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Dienstag, 24. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
Thomas Littek ein weiteres Mal zum Naturschutzbeauftragten gewÀhlt
Thomas Littek wurde heute vom Gemeinderat fĂŒr weitere fĂŒnf Jahre zum Naturschutzbeauftragten gewĂ€hlt.

Er ist einer der drei ehrenamtlichen Naturschutzbeauftragten der Stadt Freiburg. Die Naturschutzbeauftragten beraten und unterstĂŒtzen die untere Naturschutzbehörde der Stadt Freiburg, besonders bei der Beurteilung von Vorhaben und Planungen, die mit Eingriffen in Natur und Landschaft verbunden sind, bei Stellungnahmen zu Landschafts- und GrĂŒnordnungsplĂ€nen sowie zu Umweltberichten.

Nicht nur an die Fachkompetenz der Naturschutzbeauftragten werden hohe Anforderungen gestellt. Es wird von ihnen auch ein hohes Maß an KonfliktfĂ€higkeit erwartet, da sie zusammen mit der Naturschutzbehörde regelmĂ€ĂŸig Interessenskonflikten ausgesetzt sind.

Der promovierte Forstwirt ist nicht nur als Berater der unteren Naturschutzbehörde sehr gefragt, sondern bringt sich auch in den Naturschutzbeirat der Stadt ein und vertritt die Sichtweise des Naturschutzes als sachkundiger Einwohner im Umweltausschuss und im Bauausschuss. Auch die BĂŒrgerschaft befragt ihn hĂ€ufig zu naturschutzfachlichen Fragen.

In seiner bisherigen Amtszeit wirkte er bei so wichtigen Verfahren und Vorhaben wie dem Gesamtnachnutzungskonzept der Deponie Eichelbuck, der Planung des 3. und 4. Gleises der Deutschen Bahn sowie verschiedenen Naturdenkmalausweisungen mit. Die fachliche Kompetenz von Thomas Littek wird kĂŒnftig neben dem Ausbau der Windkraft, an die hohe Standards beim Vollzug des Artenschutzrechts gesetzt sind, auch bei der Ausarbeitung von ManagementplĂ€nen fĂŒr die Freiburger Natura-2000-Gebiete als Bestandteile des europĂ€ischen Schutzgebietssystems gefragt sein.

Thomas Littek ist 1955 in Gelsenkirchen-Buer in Nordrhein-Westfalen geboren, verbrachte seine Schulzeit ĂŒberwiegend in Freiburg, studierte Forstwissenschaften an der Albert-Ludwigs-UniversitĂ€t Freiburg, arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-WĂŒrttemberg, am Waldbau-Institut der UniversitĂ€t Freiburg sowie als Berater zwischen wissenschaftlichen Instituten und Forstbehörden. Durch diese TĂ€tigkeiten verfĂŒgt er ĂŒber ein umfangreiches Fachwissen, das im Naturschutz von großer Bedeutung ist. ZusĂ€tzlich engagiert er sich in zahlreichen Vereinen.
 
 

 
Klimaschutzpreis „Climate First“ und Naturschutzpreis: Jetzt bewerben!
Im kommenden Jahr vergibt die Stadt Freiburg zum zweiten Mal den Klimaschutzpreis „Climate First“ und den Naturschutzpreis. Beide Preise sind mit insgesamt 16.000 Euro dotiert und werden alle zwei Jahre ausgeschrieben.

Der Klimaschutzpreis ist mit 11.000 Euro dotiert und zeichnet ambitionierte und innovative Projektideen in den Bereichen Klimaschutz, Energiesparen, erneuerbare Energien und Verkehr aus. WettbewerbsbeitrĂ€ge können in Freiburg ansĂ€ssige Firmen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen einreichen, aber auch BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, Vereine, VerbĂ€nde, Schulklassen und -gruppen. Neben neuen Projekten können auch laufende oder abgeschlossene Projekte honoriert werden.

Das Preisgeld beim „Climate First“ wird aufgeteilt. Die eine HĂ€lfte geht an Kinder und Jugendliche oder an Projekte, die sich an sie richten. Die andere HĂ€lfte ist fĂŒr alle anderen Projekte gedacht. So hat eine kleine SchĂŒlergruppe dieselben Preis-Chancen wie die Wettbewerbsidee einer Forschungseinrichtung.

Der Naturschutzpreis ist mit 5000 Euro dotiert und wĂŒrdigt außergewöhnliche Leistungen im Naturschutz. Hier sind vor allem Freiburger Vereine, VerbĂ€nde, Schulen, Unternehmen und einzelne Personen angesprochen. Bei beiden Preisen können auch Anerkennungen ausgesprochen werden.

Interessierte können sich ab sofort bis zum 15. Dezember unter www.freiburg.de/umweltpreise bewerben. Über die Vergabe der Preise entscheidet eine unabhĂ€ngige Jury unter Leitung von UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik; ihr gehören Mitglieder des Gemeinderats, das Freiburger Agenda 21-BĂŒro und mehrere UmweltschutzverbĂ€nde an. Verliehen werden die Preise am 27. Februar 2015 im Rahmen der Messe „GebĂ€ude.Energie.Technik“ (GETEC).

Ausschreibungsunterlagen und Richtlinien zu beiden Preisen stehen ab sofort online auf www.freiburg.de/umweltpreise. Die Bewerbungsfrist endet am Montag, 15. Dezember. Weitere Informationen gibt es im Umweltschutzamt bei Manuela Schillinger (Tel. 0761/201-6110, manuela.schillinger@stadt.freiburg.de) und Britta Wehrle (Tel. 0761/201-6115, britta.wehrle@stadt.freiburg.de).
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Karlsruhe: Umfrage des Landes zum Thema Radverkehr
Wirkungskontrolle auch in Karlsruhe

Das Ministerium fĂŒr Verkehr und Infrastruktur des Landes möchte wissen, wie es um den Radverkehr in Baden-WĂŒrttemberg bestellt ist. Daher hat es eine Haushaltsbefragung in Auftrag gegeben. Auch Karlsruhe gehört zu den insgesamt elf StĂ€dten und drei Landkreisen, in denen zufĂ€llig ausgewĂ€hlte Bewohnerinnen und Bewohner um Auskunft gebeten werden. Ziel ist, ein aktuelles Stimmungsbild aus der Bevölkerung zum Radverkehr zu erhalten. Bei der sogenannten Wirkungskontrolle möchte das Land daher wissen, wie die aktuelle Situation des Radverkehrs bewertet wird, wo Handlungsbedarf besteht und welche Hemmnisse einer Fahrradnutzung entgegen stehen.

Die Umfrage wird telefonisch durch das Markt- und Meinungsforschungsinstitut SMR ab Mitte Oktober durchgefĂŒhrt. Alle Angaben werden anonym ausgewertet. Die Befragung ist freiwillig, wobei im Interesse einer umfassenden gezielten Verbesserung fĂŒr den Radverkehr dem Land natĂŒrlich daran gelegen ist, dass es möglichst viele Antworten erhĂ€lt. In den Fragen geht es um das MobilitĂ€tsverhalten und die Verkehrsmittelwahl sowie um die Motivation fĂŒrs Radfahren. Wer von sich sagt, dass er nicht zu den Radfahrern gehört, wird gebeten mitzuteilen, was die Nutzung des Rades befördern wĂŒrde. Zudem sollen die AktivitĂ€ten der Kommune beurteilt werden. Auf Wunsch der Stadt Karlsruhe wird auch nach Fahrradabstellanlagen in der Innenstadt gefragt.
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Wald-Bilanz der Bundesregierung tĂ€uscht ĂŒber Defizite hinweg
UmweltverbĂ€nde sehen nach Vorstellung der Ergebnisse der dritten Bundeswaldinventur (BWI3) durch Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt weiterhin Defizite beim Waldnaturschutz. Laut Bericht der Bundesregierung ist der Bestand der BuchenwĂ€lder anteilig weiter gewachsen. Zudem sind die WĂ€lder im Vergleich zur Bundeswaldinventur von 2002 (BWI2) geringfĂŒgig Ă€lter geworden und verfĂŒgen ĂŒber leicht gestiegene HolzvorrĂ€te. „Diese Ergebnisse sind begrĂŒĂŸenswert, dĂŒrfen aber nicht darĂŒber hinwegtĂ€uschen, dass Deutschland immer noch weit davon entfernt ist, eine internationale Vorbildrolle bei der ökologischen Waldnutzung und dem Waldnaturschutz einzunehmen“, so BUND, Forum fĂŒr Umwelt und Entwicklung, Greenpeace und NABU. Die UmweltverbĂ€nde bedauern, dass die Ergebnisse zur BWI3 nicht umfassend veröffentlicht wurden, und werden sich, sobald diese vorliegen, nach dieser ersten, vorlĂ€ufigen Bewertung ausfĂŒhrlich damit befassen.

„Die Zunahme der BuchenwaldflĂ€che sagt nichts darĂŒber aus, wie die Forstwirtschaft mit den seltenen, alten BuchenwĂ€ldern in Deutschland umgeht“, sagt Greenpeace GeschĂ€ftsfĂŒhrerin Brigitte Behrens. „Fakt ist, dass hierzulande zu wenige BuchenwĂ€lder streng geschĂŒtzt sind, obwohl Deutschland fĂŒr deren Schutz die weltweit grĂ¶ĂŸte Verantwortung hat.“

„Der Holzvorrat in unseren WĂ€ldern liegt derzeit immer noch bei weniger als der HĂ€lfte der HolzvorrĂ€te, die es in UrwĂ€ldern oder ĂŒber lange Zeit ungenutzten WĂ€ldern gibt“, sagt Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund fĂŒr Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). „Mehr Holz im Wald bindet auch mehr klimaschĂ€dliches Kohlendioxid und ist Voraussetzung fĂŒr eine grĂ¶ĂŸere Artenvielfalt. Unsere WĂ€lder mĂŒssen insgesamt deutlich Ă€lter werden, dies muss die Waldnutzung berĂŒcksichtigen“, sagte Weiger. Die NaturschutzverbĂ€nde kritisieren in dem Zusammenhang, dass die Auswertungen BĂ€ume von ĂŒber 160 Jahren pauschal zusammenfassen, was nicht einmal die HĂ€lfte der Lebensspanne der Baumart Buche ausmacht. Damit sind keine differenzierten Aussagen zu den alten WĂ€ldern möglich. Die NaturschutzverbĂ€nde kritisieren zudem, dass die misslungene Bewertung der NaturnĂ€he aus der vorhergehenden BWI ĂŒbernommen wurde.

Zu wenig Waldschutz – erst 1,9 Prozent der deutschen WĂ€lder streng geschĂŒtzt

Derzeit werden nur 1,9 Prozent der deutschen WĂ€lder dauerhaft forstwirtschaftlich nicht mehr genutzt und sind entsprechend rechtlich geschĂŒtzt. Auf diesen FlĂ€chen können sich Waldstrukturen entwickeln, die vor allem auf Grund der vielen alten und dicken BĂ€ume entstehen. Diese sind fĂŒr den Erhalt der biologischen Vielfalt unverzichtbar. Nach Beschluss der Bundesregierung, der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) von 2007, sollen bis zum Jahr 2020 fĂŒnf Prozent der deutschen WĂ€lder dauerhaft ohne forstwirtschaftliche Nutzung sein. „Momentan gibt es von Seiten der meisten BundeslĂ€nder und der Bundesregierung nur halbherzige Schritte, um dieses Ziel zu erreichen“, kritisiert NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke. „Bundesregierung und BundeslĂ€nder als grĂ¶ĂŸte öffentliche Waldbesitzer mĂŒssen umgehend Maßnahmen beschließen, um neue Waldschutzgebiete einzurichten.“ Besonders zusammenhĂ€ngende WĂ€lder ĂŒber 100 Hektar sollten dabei berĂŒcksichtigt werden.

„Es gibt keinen Holzmangel, aber die derzeitige Holzverwendung ist ökologisch und gesellschaftlich untragbar. Gut die HĂ€lfte der verwendeten Holzmenge wird ohne vorherige anderweitige Nutzung verbrannt. Aus der anderen HĂ€lfte werden zu großen Teilen kurzlebige - und Verpackungsprodukte erzeugt“, so JĂŒrgen Maier vom Forum Umwelt und Entwicklung. Wenn durch Holzprodukte energieintensive Rohstoffe ersetzt werden sollen, muss die Holzindustrie verstĂ€rkt Lösungen fĂŒr die Verwendung von Laubholz in langlebigen Produkten anbieten können. Nur dann machen Holzprodukte wirklich Sinn.
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Energiewende braucht stabile Nord-SĂŒd-Verbindungen statt Kleinstaaterei
UmweltverbĂ€nde fordern sorgfĂ€ltigen Stromnetz-Ausbau nach Bedarf statt nach Belieben – Geplante Nord-SĂŒdverbindungen unterstĂŒtzen Atomausstieg in SĂŒddeutschland

Berlin (7. Okt. 2014). AnlĂ€sslich der Netzausbau-Beratungen am heutigen Dienstag im Berliner Koalitionsausschuss warnen der Naturschutzbund Deutschland (NABU), die Deutsche Umwelthilfe (DUH), WWF Deutschland und Germanwatch davor, die notwendige Stromnetzplanung fĂŒr eine naturvertrĂ€gliche Energiewende zu behindern. Die laufenden Planungen mĂŒssten nicht neu aufgerollt, sondern mit intensiven BĂŒrgerdialogen begleitet und zĂŒgig fortsetzt werden. „Auch wenn noch Unsicherheiten bei der Planung des Netzausbaus bestehen, lĂ€sst sich aus den Eckdaten und Szenarien fĂŒr die Energiewende in den kommenden zehn Jahren ein erheblicher Ausbaubedarf der Stromnetze ableiten“, betont Leif Miller, BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer des NABU.

Die Politik sollte bei der Umsetzung des notwendigen Stromnetzumbaus auch in komplexen schwierigen Situationen RĂŒckgrat zeigen und nicht in Kleinstaaterei verfallen. Sie trĂ€gt die Verantwortung fĂŒr eine Stromnetzplanung, die fĂŒr ganz Deutschland stimmig und anschlussfĂ€hig an das europĂ€ische Stromnetz sein muss. Auch der bayerische MinisterprĂ€sident Seehofer kann nicht einfach als EinzelkĂ€mpfer regionale Interessen ĂŒber das Gemeinwohl stellen. „Anstelle von politischen Irrlichtern, die ihren BĂŒrgern unredliche Alternativen vorgaukeln, brauchen wir einen Dialog mit den BĂŒrgern, damit die sorgfĂ€ltige Umsetzung der Stromnetzplanung gelingen kann", so Peter Ahmels, Leiter Energie und Klima der DUH.

Auf die Risiken und Kosten eines verschleppten oder unzureichenden Stromnetzausbaus wird in verschiedenen Studien kritisch verwiesen. Durch eine weitere Verzögerung des Ausbaus der bisher vorgesehenen Gleichstromverbindungen vom Norden in den SĂŒden drohen aufgrund eines vermehrten Netzengpassmanagements erhebliche Kosten. Diese entstehen durch die kurzfristigen FahrplanĂ€nderungen der Kraftwerke zur Wahrung der NetzstabilitĂ€t. Ein gĂ€nzlicher Verzicht auf die Leitungen könnte schlimmstenfalls sogar zu einer Aufteilung des deutschen Strommarktes fĂŒhren, mit erheblichen Mehrkosten fĂŒr den verbrauchstarken SĂŒden. „Durch einen klugen Netzausbau werden Emissionen und Kosten minimiert und Versorgungssicherheit maximiert. Wer die Energiewende will, kann nicht nur auf den Bau neuer fossiler Kraftwerke setzen, ohne seine GlaubwĂŒrdigkeit zu riskieren“, so Regine GĂŒnther, Leiterin Klimaschutz- und Energiepolitik des WWF Deutschland.

Die Gleichstromverbindungen, deren energiewirtschaftliche Notwendigkeit nach umfangreicher öffentlicher Konsultation im Bundesbedarfsplangesetz festgestellt worden ist, sollen kĂŒnftig den im Norden und Osten produzierten Windstrom in den verbrauchsstarken SĂŒden transportieren. Bei allen Gleichstromtrassen sind auch Teilerdverkabelungen vorgesehen. Dadurch bestehen besonders gute Möglichkeiten, Konflikte mit der Bevölkerung zu vermeiden. Nur im Dialog mit den Betroffenen vor Ort wird es gelingen, den Planungsprozess nachvollziehbar zu machen. Da muss viel erklĂ€rt werden. Natur- und Landschaftsschutz sowie der Schutz des Wohnumfelds von Betroffenen sind dabei die wichtigsten Themen. „Bundesnetzagentur und Netzbetreiber sollten den frĂŒhzeitigen, transparenten Dialog zu Netzausbauprojekten wie dem SuedLink vertieft weiterfĂŒhren. Das ist eine Grundlage fĂŒr den Atomenergieausstieg auch in Bayern, ohne dass der Strompreis dort explodiert“, so Christoph Bals, Politischer GeschĂ€ftsfĂŒhrer von Germanwatch. An den Planungen der Gleichstrompassagen SĂŒd-Ost und SuedLink sollten sich alle Betroffenen und insbesondere die politischen Vertreter - auch aus Bayern - konstruktiv beteiligen, um die konfliktĂ€rmsten und naturvertrĂ€glichsten Trassenkorridore festlegen zu können.
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HolzrĂŒcken, Schnitzen, Handholzen, Boote bauen
Die Waldhaus-Termine im Oktober 2014

Sonntag, 12. Oktober, 14 bis 18 Uhr | Anmeldeschluss: 8. Oktober
Sonntagswerkstatt im Waldhaus: Schnitzkurs mit JĂ€rmo Stablo
Der Forstwissenschaftler und HolzkĂŒnstler JĂ€rmo Stablo bietet wieder seine beliebten Schnitzkurse an. Teilnehmer lernen in der gemĂŒtlichen AtmosphĂ€re der Holzwerkstatt die Grundtechniken des Schnitzens und fertigen in Anlehnung an Stablos „Bruchtest-MĂ€nnchen“ nach eigenen Ideen an nur einem Nachmittag eine eigene kleine Holzskulptur.
TN-Beitrag 20 Euro inkl. Material, Kinder ab 10 Jahren in Begleitung eines teilnehmenden Erwachsenen. Anmeldung erforderlich.

Donnerstag, 16. Oktober, 18 – 21 Uhr | Anmeldeschluss: 9. Oktober
GrĂŒnholzwerkstatt: Rund um die Axt – Gebrauch und Pflege
In diesem Kurs lernen die Teilnehmer nicht nur, fachgerecht mit der Axt umzugehen und mit dem richtigen Werkzeug Holz zu spalten. Sie erfahren auch, wie eine anstĂ€ndige Werkzeugpflege aussieht. Unter Anleitung von Axel Steiert, Schreinermeister und Technischer Fachwirt, können sich Teilnehmer im SchĂ€rfen von Äxten wie auch im Einsetzen von Werkzeugstielen ĂŒben. Bitte eigene Werkzeuge wie SpalthĂ€mmer, Äxte, Beile usw. mitbringen; neue Werkzeugstiele gibt es bei Bedarf am Kursabend gegen GebĂŒhr vom Kursleiter.
Teilnahmebeitrag: 35 Euro.

Sonntag, 19. Oktober, 11 bis 17 Uhr
3. HolzrĂŒcketag: Waldarbeit mit echter PferdestĂ€rke
Zum dritten Mal zeigen HolzrĂŒcker und ihre Pferde aus ganz Baden-WĂŒrttemberg und dem Elsass diese Variante der Waldarbeit, die den Waldboden und Baumbestand schont. Bei einem bunten Programm fĂŒr die ganze Familie können Besucher sich ĂŒber RĂŒckearbeit mit dem Pferd als perfekte ErgĂ€nzung zu moderner Technik und im Sinne einer Erhaltung alten Kulturguts informieren. DarĂŒber hinaus gibt es traditionelles Holzhandwerk zu sehen und Familien können selbst in der Holzwerkstatt aktiv werden. FĂŒr das leibliche Wohl sorgt das WaldHaus-CafĂ© mit regionalen und saisonalen SpezialitĂ€ten.
Eintritt frei.

Samstag, 25. Oktober, ganztÀgig | Anmeldeschluss: 15. Oktober
Schnupperkurs: HolzrĂŒcken mit dem Pferd
Der Europameister im einspĂ€nnigen HolzrĂŒcken, JĂŒrgen Duddek, zeigt in diesem Tageskurs die schonende Waldarbeit mit echter PferdestĂ€rke. Außer SensibilitĂ€t im Umgang mit dem Tier, Respekt vor eigenen Grenzen und einem GespĂŒr fĂŒr die Besonderheit der Situation sind keine Vorkenntnisse nötig.
TeilnahmegebĂŒhr: 99 Euro, nĂ€here Informationen unter www.juergen-duddek.de.

Samstag, 25. Oktober, ganztÀgig | Anmeldeschluss: 17. Oktober
Mit der Axt im Wald: Handholzerkurs
An diesem Tag haben VĂ€ter und Söhne, GroßvĂ€ter und Enkel und alle anderen, denen die körperliche Arbeit im Wald Spaß macht, Gelegenheit, auf traditionelle Weise gemeinsam einen Baum zu fĂ€llen. Dabei erhalten Teilnehmer einen Einblick ins uralte Handwerk der BaumfĂ€llung und Holzgewinnung mit Axt und Zweimann-HandsĂ€ge. Einen hiebsreifen Baum auswĂ€hlen, ihn zielgenau, sicher und schonend zu Fall bringen und fachgerecht aufbereiten – das ist eine echte Herausforderung. Referent: Axel Steiert, Schreinermeister und Technischer Fachwirt.
Teilnahmebeitrag: 45 Euro, Kinder ab 10 Jahren in Begleitung eines teilnehmenden Erw. 25 Euro, ab 14 Jahren ohne Begleitung möglich.

Sonntag, 26. Oktober, 15 bis 18 Uhr | Anmeldeschluss: 21. Oktober
Reise vom Baum zum Wein
Auf einem Spaziergang vom Waldhaus zu den RebflĂ€chen des Lorettobergs wird die enge Verbundenheit von Wald und Wein dargestellt. ZurĂŒck im Waldhaus demonstriert der KĂŒfer Mark Sieder das Handwerk der Fassherstellung. Anschließend kommen die Teilnehmer in den Genuss, bei einer Vergleichsverkostung besondere Weine aus der Region zu probieren. Ein Imbiss exklusiver WildspezialitĂ€ten unterstreicht die traditionsreiche Symbiose von Wald und Wein. Referenten: Diplomforstwirt Eric Doye und Lebensmittelchemiker JĂŒrgen Sigler (Staatliches Weinbauinstitut).
Teilnahmebeitrag: 24 Euro, inkl. kleiner Speisen und GetrÀnke.

Herbstferienprogramm

Montag, 27., bis Freitag, 31. Oktober, tÀglich 7.30 bis 14 Uhr | Anmeldeschluss: 10. Oktober
Abenteuercamp fĂŒr Freiburger Schulkinder ab 6 Jahren
Auf große und kleine Abenteurer warten im Waldhaus spannende und erlebnisreiche Ferien. Die Tiere und Pflanzen des Waldes bereiten sich auf den nahenden Winter vor und die Kinder rĂŒsten das Abenteuercamp fĂŒr die kĂ€ltere Jahreszeit. Die Mahlzeiten werden ĂŒber dem Feuer gekocht und gebacken.
Referenten: Tim Heun, Lehrer und ErlebnispÀdagoge, u.a.
Teilnahmebeitrag: 75 Euro, ermĂ€ĂŸigt 45 Euro, inkl. Mittagessen

Montag, 27., bis Freitag, 31. Oktober, tÀglich 8.15 bis 18 Uhr | Anmeldeschluss: 10. Oktober
Bootsbaukurs: Das „Volksboot“ aus Weißtanne
Teilnehmer bauen unter Anleitung des Bootsbauexperten Thomas Grögler mit eigenen HĂ€nden aus Brettern der heimischen Weißtanne ein universell einsetzbares „Volksboot“. Das von Wyatt Moore fĂŒr den Lake Caddo/Texas entworfene Boot ist ein schönes Beispiel fĂŒr Ă€sthetische und funktionale Einfachheit im Bootsbau. Lediglich zwei rechteckige Bretter bilden durch Verwindung einen schönen Bootsrumpf. Zum Abschluss des Kurses wird eine Probefahrt unternommen. Das ca. 4,80 Meter lange Holzboot ist hervorragend fĂŒr Angler und JĂ€ger geeignet, doch auch fĂŒr VergnĂŒgungsfahrten mit bis zu 5 Personen ist das autodachtransportfĂ€hige leichte Weißtannenboot ideal. Thomas Grögler ist Schreiner, Boots- und Möbelbauer, und ein mehrfach ausgezeichneter Designer.
Teilnahmebeitrag: 749 Euro, inklusive Material. Nach dem Motto „Ein Boot – ein Preis“ sind Teampartner (Kinder ab 10 Jahren) kostenlos dabei. Links: www.groenlaender.de und www.groegler-atelier.de.


Weitere Informationen und Anmeldung unter www.waldhaus-freiburg.de und Tel. 0761/896477-10.
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Geplantes Kleinanlegerschutzgesetz bedroht BĂŒrgerprojekte
Kerstin Andreae (GrĂŒne) und Gernot Erler (SPD) treffen sich mit
Projektbeteiligten zum Runden Tisch.

Freiburg, 02.10.2014: Durch die geplante Gesetzesnovelle zum
Vermögensanlagegesetz sehen viele BĂŒrgerprojekte in der Region ihre
Finanzierungsgrundlage gefÀhrdet. Schon Anfang September hatte das
AktionsbĂŒndnis „WirsindnichtProkon“ mit einer Stellungnahme und
Protestschreiben an Abgeordnete auf die Problematik aufmerksam
gemacht. Am 30. September trafen sich nun die
Bundestagsabgeordneten Kerstin Andreae und Gernot Erler mit einer
Gruppe von Aktiven aus unterschiedlichsten Organisationen zum Runden
Tisch im Vorderhaus der Fabrik fĂŒr Handwerk und Kultur, Freiburg.
Matern von Marschall (CDU) war leider verhindert, hörte sich die
Bedenken der Projektengagierten aber schon am 19. September im
kleineren Rahmen an.

Mehr Verbraucherschutz fĂŒr KleinanlegerInnen soll die Novellierung des
Vermögensanlagengesetzes bringen. AnlÀsslich der Insolvenz des
Windparkentwicklers Prokon soll der sogenannte „graue Kapitalmarkt“ stĂ€rker
reguliert werden. Doch die geplanten Regelungen haben (so sicherlich nicht
beabsichtigte) Risiken und Nebenwirkungen, die Stefan Rost vom 3HĂ€userProjekt
des MietshĂ€user Syndikats den Abgeordneten darlegte. GrĂ¶ĂŸtes Hemmnis fĂŒr
solidarische Wohnprojekte, freie Schulen, Energiegenossenschaften,
Kulturprojekte, DorflÀden und viele mehr ist die Pflicht einen Verkaufsprospekt
aufzulegen, wenn jÀhrlich mehr als 100.000 Euro an Nachrangdarlehen
eingeworben werden sollen. Dieser Prospekt ist ein umfangreiches Dokument,
muss von Fachpersonen erstellt, von vereidigten WirtschaftsprĂŒfern testiert und
von der Bundesaufsicht fĂŒr Finanzdienstleistungen (BaFin) geprĂŒft und aufbewahrt
werden. Kosten von rund 50.000 Euro kommen damit auf Projekte zu, die schon
ohne ĂŒberbordende bĂŒrokratische Regelungen nur wirtschaftlich sind, weil sie die
Kosten niedrig halten und mit viel ehrenamtlichem Engagement arbeiten. Der
personelle Aufwand ist in den 50.000 Euro, die im Übrigen nicht nur einmalig
sondern jÀhrlich anfallen, noch gar nicht eingerechnet.

Kerstin Andreae stellte daraufhin die berechtigte Frage, ob denn KleinanlegerInnen
ĂŒberhaupt mehr Schutz benötigten und ob der Gesetzesentwurf diesen Schutz
auch bringe. Annette Bohland von der GLS Bank berichtete, dass AnlegerInnen aus
ihrem Kundenkreis sich sehr wohl darĂŒber bewusst seien, dass eine achtprozentige
Rendite nicht mit einer risikolosen Geldanlage zu erzielen ist. Ihre Erfahrung ist,
dass Menschen MĂŒndigkeit entwickeln und Verantwortung ĂŒbernehmen, wenn sie
als mĂŒndig und verantwortungsbereit angesprochen werden. Dies leistet aus ihrer
Sicht der Gesetzentwurf nicht. Außerdem hatte Prokon ja einen solchen
Verkaufsprospekt aufgelegt – mit dem Segen der BaFin. Diese prĂŒft Prospekte
jedoch ausschließlich nach formalen und nicht nach inhaltlichen Kriterien, wie
Georg Hille, Projektmanager von der Ökogeno bekrĂ€ftigte. Weder die zu
erwartenden Einnahmen, noch die angesetzten Kosten werden auf ihre PlausibilitÀt
hin ĂŒberprĂŒft. Stattdessen gilt es Formalien einzuhalten. Heraus kommt ein 60 bis
100seitiges Papier, das ohne fachkompetente Anleitung nicht verstÀndlich ist und
das insofern auch kaum ein Anleger jemals durchliest.

Katja Barth, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin des MietshĂ€user Syndikats, sprach gar von
Verbraucherbevormundung statt Verbraucherschutz, denn die Menschen, die ihr
Geld eben nicht in einem dubiosen Fonds sondern in Projekten der
Solidarökonomie vor Ort anlegen, möchten dies weiter tun können. Dies wird nicht möglich sein,
wenn eben diesen Projekten die Finanzierungsgrundlage entzogen wird.
Oft decken solidarische Projekte vor Ort Leistungen ab, die staatliche
Einrichtungen so gar nicht mehr liefern (können): Sei es bezahlbarer
Wohnraum, Kultur, Erneuerbare Energien oder Wohnen im Alter, wie Franz
Held vom WOGE Demenzprojekt erlÀuterte.

Ganz wichtig ist in den Projekten der Solidarökonomie die Transparenz
gegenĂŒber den KreditgeberInnen. Diese können sich durchaus vor Ort
informieren, Projekte besuchen und ganz konkret sehen, was mit ihrem
Geld passiert. Dies ist fĂŒr die Mehrzahl der AnlegerInnen durchaus relevanter
als die erzielbare Rendite. Eine sehr große Transparenz und Mitbestimmung
ist fĂŒr den Bereich der Genossenschaften zu betonen, wie Karin Jehle vom
fesa e.V. bemerkte. In Mitgliederversammlungen bestimmen die GenossInnen
ĂŒber neue Vorhaben, Vorstand und Aufsichtsrat werden demokratisch gewĂ€hlt
und der Genossenschaftsverband prĂŒft auch jĂ€hrlich die Bilanzen.
Genossenschaftsanteile selbst sind nicht von den Regelungen betroffen,
doch finanzieren viele Genossenschaften konkrete Projekte auch ĂŒber Nachrangdarlehen.

Wie denn nun die Abgrenzung von schĂŒtzenswerter Solidarökonomie zu
regelungsbedĂŒrftigem „grauen Kapitalmarkt“ aussehen solle, wollte Gernot Erler
wissen. Denn es sei zwar nicht im Sinne der Regierung, BĂŒrgerengagement
abzuwĂŒrgen – die Interessen der KleinanlegerInnen sollten jedoch auch nicht
unter den Tisch fallen. Eine Grenzziehung anhand eines jÀhrlichen Anlagebetrages
ist hier natĂŒrlich immer willkĂŒrlich und auch nicht unbedingt zielfĂŒhrend.
So hat ein Wohnprojekt, das GebÀude kauft oder baut, sicherlich einen höheren
Kapitalbedarf als eine Energiegenossenschaft, die ein Blockheizkraftwerk plant.
Ein Vorschlag seitens der Projektaktiven war eine Orientierung an der versprochenen
Rendite, die bei maximal vier Prozent ĂŒber dem Basiszinssatz liegen könne.
Auch sollten Projekte, in die AnlegerInnen vorrangig aus persönlichem und nicht
aus wirtschaftlichem Interesse investierten, von der Regelung ausgenommen sein.
Dass dies ein etwas schwammiges Kriterium ist, das in der Praxis sicherlich auch
das eine oder andere Mal vor Gericht zu diskutieren sein wird, ist den
Beteiligten wohl bewusst. Zudem sollten Unternehmen ausgenommen werden,
die als Klein- bzw. Kleinstunternehmen einzustufen sind.

Eine grundlegende Erfahrung der Aktiven in Projekten der Solidarökonomie ist,
dass Menschen Vertrauen und Verantwortung entwickeln, wenn sie als mĂŒndig
angesprochen werden. Aus GesprÀchen mit Aufsichtsbehörden und Verbraucherschutz
verdichtet sich jedoch der Eindruck, dass Vertrauen und Verantwortung
kollektiviert und durch Regulatorik ersetzt werden sollen. Dieser Trend
verstÀrkt sich zusehends selbst, weil das Vertrauen bei Verbrauchern und
Anbietern weiter erodiert, wenn sie sich in erster Linie auf die Regulatorik
verlassen. Der kollektive Verbraucherschutz zementiert insofern die Problemursachen
immer weiter. Nur ein partizipativer, die Eigenverantwortung stÀrkender
Verbraucherschutz kann die Ursachen der Probleme beheben.

Das Gesetzesvorhaben ist aktuell noch im Status des Referentenentwurfes.
Am 8. Oktober beschließt das Kabinett darĂŒber, danach geht es zur Beratung
in die AusschĂŒsse. Die erste Lesung im Bundestag ist am 18. Dezember.
Noch ist also ausreichend Zeit, die EinwÀnde der Betroffenen zu hören,
zu sammeln und ins Gesetzgebungsverfahren einfließen zu lassen. Gut, dass die
Abgeordneten bereit waren, sich die Nöte und Sorgen der engagierten BĂŒrgerInnen anzuhören.
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NABU fordert Aktionsplan zur Umsetzung weltweiter Naturschutzziele
Neue Science-Studie: Zustand vieler Arten verschlechtert sich weiter – BiodiversitĂ€tsziele bis 2020 in Gefahr

Berlin/Pyeongchang – Zu Beginn der 12. UN-Konferenz zur Biologischen Vielfalt im sĂŒdkoreanischen Pyeongchang (6.-17. Oktober) fordert der NABU eine drastische Beschleunigung und Ausweitung der weltweiten Naturschutzanstrengungen. Andernfalls seien die auf internationaler und EU-Ebene vereinbarten BiodiversitĂ€tsziele bis 2020 nicht zu erreichen.

„Auch wenn wir bei der Ausweisung von Naturschutzgebieten langsam vorankommen, und immer mehr Projekte zur Wiederherstellung geschĂ€digter Ökosysteme durchgefĂŒhrt werden: Der Zustand von Tier- und Pflanzenarten verschlechtert sich weiter und manche LebensrĂ€ume, wie die Korallenriffe, stehen unwiederbringlich vor dem Aus", sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke. GrĂŒnde seien die weiterhin ungebremste Ausbeutung der Natur durch den Menschen, untragbare Stickstoffbelastung durch die Landwirtschaft, die Überfischung der Meere und gescheiterte Reformen von schĂ€dlichen Subventionen, wie zuletzt geschehen im Fall der EU-Agrarpolitik.

Im Mittelpunkt der Eröffnung am Montag steht die Vorstellung des Vierten Weltberichts zur Lage der Biologischen Vielfalt (4th Global Biodiversity Outlook, GBO4). „Diese umfangreiche Bilanzierung wird den Vertretern von ĂŒber 190 Regierungen ihr bisheriges Versagen vor Augen halten, aber an einigen Stellen auch beweisen, dass entschlossenes Handeln die Natur retten kann“, so Konstantin Kreiser, NABU-Experte fĂŒr Internationale BiodiversitĂ€tspolitik, der vor Ort die zweiwöchigen Verhandlungen begleiten wird. Schon am heutigen Donnerstag veröffentlicht das renommierte Wissenschaftsjournal Science eine umfangreiche Studie hierzu, zu der auch die NABU-Dachorganisation BirdLife International beigetragen hat.

Anders als ihre VorgÀngertreffen in Japan (2010) und Indien (2012) werde sich diese Weltnaturschutzkonferenz weniger um das Aushandeln von neuen Vorhaben drehen, sondern vielmehr um die Frage, wie die Regierungen dazu gebracht werden können, die vereinbarten Ziele auch in ihren LÀndern zu erreichen. Hierzu verlangt der NABU die Verabschiedung eines konkreten Fahrplans mit messbaren Zwischenschritten bis 2020.

Die EntwicklungslĂ€nder werden in Korea vor allem darauf pochen, dass die Industriestaaten bis 2015 die internationalen Naturschutzhilfen verdoppeln. Obwohl dies auf der letzten Konferenz 2012 vereinbart worden war, ist hiervon noch nicht viel zu sehen - Deutschland ist hier unter den wenigen LĂ€ndern, die ihr Soll erfĂŒllen. Die EntwicklungslĂ€nder mĂŒssen ihrerseits beweisen, dass sie die Gelder auch abrufen und effektiv einsetzen - und auch selbst Anstrengungen fĂŒr den Schutz der Artenvielfalt unternehmen.

Weitere Fortschritte mĂŒssen im Meeresschutz erreicht werden - per Beschluss mĂŒsse der Weg fĂŒr die Ausweisung von ĂŒber 160 ökologisch und biologisch bedeutsamen Meeresgebieten (so genannten EBSAs) geebnet werden. Neben Peru entpuppen sich auch einige europĂ€ische LĂ€nder wie zum Beispiel Portugal und Island hierbei wegen nationaler Fischereiinteressen als Bremser.

Der NABU begrĂŒĂŸt, dass in Pyeongchang auch die erste Konferenz der Vertragsparteien stattfinden kann, die das verbindliche „Nagoya-Protokoll“ gegen Biopiraterie ratifiziert haben - darunter leider nicht Deutschland. Konstantin Kreiser: „Es ist bedauerlich, dass es der Bundesregierung bisher nicht möglich war, das Protokoll zu ratifizieren. Wir hoffen sehr, dass die vermutlich zugrunde liegenden Ressortstreitigkeiten bald ausgerĂ€umt werden können, damit Deutschland diesen wichtigen Vertrag umsetzt. Denn die HerkunftslĂ€nder von genetischem Material mĂŒssen nicht nur der Nutzung zustimmen, sondern auch an den Profiten beteiligt werden, die auch deutsche Unternehmen damit erzielen.“

Weitere Infos:

- NABU-Seiten zur Konferenz, einschließlich Twitter-Wall: www.nabu.de/CBD-COP12

- Science Studie (“A mid-term analysis of progress towards international biodiversity targets," by D.P. Tittensor et al.) ab 2.10.14 auf www.scienceexpress.org

- 4th Global Biodiversity Outlook (GBO4 - veröffentlicht am Montag, 6.10.): www.cbd.int/en/gbo4

Der NABU twittert aus den Verhandlungen unter @NABU_de (#COP12) und @kostya1975 (persönliche EinschÀtzungen)
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