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Samstag, 21. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
NABU: Kabinettsbeschluss zur ElektromobilitĂ€t ist SchildbĂŒrgerstreich
Berlin – Der NABU kritisiert das heute vom Kabinett beschlossene ElektromobilitĂ€tsgesetz. NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller: „Die Freigabe von Busspuren fĂŒr Elektroautos und Plug-In-Hybride zeugt von großer Unkenntnis der realen MobilitĂ€tswelt in den StĂ€dten. Schon heute muss sich eine stark wachsende Anzahl von Radfahrern den knappen Fahrraum mit Bussen teilen. ZukĂŒnftig soll nach dem Willen der Bundesregierung auch ein Porsche Cayenne mit elektrischer Reichweite von 30 Kilometern auf diesen Busspuren fahren. Das wird nicht zur Akzeptanz der ElektromobilitĂ€t in den StĂ€dten beitragen. StĂ€dte und Kommunen mĂŒssen diesem SchildbĂŒrgerstreich unbedingt Einhalt gebieten.“



Auch kostenloses Parken fĂŒr Elektroautos lehnt der NABU ab. Es könne nicht sein, dass mit öffentlichen Steuergeldern teurer Parkraum subventioniert werde. Hier zeige sich, dass die Bundesregierung kein klares Konzept fĂŒr eine Verkehrswende habe, so Miller. Statt generell umweltfreundliche MobilitĂ€t zu unterstĂŒtzen und umweltschĂ€dliche MobilitĂ€t stĂ€rker zu belasten, werde stur versucht, das Ziel – eine Million Elektroautos bis 2020 auf den Markt zu bringen – umzusetzen.
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Papieratlas 2014: Freiburg glĂ€nzt als „Mehrfachsieger“ beim StĂ€dtewettbewerb
Berlin, 25.09.2014 – Freiburg im Breisgau gehört als „Mehrfachsieger“ auch 2014 zu den „Recyclingpapierfreundlichsten StĂ€dten Deutschlands“. Zum vierten Mal in Folge bestĂ€tigte die Stadt ihre herausragenden Leistungen im Rahmen des diesjĂ€hrigen Papieratlas-StĂ€dtewettbewerbs. Die weiteren „Mehrfachsieger“ sind Essen, Bonn, Göttingen und Halle (Saale). Die anderen diesjĂ€hrigen Gewinner sind Erlangen erstmals als „Recyclingpapierfreundlichste Stadt“ sowie Herne als „Aufsteiger des Jahres“.

Die Initiative Pro Recyclingpapier (IPR) fĂŒhrte den StĂ€dtewettbewerb bereits zum siebten Mal in Kooperation mit dem Bundesumweltministerium, dem Deutschen StĂ€dtetag, dem Umweltbundesamt sowie dem Deutschen StĂ€dte- und Gemeindebund durch. Schirmherrin ist Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks. Der Papieratlas 2014 beinhaltet die Angaben von erstmals 92 StĂ€dten zum Papierverbrauch und den Einsatzquoten von Recyclingpapier sowie die erzielten ökologischen Einspareffekte in den Bereichen Energie, Wasser und CO2-Emissionen. Insgesamt legten 75 Prozent aller angefragten StĂ€dte ihre Daten zur Papierbeschaffung offen.

Mit einer durchschnittlichen Quote von rund 82 Prozent nutzen Deutschlands Kommunen mehr Recyclingpapier als je zuvor. Damit konnte das Niveau des Vorjahres nochmals um etwa 1,5 Prozent gesteigert werden. „Das außergewöhnliche Engagement der StĂ€dte mit den kontinuierlich steigenden Einsatzquoten zeigt, dass die Kommunen Recyclingpapier als einfaches und effizientes Instrument sehr aktiv nutzen, um ihre Beschaffung immer nachhaltiger auszurichten“, so Michael Söffge, Sprecher der IPR.

Freiburg geht seit Jahren mit bestem Beispiel bei der Nutzung von Recyclingpapier voran. In 2013 hat die Stadt durch die Verwendung von Recyclingpapier rund 5,6 Mio. Liter Wasser, rund 1,1 Mio. Kilowattstunden an Energie sowie mehr als 30.500 Kilogramm CO2 eingespart. Papier mit dem Blauen Engel spart in der Produktion gegenĂŒber Frischfaserpapier bis zu 60 Prozent nEnergie, bis zu 70 Prozent Wasser und verursacht weniger klimaschĂ€dliches CO2. Das Umweltzeichen „Blauer Engel“ garantiert zudem, dass die QualitĂ€t dieser Papiere allen Anforderungen modernster GerĂ€te zum Drucken und Kopieren gerecht wird und höchste Anforderungen an die Archivierbarkeit erfĂŒllt.
 
 

Wildnis, Klettertouren, Waldtheater und mehr: Ferienwochen im Waldhaus
Die wilden Kerle beim SpĂŒlen / (c) Waldhaus Freiburg
 
Wildnis, Klettertouren, Waldtheater und mehr: Ferienwochen im Waldhaus
Abenteuer statt Sommerloch heißt das Motto derzeit im Waldhaus Freiburg. Seit Mitte August sind hier die Ferienwochen im Gange. Auf dem Programm stehen Spaß, Bewegung, Abenteuerspiele, freies Spiel und Aktionen rund um die Themen Wald und Natur. Mittags gibt es ein gemeinsames Mittagessen – selbst gekocht am Feuer. Insgesamt waren und sind in den Ferienwochen 130 Kinder und zahlreiche erfahrenen Betreuer und Betreuerinnen mit an Bord.

Erstmals gab es in der zweiten Augustwoche eine Ganztagsbetreuung fĂŒr junge Abenteurer von 5 bis 7 Jahren, die Waldspielplatzwoche. Hier kamen die Kleinen groß raus, was sie besonders bei der eifrigen Mithilfe beim Essen kochen am Lagerfeuer bewiesen. In der anschließenden Wildniswoche ging es etwas wilder zu. Bei der Anmeldung waren die Jungs am schnellsten, so wurde die Wildniswoche zur Wilde-Kerle-Woche.

In Kooperation mit der Stadt bietet das Waldhaus drei Ferienwochen an, die Freiburger Schulkindern vorbehalten sind. Diese Wochen starten schon morgens um 7.30 Uhr und enden nach dem Mittagessen um 14 Uhr. In der Abenteuerwoche bauten die Kinder eine SeilbrĂŒcke ĂŒber einen wilden Bach. Sogar eine WaldĂŒbernachtung stand auf dem Programm - Petrus feuchter Weckdienst um halb sechs morgens inklusive. In der Waldtheaterwoche spĂŒrten und spielten die Kinder MĂ€rchen und Mythen im Wald nach. Besonders groß war die Nachfrage nach der derzeit laufenden letzten Sommerferienwoche. Deshalb stellte das Waldhausteam hier drei Angebote parallel auf die Beine:

Beim Projekt „Leben im Wald“ verbringen Umwelt- und ZirkuspĂ€dagogen mit 25 Schulkindern eine kreative Walderlebniswoche. In der Survivalgruppe machen sich zehn Jugendlichen zwischen 10 und 14 Jahren zu Wander- und Klettertouren tiefer in den Wald auf. Eine dritte Gruppe pirscht im Sternwald umher und nutzt das GelĂ€nde des Waldhaus-Projektes Schulverwaldung.

Die nÀchsten Waldhaus-Ferienwochen werden im Februar 2015 auf der Homepage www.waldhaus-freiburg.de veröffentlicht. Ab dann sind Anmeldungen möglich.
 
 

 
NABU befĂŒrchtet Rolle rĂŒckwĂ€rts in der europĂ€ischen Umweltpolitik
Miller: Zusammenstellung der EU-Kommission ist umweltfeindlich

Berlin/BrĂŒssel – Der NABU befĂŒrchtet mit der Zusammenstellung der neuen EU-Kommission durch Jean-Claude Junker eine Rolle rĂŒckwĂ€rts in der europĂ€ischen Umweltpolitik. NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller: „Die Verteilung von Macht und Posten in der neuen Kommission, vor allem aber die expliziten AuftrĂ€ge, die der neue PrĂ€sident seinem Team gibt, lassen bei allen Natur- und UmweltschĂŒtzern die Alarmglocken schrillen. Wenn das EU-Parlament nicht noch Korrekturen erzwingt, sehen wir dem Ende der einstmals bewunderten Umweltpolitik der EU entgegen.“ Miller appellierte an alle Abgeordneten des EuropĂ€ischen Parlaments, im Rahmen der Anhörungen die Juncker-Kommission nur dann zu bestĂ€tigen, wenn diese ein klares Bekenntnis zu den Umweltzielen der EU sowie dem geltenden Recht abgebe.

Junckers veröffentlichter Brief an den neuen maltesischem Umwelt- und Fischereikommissar Karmenu Vella enthĂ€lt keinerlei AuftrĂ€ge, die aktuellen gravierenden Umweltprobleme zu lösen. Im Gegenteil: Es werden von ihm nur noch solche Initiativen erwĂŒnscht sein, die direkt der Industrie nĂŒtzen. „Dass ausgerechnet ein Kandidat aus Malta, wo die illegale Jagd auf Zugvögel immer noch an der Tagesordnung ist, nun die Existenzberechtigung der EU-Vogelschutzrichtlinie ĂŒberprĂŒfen soll, stĂ¶ĂŸt bei uns gelinde gesagt auf großes Erstaunen“, so Miller. „Wir erwarten von Vella schnellstmöglich eine klare Distanzierung von den RechtsbrĂŒchen in seiner Heimat und einen Beweis fĂŒr seine UnabhĂ€ngigkeit.“

Mit der Entscheidung, den im GeschĂ€ft mit fossilen EnergietrĂ€gern gut vernetzten Spanier Miguel Arias Cañete zum Kommissar fĂŒr Klima und Energie zu machen, sendet Juncker fatale Signale an die Weltöffentlichkeit und fĂŒr die wichtigen Weltklimakonferenzen 2014 in Lima und 2015 in Paris. „Die von Juncker angestrebte grĂ¶ĂŸere UnabhĂ€ngigkeit der EU von Energieimporten und mehr Energiesicherheit ist nur mit Hilfe des naturvertrĂ€glichen Ausbaus erneuerbarer Energien und der Steigerung der Energieeffizienz machbar, nicht aber mit dem Festhalten an Kohle, Atom und Fracking-Gas“, so Miller.
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Stilllegung des Kernkraftwerks Fessenheim
Französischer Sonderbeauftragter Jean-Louis Bianco bekrÀftigt PlÀne zur Stilllegung des Kernkraftwerks Fessenheim

Umweltminister Franz Untersteller: „Baden-WĂŒrttemberg hat mit der Stilllegung und dem RĂŒckbau von Kernkraftwerken bereits Erfahrungen gemacht. Diese stellen wir der französischen Regierung gerne zur VerfĂŒgung“

Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller hat sich vergangenen Freitag in Paris ĂŒber die aktuellen PlĂ€ne Frankreichs in der Energie- und Klimapolitik informiert. Der von der französischen Umwelt- und Energieministerin, SĂ©golĂšne Royal, eingesetzte Sonderbeauftragte fĂŒr internationale Beziehungen, Jean-Louis Bianco, bekrĂ€ftigte hierbei die Absicht seines Landes, das Kernkraftwerk Fessenheim Ende 2016 stillzulegen.

„Ich habe Monsieur Bianco mitgeteilt, dass Baden-WĂŒrttemberg ein großes Interesse an einem möglichst raschen Abschalten von Fessenheim hat“, erklĂ€rte Franz Untersteller heute (08.09.). Insbesondere die Erfahrungen Baden-WĂŒrttembergs, welche Auswirkungen die Stilllegung und der RĂŒckbau eines Kernkraftwerks auf die BeschĂ€ftigten, die Anwohner und die regionale Entwicklung haben können, seien dabei auf großes Interesse gestoßen. „Ich habe die französische Umwelt- und Energieministerin sowie ihren Sonderbeauftragten eingeladen, sich bei uns im Land selbst ein persönliches Bild hiervon zu machen“, sagte Minister Untersteller weiter. Bereits im April 2014 war der französische Regierungsbeauftragte zur Stilllegung des Kernkraftwerks Fessenheim, Jean Michel Malerba, einer solchen Einladung Unterstellers gefolgt.

Weitere Themen der GesprÀche in Paris waren der aktuelle Entwurf des französischen Energiewendegesetzes, der europÀische Klimaschutz und die mögliche Weiterentwicklung des europÀischen Emissionshandels sowie die Weltklimakonferenz 2015 in Paris.

Die französische Regierung unter StaatsprĂ€sident François Hollande hat angekĂŒndigt, den Kernenergieanteil an der Stromerzeugung von circa 75 Prozent bis zum Jahr 2025 auf 50 Prozent zu reduzieren und das Kernkraftwerk Fessenheim bis Ende 2016 abschalten zu wollen. Der aktuelle Entwurf des französischen Energiewendegesetzes setzt den Rahmen fĂŒr die kĂŒnftige Energie- und Klimapolitik des Landes. Er enthĂ€lt noch keine konkreten Vorgaben, wie der Anteil der Kernenergie bis 2025 reduziert werden soll.

Umweltminister Franz Untersteller hatte sich bereits unmittelbar nach seiner AmtsĂŒbernahme fĂŒr die zĂŒgige Stilllegung des Kernkraftwerks Fessenheim eingesetzt. Da der EU-Stresstest keine ernst zu nehmende PrĂŒfung anhand eines Sicherheitsmaßstabes vorgenommen hatte, hat das Umweltministerium Baden-WĂŒrttemberg das Öko-Institut und das PhysikerbĂŒro Bremen beauftragt, den Sicherheitsstandard des Kernkraftwerks Fessenheim nach deutschem Maßstab zu bewerten. Die Gutachter haben hierbei grundlegende Sicherheitsdefizite ermittelt.
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50 Jahre Regenwassermanagement
Exklusiver Einblick in die Unterwelt Freiburgs

Versteckte GĂ€nge, tiefe SchĂ€chte - was der Öffentlichkeit sonst verborgen bleibt, war heute erstmals fĂŒr die Presse zugĂ€nglich: Mit SchutzanzĂŒgen, Seilzug und fachlicher Begleitung ging es hinunter in das weitverzweigte Freiburger Kanalsystem. Dieses in Schuss zu halten und das Abwasser fachgerecht zu entsorgen, ist Aufgabe des Eigenbetriebs StadtentwĂ€sserung (ESE). Dazu gehört auch die Ableitung von Regenwasser, um die sich der ESE seit genau 50 Jahren kĂŒmmert. Ziel der Besichtigung war aus diesem Anlass das RegenĂŒberlaufbecken unterhalb des Komturplatzes.

Dort kreuzen sich nicht nur mehrere große Straßen, auch unterirdisch gibt es eine wichtige Infrastruktur: Der Mischwasserkanal, der das Regen- und Abwasser der nördlichen Altstadt abfĂŒhrt, trifft hier auf den nördlichen Arm des Gewerbekanals, der sich ab dort RoßgĂ€sslebach nennt. Bei Regen kommt hier eine Menge Wasser zusammen. Damit die KanĂ€le dann nicht ĂŒberlaufen, baute die Stadt 1964 das RegenĂŒberlaufbecken.

Das große unterirdische Becken verhindert auch, dass bei Regen zu viel Schmutz aus dem Abwasser in den relativ kleinen RoßgĂ€sslebach schwappt und ihn belastet: Das aus der Kanalisation kommende Wasser durchströmt das Becken bevor es ins GewĂ€sser fließt. Dadurch setzt sich der Schmutz ab und gelangt nicht in den Bach.

Das Regenwassermanagement des ESE umfasst neben der nun 50 Jahre alten Anlage weitere fĂŒnf Regen-Überlaufbecken, vier Regen-KlĂ€rbecken, einen Bodenfilter, sieben Regen-RĂŒckhaltebecken und viele Regen-Versickerungsanlagen.

Diese Anlagen sorgen zusammen mit dem rund 730 Kilometer langen Freiburger Kanalnetz dafĂŒr, dass das Regenwasser ohne Schaden fĂŒr BĂŒrger und GewĂ€sser abgeleitet wird.

HauseigentĂŒmer in der Pflicht

In AusnahmefĂ€llen, also bei richtig starkem Regen, kann es trotz ausgefeiltem Regenwassermanagement vorkommen, dass die Straßen ĂŒberschwemmen. „Die Haus- und GrundstĂŒckseigentĂŒmer mĂŒssen sich fĂŒr solche FĂ€lle wappnen und selbst Vorkehrungen treffen“, erklĂ€rte ESE-Betriebsleiter JĂŒrgen Bolder. Das ist auch im neuen Wassergesetz des Landes Baden-WĂŒrttemberg, das seit Jahresbeginn gilt, klar geregelt. Daneben macht die Hochwassergefahrenkarte auf die Gefahrengebiete aufmerksam und regt zum Selbstschutz an.

Die HauseigentĂŒmer sind auch dafĂŒr verantwortlich, dass die Leitungen, die das hĂ€usliche Abwasser zu den stĂ€dtischen KanĂ€len transportieren, in Ordnung sind. Repariert die StadtentwĂ€sserung öffentliche KanĂ€le, macht sie die anliegenden Hausbesitzer darauf aufmerksam, dass die Gelegenheit gĂŒnstig ist, auch die privaten Leitungen zu ĂŒberholen. Diese sind meist genauso alt wie der öffentliche Kanal, so dass zumindest die Dichtheit ĂŒberprĂŒft werden sollte. In vielen FĂ€llen arbeiten ESE und HauseigentĂŒmer Hand in Hand und bringen ihre Leitungen gleichzeitig auf den neuesten Stand.

KlÀren des Abwassers

Die StadtentwĂ€sserung kĂŒmmert sich nicht nur um das Kanalnetz und das Regenwassermanagement, sondern auch um die Behandlung des verschmutzten Abwassers. Die Stadt Freiburg hat sich dafĂŒr mit den Umlandgemeinden zum Abwasserzweckverband Breisgauer Bucht zusammengeschlossen. Die gemeinsame große KlĂ€ranlage wird seit 1980 bei Forchheim betrieben. Das operative GeschĂ€ft der StadtentwĂ€sserung erledigt seit 1999 die Freiburger Energie- und Wasserversorgung FEW - heute Badenova - im Auftrag der StadtentwĂ€sserung.

Die bei der StadtentwĂ€sserung anfallenden Kosten werden ĂŒber GebĂŒhren und BeitrĂ€ge auf alle verteilt, die Wasser verbrauchen und ableiten. Die Kosten fĂŒr öffentliche FlĂ€chen trĂ€gt die Stadt. Per Gesetz ist geregelt, dass keine Gewinne erwirtschaftet werden dĂŒrfen. Sollten dennoch kurzfristig ÜberschĂŒsse erzielt werden, gehen diese innerhalb von fĂŒnf Jahren an die GebĂŒhrenzahler zurĂŒck; analog bei möglichen Unterdeckungen.
 
 

 
Mini-BHKW-Förderprogramm „Kraftwerk Wiehre“
Resumée und Ausblick

Informationsveranstaltung fĂŒr GebĂ€ude- und WohnungseigentĂŒmer, Hausverwaltungen und an Heizungssanierung Interessierte

Am Dienstag, 23. September, findet um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung zum stĂ€dtischen Förderprogramm „Kraftwerk Wiehre“ und stromerzeugenden Heizungen (Mini-BHKW) in der Aula der Gertrud-Luckner-Gewerbeschule, Kirchstraße 4, statt.

Seit Februar 2013 fördert die Stadtverwaltung durch das Projekt „Kraftwerk Wiehre“ Beratung, Energiekonzepte und Modellvorhaben fĂŒr den Ausbau von Blockheizkraftwerken (BHKW). Wie die Angebote zu mehr Klimaschutz beitragen, wie es im nĂ€chsten Jahr mit der BHKW-Förderung weitergehen soll und welche aktuellen Fördermöglichkeiten fĂŒr Mini-BHKW es gibt, erfahren BĂŒrgerinnen und BĂŒrger an diesem Abend.

Die Wiehre mit ihren vielen, oftmals denkmalgeschĂŒtzten GrĂŒnderzeithĂ€usern und den damit verbundenen Restriktionen bei der energetischen Sanierung, vor allem der Fassaden und dem Fehlen von FernwĂ€rmenetzen, ist wie geschaffen fĂŒr den Ausbau der dezentralen Kraft-WĂ€rme-Kopplung und wurde deshalb in der nun abgeschlossenen Pilotphase als Fokusgebiet ausgewĂ€hlt.

WĂ€hrend BHKWs wohlige WĂ€rme fĂŒr Raumheizung und Warmwasser erzeugen, produzieren sie gleichzeitig Strom. Dieser kann entweder direkt im Haus verbraucht oder gegen eine VergĂŒtung ins Netz eingespeist werden. Die stromerzeugenden Heizungen sind gerade bei Altbauten und MehrfamilienhĂ€usern oft die wirtschaftlichste Möglichkeit einer energetischen Sanierung.

Seit Februar 2013 hatten HauseigentĂŒmer stadtweit die Möglichkeit mit einem kostenlosen Vor-Ort-Check die generelle Eignung ihres GebĂ€udes fĂŒr ein BHKW prĂŒfen zu lassen. Signalisierte dieser grĂŒnes Licht, folgte die Förderung eines Energiekonzeptes, das detailliert die Wirtschaftlichkeit und die Emissionsbilanz eines BHKW gegenĂŒber herkömmlichen Versorgungsmöglichkeiten fĂŒr das GebĂ€ude darstellte. Zudem stellte die Stadtverwaltung fĂŒr zehn Modellprojekte in der Wiehre finanzielle Mittel zur VerfĂŒgung, die beispielsweise Nachbarschaftsnetze oder modellhafte Lösungen anpeilten.

InfostĂ€nde, Veranstaltungen, Messeauftritte, BHKW-FĂŒhrungen und verschiedene Publikationen unterstĂŒtzten und begleiteten die stĂ€dtischen Förderangebote. Zudem wurden Energieberater und Handwerker zum Thema BHKW geschult und Hausverwalter und andere Multiplikatoren gezielt angesprochen.

Nach knapp zwei Jahren zieht die Stadt Freiburg nun in dieser Veranstaltung ein erstes ResumĂ©e. GebĂ€udeeigentĂŒmer und Hausverwalter aus der Wiehre, die Angebote von Kraftwerk Wiehre in Anspruch genommen haben, werden ĂŒber ihre Erfahrungen berichten. Zudem wird es einen Ausblick auf die geplante ProjektfortfĂŒhrung geben. Viel Raum erhalten auch die Fragen interessierter BĂŒrgerinnen und BĂŒrger zum Thema BHKW und Heizungserneuerung. Sowohl die Projektpartner als auch BHKW-Betreiber stehen als Ansprechpartner zur VerfĂŒgung.

Übrigens: Die Antragsfrist fĂŒr BHKW-Modellprojektförderungen bei „Kraftwerk Wiehre“ lĂ€uft noch bis 31. Oktober 2014. Wer jetzt noch weitere Informationen zu dem Beratungs- und Förderprogramm „Kraftwerk Wiehre“ benötigt, sollte sich möglichst schnell unter www.freiburg.de/kraftwerkwiehre oder bei der Hotline unter der Telefonnummer: 0761/7671644 informieren.
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NABU fordert stÀrkere Anstrengungen zum weltweiten Schutz tropischer WÀlder
NABU-Klimaschutzprojekte in Indonesien stoppen Abholzung

Berlin – AnlĂ€sslich des Internationalen Tages der TropenwĂ€lder fordert der NABU stĂ€rkere Anstrengungen zum weltweiten Schutz tropischer WĂ€lder. Jedes Jahr verschwindet eine RegenwaldflĂ€che grĂ¶ĂŸer als die Schweiz (17 Millionen Hektar) und jeden Tag werden bis zu 50 Arten fĂŒr immer ausgerottet. Geht dies ungebremst so weiter, wird es in spĂ€testens 50 Jahren keine RegenwĂ€lder mehr auf der Erde geben.

Vor diesem Hintergrund fĂŒhrt der NABU in Projekten in Indonesien und Äthiopien erfolgreich vor, dass lokale Maßnahmen gegen weitere Abholzung Wirkung zeigen. „Das Modell der Ökosystem-Restaurations-Konzession, wo Tropenwald zur nicht-kommerziellen Nutzung, sondern fĂŒr Aufforstung erworben wird, haben der NABU und seine Partner bereits im Harapan-Wald auf Sumatra erfolgreich etabliert“, sagte NABU-VizeprĂ€sident und Leiter des Fachbereiches Internationales, Thomas Tennhardt. Indonesien beherbergt nicht nur eine Reihe von „Hotspots“ der biologischen Vielfalt der sĂŒdostasiatisch-pazifischen TropenwĂ€lder, es machte in den zurĂŒckliegenden Jahrzehnten leider vor allem mit dem gewaltigen Ausmaß an Tropenwaldzerstörung Schlagzeilen. Zwar ist die jĂ€hrliche Entwaldung von 1,6 Millionen Hektar pro Jahr Anfang der 1990er Jahre auf inzwischen unter 600.000 Hektar zurĂŒckgegangen. Doch erst wenn die Netto-Entwaldung vollstĂ€ndig gestoppt ist, kann auch der anhaltende Verlust der BiodiversitĂ€t aufgehalten werden.

Anfang des Jahres 2014 hatten der NABU und seine indonesische Partnerorganisation Burung Indonesia in der Provinz Gorontalo auf Nord-Sulawesi ein neues Projekt zur Restauration von TropenwĂ€ldern gestartet. Die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesumweltministeriums fördert das von der KfW-Bank getragene Projekt mit 4,4 Millionen Euro. Die Stabilisierung der Landnutzung in den am Rand des Waldgebietes gelegenen Dörfern ist ein SchlĂŒsselfaktor fĂŒr den Schutz des Waldes. Die meisten Dörfer der Region entstanden im Zuge der so genannten Transmigrationspolitik Indonesiens in den 1970er und 1980er Jahren und wurden von landlosen Siedlern vor allem von den Inseln Java und Bali gegrĂŒndet.

Viele Familien kamen dorthin, um sich eine Existenz aufzubauen. Viele Siedler pflanzten kleine Kakaoplantagen an den Waldrand. Doch das KakaogeschĂ€ft kann viele Familien heute nicht mehr ernĂ€hren, Defizite bei der Trocknung und fehlende Fermentation der Kakaobohnen fĂŒhren dazu, dass aktuell keine hochwertigen Kakaoprodukte in der Region produziert werden können, die EinkĂŒnfte aus dem Kakaoanbau sind zu gering. Dennoch hatten sich Dörfer wie Makarti Jaya und andere am Rand des Gorontalo-Tropenwaldes gegen eine Umwandlung ihrer Kakao-FlĂ€chen in lukrativ erscheinende Palmölplantagen ausgesprochen. „Wie Sumatra, Borneo oder Papua Neuguinea gezeigt haben: Wo die Palmölplantagen Fuß fassen, verschwindet der Regenwald Tropenwaldschutz kann nur erfolgreich sein, wenn es gelingt, die LebensumstĂ€nde der lokalen Bevölkerung zu verbessern. Daran arbeiten wir jetzt in Gorontalo“, so Tom Kirschey, NABU-Experte fĂŒr Internationale Projektentwicklung, BiodiversitĂ€t und Klimaschutz. Auf einem vergangene Woche stattgefundenen Treffen der Projektpartner in Makarti Jaya stand daher die ökonomische Situation der Kakaobauern im Vordergrund. „Wir sind sehr hoffnungsvoll, dass es uns gelingt, eine FlĂ€che von 84.798 Hektar dauerhaft zu sichern. Die Rodung neuer WaldflĂ€chen konnte bereits seit Projektstart vollstĂ€ndig gestoppt werden“, so Kirschey.

Auch in anderen Regionen der Welt engagiert sich der NABU fĂŒr den Tropenwaldschutz, wie etwa im Kafa-BiosphĂ€renreservat in Äthiopien, der Heimat des Wildkaffees. Dort hat der NABU eine FlĂ€che von 2.800 Hektar neu bepflanzt und damit die Lebensgrundlage von mindestens 19.000 Haushalten verbessert. DarĂŒber hinaus wurden holzsparende, klimaschonende Öfen eingefĂŒhrt und die Strukturen fĂŒr den Ökotourimus verbessert. DarĂŒber hinaus hat der NABU ĂŒber seine Stiftung NABU International einen Regenwaldfonds gegrĂŒndet. „Wir mĂŒssen unsere TropenwĂ€lder erhalten, denn sie zĂ€hlen zu den wichtigsten LebensrĂ€umen der Erde. Nicht nur fĂŒr den Artenschutz, sondern auch fĂŒr unser Weltklima sind sie von entscheidender Bedeutung“, so NABU-VizeprĂ€sident Tennhardt.
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