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Samstag, 21. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
Karlsruhe: Äpfel, Birnen oder Zwetschgen?
Stadt versteigert Ende August Obst in Daxlanden und Knielingen

Äpfel und Birnen von stĂ€dtischen GrundstĂŒcken können BĂŒrgerinnen und BĂŒrger am Mittwoch, 27. August, ab 13 Uhr in Daxlanden ersteigern. Treffpunkt ist der Parkplatz vor dem Restaurant Saumseen. In Knielingen kommen vor allem Äpfel, Birnen und Zwetschgen am Donnerstag, 28. August, zur Versteigerung. Ebenfalls ab 13 Uhr. Treffpunkt ist der Parkplatz vor dem Kleingartenverein "Am Kastanienbaum" am Ende der Wikingerstraße.
 
 

 
NABU: Bundesweite Aktionen zur „International Batnight“ 2014
1236 Arten weltweit – und die Jagd geht weiter

Berlin – Sie sind die wahren Herrscher der Nacht. Sie sehen mit ihren Ohren, fliegen mit ihren HĂ€nden und rasen mit bis zu 880 HerzschlĂ€gen pro Minute durch die Dunkelheit. HandflĂŒgler, so ihre Übersetzung aus dem Lateinischen, besser bekannt als FledermĂ€use.

Die 18. „International Batnight“ am 30. und 31. August 2014 lĂ€dt dazu ein, die Welt der FledermĂ€use hautnah mitzuerleben und bietet die Gelegenheit, mehr ĂŒber die atemberaubenden, aber leider bedrohten Flugakrobaten zu erfahren. In vielen BundeslĂ€ndern werden zur Nacht der FledermĂ€use Aktionen angeboten. Mittlerweile findet die „International Batnight“ in ĂŒber 30 LĂ€ndern weltweit statt.

„Fledertiere, dazu gehören circa 200 Flughunde und 1030 FledermĂ€use, gehören nach den Nagetieren zu den artenreichsten SĂ€ugetieren. Nach wie vor werden neue Arten entdeckt“, erzĂ€hlt NABU-Fledermausexperte Sebastian Kolberg. Waren es 2012 noch 1236 Arten weltweit, so sind aktuell mindestens zwei Arten dazu gekommen. Die meisten der HandflĂŒgler leben in tropischen RegenwĂ€ldern.

„Die alljĂ€hrliche Internationale Fledermausnacht soll auf die Bedrohung der Tiere aufmerksam machen. Vier Arten gelten in Deutschland als stark gefĂ€hrdet, drei sind sogar vom Aussterben bedroht. Zwölf weitere stehen auf der Vorwarnliste. Hauptursache fĂŒr die GefĂ€hrdung der heimischen Fledermausarten sei der Verlust von geeigneten LebensrĂ€umen, so Kolberg.

Im Rahmen der diesjĂ€hrigen „International Batnight“ bieten NABU-Fledermauskundler bundesweit nĂ€chtliche Exkursionen mit dem sogenannten Bat-Detektor an. Dieser macht die ultrahochfrequenten Rufe der Tiere hörbar, um ihnen so auf die Schliche zu kommen. Eine der Hauptattraktionen des NABU findet auch dieses Jahr im Mayener Grubenfeld in Rheinland-Pfalz statt. Am Samstag, den 30. August öffnet der NABU gemeinsam mit der Stadt Mayen die Tore zum grĂ¶ĂŸten Winterquartier fĂŒr FledermĂ€use in Deutschland. In den Abendstunden können Besucher die faszinierenden Tiere dann live beobachten. SĂ€mtliche Fledermaus-Veranstaltungen finden Sie auf der NABU-Termindatenbank.
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Blaue Plakette fĂŒr saubere Luft in StĂ€dten
UmweltverbĂ€nde fordern Weiterentwicklung der Umweltplaketten zum Schutz der BĂŒrger vor zu hoher Stickoxidbelastung

Berlin, 19. August 2014 - Stickstoffdioxide (NO2) sind gesundheitsgefĂ€hrdend und tragen zur Smogbildung und Versauerung der Böden bei. Aus diesem Grund gibt es Ă€hnlich wie fĂŒr Feinstaub einen Grenzwert, der seit 2010 verbindlich einzuhalten ist. In vielen deutschen StĂ€dten wird dieser jedoch seit Jahren ĂŒberschritten – nach Angaben des Umweltbundesamtes (UBA) im Jahr 2013 an ca. 56 Prozent der verkehrsnahen Messstationen. AntrĂ€ge auf FristverlĂ€ngerung zur Einhaltung der Grenzwerte wurden in großer Zahl von der EU mit der BegrĂŒndung abgelehnt, dass keine ausreichenden Maßnahmen zur NO2-Reduktion ergriffen wurden.

"Wir brauchen die Blaue Plakette fĂŒr besonders schadstoffarme Fahrzeuge, um den fĂŒr die Luftreinhaltung zustĂ€ndigen LĂ€ndern und Kommunen ein wirksames Instrument zur Minderung der NO2-Belastung in die Hand zu geben. Kurzfristig dĂŒrfen in besonders hochbelasteten Kommunen nur noch 'saubere' Fahrzeuge einfahren, um die Gesundheit ihrer BĂŒrger zu schĂŒtzen und teure Sanktionen der EU zu vermeiden“, sagt JĂŒrgen Resch, BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer der DUH.

Jens Hilgenberg vom BUND unterstreicht: „Umweltzonen haben Fahrzeuge ohne Partikelfilter weitgehend aus den InnenstĂ€dten verdrĂ€ngt und so Luft und LebensqualitĂ€t in den StĂ€dten deutlich verbessert. Die Blaue Plakette ist eine konsequente Weiterentwicklung dieses erfolgreichen Instrumentes und wird dazu beitragen, die Belastung durch Dieselfahrzeuge ohne wirksame Abgasreinigung zu verringern.“ Die Blaue Plakette erhalten alle Fahrzeuge, die die Abgasgrenzwerte fĂŒr NO2 der Eurostufe 6/VI einhalten. Das trifft im aktuellen Bestand auf mehr als 60 Prozent der Pkw zu. Im Rahmen der Luftreinhalteplanung können dann kĂŒnftig Fahrzeuge mit höheren NOx-Emissionen aus hoch belasteten Gebieten ausgeschlossen werden.

„Die Blaue Plakette kann auch ein wirksames Instrument zur Förderung der ElektromobilitĂ€t werden, denn Elektroautos wĂŒrden die Blaue Plakette bekommen. Letztlich ist sie der Einstieg in das Ziel, den Verkehr in den InnenstĂ€dten komplett emissionsfrei zu machen“, sagt Dietmar Oeliger, Leiter Verkehrspolitik beim NABU.

Ähnlich wie bei der EinfĂŒhrung der heute bestehenden Umweltzonen gehen die VerbĂ€nde auch bei der Blauen Plakette davon aus, dass eine umfassende Information im Vorfeld die Akzeptanz dieser Maßnahme sicherstellen wird. Ebenso ist zu erwarten, dass die Weiterentwicklung von NachrĂŒsttechnologie fĂŒr Fahrzeuge ohne entsprechenden Abgasstandard nach der EinfĂŒhrung der rechtlichen Rahmenbedingungen vorangetrieben wird. Analog zur NachrĂŒstung mit Dieselpartikelfiltern werden sich die VerbĂ€nde auch hier fĂŒr eine finanzielle Förderung stark machen.
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NABU: Auf Adebars Schwingen in den SĂŒden
Die Naturschutzjugend schickt zwei Störche mit GPS-Sendern auf Reisen

Berlin, 20. August 2014 - Wo verbringen Störche eigentlich den Winter und ĂŒber welche LĂ€nder fliegen sie auf ihrer Reise? Antworten auf diese Fragen erhalten große und kleine Storchenfreunde ab sofort auf der Internetseite www.storchenreise.de. Hier können Kinder die Reise der Störche Arthur und Peter begleiten, die jeweils einen kleinen GPS-Sender auf ihrem RĂŒcken tragen.

Das neue Projekt der Naturschutzjugend (NAJU) „Ein Storch auf Reisen“ ermöglicht es Kindern, auf einer Karte und einem Reisetagebuch den abenteuerlichen Flug von zwei Störchen ĂŒber WĂŒsten und Meerengen, entlang von FlĂŒssen und ĂŒber schroffe GebirgszĂŒge mitzuerleben. „Der blinde Passagier auf dem RĂŒcken der Vögel wiegt nur 30 Gramm und ist so groß wie eine Streichholzschachtel. Er stört sie ĂŒberhaupt nicht beim Fliegen“, erklĂ€rt Kai-Michael Thomsen vom Michael-Otto Institut aus Bergenhusen. „Eine kleine Solarzelle auf dem Sender versorgt ihn mit Strom. Die Koordinaten des Aufenthaltsortes der Störche werden tĂ€glich per SMS verschickt und an uns weitergeleitet. Wir können die Daten dann bequem im Internet abrufen“, erklĂ€rt der Storchenexperte weiter.

Jedes Jahr im SpĂ€tsommer machen sich Tausende von Zugvögeln von Deutschland aus auf ihre lange Reise nach Afrika: so auch Peter und Arthur. Die meisten von ihnen fliegen entlang der Ostroute ĂŒber den Bosporus in der TĂŒrkei, den Nahen Osten bis in den Sudan und von dort weiter nach Tansania und sogar nach SĂŒdafrika. Weniger Störche nutzen die schmale Mittelmeerenge bei Gibraltar, um ĂŒber die Sahara zu ihren Winterquartieren in die westafrikanische Sahelzone zwischen Senegal und Tschad zu gelangen.

„Ich bin startklar und gespannt, welchen Weg Arthur und Peter in den SĂŒden einschlagen!“ freut sich Malin BĂŒttner, Schirmherrin des Projektes und als Moderatorin des Kinder Reporter-Magazins neuneinhalb bekannt.
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NABU: Segel hoch und Anker auf fĂŒr Meere ohne Plastik
Verendete Jungmöwe / Foto: NABU / J. Baer
 
NABU: Segel hoch und Anker auf fĂŒr Meere ohne Plastik
Dialogreise mit Traditionssegler entlang der OstseekĂŒste gestartet

Fehmarn/Neustadt/WarnemĂŒnde/Stralsund – Mit einer einwöchigen Segeltour entlang der deutschen OstseekĂŒste will der NABU auf das MĂŒllproblem in den Meeren aufmerksam machen. Zum Start der Reise wurden am heutigen Samstag in Burgstaaken auf Fehmarn die Segel gesetzt. Im Mittelpunkt der Reise steht der Dialog mit KĂŒstenkommunen, lokalen Akteuren und NABU-Partnern. Gemeinsam sollen Ideen und Konzepte entwickelt werden, um den MĂŒlleintrag in die Meere zu drosseln. Geplant sind Workshops und FachgesprĂ€che auf See sowie Informationsveranstaltungen in den HĂ€fen und Strandreinigungsaktionen.

Die Reise ist Teil des Projekts „Regionale Maßnahmen gegen MĂŒll in Nord- und Ostsee“ und wird mit Mitteln des Umweltbundesamtes (UBA) und des Bundesumweltministeriums unterstĂŒtzt.

„Ein Großteil des MĂŒlls im Meer kommt vom Land und gerĂ€t ĂŒber FlĂŒsse und AbwĂ€sser ins Meer. Auch der Abfall an den StrĂ€nden ist ein Problem. Zigarettenkippen, Kronkorken, Einwegbecher und verwehte PlastiktĂŒten gehören nicht ins Meer und sind gefĂ€hrlich fĂŒr viele Meeresbewohner. Betroffen sind hier auch die KĂŒstenkommunen, die viel Geld fĂŒr die Reinigung ihrer StrĂ€nde ausgeben mĂŒssen“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke. Die Dialogreise solle dazu beitragen, Ideen zur MĂŒllvermeidung an den KĂŒsten voranzutreiben, damit die Meeresnatur zu schĂŒtzen und die Kommunen auf Dauer finanziell zu entlasten.

Mit dem Auftakt der Segeltour gegen MĂŒll im Meer in Burgstaaken kehrt der NABU an den Geburtsort seines Projektes „Meere ohne Plastik“ zurĂŒck. Hier wurde 2011 der erste Fishing-for-Litter-Hafen auf Initiative des NABU etabliert. Dort können Fischer ihren im Meer gefischten MĂŒll in bereitgestellten Containern entsorgen. Dieser MĂŒll wird vom NABU analysiert. Auf Fehmarn unterstĂŒtzt der NABU auch das Engagement des Umweltrates gegen PlastikabfĂ€lle auf der beliebten Ostseeinsel.

„Effektive Maßnahmen, die unter anderem die weitere VermĂŒllung der Meere verhindern sollen, sind auch ein wichtiges Element der EU-Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie. Deren Ziel ist ein guter Umweltzustand der europĂ€ischen Meere bis 2020. Will man dieses ambitionierte Ziel erreichen, ist es höchste Zeit fĂŒr gute Ideen und flĂ€chendeckende Maßnahmen zur Vermeidung des MĂŒlleintrags ins Meer“, sagte NABU-Meeresschutzexperte Nils Möllmann.

In der Nordsee liegen schĂ€tzungsweise 600.000 Kubikmeter MĂŒll am Grund. An den StrĂ€nden der Nordsee wird seit 2001 der MĂŒll systematisch untersucht. Im niederlĂ€ndisch-deutschen Wattenmeer liegen auf 100 Metern KĂŒstenlinie im Schnitt 236 MĂŒllteile.

Zur MĂŒllbelastung der Ostsee gibt es bisher nur wenige standardisierte wissenschaftliche Untersuchungen. NABU-eigene Monitorings in den Jahren 2011 bis 2014 zeigten auf Fehmarn eine MĂŒllbelastung von etwa 90 Teilen pro 100 Meter Strandabschnitt sowie fast 200 Teile auf RĂŒgen. Neben EintrĂ€gen aus Schifffahrt und Fischerei wird dort ein grĂ¶ĂŸerer Teil der PlastikabfĂ€lle vom Land eingebracht, zum Beispiel auch durch den Tourismus oder ĂŒber FlĂŒsse. Bis zu 75 Prozent der FundstĂŒcke sind dabei aus Plastik.
 
 

 
MĂŒll im Meer
Umweltminister Habeck und NABU-PrĂ€sident Tschimpke starten gemeinsames Projekt „Fishing for Litter“ in Schleswig-Holstein

NEUSTADT. Mit einem gemeinsamen Projekt wollen das Umweltministerium Schleswig-Holstein und der NABU beigefangene AbfĂ€lle aus dem Meer entfernen. Außerdem sollen mit „Fishing for Litter“ Daten ĂŒber die MĂŒllbelastung der Meere gewonnen werden. Dies kĂŒndigten Umweltminister Robert Habeck und NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke heute (11. August 2014) an.

„MĂŒll im Meer ist ein enormes Problem. Und es geht allein vom Menschen aus. Wir sind in der Pflicht, diese Belastung auf den kostbaren Lebensraum Meer zu reduzieren“, sagte Minister Habeck. Neben den Rufen der MeeresschĂŒtzer werden auch die der Tourismusbranche und Fischerei immer lauter. So mĂŒssen StrĂ€nde vom MĂŒll befreit werden. Auch in den Netzen der Fischer landen immer mehr MĂŒllteile.

„Die Belastung der Meere mit PlastikabfĂ€llen hat dramatische Folgen fĂŒr unsere Meeresbewohner. Seevögel, Delfine oder Robben verfangen sich im Plastik und ersticken qualvoll oder verhungern, wenn sie Plastik mit ihrer natĂŒrlichen Nahrung verwechseln“, sagte NABU PrĂ€sident Olaf Tschimpke. Mit dem Projekt soll nicht nur aktiv die vom Menschen ausgehende Belastung auf den Lebensraum Meer reduziert werden, sondern auch die Öffentlichkeit fĂŒr die Abfallproblematik sensibilisiert werden.

Ziel des vom Umweltministerium und NABU finanzierten und vom Landesfischereiverband Schleswig-Holstein unterstĂŒtzten Fishing for Litter-Projektes ist es, den MĂŒll, der in die Fischernetze gerĂ€t, einzusammeln und zu entsorgen. Insbesondere die aktive Mitarbeit der Fischer ist Voraussetzung fĂŒr den Projekterfolg: Nur sie können den auf See mitgefangenen MĂŒll an Bord ihrer Schiffe holen und im Hafen in den vorgesehenen Containern entsorgen. Die AbfĂ€lle werden in einer speziellen Sortieranlage auf ihre Zusammensetzung untersucht. Insgesamt beteiligen sich bereits neun HĂ€fen und etwa 70 Fischer in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern an der Initiative.

Im Rahmen des nun fĂŒr neun Monate von der schleswig-holsteinischen Landesregierung mit rund 26.500 € unterstĂŒtzten Projektes soll die Initiative möglichst noch in 2014 im BĂŒsumer Hafen und beim Eidersperrwerk umgesetzt werden. Mit dem Geld werden unter anderem BehĂ€lter fĂŒr den MĂŒll an Bord der Schiffe, die MĂŒllcontainer im Hafen sowie die Analyse des MĂŒlls finanziert. Die weitergehende Finanzierung des Projektes und der Aufbau von drei bis vier HĂ€fen pro Jahr werden angestrebt.

„Mit dem Projekt wollen wir auch das Bewusstsein fĂŒr die VermĂŒllung der Meere schĂ€rfen. Letztlich können nur ein sensiblerer Umgang mit Verpackungen und ein international verbessertes Abfallmanagement dazu beitragen, dass der Abfall gar nicht erst in unsere Meere gelangt“, sagte Habeck.



Hintergrund:

Im Rahmen des Übereinkommens zum Schutz der Meeresumwelt des Nordost-Atlantiks (Oslo-Paris Konvention, OSPAR) wird geschĂ€tzt, dass jĂ€hrlich etwa 20.000 Tonnen Abfall in die Nordsee eingetragen werden, wovon 15 Prozent im Wasser, 70 Prozent auf dem Meeresboden und 15 Prozent an den StrĂ€nden verbleiben. Die StrĂ€nde in der OSPAR-Region weisen eine durchschnittliche Belastung von 712 MĂŒllteilen pro 100 Meter KĂŒstenlinie auf, wobei die aktuellen Untersuchungen in Deutschland (2008-2012) durchschnittlich 154 Abfallteile pro 100 Meter ergaben. FĂŒr die Ostsee liegen bislang keine entsprechenden Daten vor.



NABU-Zusatzinformation:

Noch bis zum 15. August fĂ€hrt eine rund 20-köpfige Crew aus NABU-Aktiven, Experten und lokalen Akteuren mit dem Segelschiff „Lovis“ auf der Ostsee. Von Schleswig-Holstein geht es weiter nach WarnemĂŒnde und Stralsund. Der NABU will mit der Tour auf das Problem der Plastikverschmutzung aufmerksam machen und im Dialog mit KĂŒstenkommunen, Wissenschaftlern und Betroffenen nach regionalen Lösungen suchen, um den MĂŒlleintrag ins Meer zu drosseln. Zum Programm gehören Workshops und FachgesprĂ€che, Reinigungsaktionen, InfostĂ€nde und ein Filmabend am heutigen Montag von 21-24 Uhr im Kommunalhafen Neustadt. Die Segelreise ist Teil des Projekts „Regionale Maßnahmen gegen MĂŒll in Nord- und Ostsee“ und wird mit Mitteln des Umweltbundesamtes (UBA) gefördert.
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NABU kritisiert Kreuzfahrten durch Nordost- und Nordwestpassage
Miller: Schiffe ohne Abgastechnik belasten sensible Arktis

Hamburg – AnlĂ€sslich der bevorstehenden Kreuzfahrten durch die Nordost- und Nordwestpassage am 13. bzw. 16. August 2014, kritisiert der NABU die Ausweitung dieses Tourismusangebots in das besonders sensible Ökosystem des Nordpolarmeeres. Hapag-Lloyd Kreuzfahrten schickt mit der „MS Hanseatic“ ein ĂŒber 20 Jahre altes Schiff, dem es an jeglicher Abgastechnik fehlt, auf die Reise durchs ehemals ewige Eis. Wenige Tage spĂ€ter startet das britische Kreuzfahrtunternehmen Crystal Cruises durch die Nordwestpassage, der nördlichen Umrundung Amerikas.

NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller: „Mit diesen Kreuzfahrten fĂ€llt eine der letzten HĂŒrden, die Arktis auch in touristischer Hinsicht auszubeuten. Ausgerechnet in diesem hoch sensiblen Ökosystem setzt Hapag-Lloyd Kreuzfahrten ein technisch veraltetes Schiff ein. Damit werden die klimaschĂ€dlichen und giftigen Schiffsabgase genau dort ungefiltert in die Umwelt geblasen, wo sie den grĂ¶ĂŸten Schaden anrichten.“ Das Passieren dieser Routen fĂŒr die kommerzielle Schifffahrt war erst vor Kurzem durch die immer geringere Ausdehnung des arktischen Packeises möglich geworden. Es sei nicht nachvollziehbar, dass ein Reiseveranstalter mit der einmaligen Schönheit des Nordmeeres werbe, genau diese dann aber mit seinem GeschĂ€ftsmodell gefĂ€hrde.

Die ungefilterten Schiffsabgase enthalten große Mengen an Luftschadstoffen wie Rußpartikel, aber auch Schwefel- und Stickoxide und Schwermetalle, die sich verheerend auf die Flora und Fauna der Arktis auswirken. Der NABU fordert die Verwendung modernster Abgastechnik in Form eines Rußpartikelfilters und Stickoxid-Katalysators und den generellen Verzicht auf Schweröl als Kraftstoff gerade in dieser Region. Rußpartikel sind nach Kohlendioxid der stĂ€rkste Treiber der globalen ErwĂ€rmung. Rußemissionen, die in arktischen Regionen emittiert bzw. dorthin geweht werden, besitzen eine besonders klimaschĂ€dliche Wirkung und sind fĂŒr 40 Prozent der KlimaerwĂ€rmung in der Arktis verantwortlich.

NABU-Verkehrsexperte Dietmar Oeliger: „Hapag-Lloyd Kreuzfahrten preist die Nordostpassage mit einem Kreuzfahrtschiff als ,große Pioniertat des 21. Jahrhunderts‘ an. TatsĂ€chlich steht sie sinnbildlich fĂŒr die Ignoranz der Branche vor dem Schutz hochsensibler Ökosysteme.“ Hinzu komme noch die stete Gefahr, die vom mitgefĂŒhrten Kraftstoff an Bord der Schiffe ausgehe. Im Falle von Havarien wĂ€ren Umweltkatastrophen gigantischen Ausmaßes in einer auch fĂŒr RettungskrĂ€fte nur schwer zugĂ€nglichen Region die Folge.
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Karlsruhe: Elefantenkuh Rani brauchte Aufstehhilfe der Feuerwehr
Elefantenkuh Rani / Foto: Archiv Zoo Karlsruhe
 
Karlsruhe: Elefantenkuh Rani brauchte Aufstehhilfe der Feuerwehr
Die alte Dame kam aus einer ungĂŒnstigen Schlafposition nicht mehr alleine auf die Beine

In eine missliche Situation hatte sich die Elefantin Rani im Karlsruher Zoo gebracht. Als der Tierpfleger am Montagmorgen gegen 5 Uhr das Elefantenhaus öffnete, lag die alte Dame auf dem Sandboden und konnte nicht mehr selbst aufstehen. Mit Hilfe der Berufsfeuerwehr konnte Rani schonend aufgerichtet werden.

Rani hatte sich vermutlich in eine ungĂŒnstige Schlafposition begeben. Aufgrund ihres betagten Alters - sie ist 59 Jahre alt und wiegt rund 3,5 Tonnen - kam sie dann nicht mehr alleine auf die Beine. Nach dem Notfallplan wurden zunĂ€chst die TierĂ€rztin und die Tierpflegerinnen und Tierpfleger des Zoos alarmiert. Die BemĂŒhungen des 15-köpfigen Zooteams, sie mit Hebekissen und SeilzĂŒgen wieder aufzurichten, blieben erfolglos.

Die Berufsfeuerwehr Karlsruhe wurde um UnterstĂŒtzung gebeten und rĂŒckte nach kurzer Zeit mit rund 20 Personen an. Aus dem neuen Dach des Elefantenhauses musste ein etwa drei Quadratmeter großes Loch geschnitten werden, damit der Hebekran in das Elefantenhaus hineingelassen werden konnte. Derweil versorgte die TierĂ€rztin des Zoos die Elefantenkuh medizinisch, stabilisierte den Kreislauf, fĂŒhrte eine Schockbehandlung durch und gab Schmerzmittel mit beruhigender Wirkung. Mit SeilzĂŒgen, die am Kranwagen befestigt waren, wurde Rani schonend wieder aufgerichtet und stand nach kurzer Zeit wieder auf ihren eigenen Beinen. Der Elefantenkuh geht es den UmstĂ€nden entsprechend gut. Sie wird noch einen Tag im Stall bleiben mĂŒssen und von der TierĂ€rztin und vom Zooteam beobachtet.
 
 



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