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Dienstag, 24. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
Gebäudesanierung: Ei des Kolumbus gefunden?
„Das geht nur mit BHKWs“ ist wohl der häufigste Satz des Abends. Norbert Hauka von der Hauka Hausverwaltung GmbH in Minden (www.hauka-haus.de) fand den richtigen Ton, um seine Zuhörer auf dem Fachinformationsseminar für Verwalter, das Ende November im Rahmen des Freiburger Förderprogrammes Kraftwerk Wiehre stattfand, aufhorchen zu lassen.
Kann die Gebäudesanierung endlich in die Breite gehen?

Vom ersten Jahr an nach einer Sanierung erwirtschaftet er mit seinem Gesamtpaket aus energetischer Sanierung und effizienter Energieversorgung mit Kraft-Wärme-Kopplung Überschüsse, mit denen die Rücklagen aufgebessert werden. Und das ohne Sonderumlagen. Bereits nach 10 Jahren sind die Maßnahmen in der Regel amortisiert. Dabei nimmt sich der bodenständige Familienunternehmer und Handwerksmeister nicht gerade die einfachsten Objekte vor. Im Gegenteil: stark vernachlässigte Wohngebäude aus den 60er/70er Jahren, die nie saniert wurden und bei denen keine Instandhaltungsrücklage existiert, hätten ihre Eigentümer in den Ruin getrieben, wären sie in diesem Zustand veräußert worden. Norbert Hauka fand für solche Häuser das richtige Verhältnis aus Gebäudesanierung und Heizungssanierung. Mit seinen Schwerpunkten: Behebung von Wärmebrücken, Dämmung der Gebäudehülle, Sanierung des Heizungssystems mit hydraulischem Abgleich sowie dem Einbau einer stromerzeugenden Heizung (Block-Heiz-Kraftwerk, BHKW) legt er die Grundlage für die Wertsteigerung des Gebäudes und Wertschöpfung in der Region. Dass durch die Nutzung des Stroms durch die Bewohner als Eigenstrom zusätzlich steuerliche Vorteile für die Eigentümergemeinschaft und Einsparungen bei den Abgaben erreicht werden, ist eine der vielen Feinheiten, auf die es ankommt. Wenn dann noch durch den hohen angestrebten Gebäudeenergie-Standard die staatlichen Förderungen ausgereizt werden können, steht einer mieterfreundlichen und wirtschaftlich vorteilhaften energetischen Sanierung nichts mehr im Wege.

Die richtige Botschaft im richtigen Moment

Durch die energetische Sanierung werden der Verfall der Gebäude gestoppt und in Zukunft Instandhaltungskosten eingespart, gleichzeitig steigt der Komfort der Bewohner. Darüberhinaus werden nicht nur Heizkosten reduziert, sondern durch die Kraft-Wärme-Kopplung, also die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme in einem BHKW, sogar Stromkosten eingespart. Und als i-Tüpfelchen gibt es sogar einen Gewinn für die Eigentümer, da der Strom, der nicht im Haus verbraucht werden kann, an den Netzbetreiber veräußert wird. Der Gewinn hieraus fließt direkt in die Instandhaltungsrücklage des Gebäudes. Der Nutzen ist damit auf allen Seiten: Bei den Bewohnern, den Eigentümern und der Verwaltung, die für die Organisation eine Vergütung erhält oder verwaltungsfremde Tätigkeiten im Rahmen der Stromversorgung an Dienstleister abgibt.

Das Team von Kraftwerk Wiehre ist überzeugt, dass dem Sanierungsstau endlich ein Ende gesetzt werden kann, wenn Hausverwalter und Immobilienbesitzer diese Chancen erkennen und ergreifen. „Gebäudedämmung und BHKWs stehen nicht in Konkurrenz - wie oft behauptet wird. Im Gegenteil können mit Hilfe von BHKWs Fördermittel maximiert und Emissionen minimiert werden!“ so Christian Neumann von der Energieagentur Regio Freiburg und Projektleiter im städtischen Förderprogramm Kraftwerk Wiehre.
Bis Ende des Jahres bietet das Umweltschutzamt Freiburg mit diesem Programm noch den kostenlosen Check für die BHKW-Eignung von Gebäuden an. Auch Energieversorgungskonzepte und Modellprojekte können noch bis zum 31.12.2014 beantragt werden.
Informieren Sie sich über das Förderprogramm: 0761 7671644 oder nehmen Sie an einer BHKW-Führung teil mit ECOtrinova e.V., Dr. Georg Löser: ecotrinova@web.de
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Tier- und NaturschĂĽtzer wollen Exoten-Boom stoppen
Verbände drängen auf strengere Regeln für Wildtierhaltung

Tier- und Naturschutzverbände fordern die Bundesregierung auf, die Privathaltung von Wildtieren strenger zu regeln, so wie es im Koalitionsvertrag angekündigt wurde. Deutschland ist Europas Drehscheibe für den Handel mit exotischen Tieren wie Schlangen und Echsen. Dies zeigt sich auch am kommenden Samstag, wenn in Hamm/Nordrhein-Westfalen die weltgrößte Reptilienbörse stattfindet, wo Wildtiere zu Tausenden verramscht werden.

Ein Krokodil, ein Äffchen oder eine Giftschlange: Möglichst außergewöhnlich soll ein Haustier heute sein. Doch was das Ego des Besitzers schmückt, bedeutet für viele Wildtiere in Gefangenschaft ein langes Leid und eine Bedrohung für die Wildbestände mancher Arten in den Herkunftsländern. Viele Arten sind für die Heimtierhaltung nicht geeignet. Weil der Exoten-Boom in Deutschland immer mehr Probleme mit sich bringt, einigte sich die schwarz-rote Bundesregierung vor mehr als einem Jahr darauf, die Haltung und den Handel mit exotischen Tieren einheitlich zu regeln. Importe von Wildfängen in die EU sollen ebenso verboten werden wie gewerbliche Wildtierbörsen in Deutschland.

Tier- und Naturschützer begrüßen diese Pläne. „Doch es hapert an der Umsetzung“, berichtet Per Fiesel, Präsident des Landestierschutzverbandes NRW. „Nach über einem Jahr ist immer noch nichts passiert. Weiterhin werden Arten verkauft, die gefährlich sind, als Heimtier völlig ungeeignet oder aus freier Wildbahn stammen. Flughunde, Krokodile, Chamäleons - das Artenspektrum ist unglaublich“.

Vorbild Belgien und Niederlande

Die Tier- und Naturschutzverbände empfehlen, dem Modell Belgiens und der Niederlande zu folgen. Dort regelt eine Positivliste, dass nur die Arten gehalten werden dürfen, die als Heimtiere wirklich geeignet sind. Erlaubt sind nur Tierarten, die ihren Bedürfnissen entsprechend gehalten werden können und weder eine Gefahr für die Gesundheit von Mensch und Tier, noch für die heimische Natur darstellen. „Gerade Wildtiere haben besonders hohe Haltungsansprüche, die in Privathand schwer zu erfüllen sind“, sagt Sandra Altherr von Pro Wildlife. Terrarien, Zubehör und Strom kosten viel Geld. Allzu oft werden die Halter dieser Tiere schnell überdrüssig: Immer öfter landen exotische Tiere in der freien Natur oder in Tierheimen, die jedoch mit der Pflege oft überfordert sind.

Wildfänge: Aus der Natur ins Terrarium

Für den Exoten-Boom in Europa werden Tierbestände in Asien, Afrika und Lateinamerika geplündert. Händler verkaufen in Deutschland unzählige wild gefangene Reptilien, Amphibien, Fische und Säugetiere an Privatleute – sogar bedrohte oder gefährliche Arten und teilweise illegal. „Den Reibach machen einige wenige Händler – auf Kosten der Natur“, kritisiert Laura Zodrow von Animal Public.

„Hierzulande ist es streng verboten, ein Tier aus der Wildnis einzufangen, um es in einen Käfig oder ein Terrarium zu setzen - ob das Tier bedroht ist oder nicht. Wir müssen verhindern, dass Wildbestände außerhalb der EU für den hiesigen Markt geplündert werden“, so Friederike Scholz vom Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND). „Als wichtiger Absatzmarkt steht Deutschland hier besonders in der Verantwortung.“

Das Terrarium als Arche Noah?

Halter exotischer Tiere argumentieren oft, sie würden mit ihrem Hobby einen Beitrag zum Artenschutz leisten. Naturschützer widersprechen: „Es nützt dem Artenschutz nicht, wenn bedrohte Arten hier in Deutschland in privaten Käfigen und Terrarien gezüchtet werden. Sie müssen in ihren Herkunftsländern geschützt werden“, sagt Tom Kirschey vom Naturschutzbund Deutschland (NABU). „Freigekommene oder ausgesetzte exotische Heimtiere können zudem eine Gefahr für heimische Arten werden“.

Die Deutschen wollen keine Wildtierimporte

Eine Umfrage der GfK im Auftrag von PETA zeigt, dass die Mehrheit der Deutschen den Wildtierhandel einschränken will: 95,5 Prozent sind für ein Einfuhrverbot von exotischen Tieren, die in der Natur gefangen wurden. 89,1 Prozent sprechen sich für ein Verbot von gewerblichen Wildtierbörsen aus, auf denen zum Beispiel Reptilien gehandelt werden.


Zehn deutsche Tier- und Naturschutzverbände hatten bereits im März diesen Jahres in einem gemeinsamen Positionspapier an die Bundesregierung appelliert, den Koalitionsvertrag zügig umzusetzen: Animal Public, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Bund gegen den Missbrauch der Tiere, Deutscher Tierschutzbund, Menschen für Tierrechte, Naturschutzbund Deutschland (NABU), People for the Ethical Treatment of Animals (PETA), Pro Wildlife, The Eurogroup against Birdcrime und Vier Pfoten.
 
 

 
NABU: Länder müssen mit klaren Klima-Hausaufgaben nach Hause fahren
Tschimpke: Jetzt ist Kompromissbereitschaft von allen Staaten gefordert

Lima – NABU-Präsident Olaf Tschimpke zu den Zwischenergebnissen der UN-Klimakonferenz in Lima: „Eine positive Meldung aus Lima gibt es bereits: Für den Green Climate Fund sind zehn Milliarden Dollar zusammengekommen. Das ist aus unserer Sicht besonders positiv, weil auch die sogenannten Entwicklungsländer in den Fonds eingezahlt haben. Möglicherweise ist dies ein Fingerzeig, dass endlich die unsinnige Unterscheidung zwischen Industrie- und Entwicklungsländern aufhört. Denn für das Klima ist es letztlich unwichtig, wer die Sünden begeht. Wichtig ist, dass jedes Land nach seinen Möglichkeiten zum Klimaschutz beiträgt.“

Mit Blick auf den möglichen Ausgang der Verhandlungen fordert der NABU-Präsident: „Jetzt, in der finalen Verhandlungsphase, müssen alle Länder bereit sein, Kompromisse einzugehen. Nur so kann der Weg geebnet werden für das Klimaabkommen in Paris im kommenden Jahr. Hier in Lima wird es wohl auf ein sehr knapp gefasstes Abkommen hinauslaufen, wesentliche Bestandteile werden erst später im Anhang nachgeliefert. Entscheidend ist es daher, dass alle Länder mit klaren Hausaufgaben nach Hause fahren: Dass jedes Land weiß, wie es bis Mai 2015 seine eigenen Ziele transparent festlegt, und dass diese am Ende auch fair und vergleichbar sind.“
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NABU: Klimaschutzabkommen nun auf Kurs bringen
Deutschland und EU mĂĽssen Vorreiterrolle zurĂĽckerobern

Zum Start der Ministerverhandlungen auf der UN-Klimakonferenz im peruanischen Lima fordert der NABU von den 196 Vertragsstaaten, die Verhandlungen für ein weltweit geltendes Klimaschutzabkommen nun auf Kurs zu bringen. „Wir brauchen jetzt Zählbares, wenn 2015 in Paris ein neuer Weltklimavertrag beschlossen werden soll. Alle Vertragsstaaten sind aufgefordert, Kompromissbereitschaft zu signalisieren“, forderte NABU-Präsident Olaf Tschimpke in Lima. Dazu müssten die Verhandlungstexte konkretisiert werden. Bislang seien die Verhandlungen auch deshalb so harmonisch verlaufen, weil alle vorgeschlagenen Optionen einzelner Verhandlungsgruppen in den Textentwurf für ein neues Abkommen aufgenommen wurden.

Aus NABU-Sicht ist es nun Sache der Minister, die Optionen wieder einzugrenzen. „Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und EU-Klima-Kommissar Miguel Arias Cañete sind nun persönlich gefordert, die Vorreiterrolle beim internationalen Klimaschutz zurückzuerobern und mutig voranzugehen“, so Tschimpke. Die überwiegend positive Stimmung der ersten Verhandlungswoche müsse durch weitere Zusagen Deutschlands und der Europäischen Union untermauert werden. Nach Ansicht des NABU muss die EU eine weitere CO2-Minderung bis 2030 in Aussicht stellen. Der Beschluss der EU-Staats- und Regierungschefs vom Oktober, die CO2-Emissionen bis 2030 um mindestens 40 Prozent zu minimieren, eröffnet dieses Mandat. „Sollten andere Staaten ihre Ziele bis März 2015 weit ambitionierter fassen als bisher, muss die EU ihre Ziele erhöhen“, so Tschimpke.

DarĂĽber hinaus fordert der NABU, die Verpflichtungsperioden der Ziele zu verkĂĽrzen. Insbesondere die EU sollte die selbstgesteckten Klimaschutzziele auf fĂĽnf statt wie bislang auf zehn Jahre verkĂĽrzen, um eine neue Dynamik bei den Klimazielen zu entfachen.

Auch eine Einigung in Fragen der Finanzierung müsse in Lima herauskommen. „Die Industrieländer sollten sich nicht auf den zehn Milliarden US-Dollar für den Green Climate Funds ausruhen, die kurz vor Lima auf der Geberkonferenz in Berlin in Rekordzeit zusammengekommen waren“, sagte NABU-Klimaexperte Sebastian Scholz. Notwendig sei ein Beschluss für eine Strategie, wie der GCF bis zum Jahr 2020 auf jährlich 100 Milliarden US-Dollar anwächst. „Deutschland kommt hier als wichtiger Industrienation sowie Inhaberin der G7-Präsidentschaft eine gewichtige Rolle zu auf dem Weg zu einem Klimaabkommen in Paris im Jahr 2015“, so Scholz.
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NABU: Wieder mehr Weißstörche in Deutschland
Höchster Bestand seit mehr als 50 Jahren

Nach Beobachtungen der Vogelschützer im NABU ist die aktuelle Entwicklung bei Deutschlands Weißstörchen positiv. Zu diesem Ergebnis kam die Bestandszählung der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) „Weißstorchschutz“ des NABU. Nach einigen Jahren mit gutem Bruterfolg siedelt sich der Storchennachwuchs wieder in Deutschland an. Außerdem sind die Weißstörche in den vergangenen Jahren in ihren Rastgebieten gut durch den Winter gekommen.

„Es dürften insgesamt mehr als 6000 Storchenpaare im Lande gebrütet haben“, sagt Christoph Kaatz, Sprecher der BAG „Weißstorchschutz“ des NABU. Somit brüten in Deutschland so viele Storchenpaare wie vor mehr als 50 Jahren. Jedoch ist die Entwicklung landesweit nicht gleichmäßig verteilt. Die Zahl der Brutpaare nahm in den westlichen Bundesländern um durchschnittlich 15 Prozent zu – in den östlichen Bundesländern waren es knapp fünf Prozent. Dennoch leben im Osten mit circa 3200 Paaren immer noch mehr Störche als im Westen.

Ursache dafür sind vor allem die Winterquartiere der Störche, denn in Deutschland treffen die Populationen von Westziehern und Ostziehern aufeinander. Während die Westzieher häufig in Spanien überwintern und nur geringe Gefahren zu bestehen haben, müssen die Ostzieher den gefahrvollen Weg nach Ost- und Südafrika und zurück bestehen. „So ist die Verlustrate während des Zuges für die Westzieher niedriger und die Brutpopulation nimmt deshalb stärker zu“, fasst Christoph Kaatz zusammen.

Der Bruterfolg schwanke von Region zu Region. Da wo es im Sommer stark regnete, kamen zahlreiche Jungvögel in den Nestern um. In anderen Regionen, wie beispielsweise Schleswig-Holstein, lag der Bruterfolg leicht über dem Durchschnitt der letzten Jahre.

Doch ganz sorgenfrei schauen die NABU-Storchenschützer nicht in die Zukunft. In Deutschlands Nordosten hat trotz alledem in den vergangenen zehn Jahren ein merklicher Schwund der Storchenpaare stattgefunden, der auch durch den Zuwachs in diesem Jahr nicht ausgeglichen wurde. In Mecklenburg-Vorpommern brüteten 2004 immerhin 1142 Paare, während es im vergangenen Sommer nur noch 855 Paare waren. Gerade hier hat ein starker Wandel in der Agrarlandschaft stattgefunden – Grünland verschwand, Mais- und Rapsäcker nahmen dagegen zu.

In ganz Deutschland ist im Frühjahr und Sommer eine große Anzahl von ehrenamtlichen NABU-Aktiven unterwegs um alljährlich die Zahl der Storchenpaare zu zählen und ihre Jungenzahl zu erfassen. Sie haben sich in der NABU BAG „Weißstorchschutz“ zusammengeschlossen.
 
 

2014: Umweltpolitischer JahresrĂĽckblick
Quelle: BUND SĂĽdlicher Oberrhein
 
2014: Umweltpolitischer JahresrĂĽckblick
Mensch, Natur und Umwelt am Oberrhein

Das Jahr 2014 war weltweit kein gutes Jahr. Die globale Krise, die auch eine Krise nicht-nachhaltigen Wirtschaftens ist, ist noch lange nicht überwunden. Mit Ebola erleben wir die Wiederkehr der großen Seuchen und auch die weltweiten Kriege rücken immer näher an uns heran. Im hundertsten Jahr nach Beginn einer der schrecklichsten menschengemachten Katastrophen, dem Ersten Weltkrieg, wird uns bewusst wie wertvoll es ist, in Frieden zu leben.

Das Krisen- und Kriegsjahr 2014 bestätigte wieder einmal die Unfähigkeit der Menschen aus den Katastrophen der Vergangenheit zu lernen. Gerade von "Qualitätsmedien" hätten wir uns in diesen Fragen mehr analytisch kluge Differenziertheit gewünscht.
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Ă–KO-TEST Sekt
Das Ă–KO-TEST-Magazin Dezember 2014 gibt es seit dem 28. November 2014 im Handel.
 
Ă–KO-TEST Sekt
Keine Feierlaune

Teurer Sekt ist nicht immer der qualitativ beste. Das zeigt eine Untersuchung, die ÖKO-TEST in der aktuellen Dezemberausgabe durchgeführt hat. Von den 18 getesteten Sektmarken, die in traditioneller Flaschengärung hergestellt wurden, konnte die Hälfte nicht überzeugen. Vor allem am Geschmack hatten die Prüfer einiges auszusetzen.

Sekt aus traditioneller Flaschengärung gilt als besonders hochwertig. ÖKO-TEST wollte wissen, wie diese Produkte professionell beurteilt werden, und schickte verschiedene Sekte, Crémants und Cavas in die Labore. Sensorikexperten prüften das Aussehen, den Geruch, den Geschmack und das Mundgefühl. Die Prüfer bemängelten bei einigen Marken einen bitteren Geschmack, andere schmeckten unausgewogen oder hatten einen unangenehmen Beigeruch. Verantwortlich für die Bitternote kann ein zu starker Übergang von Gerbstoffen bei der Herstellung der Grundweine sein, etwa durch Verletzungen der Beerenhäute. Übrigens sagt der Preis wenig über den Geschmack aus. Der teuerste Sekt im Test schaffte nur ein „ausreichend“, während drei der günstigeren Produkte von ÖKO-TEST ein „sehr gut“ bekommen haben.

Sekt, Crémant und Cava zählen zu den Qualitätsschaumweinen, für die bestimmte gesetzliche Vorgaben, etwa für den Zuckergehalt, vorgeschrieben sind. Im Labor stellte sich heraus, dass in dem getesteten Sekt von Henkell etwas mehr Zucker enthalten ist als für die Geschmacksangabe „brut“ erlaubt ist. Es gibt aber auch Positives zu berichten: Alle Marken perlen offensichtlich mit Kohlendioxid aus der Sektgärung. Kohlensäure aus anderen Quellen war nicht nachweisbar.
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ÖKO-TEST Edle Bettwäsche
Das Ă–KO-TEST-Magazin Dezember 2014 gibt es seit dem 28. November im Handel.
 
ÖKO-TEST Edle Bettwäsche
Knitterfrei und giftig

Damit Bettwäsche besonders weich, bügel- sowie knitterfrei ist und auch noch in knalligen Farben strahlen kann, durchläuft sie teilweise eine Vielzahl chemischer Verfahren. Viele Bezüge stecken daher voller Schadstoffe. Darauf macht ÖKO-TEST in der neu erschienenen Dezember-Ausgabe aufmerksam. Doch immerhin die Hälfte der von dem Verbrauchermagazin untersuchten Produkte darf mit reinem Gewissen unter den Weihnachtsbaum.

Nicht alles, was bei der Bettwäsche „veredelt“ ist, kann auch als edel bezeichnet werden. Das ist das Resümee des Verbrauchermagazins ÖKO-TEST, das 19 Bezüge ins Labor geschickt hat. Das Problem sind die Schadstoffe. So steckt in sieben Produkten Formaldehyd. Bei Hautkontakt, wie mit der Bettwäsche, wirkt der Schadstoff als ein starkes Allergen - über die Atemwege aufgenommen kann er Krebs erzeugen.

Auch halogenorganische Verbindungen sind ein Thema bei der edlen Bettwäsche. Das ist eine umstrittene Gruppe von Stoffen, die teilweise Allergien auslösen oder sogar Krebs erzeugen können. Hier wurde das Labor bei neun Marken fündig, darunter auch bei einem Naturhersteller, der seine Produkte mit „Bio“ etikettiert. 18 von 19 Herstellern verwenden für ihre Bettwäsche optische Aufheller, die die Umwelt belasten, weil sie kaum abgebaut werden. Bei Hautkontakt können sie mit dem Schweiß auf die Haut gelangen und allergische Reaktionen auslösen. Völlig überflüssig sind sie noch dazu, weil sie sich ohnehin auswaschen.

Ein weiteres Ergebnis des Tests ist, dass in diesem Luxussegment die besonders teuren Produkte nicht immer die qualitativ besten sind. Gerade die etwas günstigere Bettwäsche schnitt zum großen Teil mit „sehr gut“ oder „gut“ ab, während die wirklichen Luxusbezüge nicht besser als „befriedigend“ waren.

ÖKO-TEST rät, die Bettwäsche nach dem Kaufen erst einmal zu waschen. Außerdem sollte man von Produkten Abstand nehmen, die auf den Etiketten mit den Begriffen „veredelt“, mercerisiert“, knitterfrei oder bügelleicht bezeichnet werden. Dahinter stecken chemische Ausrüstungsverfahren.
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