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Samstag, 21. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
NABU fordert Fracking-Verbot fĂŒr ganz Deutschland
Tschimpke: RegierungsvorschlÀge sind fauler Kompromiss

Berlin – Der NABU fordert von der Bundesregierung ein Fracking-Verbot fĂŒr ganz Deutschland. „Die Einigung zwischen Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und Bundeswirtschaftminister Sigmar Gabriel ist ein fauler Kompromiss zu Lasten des Schutzes von Mensch, Natur und Trinkwasser“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke. „Statt einer Lex Niedersachsen und eines Fracking-Moratoriums auf Zeit brauchen wir ein dauerhaftes Fracking-Verbot, und zwar in allen LagerstĂ€tten, ob konventionell oder unkonventionell.“ Aus NABU-Sicht mĂŒssten auch die Förderung von Erdgas, aus ehemals porösen und nun versiegelten Gesteinsformationen, so genanntes Tight-Gas, sowie der Einsatz der Fracking-Technologie in konventionellen LagerstĂ€tten verboten werden. Die Bundesregierung plant lediglich ein Fracking-Moratorium fĂŒr Schiefer- und Kohleflözgasvorkommen aus unkonventionellen LagerstĂ€tten bis 3.000 Meter Tiefe bis 2021/2022. Allerdings mit einer weiteren EinschrĂ€nkung: Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sollen zulĂ€ssig bleiben. Das Moratorium soll 2021 ĂŒberprĂŒft werden.

FĂŒr den NABU ist es absolut inakzeptabel, dass ĂŒber die Erschließung unkonventioneller LagerstĂ€tten in Tight-Gas nachgedacht wird, obwohl bereits die konventionelle Förderung erhebliche Risiken und Gefahren birgt und deren FolgeschĂ€den heute immer wieder zu Tage treten. „GrenzwertĂŒberschreitungen von Giftstoffen um das 15.000fache, deren Verpressung in Trinkwasserschutzgebieten, Benzolaustritte aus LagerstĂ€ttenleitungen und Erdbeben belegen, dass der bisherige Rechtsrahmen lĂŒckenhaft ist, um die Gefahren und Risiken der Erschließung konventioneller LagerstĂ€tten fĂŒr Mensch und Natur zu bannen“, so Tschimpke. Die LĂŒcken zu stopfen, dazu seien die vorgelegten Eckpunkte unzureichend.

Aus NABU-Sicht bedrohen die heute vorgestellten Ausnahmen die Gesundheit von Mensch und Natur. Dazu gehören nicht nur die Gefahren und Risiken durch den Einsatz von umweltgiftigen Stoffen. „Durch Gas-Fracking können auch natĂŒrlich im Boden vorkommende Giftstoffe gelöst werden und ins Grundwasser gelangen“, sagte NABU-Energieexperte Ulf Sieberg. DarĂŒber hinaus belegten die dem NABU im Januar zugegangenen Zwischenergebnisse des zweiten Teils des Gutachtens des Umweltbundesamtes zu den Risiken und Gefahren der Fracking-Technologie, dass eine Übertragbarkeit von Erkenntnissen aus F&E-Vorhaben wegen der unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit nicht von einem auf andere Standorte möglich sei.

Auch aus energie- und klimapolitischen GrĂŒnden lehnt der NABU die Erkundung und Gewinnung von Erdgas aus unkonventionellen LagerstĂ€tten ab. „Der enorme Energie- und FlĂ€chenverbrauch spricht gegen die Fracking-Technologie“, so Sieberg. EnergieimportabhĂ€ngigkeit und Versorgungssicherheit ließen sich statt mit Fracking mit Energieeffizienz lösen. Hier warte man aber seitens der Regierung leider immer noch vergeblich auf konkrete Taten.
 
 

 
NABU begrĂŒĂŸt EU-PlĂ€ne fĂŒr höhere Recyclingziele
Miller: Strategie fĂŒr eine bessere Kreislaufwirtschaft nicht aufweichen

Berlin/BrĂŒssel – Die EU-Kommission stimmt in diesen Tagen intern ĂŒber ein noch unveröffentlichtes, aber in Teilen schon bekannt gewordenes Maßnahmenpaket ab, das wesentlich zur Rohstoffsicherheit der deutschen und europĂ€ischen Wirtschaft beitragen soll. Das „Circular Economy Package“ beinhaltet neben neuen höheren Recyclingzielen auch Abfallvermeidungs- und Ressourceneffizienzziele. EU-Umweltkommissar Potocnik erhĂ€lt fĂŒr seinen Vorschlag UnterstĂŒtzung von UmweltschĂŒtzern in ganz Europa. Der NABU warnt jedoch vor einer Aushöhlung der PlĂ€ne durch das EU-Wirtschaftsressort, das die bisherige Berechnung der Recycling-Quoten beibehalten will. Diese bilden jedoch nicht die RealitĂ€t ab, weil sie den Eindruck erwecken, dass mehr wiederverwertet wird, als es tatsĂ€chlich der Fall ist.

„Die Wiederverwendungs- und Entsorgungswirtschaft ist einer der wenigen Wirtschaftszweige, die ohne ordnungspolitische Vorgaben vollstĂ€ndig zusammen brechen. Der NABU unterstĂŒtzt die EU-Kommission daher aus arbeitsmarkt-, rohstoff- und umweltpolitischen GrĂŒnden darin, die vorgeschlagenen Verwertungsziele fĂŒr das Jahr 2030 beizubehalten. Wichtig ist dabei aber eine aufrichtigere Berechnung der Recyclingquote als bisher“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller.

Bisher wird die Recyclingquote ermittelt, indem getrennt gesammelte AbfĂ€lle ins VerhĂ€ltnis zum Gesamtabfallaufkommen gesetzt werden. WĂ€hrend der ĂŒblichen und notwendigen Sortierprozesse wird jedoch ein Großteil des vermeintlich recycelten Abfalls trotzdem in die MĂŒllverbrennung gebracht. Der Vorschlag der Generaldirektion Umwelt möchte diese VerfĂ€lschung beheben und schlĂ€gt vor, die Recyclingquote als VerhĂ€ltnis aus am Ende verwertetem Material zum Gesamtabfallaufkommen zu berechnen.

Mehrere Quellen, darunter das EuropĂ€ische UmweltbĂŒro, sowie verschiedene Medien hatten ausfĂŒhrlich ĂŒber öffentlich gewordene Kommissionstexte berichtet. So sollen 70 Prozent der SiedlungsabfĂ€lle bis 2030 recycelt werden. Die VerpackungsabfĂ€lle, eine Untergruppe der SiedlungsabfĂ€lle, sollen sogar zu 80 Prozent recycelt werden. Bis zum Jahr 2025 soll dazu die besonders klimaschĂ€dliche, in vielen LĂ€ndern außer z.B. in Deutschland aber immer noch ĂŒbliche, Deponierung verboten werden.

Der NABU fordert dennoch Nachbesserungen an dem in Expertenkreisen bekanntgewordenen Vorschlag. NABU-Leiter Ressourcenpolitik Benjamin Bongardt: „Es fehlt ein Abfallvermeidungsziel. Ein solches ist lediglich fĂŒr Lebensmittelabfall geplant. Zudem werden keine Wiederverwendungsziele formuliert. Es ist zu befĂŒrchten, dass die EU-Kommission einmal mehr eine Möglichkeit verstreichen lĂ€sst, ArbeitsplĂ€tze zu sichern und eine ressourceneffiziente Weiternutzung zu ermöglichen.“ DarĂŒber hinaus drohen schwache wirtschaftliche Vorgaben. Danach soll zwar die RessourcenproduktivitĂ€t um 30 Prozent bis 2030 gesteigert werden. Aus NABU-Sicht hört sich das besser an, als es ist. Denn die notwendige Rohstoffsicherung durch SekundĂ€rrohstoffe werde dadurch nicht zusĂ€tzlich befördert.
 
 

Bad Krozingen: E-Bike Touren im Juli
 
Bad Krozingen: E-Bike Touren im Juli
Bis Mitte September bietet die Kur und BĂ€der GmbH alle 14 Tage eine gefĂŒhrte E-Bike Tour durch das MarkgrĂ€flerland an. Am Dienstag, den 8. Juli und 22. Juli 2014 von 14.00 – 17.00 Uhr finden gefĂŒhrte Touren statt. Die Teilnehmer erkunden die wunderschöne Landschaft zwischen den Reben und entdecken das MarkgrĂ€flerland um Bad Krozingen ganz bequem auf dem Elektrorad.

Weitere Informationen und Anmeldung bei der Tourist-Information Bad Krozingen, Tel. 07633 4008-163 oder unter www.bad-krozingen.info.
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NABU, bfub, BUND und DUH fordern umfassendes Wertstoffgesetz
EU-Kommission erhöht die Anforderungen an deutsche Recyclingziele

Das heute in BrĂŒssel vorgestellte Kreislaufwirtschaftspaket der EU-Kommission erklĂ€rt das Ziel, mindestens 60 Prozent der KunststoffverpackungsabfĂ€lle stofflich zu verwerten. In Deutschland werden derzeit etwa 40 Prozent Recyclingquote erreicht. Die Vorgabe aus BrĂŒssel werten deutsche Umwelt- und VerbraucherverbĂ€nde als deutliches Warnsignal an die Bundesregierung, endlich die ökologischen Ziele in den Mittelpunkt der Abfallgesetzgebung zu rĂŒcken.

NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller: „Die UmweltverbĂ€nde erwarten, dass die Regierungskoalition im Herbst ein ambitioniertes Wertstoffgesetz vorlegt. Dieses muss insbesondere die Kunststoffrecyclingquoten noch in diesem Jahr auf 55 Prozent erhöhen, um sich dann stufenweise den heute von der EU-Kommission vorgestellten Zielen anzunĂ€hern.“

bfub-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Dr. JĂŒrgen Ritterhoff: „Die flĂ€chendeckende EinfĂŒhrung der Wertstofftonne wird nach mehr als 20 Jahren Verpackungsentsorgung die Verwirrung um die MĂŒlltrennung lösen. Die Botschaft fĂŒr Verbraucher lautet dann: Plastik und Metall in die Wertstofftonne; das wird auch absehbar zu weniger FehlwĂŒrfen bei der MĂŒlltrennung fĂŒhren und automatisch hochwertigeres Recycling als bisher ermöglichen.“

BUND-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Olaf Bandt: „Die Erhöhung der Recyclingquoten ist ein wichtiger Baustein fĂŒr eine funktionierende Kreislaufwirtschaft. Diese mĂŒssen aber auch ehrlich berechnet werden. Bislang werden alle in Recyclinganlagen eingebrachten MĂŒllanteile eingerechnet, egal ob sie tatsĂ€chlich recycelt werden oder nicht. Es hilft nichts, wenn die Quoten erhöht, aber gleichzeitig schöngerechnet werden.“ Die EU-Kommission sei hier mit gutem Beispiel vorangegangen und beabsichtige die Berechnungsmethoden zu Ă€ndern. FĂŒr Deutschland mĂŒsse das dafĂŒr zustĂ€ndige statistische Bundesamt ebenfalls nachziehen und diese Schwachstelle im deutschen Abfallrecht beseitigen.

DUH-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer JĂŒrgen Resch: „Keineswegs darf die Bundesregierung es bei höheren ökologischen Anforderungen in einem Wertstoffgesetz belassen. Gleiches gilt etwa fĂŒr die lĂ€ngst ĂŒberfĂ€llige Neuschreibung der Gewerbeabfallverordnung. Durch die hochwertige Verwertung von GewerbemĂŒll sind mindestens genauso viele Treibhausgase und Rohstoffe einzusparen. Ebenso wird die Wiederverwendung als praktikable Lösung der Abfallvermeidung vom Gesetzgeber totgeschwiegen. Hier bedarf es dringend Nachbesserungen, etwa durch die Überarbeitung des Entwurfs des ElektrogerĂ€tegesetzes, das im Jahr 2014 ins parlamentarische Verfahren gelangen soll.“

Seit Jahren fordern Umwelt- und VerbraucherverbĂ€nde ein engagiertes Vorgehen fĂŒr umweltpolitische Verbesserungen bei der Vermeidung und Verwertung von Verpackungen und stoffgleichen Nichtverpackungen (wie z.B. ZahnbĂŒrsten, die nach gĂ€ngigem Recht eigentlich nicht die gelbe Tonne gehören). Trotz der hochwertigen Recyclingtechnologien und einer hohen SensibilitĂ€t der Verbraucher bei der MĂŒlltrennung, wurde die dringend benötigte Reform der Verpackungsabfallpolitik nicht angegangen: Seit 15 Jahren stagnieren Recyclingquoten, lange bestehende GesetzeslĂŒcken in der Verpackungsverordnung fĂŒhrten die Produzentenverantwortung ad absurdum und wurden mit der Verabschiedung der nunmehr 7. Novelle der Verordnung nur verschoben, aber nicht umfassend angegangen. FĂŒr eine umweltgerechte Kreislaufwirtschaft im Abfallbereich bedarf es daher eines umfassenden Wertstoffgesetzes.
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Jede 2. Umweltklage vor Gericht erfolgreich
NABU-Zahl des Monats

Richter mĂŒssen in Leipzig ĂŒber „Elbvertiefung“ entscheiden

Immer wieder kommt es vor, dass sich Genehmigungsbehörden nicht an geltendes Umweltrecht halten. Staatlich anerkannte Umwelt- und NaturschutzverbĂ€nde sind dann gezwungen, zur Sicherung der Belange des wertvollen Naturerbes vor Gericht Klage gegen eine rechtswidrige Planung einzureichen. Im Durchschnitt geschieht dies in der Bundesrepublik pro Jahr etwa ein Dutzend Mal, mit weit ĂŒberdurchschnittlichem Erfolg: Im Zeitraum von 2006 bis 2012 von UmweltverbĂ€nden gefĂŒhrte Verbandsklagen waren in gut 48 Prozent der FĂ€lle ganz oder teilweise erfolgreich. Nicht berĂŒcksichtigt sind dabei Verfahren, die zwar abgewiesen wurden, aber trotzdem zu wichtigen Grundsatzentscheidungen im Sinne des Naturschutzes fĂŒhrten oder durch einen Vergleich konkrete Verbesserungen fĂŒr den Naturhaushalt zur Folge hatten. Damit sind Verbandsklagen wesentlich erfolgreicher, als es bei den insgesamt von den Verwaltungsgerichten in Deutschland entschiedenen Hauptsacheverfahren der Fall ist. Hier liegt die Erfolgsquote nur bei etwa zehn bis zwölf Prozent.

Ein aus Umweltsicht bedeutendes Verbandsklageverfahren wird in den kommenden Monaten vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verhandelt: NABU, BUND und der WWF Deutschland klagen gegen die Elbvertiefung. Verhandlungsbeginn ist der 15. Juli 2014.
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Reif fĂŒr die Insel
Am 7. Juli beginnen zwei außergewöhnliche „Natur-Stadt-Schule“-Projekte am Opfinger See

Vier Jahrzehnte lang wurde am großen Opfinger See Kies gefördert, nun dient er der Naherholung. Zudem entsteht ein Biotop und Artenschutzgebiet. Dabei helfen vom 7. bis 18. Juli SchĂŒler und SchĂŒlerinnen der Tuniberg- und der Pestalozzischule. Im Rahmen der „Natur-Stadt-Schule“ ĂŒbernehmen sie dort diverse Aufgaben.

Die „Natur-Stadt-Schule“ ist ein außergewöhnliches Angebot des Waldhauses Freiburg. Von November 2013 bis April 2015 erarbeiten dabei MittelstufenschĂŒler zehn Best Practice-Projekte, die dem Natur- und Artenschutz oder dem Naturerleben in Freiburg dienen. In einer Projektwerkstatt planen sie ihre Aufgaben, danach erhalten sie Areale im Umfeld der Stadt, auf denen sie bestehende LebensrĂ€ume aufwerten und neue erschaffen können. Die Ergebnisse sind vor Ort zu sehen und durch Hinweisschilder kenntlich gemacht.

NĂ€chster Schauplatz der Natur-Stadt-Schule ist der Opfinger See, wo die Firma Peter nach 40 Jahren die Kiesförderung eingestellt hatte. Seit diesem FrĂŒhjahr befindet sich der See im Wandel. Im sĂŒdlichen Teil lockt ein Naherholungsgebiet mit Liegewiese, Sportmöglichkeiten und Kiosk. Im nördlichen Teil entsteht ein Biotop und Artenschutzgebiet, das Besuchern nicht zugĂ€nglich sein wird.

Im mittleren Teil kann indes die Natur-Stadt-Schule aktiv werden. Vom 7. Juli ist die mobile Projektwerkstatt zwei Wochen lang am See im Einsatz. In Absprache mit der Naturschutzbeauftragten Dagmar Reduth und Markus MĂŒller, dem Leiter des Forstreviers, haben die

SchĂŒler ein Konzept erstellt, um den örtlichen Artenreichtum zu fördern. Kiesgruben wie am Opfinger Baggersee stellen nĂ€mlich seltene RuderalflĂ€chen dar; das sind brachliegende Rohböden, die nach einer „Karriere“ als AbbruchgelĂ€nde oder Kieshalde nicht mehr vom Menschen genutzt werden und nun trockenheitsliebenden Arten die Ansiedlung ermöglichen.

Mit der Einstellung der Kiesförderung verschwinden diese TrockenflĂ€chen in der Regel bald, da sich die Vegetation wieder ansiedelt. Um aber trockene Standorte auf Dauer zu erhalten, legt in der Woche vom 7. bis 11 Juli eine siebte Klasse der Tunibergschule in Opfingen eine große Trockenmauer aus Kalkbruchsteinen an.

Vom 14. bis 18. Juli widmen sich die MĂ€dchen aus den siebten Klassen der Pestalozzi-Realschule dann mit einer anderen Aufgabe der Renaturierung. Im mittleren Bereich des Sees ist durch die Baggerarbeiten der Firma Peter eine kleine Insel entstanden. Den Flachwasserbereich zwischen dem Ufer und der Insel bepflanzen die SchĂŒlerinnen nun mit Schilf. Außerdem bauen sie eine Barriere aus RobinienpfĂ€hlen im Wasser, um diesen Bereich dem Zutritt der Öffentlichkeit zu entziehen. Im geschĂŒtzten Flachwasser können sich Amphibien dann ungestört entwickeln.

Seit November hat die Natur-Stadt-Schule bereits fĂŒnf Projekte im Stadtgebiet umgesetzt. So haben SchĂŒler auf einer Streuobstwiese am Schönberg ein Habitat fĂŒr den Steinkauz gestaltet, am Sternwaldeck ein Insektenhotel errichtet, fĂŒr das Urban-Gardening-Projekt „Wandelgarten“ im Vauban ein GartenhĂ€uschen gebaut, am Seniorenheim Augustinum in St. Georgen eine RasenflĂ€che in eine Bienenweide umgewandelt und an der Anne-Frank-Schule eine Feuerstelle mit SitzbĂ€nken errichtet. Die Wochenberichte der SchĂŒler, Beschreibungen, Fotos und Standorte zu diesen Projekten sind auf www.waldhaus-freiburg.de nachzulesen.

Seit Herbst 2013 waren damit ĂŒber 100 SchĂŒlerinnen und SchĂŒler fĂŒr den Natur- und Artenschutz oder die Förderung des Naturerlebens in Freiburg tĂ€tig. Die Stiftung Naturschutzfonds Baden-WĂŒrttemberg fördert das Projekt Natur-Stadt-Schule ĂŒber einen Zeitraum von 18 Monaten mit einem Betrag von 99.000 Euro.
 
 

 
WiwilibrĂŒcke: Neuer Tagesrekord mit fast 14.000 Radfahrenden
Neuer Tagesrekord: Genau 13.939 Radfahrende zĂ€hlte das Rad-ZĂ€hl-Display (26.6) auf der WiwilibrĂŒcke - das ist Rekord seit Bestehen der ZĂ€hlstelle. Bislang gab es nur gelegentlich ĂŒber 12.000 Radler, im Jahr 2012 war das ein Mal der Fall, in 2013 schon sechs Mal. Nun wurden im ersten Halbjahr 2014 bereits acht Mal die 12.000 ĂŒberschritten, davon drei Mal sogar die 13.000.

Eine Rolle spielte dabei sicher die unterbrochenen Straßenbahn-Linien der Innenstadt, die viele Freiburgerinnen und Freiburger auf das Rad umsteigen lassen. ZusĂ€tzlich wird die derzeit laufende Weltmeisterschaft mit ihren vielen Public-Viewing-Möglichkeiten und meist schönem Wetter auch die Zahlen positiv nach oben beeinflussen - am Rekordtag spielte die deutsche Mannschaft gegen die USA. Es wird spannend, wie sich die Zahlen an der WiwilibrĂŒcke weiter entwickeln, die weitere Teilnahme der Deutschen Nationalmannschaft wird dabei sicher eine Rolle spielen.

Auch die Jahressumme befindet sich auf Rekordkurs: Im ersten Halbjahr 2014 waren mit ĂŒber 1,3 Millionen mehr als 20 Prozent mehr Radfahrende als im Vorjahr ĂŒber die blaue BrĂŒcke gefahren.

Das Rad-ZĂ€hl-Display war ein Geschenk des Landes zur Auszeichnung Freiburgs als „Fahrradfreundliche Stadt“. 2012 wurde das erste Mal die 12.000er Marke geknackt, als die deutsche Nationalmannschaft ein LĂ€nderspiel in der Europameisterschaft zu bestreiten hatte.

Die Radfahrenden werden beim Überfahren einer Induktionsschleife an der Rampe zur WiwilibrĂŒcke gezĂ€hlt. Auf dem Display steht die Anzahl der Radfahrer des jeweiligen Tages, sowie Datum, Uhrzeit und Temperatur. Darunter gibt es eine wachsende SĂ€ule, auf der die Radlerzahl im laufenden Jahr angezeigt wird - und das dadurch fiktiv eingesparte Kohlendioxid.

Im Internet gibt es die Möglichkeit, den aktuellen ZÀhlerstand vom Vortag abzurufen. Der aktuelle Stand und weitere Informationen zum Rad-ZÀhl-Display unter: www.freiburg.de/radverkehr.
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BĂŒrger-Energiewende, Kulturwandel, Klimaschutz und verantwortlich Leben
Zwei VortrĂ€ge, eine Podiums –und Publikumsdiskussion und einen Infomarkt von Vereinen und Initiativen, alles zum Thema „Kulturwandel fĂŒr die BĂŒrger-Energiewende, Klimaschutz, lokal und global verantwortliche Lebensweise“ gibt es anlĂ€sslich der Nachhaltigkeitstage Baden-WĂŒrttemberg beim Samstags-Forum Regio Freiburg am Freitag 11. Juli 2014 ab18:00 Uhr in der Aula der UniversitĂ€t, KollegiengebĂ€ude 1, Platz der UniversitĂ€t 3.
„Fessenheim - Atomkatastrophe in Mitteleuropa oder Freiburg als heimliche Hauptstadt fĂŒr Ökologie und Kultur?“ lautet das Thema des Vortrags mit Lesung von Prof. Dr. JĂŒrgen Lodemann, Freiburg. Zu „BĂŒrger-Energie - die Kultur der nachhaltigen Energiewende in Gefahr?“ berichtet Ursula Sladek, TrĂ€gerin Deutscher Umweltpreis (DBU) 2013 und Stromrebellin, Schönau im Schwarzwald. Über die „BĂŒrgerEnergieWende - Kulturwandel - Klimaschutz - verantwortlich Leben. Was tun?“ diskutieren anschließend auch mit dem Publikum Ursula Sladek, JĂŒrgen Lodemann, die Soziologin Jenny Lay und der ECOtrinova-Vorsitzende und Energieökologe Dr. Georg Löser. Es moderiert Dr. Thomas Uhlendahl.
Der Kultur- und Sozial-BĂŒrgermeister der Stadt Freiburg, Ulrich von Kirchbach, eröffnet offiziell um 18:45 Uhr. Die Veranstaltung beginnt um 18:00 Uhr ebenfalls in der Aula der UniversitĂ€t mit einem Infomarkt von Vereinen und Intiativen der BĂŒrgerschaft zum Thema „Freiburg macht Wandel. Wo und wie kann jede/r mitmachen?“.
Der Eintritt ist frei. Schirmherrin ist die Freiburger UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik.

Veranstalter sind ECOtrinova e.V., Agenda21 BĂŒro Freiburg, Eine Welt Forum Freiburg e.V. und UniversitĂ€ts-Asta in Zusammenarbeit mit Studium Generale der UniversitĂ€t, KlimabĂŒndnis Freiburg, AK Wasser im BBU, Attac-Freiburg, Badisch-ElsĂ€ssische BĂŒrgerinitiativen, BEG Dreisamtal eG, BI ProKulturhauptstadt Freiburg, BUND Regionalverband und Ortsverband Freiburg, Energieagentur Regio Freiburg, Fachschaft Geographie, fesa eV, FIUC eV, Freiburg im Wandel, Freiburger Kantstiftung, FV Energiesparen/Solar.Dreisamtal eV, FV SolarRegio Kaiserstuhl eV, ifpro Institut, Innovation Academy eV, Klimaschutzverein March eV, Landesnaturschutzverband Baden-WĂŒrtt. (LNV) eV, VCD Regionalverband eV, Wirtschaftsverband 100% Erneuerbare Energien Regio Freiburg, ZEE Zentrum Erneuerbare Energien an UniversitĂ€t.
 
 



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