oekoplus - Freiburg
Dienstag, 24. Oktober 2017
  --- Besuchen Sie unser neues Informationsportal wodsch.de
Uhr
  •  


Verschiedenes

Nachgedacht, mitgemacht - Schulstart mit Recyclingpapier
 
Nachgedacht, mitgemacht - Schulstart mit Recyclingpapier
ASF wirbt fĂŒr umweltfreundliches Papier und bietet auch Beratung in den Klassen an

Die langen Sommerferien neigen sich dem Ende zu und die Schulen öffnen in einigen Tagen wieder ihre TĂŒren. Und mit dem Schulstart werden sich viele SchĂŒlerinnen und SchĂŒler stapelweise mit Schulmaterial eindecken. Zwar verwenden die meisten Schulen seit vielen Jahren Recyclingpapier, auch im Unterricht setzen Lehrerinnen und Lehrer ausschließlich dieses umweltfreundliche Papier als ArbeitsblĂ€tter ein. Aber bei den Schulheften hapert es noch. Der Anteil von Recyclingprodukten an bundesweit rund 200 Millionen Schulheften macht nur fĂŒnf bis zehn Prozent aus. Entsprechend groß ist der Beitrag, den Eltern und SchĂŒler mit ihrer Entscheidung fĂŒr Recyclingpapier fĂŒr den Schutz von Klima und Ressourcen leisten können.

Doch oft sind Schulhefte aus Recyclingpapier in den GeschĂ€ften kaum zu finden. Viele HĂ€ndler begrĂŒnden ihre Entscheidung damit, dass Hefte aus Recyclingpapier vom Kunden nicht angenommen werden wĂŒrden. „Das muss nicht so bleiben“, erklĂ€rt UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik, und weist auf einen neuen Aufkleber hin, den die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung (ASF) entwickelt hat. Er ist fĂŒr die Schaufenster der Schreibwarenanbieter vorgesehen und wirbt mit dem Motto „Nachgedacht – mitgemacht!„ fĂŒr das Angebot von Recyclingschulheften mit dem Blauen Engel. ErgĂ€nzend dazu gibt es eine Übersicht unter www.abfallwirtschaft-freiburg.de , Stichwort „Einkaufshilfe“, in der GeschĂ€fte, die Schulmaterial in RecyclingpapierqualitĂ€t anbieten, aufgelistet sind.

LĂ€ngst gibt es in Schulen beste Erfahrungen mit Schulheften aus Recyclingpapier, deren gute QualitĂ€ten ĂŒberzeugen. Die Zeiten des grauen Öko-Papiers sind lange vorbei: Heute gibt es verschiedene Farbnuancen und das hellste Recyclingpapier ist von Frischfaserpapier nicht mehr zu unterscheiden.

Die ASF bietet auch eine Abfallberatung in den Schulen an, geht in einzelne Klassen und lĂ€sst die Kinder unter anderem eigenes handgeschöpftes Recyclingpapier herstellen. Dabei macht Susanna Gill von der ASF hĂ€ufig die Erfahrung, dass die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler sehr wohl nachvollziehen können, warum Recyclingpapier Vorteile fĂŒr die Umwelt bringt: „Den Kindern wird schnell klar, wieso die Energie und die Wasserersparnis so eindrucksvoll ist: bei der Verwendung von Altpapier als Rohstoff spart man sich den ressourcenintensiven Weg vom Produkt Holz hin zu Zellstoff“.

FĂŒr die Umwelt punktet das Papier sowieso, denn es besteht zu 100 Prozent aus Altpapier. SchĂŒlerinnen und SchĂŒler können mit Recyclingpapier das Klima schĂŒtzen, WĂ€lder schonen und dadurch LebensrĂ€ume und Artenvielfalt erhalten. Eine gute Orientierung beim Kauf bietet das Umweltzeichen „Blauer Engel“, das auf jedem Artikel prangt.

Die Kriterien des „Blauen Engel“ verbieten den Einsatz von Chlor und Bleichmitteln, weitere Chemikalien und deren Einsatz bei der Herstellung sind stark eingeschrĂ€nkt. Die Umweltvorteile sind enorm, weshalb auch die Stadtverwaltung Freiburg bereits seit langem auf Recyclingpapier setzt und ausschließlich gute Erfahrungen damit gemacht hat.

Haben Sie Interesse an einer Beratung in Ihrer Schule? Dann wenden Sie sich bitte an die ASF, Susanna Gill, Telefon: 76707-74 oder per E-Mail unter gill@abfallwirtschaft-freiburg-de.
Mehr
 

 
NABU begrĂŒĂŸte Bundesumweltministerin Hendricks an der Unteren Havel
Miller: Flussrenaturierung mit Modellcharakter – Bundeswasserstraßenreform fĂŒr weitere Naturschutzmaßnahmen nutzen

Rathenow – Mit Blick auf die geplante Reform der Bundeswasserstraßen sieht der NABU große Potenziale fĂŒr mehr Naturschutzprojekte an FlĂŒssen, die Artenvielfalt fördern und gleichzeitig einen Beitrag zum Hochwasserschutz leisten können. AnlĂ€sslich des heutigen Besuchs von Bundesumweltministerin Hendricks im NABU-Projektgebiet an der Unteren Havel betonte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller erneut die Notwendigkeit eines Kurswechsels in der Flusspolitik. „Das NABU-Projekt zur Renaturierung der Unteren Havel darf kein Einzelfall bleiben. Es muss ein Vorbild sein fĂŒr weitere Naturschutzgroßprojekte, die dazu beitragen, unsere FlĂŒsse wieder lebendiger zu machen.“ Unter FederfĂŒhrung des NABU und gemeinsam mit dem Bund und den LĂ€ndern Brandenburg und Sachsen-Anhalt wird die Untere Havel wieder naturnah gestaltet. Derzeit ist es das grĂ¶ĂŸte Flussrenaturierungsvorhaben in Europa.



„Es besteht weiterhin großer Handlungsbedarf an unseren FlĂŒssen, besonders auch an den Bundeswasserstraßen. Nur etwa ein Prozent von ihnen ist momentan in einem guten ökologischen Zustand“, so Miller. Der NABU hatte im Vorfeld der Bundestagswahlen 2013 deutlich auf diese MissstĂ€nde hingewiesen und sich stark fĂŒr ein Bundesprogramm Blaues Band eingesetzt, mit dem die Renaturierung von FlĂŒssen und Auen finanziert werden kann. Die Regierungsparteien haben diese Forderung in ihrem Koalitionsvertrag fĂŒr die aktuelle Legislaturperiode aufgegriffen, ein Rahmenkonzept zur Aufstellung des Bundesprogramms wird gerade von den zustĂ€ndigen Ministerien erarbeitet.



Hintergrund:

70 Kilometer westlich von Berlin liegt das grĂ¶ĂŸte zusammenhĂ€ngende Feuchtgebiet im Binnenland des westlichen Mitteleuropas: die Untere Havel. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Havel zur Wasserstraße ausgebaut, Deiche und Staustufen errichtet, KanĂ€le und EntwĂ€sserungsgrĂ€ben angelegt. Flussarme und UferwĂ€lder gingen verloren. In den kommenden Jahren wird die Untere Havel wieder ein StĂŒck ihrer alten Struktur zurĂŒckerhalten. Arten wie Fischotter, Eisvogel, Sumpfdotterblume und Silberweide finden so wieder einen besseren Lebensraum. Bereits 2015, wenn die Havelregion Ausrichter der Bundesgartenschau sein wird, soll die Untere Havel an einigen Stellen wieder ein lebendiger Fluss mit naturnahen Ufern sein.
Mehr
 

 
NABU: Nun schon ĂŒber 2,5 Milliarden fĂŒr die Fehmarnbelt-Hinterlandanbindung
Miller: Finanzpolitisch desaströses Projekt stoppen

Berlin – Die Hinterlandanbindung zur geplanten festen Fehmarnbeltquerung nimmt nach Auffassung des NABU bereits vor der ersten BautĂ€tigkeit einen Ă€hnlich desaströsen Verlauf wie die Negativ-Beispiele Stuttgart 21 oder der Flughafen Berlin-Brandenburg. Die infrastrukturelle und finanzielle Fehlplanung besonders bei Großvorhaben hat System.

In Erinnerung zu rufen sind die Verlautbarungen offizieller Stellen: Noch vor Unterzeichnung des Staatsvertrages zwischen Deutschland und DĂ€nemark 2009 wurde angesichts des mangelnden Bedarfes eine alternative Querung des Fehmarnsundes vom Bundesverkehrsministerium kategorisch ausgeschlossen. Die offizielle Prognose ging ab 2030 tĂ€glich von nur rund 5.000 Fahrzeugen zusĂ€tzlich aus. Nunmehr argumentiert der damals wie heute zustĂ€ndige StaatssekretĂ€r im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, diametral entgegengesetzt mit dem angeblich deutlich zunehmenden Verkehrsaufkommen, um so gleich zwei zusĂ€tzliche FehmarnsundbrĂŒcken fĂŒr Straßen- und Bahnverkehr zu rechtfertigen. Die Neubauten werden deswegen nötig, weil die ĂŒber 50 Jahre alte Fehmarnsundquerung fĂŒr eine weitere Verkehrszunahme zu marode ist. Genau dies wurde jedoch von der Deutschen Bahn AG zu diesem Zeitpunkt noch vehement bestritten. Eine ErklĂ€rung hierfĂŒr sind die Beteiligten bis heute schuldig geblieben. Vermutet werden können entweder planerischerKosten-Schlendrian oder wohlkalkulierter Meinungsumschwung. Zudem soll nun anstelle des staatsvertraglich vereinbarten Ausbaus der Bestandstrasse durch die OstseebĂ€der die Bahnverbindung zwischen LĂŒbeck und Puttgarden auf Fehmarn zur LĂ€rmbĂŒndelung an die Autobahn verlegt werden.

Die Zunahme der Kosten ist schwindelerregend: Ohne dass auch nur ein einziger Spatenstich erfolgt ist, haben sich die Projektkosten der Hinterlandanbindung nun allein auf deutscher Seite bereits von ehemals 860 Millionen auf mindestens 2,5 Milliarden Euro erhöht. „TĂ€uschen und Tarnen bei der Planung großer Infrastrukturvorhaben hat System. Auf Basis angeblich niedriger Annahmen holt man sich zunĂ€chst die parlamentarische Zustimmung. Sind dann rechtlich Fakten geschaffen, kommen die wahren Kosten auf den Tisch. Diese ökonomisch wie ökologisch verantwortungslose Politik muss endlich gestoppt werden“, so NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller.

Ingo Ludwichowski, LandesgeschĂ€ftsfĂŒhrer NABU Schleswig-Holstein: „Wenn die Kosten bereits vor dem Abschluss des Staatsvertrages bekannt gewesen wĂ€ren, wĂ€re das Projekt schon damals tot gewesen.“

Besonders bizarr ist aus NABU-Sicht, dass eine BrĂŒckenlösung fĂŒr eine reibungslose Abwicklung vor allem des Straßenverkehrs nachweislich ungeeignet ist. Denn angesichts zunehmender Starkwinde ist die kleine FehmarnsundbrĂŒcke schon heute hĂ€ufig fĂŒr Wohnwagen und Lkw, die auf ihrer RĂŒckfahrt aus Skandinavien meist leer unterwegs sind, gesperrt.

„Es ist kaum zu glauben, dass ein finanziell ausuferndes Vorhaben mit billigen Maßnahmen noch schlechter gemacht werden soll. Das ist ein infrastruktureller und finanzieller Offenbarungseid auf Kosten von Natur und Umwelt“, so Fehmarnbeltexperte und Leiter Umweltpolitik beim NABU Hamburg, Malte Siegert.
Mehr
 

 
NABU: Auch Elche mĂŒssen wandern können
Miller: Bundesprogramm Wiedervernetzung konsequent umsetzen

Berlin – Ein Elchbulle geriet zu Wochenbeginn in die Schlagzeilen, weil sein Ausflug aus freier Wildbahn in einem FirmengebĂ€ude in Sachsen endete. Mit Blick auf den in Sachsen umherwandernden Elch weist der NABU auf die Bedeutung von GrĂŒnbrĂŒcken hin und ruft die Bundesregierung zu einer konsequenten Umsetzung des von ihr beschlossenen Bundesprogramms Wiedervernetzung auf. „Das Beispiel des jungen Elchbullen zeigt, dass wir unsere Landschaft wieder durchgĂ€ngiger fĂŒr Tierarten mit großen RaumansprĂŒchen machen mĂŒssen. Einmal hatte der Elch die Bundesautobahn schon ĂŒberquert, ein zweites Mal hĂ€tte er es vielleicht nicht geschafft“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller.

In diesem Jahr habe es bereits mehrfach Elchbeobachtungen im grenznahen Bereich zu Polen und Tschechien gegeben, die potenziellen Wanderrouten seien aber vielerorts durch Straßen unterbrochen, geeignete LebensrĂ€ume so nur schwer erreichbar. Der NABU fordert die Bundesregierung auf, das im Jahr 2012 beschlossene Bundesprogramm Wiedervernetzung nun konsequent anzugehen und fĂŒr eine zĂŒgige Umsetzung zu sorgen. Von den in diesem Papier identifizierten 99 prioritĂ€r erforderlichen Querungsbauwerken an deutschen Fernstraßen wurde erst ein einziges Projekt auf regulĂ€rem Wege fertig gestellt, wenige weitere sind in Bau oder in der Planungsphase.

„Ohne einen eigenen Haushaltstitel innerhalb des Straßenbauetats dĂŒrfte es schwierig werden, die geplante Umsetzung des Programms bis zum Jahr 2020 tatsĂ€chlich zu erreichen. Das Konjunkturpaket II hat vor vier Jahren einen kurzen Aufwind gebracht, einige GrĂŒnbrĂŒcken konnten so außerplanmĂ€ĂŸig finanziert werden. Nun herrscht aber wieder Flaute in Sachen Wiedervernetzung“, so NABU-Naturschutzexperte Till Hopf. Mit Querungshilfen wĂŒrde das Problem der Zerschneidung von LebensrĂ€umen zwar nicht vollstĂ€ndig gelöst. Besonders fĂŒr grĂ¶ĂŸere mobile Arten stellen sie aber unverzichtbare Hilfen fĂŒr den Ortswechsel innerhalb ihres Lebensraumes bzw. zwischen TeillebensrĂ€umen dar.

Hintergrund:

Manche Naturlandschaft gleicht aus Tiersicht heute einem Flickenteppich isolierter Gebiete, in dem arttypisches Wanderverhalten nicht mehr möglich ist. Sechsspurige Autobahnen, LĂ€rmschutzwĂ€nde, ICE-Trassen und unĂŒberwindbare WildschutzzĂ€une entlang der Autobahnen trennen Artgenossen und LebensrĂ€ume und verhindern Wanderungen und Austausch. Zudem kommen auf Deutschlands Straßen jĂ€hrlich mehrere Hunderttausend Wildtiere bei Kollisionen ums Leben – oft auch mit fatalen Folgen fĂŒr die beteiligten Autofahrer.

Der NABU forderte daher bereits im Jahr 2008 in seinem NABU-Bundeswildwegeplan, in einem ersten Schritt bis zum Jahr 2020 zentrale Wildwege wieder zu öffnen. DafĂŒr wurden 125 vordringliche Konfliktstellen identifiziert, die durch die Errichtung von GrĂŒnbrĂŒcken und anderen Querungsbauwerken entschĂ€rft werden könnten.

Das im Jahr 2012 von der Bundesregierung verabschiedete Bundesprogramm Wiedervernetzung greift diese Anregungen auf und listet insgesamt 99 Projekte, die fĂŒr eine Wiedervernetzung realisiert werden mĂŒssen und bis zum Jahr 2020 umgesetzt sein sollen. Zwar konnten zwischenzeitlich 18 Querungshilfen aus dem Konjunkturpaket II finanziert werden, wovon eine in Bau und 16 fertiggestellt sind. Aus dem regulĂ€ren Verkehrsetat wurde bisher aber erst ein Landschaftstunnel realisiert, zwei GrĂŒnbrĂŒcken sind in Bau. FĂŒr neun weitere Projekte laufen die Planungen. Damit sind lediglich rund Dreiviertel des vordringlichen Vernetzungsbedarfs noch nicht in Planung oder Umsetzung.
Mehr
 

 
NABU-Umweltsteuer auf GetrÀnkeverpackungen ist rechtlich zulÀssig
Miller: Mit politischem Willen die Einwegflut stoppen

Berlin – Der EinfĂŒhrung einer Umweltsteuer auf GetrĂ€nkeverpackungen in Deutschland steht aus rechtlicher Sicht nichts im Weg. Das belegen zwei vom NABU in Auftrag gegebene Gutachten. Der NABU fordert seit Jahren zusĂ€tzlich zum Pfand eine solche Abgabe auf GetrĂ€nkeverpackungen, um der stetig steigenden Menge von Einwegplastikflaschen im GetrĂ€nkemarkt Einhalt zu gebieten.

„Von einzelnen Experten und Industrie ins Feld gefĂŒhrte Zweifel ĂŒber die rechtliche ZulĂ€ssigkeit einer GetrĂ€nkeverpackungssteuer konnten durch unser Rechtsgutachten ausgerĂ€umt werden. Das wird auch von einem zweiten unabhĂ€ngigen Gutachter bestĂ€tigt. Jetzt braucht es allein den politischen Willen, um die Einwegflut zu stoppen“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller und appellierte an Umweltpolitiker und Umweltministerium, entsprechend zu handeln. Eine lenkende Steuer sei ein wirksames und effizientes Mittel, um die Menge an umweltschĂ€dlichen Einwegplastikflaschen endlich zu verringern. Mit einer zusĂ€tzlichen Umweltabgabe könnten 400.000 Tonnen PlastikmĂŒll und 1,5 Millionen Tonnen CO2 jĂ€hrlich vermieden werden. Das 2003 eingefĂŒhrte Einwegpfand hat zwar zur Reduzierung von MĂŒll in der Landschaft durch Plastikflaschen gefĂŒhrt, das Ziel, zukĂŒnftig 80 Prozent aller GetrĂ€nke in Mehrwegflaschen, Schlauchbeuteln oder GetrĂ€nkekartons abzufĂŒllen, aber nicht erreicht. Die umweltfreundlichen BehĂ€lter haben lediglich einen Marktanteil von unter 50 Prozent. Viele Verbraucher suchen in den Discountern heute vergeblich nach umweltfreundlichen Alternativen zur Einweg-Plastikflasche oder GetrĂ€nkedose. Die Steuer wĂŒrde diese stĂ€rker belasten als umweltfreundliche GetrĂ€nkeverpackungen. So wĂŒrden Verbraucher nicht nur die Umwelt sondern auch ihren Geldbeutel schonen.

Kritiker einer Umweltabgabe haben bisher auf vermeintliche rechtliche HĂŒrden der Steuer hingewiesen, wie z.B. die Unvereinbarkeit mit gĂ€ngigem deutschem und europĂ€ischem Wettbewerbsrecht, die mögliche erdrosselnde Wirkung auf den GetrĂ€nkesektor oder die Diskriminierung von auslĂ€ndischen AbfĂŒllern. „Die jetzt veröffentlichten Gutachten machen klar, dass die Ziele und das Lenkungskonzept der Steuer mit der BerufsausĂŒbungsfreiheit, also dem deutschen Grundgesetz, sowie dem europĂ€ischen Binnenmarkt und Umweltrecht, also dem primĂ€ren und sekundĂ€ren europĂ€ischen Unionsrecht vereinbar sind.

Sowohl das Gutachten wie auch die Stellungnahme zum Gutachten kommen zu dem Schluss, dass eine GetrĂ€nkeverpackungssteuer die konsequente FortfĂŒhrung der Verantwortung von GetrĂ€nkeherstellern und HĂ€ndlern zur Schonung von Ressourcen und Umwelt ist“, so NABU-Leiter Ressourcenpolitik Benjamin Bongardt.

Die Hauptpunkte in den rechtlichen EinschĂ€tzungen zur GetrĂ€nkeverpackungssteuer sind: Der Gesetzgeber hat im Steuerrecht einen sehr großen Gestaltungsspielraum. Zudem haben AbfĂŒller und HĂ€ndler auf dem deutschen und europĂ€ischen GetrĂ€nkemarkt viele Möglichkeiten auf die Steuer zu reagieren, sei es durch den Austausch von umweltschĂ€dlichem Verpackungsmaterial oder durch einen Umstieg auf die AbfĂŒllung in Mehrweggebinden sowie durch mehr Einsatz von SekundĂ€rmaterialien. Die Steuer kann klar diskriminierungsfrei gestaltet werden, da es in- und auslĂ€ndischen Produzenten auf dem europĂ€ischen Markt mit im Grundsatz gleichen Wirtschaftsbedingungen möglich ist, Rohstoffe fĂŒr ihr Verpackungsmaterial zu besorgen.

„Auch der Kunde wird in seiner Handlungsfreiheit nicht ĂŒbermĂ€ĂŸig eingeschrĂ€nkt. Vielmehr bekommt der Einzelhandel Anreize, wieder Mehrwegverpackungen in sein Sortiment aufzunehmen und damit den Verbrauchern eine Wahl fĂŒr umweltfreundliche GetrĂ€nkeverpackungen zu erleichtern“, so Bongardt.

Die Gutachten und weitere Informationen zum NABU-Vorschlag fĂŒr eine GetrĂ€nkeverpackungssteuer finden Sie unter www.NABU.de/getraenkeverpackungssteuer
Mehr
 

 
Freiburger Abfallbilanz 2013
Spitze beim Reduzieren von AbfÀllen sowie beim getrennten Sammeln

Die Freiburgerinnen und Freiburger sind spitze im LĂ€ndle, was die Vermeidung von MĂŒll angeht: Nur 113 Kilo Rest- und SperrmĂŒll erzeugten sie 2013 pro Kopf. Das ist das beste Ergebnis im Vergleich der kreisfreien StĂ€dte in Baden-WĂŒrttemberg. Damit liegt Freiburg rund 22 Prozent unter dem statistischen Landesdurchschnitt von 144 Kilo Rest- und SperrmĂŒll pro Person. In der im Juli 2014 vom Umweltministerium Baden-WĂŒrttemberg veröffentlichten Abfallbilanz 2013 werden die Abfallmengen aller Stadt- und Landkreise miteinander verglichen. Die zustĂ€ndige UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik freut sich ĂŒber das Freiburger Ergebnis und lobt den verantwortungsvollen Umgang der Freiburgerinnen und Freiburger mit kommunalen AbfĂ€llen. „Die SelbstverstĂ€ndlichkeit, mit welcher die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger AbfĂ€lle als Wert- und Rohstoffe behandeln, ist beispielhaft“.

Die Menge der separat erfassten und recycelbaren AbfĂ€lle liegt deutlich ĂŒber dem Landesdurchschnitt. An vorderster Stelle steht Freiburg hier vor allem mit der Sammlung organischer BioabfĂ€lle, deren Menge seit EinfĂŒhrung der braunen Tonne im Jahr 1997 kontinuierlich gestiegen ist. So konnten 2013 insgesamt 14.757 Tonnen AbfĂ€lle aus der Biotonne kompostiert oder energetisch genutzt werden. Mit einer Pro-Kopf-Menge von 68 Kilo sammelt statistisch gesehen jede Freiburgerin und jeder Freiburger 51 Prozent mehr organische AbfĂ€lle als der Landesdurchschnitt.

Mit rund 20.240 Tonnen Altpapier sammelte Freiburg 93 Kilo Altpapier pro Kopf und liegt damit 10 Kilo ĂŒber dem Landesdurchschnitt. Die Altglasmenge blieb mit 6.428 Tonnen und 29 Kilo pro Einwohner rund 12 Prozent ĂŒber dem Landesdurchschnitt.

Im Landesdurchschnitt liegt Freiburg bei der Menge an erfassten Elektro- und ElektronikgerĂ€ten. Insgesamt 1.702 Tonnen wurden ĂŒber die bestehenden Sammelsysteme SperrmĂŒll und Recyclinghöfe gesammelt. Um diese Menge zu erhöhen, stellte die Abfallwirtschaft Freiburg (ASF) 2013 mehrere Wertstoffinseln zur dezentralen Erfassung von Elektroschrott, Glas und Altmetall in verschiedenen Stadtteilen probeweise auf. Bereits in der Versuchsphase zeigte sich eine erfreulich hohe Akzeptanz bei der Bevölkerung, insbesondere bei der Sammlung von ElektrokleingerĂ€ten. Durch die stadtweite Einrichtung von weiteren 24 Wertstoffinseln Anfang 2014 erwartet die ASF einen Anstieg dieser Menge im nĂ€chsten Jahr.

Die RestmĂŒllmenge sank trotz einer gestiegenen Einwohnerzahl auf 20.637 Tonnen und verringerte sich um rund 149 Tonnen gegenĂŒber dem Vorjahr.

Fester Bestandteil des stĂ€dtischen Abfallwirtschaftskonzepts ist die wohnortnahe Sammlung von Schadstoffen. Freiburgs BĂŒrgerinnen und BĂŒrger nutzen dazu die Recyclinghöfe oder das Schadstoffmobil, wenn es in den Stadtvierteln vorbei kommt. Dementsprechend hoch ist die Menge an abgegebenen Problemstoffe: Sie liegt mit 1,2 Kilo pro Kopf rund 64 Prozent ĂŒber dem Landesdurchschnitt.

Auch im 25-jĂ€hrigen Bilanzierungszeitraum der Abfallstatistik Baden-WĂŒrttemberg verzeichnet Freiburg innerhalb der Stadtkreise die grĂ¶ĂŸte Minderung des Haus- und SperrmĂŒllauf-kommens mit einer Reduzierung von 111 Kilo pro Einwohnerin und Einwohner. Bedingt durch die Korrekturen des Statistischen Landesamtes geht die Landesabfallbilanz fĂŒr 2013 von 218.459 Einwohnerinnen und Einwohnern in Freiburg aus. Im Jahr 2012 wurde noch mit einer Einwohnerzahl von 230.582 Einwohnern gerechnet. Daher weichen die Pro-Kopf-Mengen 2013 von den Ergebnissen der vorigen Jahre ab.
 
 

NABU-Kreuzfahrtranking 2014: Erste Anbieter nehmen Kurs auf Umweltschutz
Aida Valencia mit Rauchfahne / Foto: NABU
 
NABU-Kreuzfahrtranking 2014: Erste Anbieter nehmen Kurs auf Umweltschutz
AIDA-Schiffe holen auf ­– Abgasproblem der Branche bleibt

Hamburg – Vertreter des NABU stellten am heutigen Donnerstag in Hamburg eine Rangliste der umweltfreundlichsten Kreuzfahrtschiffe in Europa vor. Demnach setzte sich der deutsche MarktfĂŒhrer AIDA Cruises mit seiner AnkĂŒndigung, umfassende Abgastechnik auf allen Schiffen einbauen zu wollen, an die Spitze des aktuellen Kreuzfahrt-Rankings. Vorjahressieger TUI Cruises fiel zurĂŒck, da auch der jĂŒngste Flottenzugang, die „Mein Schiff 3“ und die kommenden Schiffe „Mein Schiff 4“ bis „Mein Schiff 6“ immer noch ĂŒber keinen Rußpartikelfilter verfĂŒgen und die eingebauten Stickoxid-Katalysatoren lediglich die Abgase der Hilfsmotoren, nicht aber der Hauptmaschinen reinigen. Das Ranking umfasst alle 28 Schiffsneubauten fĂŒr den europĂ€ischen Kreuzfahrtmarkt im Zeitraum 2014 bis 2019 und bewertet die Umweltfreundlichkeit eines Schiffes anhand des verwendeten Kraftstoffs sowie der eingesetzten Abgastechnik.

NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller: „‘Geht nicht, gibt’s nicht, brauchen wir nicht‘ – mit diesen Standardaussagen haben sich die Kreuzfahrtanbieter lange Zeit gegen moderne Abgassysteme auf ihren Ozeanriesen gesperrt. Mit der AnkĂŒndigung von AIDA Cruises, die gesamte Flotte mit moderner Abgastechnik in Form von Rußpartikelfilter und Stickoxid-Katalysator auszustatten, kommt endlich Bewegung in den Markt. Der deutsche MarktfĂŒhrer setzt sich damit weltweit an die Spitze der Branche. Unsere Analyse zeigt aber auch, dass sich die meisten Anbieter weiterhin weigern, den Schadstoffausstoß ihrer Schiffe auf ein Minimum zu reduzieren.“

Noch im Dezember 2011 hatte der NABU AIDA Cruises mit dem Umwelt-Negativpreis „Dinosaurier des Jahres“ ausgezeichnet und damit das Umweltproblem der Schiffsabgase prominent adressiert.

NABU-Leiter Verkehrspolitik Dietmar Oeliger: „Seit dem an AIDA Cruises verliehenen Umwelt-Dino und den Rankings der vergangenen beiden Jahre können wir deutliche Verbesserungen bei einzelnen Reedereien erkennen. Allerdings handeln nicht alle Akteure aus reinem Altruismus, sondern bereiten sich auf eine VerschĂ€rfung der Abgaswerte in Nord- und Ostsee ab 2015 vor. Dann werden strengere Vorschriften zum Schwefelgehalt der Kraftstoffe gelten, die nur mit einem Wechsel auf höherwertigen Schiffsdiesel oder FlĂŒssiggas eingehalten werden können. Ein AbgaswĂ€scher, der sogenannte Scrubber, ermöglicht leider fast allen Reedereien, auch kĂŒnftig mit dem billigeren, aber giftigen Schweröl zu fahren, das im Falle von Havarien zu Umweltkatastrophen riesigen Ausmaßes fĂŒhrt.“

Laut dem internationalen Verkehrsexperten Axel Friedrich sind vor allem die enormen Abgasmengen das zentrale Problem der Kreuzfahrtschiffe, hinter das alle anderen Umweltschutz- und NachhaltigkeitsbemĂŒhungen der Unternehmen zurĂŒcktreten. „Der Luftschadstoff Dieselruß, der von den in dicht besiedelten HafenstĂ€dten ankernden Schiffen in die Luft geblasen wird, verursacht Herzkreislauferkrankungen wie Herzinfarkte, aber auch Krebs und trĂ€gt nach Kohlendioxid am deutlichsten zum Klimawandel bei. Doch auch Schwefel- und Stickoxide schaden der menschlichen Gesundheit und sensiblen Ökosystemen und mĂŒssen daher dringend reduziert werden. Daher muss die Verwendung von schwefelarmen Kraftstoffen sowie der Einsatz von Rußpartikelfiltern und Stickoxid-Katalysatoren auch in der Hochseeschifffahrt obligatorisch sein.“

Malte Siegert, Leiter Umweltpolitik des NABU Hamburg, verwies am Beispiel von Hamburg zudem auf die Situation der HafenstĂ€dte: „Die zunehmende Abgasbelastung durch die wachsende Zahl von KreuzfahrtanlĂ€ufen in Hamburg, Rostock oder Kiel ist alarmierend. Ein Mittel zur Senkung der Emissionen sind LandstromanschlĂŒsse, die jedoch verpflichtend genutzt werden sollten. Der NABU fordert eine Bonus-Malus-Regelung fĂŒr alle Schiffe. Reeder, die den Landstrom nutzen, sollten Rabatte bei den HafengebĂŒhren erhalten. Alle anderen Reedereien, die die Motoren ihrer Schiffe ohne Abgastechnik in den HĂ€fen weiter laufen lassen, sollten hingegen mit einem Malus belegt werden, also höhere GebĂŒhren zahlen.“
 
 

 
NABU startet Projekt zum Kiebitz-Schutz
Neue Schutzmethoden fĂŒr Wiesenvögel in der Agrarlandschaft–Förderung durch das Bundesprogramm Biologische Vielfalt

Bergenhusen – Noch vor 50 Jahren war der Kiebitz ein Allerweltsvogel, der fast ĂŒberall auf Feldern und Wiesen in Deutschland hĂ€ufig anzutreffen war. Heute ist er aus vielen Agrarlandschaften verschwunden und gehört mittlerweile zu den bedrohten Vogelarten. Sein Bestand ist in den vergangenen zwanzig Jahren um mehr als die HĂ€lfte zurĂŒckgegangen, so dass in Deutschland nur noch ca. 80.000 Paare brĂŒten. Intensive landwirtschaftliche Nutzung und verĂ€nderte Fruchtfolgen haben zu starken BestandsrĂŒckgĂ€ngen gefĂŒhrt.

Mit dem Projekt „Der SympathietrĂ€ger Kiebitz als Botschafter: Umsetzung eines Artenschutz-Projektes zur Förderung des Kiebitzes in der Agrarlandschaft“ will der NABU einen wichtigen Beitrag zum Schutz dieser attraktiven Vogelart leisten. Der Kiebitz brĂŒtet fast ausschließlich auf landwirtschaftlichen NutzflĂ€chen und ist damit von den AktivitĂ€ten der Landwirte abhĂ€ngig.

„Hoher und dichter Pflanzenwuchs macht den Kiebitzen eine erfolgreiche Brut und Jungenaufzucht oftmals unmöglich. Hier setzt das Projekt an. Wir erproben Maßnahmen, die sich in den Arbeitsablauf der Landwirte einbinden lassen, um Kiebitzen wieder geeignete BrutplĂ€tze zu bieten. So sollen auf Äckern und Wiesen vegetationslose FlĂ€chen geschaffen werden, um den Vögeln eine Brut zu ermöglichen: denn sie lieben die Rundumsicht“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller anlĂ€sslich der Auftaktveranstaltung zum Projektstart am Montag im Michael-Otto-Institut in Bergenhusen.

Knapp fĂŒnf Jahre lang werden neue Schutzmethoden fĂŒr Kiebitze und andere Vogelarten entwickelt und in ganz Deutschland in Zusammenarbeit mit Landwirten ausprobiert. Erfolgversprechende Maßnahmen sollen aufbereitet und in Agrarumweltmaßnahmen integriert werden. Abschließend sollen die Erfahrungen im Kiebitzschutz in einem Handbuch gebĂŒndelt werden. Drei Viertel der Kosten von insgesamt 1,45 Millionen Euro werden vom Bundesumweltministerium im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt ĂŒbernommen. Ein Viertel tragen das Schleswig-Holsteinische Umweltministerium, die Hanns R. Neumann Stiftung und der NABU.

In einigen Jahren soll ĂŒberprĂŒft werden, wie diese und andere Schutzmaßnahmen greifen, damit der Kiebitz wieder eine Zukunft hat.

Das Projekt wird gefördert durch das Bundesamt fĂŒr Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums fĂŒr Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.
Mehr
 



Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 
24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 
47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 
70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 
93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 
116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 
139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 
162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 
185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 
208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 
231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 
254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 
277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 
300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 
323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 


Copyright 2010 - 2017 Benjamin Jäger