzabkommen, das 2015 in Paris beschlossen werden soll, das Gebot der Stunde.
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ÖKO-TEST Ratgeber Kosmetik und Wellness
 
ÖKO-TEST Ratgeber Kosmetik und Wellness
Weniger ist mehr: Das trifft nicht nur auf den Kleiderschrank, sondern auch fĂŒr das Kosmetikregal zu. Doch wie schafft man es, mit wenigen Klamotten immer top gekleidet zu sein? Und welche Kosmetikprodukte sind sinnvoll und auf welche kann man getrost verzichten? Zu diesen Fragen gibt es im neuen ÖKO-TEST Ratgeber Kosmetik & Wellness ungewöhnliche Antworten. Im Test sind unter anderem Duschgele, Shampoos fĂŒr normales Haar, Schuppenshampoos, Gesichtscremes, Körperlotionen, Lippenstifte, Wimperntusche und Augen-Make-up-Entferner.

Dem neuen ÖKO-TEST- Ratgeber Kosmetik & Wellness liegt noch eine CD bei. Darauf: ÖKO-TEST Spezial Naturkosmetik, Ratgeber Kosmetik & Wellness 2012, Kompass GĂŒtesiegel.


Die Tests:

‱ Duschgele: 18 aktuelle Produkte waren im Test, ohne Fehl und Tadel kamen nur die Duschgele der Naturkosmetikanbieter durch die aufwĂ€ndigen Untersuchungen. Zehn konventionell hergestellte Produkte bekamen ein „gut“, weil sie umstrittene PEG/PEG-Derivate als waschaktive Substanzen enthalten. Zwei große Markenprodukte waren noch schlechter, eines enthielt als Konservierungsstoff Formaldehyd/-abspalter. Formaldehyd kann Allergien auslösen und steht unter Krebsverdacht.

‱ Shampoos fĂŒr normales Haar: Auch in diesem Test schnitten nur die Öko-Produkte mit „sehr gut“ ab. Viele andere Shampoos waren „gut“, weil sie umstrittene PEG/PEG-Derivate enthalten. Und einmal mehr lagen große Marken ganz hinten, weil sie bedenkliche Konservierungs- und/oder Duftstoffe enthalten.

‱ Gesichtscremes: An den meisten Testprodukten hat ÖKO-TEST nichts oder nur wenig auszusetzen. In sechs Cremes sind jedoch UV-Filter enthalten, die im Verdacht stehen, wie ein Hormon zu wirken. Weiterer Kritikpunkt sind Parabene, sie schĂŒtzen die Cremes vor Schimmel und Keimbefall. Bestimmte Parabene stehen jedoch im Verdacht, wie ein Hormon zu wirken und haben im Tierversuch die Fortpflanzung gefĂ€hrdet.

‱ Anti-Schuppen-Shampoos: Shampoos gegen Schuppen gibt es viele, doch manche reizen die ohnehin schon empfindliche Kopfhaut noch zusĂ€tzlich. Insbesondere bekannte Marken landen mit „ungenĂŒgend“ auf dem letzten Rang – eben weil sie eine Reihe von Substanzen enthalten, die die sensible Kopfhaut reizen.

‱ Körperlotionen: Von „sehr gut“ bis „ungenĂŒgend“ ist alles im Test vertreten. In acht Körperlotionen wurden kritische Konservierungsmittel gefunden. Daneben sorgen vor allem Paraffine und PEG/PEG-Derivate fĂŒr schlechte Noten, letztere können die Haut durchlĂ€ssiger fĂŒr Fremdstoffe machen.

‱ Lippenstifte: Lippenstift ist neben der Wimperntusche das beliebteste Produkt in der dekorativen Kosmetik. Doch das Rot kann es ganz schön in sich haben: WĂ€hrend die Lippenstifte aus der zertifizierten Naturkosmetik allesamt mit „sehr gut“ abschneiden, konnte ÖKO-TEST bei den konventionellen Herstellern bestenfalls „befriedigend“ als Note vergeben. Kritisiert wird unter anderem der Farbstoff Tartrazin, der Juckreiz und HautausschlĂ€ge auslösen kann, wenn er in den Körper gelangt. Ganz ĂŒbel schnitt ein Lippenstift der Marke Chanel ab: Er enthĂ€lt ein Farbpigment, das krebsverdĂ€chtiges Anillin abspalten kann.

‱ Wimperntusche: Sechs Testprodukte bekommen ein „sehr gut“, vier waren „befriedigend“, weil sie PEG-Derivate enthalten, die dafĂŒr sorgen, dass sich die Bestandteile gut vermischen. Doch diese Substanzen sind auch dafĂŒr bekannt, dass sie Fremdstoffe in die Haut schleusen können.

‱ Augen-Make-up-Entferner: Welche Entferner sind so sanft, dass sie bedenkenlos fĂŒr die empfindlichen Augen benutzt werden können? Tendenziell waren weder wasserlösliche noch wasserfeste Produkte besser oder schlechter. Eindeutig ist nur, dass die zertifizierte Naturkosmetik durch die Bank weg „sehr gute“ Noten erhĂ€lt. Auch ein Produkt aus dem Drogeriemarkt war ohne Beanstandungen.

‱ Goldschmuck: Die Begeisterung ĂŒber ein schönes SchmuckstĂŒck verfliegt schnell, wenn man sich die oft katastrophalen Bedingungen anschaut, unter denen die edlen Metalle und wertvollen Steine gewonnen und verarbeitet werden. Doch es gibt auch Ketten, Ringe und ArmbĂ€nder, die fair und ökologisch hergestellt werden. Und die sind nicht mal viel teurer, als die vielen SchmuckstĂŒcke, die ÖKO-TEST mit „ungenĂŒgend“ bewerten musste, weil sie unter unakzeptablen Bedingungen hergestellt wurden.


Aus dem Inhalt:

‱ In Maßen: Einkaufen kann man heute immer und ĂŒberall. Doch dieser Luxus wird zunehmend zum Problem, weil er menschenunwĂŒrdige Arbeitsbedingungen und Umweltprobleme fördert. Und weil die Berge an Kleidung und Kosmetik auch die Besitzer/innen irgendwann ĂŒberfordern. Eine ShoppingdiĂ€t ist angesagt – und davon profitieren alle Beteiligten.

‱ Faire Mode: Inzwischen weiß es fast jeder: NĂ€herinnen schuften oft unter unmenschlichen Bedingungen fĂŒr unsere Klamotten. Da wundert es nicht, dass fast alle Modeunternehmen von sich behaupten, ethisch verantwortungsvoll hergestellte Kleidung anzubieten. Doch das soziale DeckmĂ€ntelchen erweist sich bei genauerem Hinschauen oft nur als Feigenblatt. Da stellt sich die Frage, wie man wirklich faire Mode erkennt?

‱ Mehr braucht frau nicht: In allen Kulturen benutzten Frauen – und manchmal auch MĂ€nner – Kosmetika. Doch noch nie standen in den Regalen so viele Produkte wie heute. Das ist nicht nur ĂŒberflĂŒssig und teuer, sondern oft auch gar nicht gut fĂŒr die Haut. Denn zu viel oder falsche Pflege schadet mehr als sie nĂŒtzt.

‱ Die Modeklassiker: Diese Teile passen immer und werden deshalb auch ausfĂŒhrlich vorgestellt: Jeans, Trenchcoat, Etuikleid, Bleistiftrock, weiße Bluse, Hosenanzug, Marlene-Hose, Blazer, Barbour-Jacke, Strickjacke, schwarze Pumps, Kelly-Bag, Turnschuhe.

‱ Ein Blick zurĂŒck: Wahnsinn, was frau im Laufe der Zeit schon so alles mitgemacht hat: Karottenhosen, ĂŒberdimensionierte Schulterpolster und NietengĂŒrtel gehen heute nicht mal mehr als Retro-Look durch. Manche Frauen können allerdings fast alles tragen – und sehen irgendwie immer gut aus. Ein RĂŒckblick in die Modejahrzehnte und eine Erinnerung an BerĂŒhmtheiten, die ihren ganz eigenen Stil geprĂ€gt haben.

‱ Farb- und Stilberatung: Wer seinen persönlichen Stil gefunden hat, spart sich beim Kleiderkauf so manche teure Fehlentscheidung und wirkt auf andere selbstsicher und ĂŒberzeugend. Das ist nicht zuletzt im Job von Vorteil und fĂŒr viele ein Grund, Rat bei einer professionellen Farb- und Stilberaterin zu suchen. ÖKO-TEST erklĂ€rt, wie das funktioniert.

‱ Fairer Schmuck: Die Nachfrage nach Goldschmuck ist hoch. Doch die Bedingungen, unter denen das Edelmetall gewonnen wird, sind alles andere als glĂ€nzend. So hinterlassen KleinschĂŒrfer verwĂŒstete Landschaften, hochgiftige Metalle aus dem Abraum der GoldschĂŒrferei gelangen ĂŒber die FlĂŒsse ins Grundwasser – und wo Gold gesucht wird, ist auch Kinderarbeit oft nicht weit.
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Rundblick vom Gipfel: Der Roßkopfturm wird 125 Jahre alt
Stadt Freiburg und Schwarzwaldverein blicken auf eine lange und gute Zusammenarbeit zurĂŒck

Seit dem 29. Juni 1889 – und damit seit nunmehr 125 Jahren – steht
auf dem Gipfel des Roßkopfs östlich der Stadtmitte der Roßkopfturm.
In einmaliger Lage erbaut vom Schwarzwaldverein, der ihn spÀter
der Stadt schenkte, bietet der Turm einen Rundblick auf Freiburg und
die Region und erfreut viele kleine und große Waldbesucher und -
besucherinnen.

„Dieser Turm ist eine der Ă€ltesten Erholungseinrichtungen in
unserem Stadtwald. Neben Waldfahrstraßen und alten Brunnen
bildet er den historischen Grundstock fĂŒr eine Erholungsinfrastruktur,
die inzwischen so vielfĂ€ltig und hochwertig ist“, sagte
UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik heute bei einer Feierstunde
auf dem Roßkopf. Und diese Infrastruktur kann sich sehen lassen.
Das stÀdtische Forstamt baut, markiert, unterhÀlt und bewirbt auf
einer StadtwaldflÀche von 5000 Hektar unter anderem

* 400 Kilometer Wander- und Rundwege,
* 100 Kilometer Waldlaufstrecken, Nordic-Walking- und Fitness-
Parcours,
* 120 Kilometer Mountainbike-Strecken,
* 6 Lehr- und Erlebnispfade,
* ĂŒber 20 Grill- und SchutzhĂŒtten
* sowie Badeseen und Liegewiesen.

Damit nimmt Freiburg in punkto Erholungs- und Freizeitwert einen
Spitzenplatz unter den deutschen Kommunen ein. Dieses enorme
Angebot ist nur mit hohem Aufwand und guten Partnern aufrecht zu
erhalten. Daher lobte Gerda Stuchlik die gute, traditionsreiche
Zusammenarbeit mit dem Schwarzwaldverein, mit Radsportvereinen und BĂŒrgervereinen: „Erst diese Zusammenarbeit und das große
ehrenamtliche Engagement vieler BĂŒrgerinnen und BĂŒrger machen
den Stadtwald zu dieser wertvollen Erholungslandschaft.“

Auf FlÀchen, die bei Erholungssuchenden besonders beliebt sind,
wird der Walderholung Vorrang eingerÀumt vor der nachhaltigen,
naturnahen Holznutzung. „Hier hat der Revierförster die Erholung
gezielt im Blick und achtet besonders auf Landschaftsschutz und
Verkehrssicherheit“, betonte Forstamtsleiter Hans Burgbacher. So
bringt das Forstamt Erholung, Freizeit und Sport mit nachhaltiger
Waldbewirtschaftung unter einen Hut.

Interessierten BĂŒrgern legt das Forstamt die „Waldfreizeitkarte
Freiburg“ ans Herz: Im Maßstab 1:25.000 stellt sie als einzige Karte
die Erholungsinfrastruktur im Stadtwald und im angrenzenden Wald
des Landes, der Stiftungsverwaltung und privater Waldbesitzer auf
stĂ€dtischer Gemarkung umfassend dar. Auf der RĂŒckseite sind 11
Rundwege zu den schönsten Ausflugszielen beschrieben.

Die Waldfreizeitkarte ist zum Preis von 5 Euro an der Tourist-Info,
der Rathaus-Info, im Forstamt und im Buchhandel erhÀltlich.
Informationen zum Stadtwald gibt es beim Forstamt Freiburg unter
www.freiburg.de/forstamt oder unter 0761/201-6201.
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Großes Finale der Havelberry-Finn-Tour – NABU-Floßabenteuer geht zu Ende
Miller: Untere Havel ist Flussprojekt von internationaler Bedeutung

Berlin/Strodehne – Nach acht Wochen intensivem Flussabenteuer auf der Havel hat der NABU am Donnerstag im brandenburgischen Strohdehne das große Finale seiner Havelberry-Finn-Tour gefeiert. Seit Ende April waren Teams aus NABU-Mitarbeitern und –Mitgliedern mit einem Floß auf der Havel und ihren NebengewĂ€ssern unterwegs, um Land und Leute kennenzulernen und auf eines der bedeutendsten Naturschutzgroßprojekte an einem Fluss aufmerksam zu machen. In den kommenden Jahren wird der NABU in Brandenburg und Sachsen-Anhalt am Unterlauf der Havel auf insgesamt 100 Kilometern Altarme anschließen und Ufer wieder naturnah gestalten. Mehr als 1.100 bedrohte und geschĂŒtzte Arten finden in dieser besonderen Fluss- und Auenlandschaft wichtige RĂŒckzugsgebiete.

370 Kilometer legte die NABU-Crew auf dem Wasser zurĂŒck, durchquerte vier BundeslĂ€nder und beobachtete mehrere hundert Tier- und Pflanzenarten. Herausgekommen ist ein interessantes Fluss-Tagebuch mit eindrucksvollen Bildern.

„Wir wollten zeigen, wie wichtig lebendige FlĂŒsse als LebensrĂ€ume fĂŒr Tiere und Pflanzen und die Menschen sind, die hier leben oder Erholung finden. Die Havel ist ein gutes Beispiel dafĂŒr, was möglich ist, wenn Bund und LĂ€nder unter der FederfĂŒhrung eines Umweltverbandes ein Naturschutzgroßprojekt umsetzen. Hier gibt es ein Modell, das Vorbild fĂŒr andere Flussprojekte sein kann und internationale Bedeutung hat“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. FĂŒr den NABU sind Flussrenaturierungen ein wichtiger Beitrag zum Arten- und Hochwasserschutz: „Der Bund muss jetzt die Chance nutzen und das vom NABU geforderte und im Koalitionsvertrag zugesagte Bundesprogramm Blaues Band zĂŒgig umsetzen und die Renaturierung von FlĂŒssen und Auen fördern.“

Die Flussabenteurer vom NABU haben neben Naturbeobachtungen auch Rezepte zu Havel-SpezialitĂ€ten gesammelt. Geplant ist ein Buch, das sowohl die Floß- und WildniskĂŒche wie auch havellĂ€ndische SpezialitĂ€ten und regionale Tipps enthĂ€lt. Es wird zur Bundesgartenschau 2015 erscheinen. Der NABU ist offizieller Partner der Bundesgartenschau und prĂ€sentiert sich an den fĂŒnf Standorten Havelberg, Rhinow/Stölln, Premnitz, Rathenow und Brandenburg an der Havel. Erstmalig ist im kommenden FrĂŒhjahr mit der Havel ein FließgewĂ€sser im Mittelpunkt einer Bundesgartenschau.

Nach dem offiziellen Abschlussevent fĂ€hrt das Floß weiter und legt am 21. Juni in Havelberg (Sachsen-Anhalt) an. FĂŒr interessierte Journalisten besteht die Möglichkeit, die letzten zwei Tage an dem Flussabenteuer an Bord teilzunehmen. Kontakt ĂŒber die NABU-Pressestelle.
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NABU-Aktionstage gegen anhaltenden Verlust der Landschaft
Miller: 30-Hektar-Ziel nur ein Meilenstein auf dem Weg zum „Null-Hektar-Ziel“

Berlin – In Deutschland werden tĂ€glich 74 Hektar verbaut, was einer FlĂ€che von 104 Fußballfeldern entspricht. Auf das Jahr gerechnet kommt dies etwa einer GrĂ¶ĂŸe der Stadt Frankfurt am Main gleich. Um auf den anhaltend hohen Landschaftsverbrauch aufmerksam zu machen, ruft der NABU jĂ€hrlich zu Aktionen rund um den „30-Hektar-Tag“ auf. Er zeigt den Tag an, an dem die FlĂ€che komplett verbaut ist, die laut 30-Hektar-Ziel fĂŒr das ganze Jahr zur VerfĂŒgung stĂŒnde. Die Bundesregierung hatte sich das Ziel gesetzt, den FlĂ€chenverbrauch bis 2020 auf 30 Hektar pro Tag zu begrenzen – und dies im aktuellen Koalitionsvertrag noch einmal bekrĂ€ftigt. WĂ€ren die PlĂ€ne RealitĂ€t, mĂŒssten in diesem Jahr bereits am 20. Juni die Bagger still stehen. „Die Bevölkerung nimmt ab, aber wir bauen fleißig weiter. Mit jedem Hektar verbauter Landschaft werden dabei natĂŒrliche LebensrĂ€ume geraubt und biologische Vielfalt geht verloren. Darunter leidet auch die LebensqualitĂ€t der Menschen“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller.

Durch die Ausbreitung von Siedlungen und VerkehrsflĂ€chen schwinden ErholungsrĂ€ume; der Weg zur Schule, zur Arbeit oder zum Einkaufen wird immer weiter. Auch wichtige Funktionen der Landschaft, wie der WasserrĂŒckhalt in der FlĂ€che, werden durch Überbauung und Verdichtung des Bodens stark eingeschrĂ€nkt. So steigt bei StĂ€dten und Kommunen in Flussregionen das Hochwasserrisiko.

Mit bundesweiten Aktionen macht der NABU gemeinsam mit StĂ€dten und Gemeinden klar: Das Maß ist voll. In vielen Kommunen gibt es leer stehende HĂ€user und BaulĂŒcken. Statt weitere Neubaugebiete zu schaffen, sollten diese Reserven sinnvoll genutzt werden, um NaturflĂ€chen in der freien Landschaft zu erhalten. „Gemeinden, Landkreise und kommunale Initiativen aus dem ganzen Bundesgebiet engagieren sich gemeinsam mit dem NABU und machen mit verschiedenen Veranstaltungen auf Möglichkeiten zum FlĂ€chensparen in den Kommunen aufmerksam“, so NABU-FlĂ€chenexperte Jonas Daldrup. Mit FilmvorfĂŒhrungen, öffentlichen Kartierungen von LeerstĂ€nden und einer zeitweisen Belebung von BaulĂŒcken zeigen diese Vorreiter, was vor Ort möglich ist. Zum Schutz der Landschaft haben einige Kommunen bereits vor Jahrzehnten beschlossen, keine weiteren Neubaugebiete mehr auszuweisen.

„Die Artenvielfalt geht dramatisch zurĂŒck. Deswegen ist jeder weitere Hektar Landschaftsverbrauch ein Hektar zu viel. Im Grunde kann das 30-Hektar-Ziel der Bundesregierung nur ein Meilenstein auf dem Weg zum ‚Null-Hektar-Ziel‘ sein“, so NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Miller.
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NABU: EU-PlĂ€ne fĂŒr nationale Anbauverbote von Gentechnik unzureichend
Miller: EuropÀisches Parlament muss Umweltministerbeschluss ablehnen

Der NABU hat die PlĂ€ne der griechischen EU-RatsprĂ€sidentschaft kritisiert, mit der sogenannten Opt-Out Lösung die Gentechnik durch die HintertĂŒr leichter in Europa zu etablieren. Momentan ist eine gentechnisch verĂ€nderte Pflanze entweder in der ganzen EU erlaubt oder verboten, je nachdem wie das EU-Zulassungsverfahren ausfĂ€llt. Mit der neuen Opt Out -Lösung soll eine gentechnisch verĂ€nderte Pflanze fĂŒr die ganze EU zugelassen werden unter der Bedingung, dass einzelne Mitgliedstaaten auf eigenen Wunsch souverĂ€n aussteigen. Allerdings mĂŒssen Gentechnikunternehmen bei AntrĂ€gen auf nationale Anbauverbote der Mitgliedstaaten einbezogen werden.

Zwar sieht der griechische Vorschlag vor, dass Mitgliedstaaten ein Anbauverbot verhĂ€ngen können. „Die Rechtssicherheit fĂŒr die jeweiligen Regierungen fĂŒr ein Anbauverbot ist damit aber nicht gegeben. Der Vorschlag wĂŒrde Klagen der Gentechnik-Unternehmen provozieren und die nationalen Anbauverbote damit kippen“, so NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. Vielmehr könnten so Zulassungsverfahren fĂŒr Gentechnik-Produkte auf EU-Ebene beschleunigt werden, obwohl die Verfahren zur RisikoabschĂ€tzung und –bewertung erhebliche MĂ€ngel aufweisen. Dies kann konkret zu verstĂ€rktem Genpflanzenanbau fĂŒhren, obwohl die Mehrheit der deutschen sowie europĂ€ischen Bevölkerung Gentechnik klar ablehnt. Der NABU zeigte sich vor diesem Hintergrund enttĂ€uscht von der Zustimmung der Bundesregierung zu den Gentechnik-PlĂ€nen. Bundesumweltministerin Hendricks hĂ€tte den BĂŒrgerwillen ernst nehmen sowie demokratische Strukturen schĂŒtzen und den Vorschlag im EU-Umweltministerrat ablehnen mĂŒssen.

Der NABU fordert das neue EuropĂ€ische Parlament auf, dem Beschluss der EU-Umweltminister nicht zu folgen und statt dessen den Forderungen der großen Mehrheit der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger nach einem EU-weiten Anbauverbot fĂŒr Genpflanzen gerecht zu werden.
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