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Samstag, 21. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
Strom erzeugende Heizungen en masse
Gute Alternative fĂŒr Atomkraft - eine Aufgabe auch fĂŒr EnBW

Gegen Schadenersatz an EnBW dafĂŒr, das Land, die Menschen und Natur nicht mehr mit Atomkraft bedrohen zu dĂŒrfen.

Das Vorgehen der Energie Baden-WĂŒrttemberg EnBW, Schadensersatz dafĂŒr zu wollen, das Land und Deutschland, die Menschen und die Natur nicht mehr mit den in 2011 stillgelegten Atomkraftwerken Neckarwestheim 1 und Philippsburg/Rhein 1 bedrohen zu dĂŒrfen, sei ein öffentliches Ärgernis, so der Vorsitzende des regionalen Freiburger Umweltschutzvereins ECOtrinova e.V., Dr. Georg Löser.

Es war schon Mitte 2011 klar, dass das neue Atomgesetz von der schwarz-roten Bundesregierung rechtlich so schlecht gemacht worden war, dass die Atomkraftbetreiber sich geradezu eingeladen fĂŒhlen mussten, auf Schadenersatz fĂŒr die ersten 9 nach der Atomkraft-Katastrophe von Fukushima/Japan sofort stillgelegten Atomkraftwerke zu klagen. Jedenfalls hatten die atomrechtlich sehr bewanderten Internationalen Ärzte zur VerhĂŒtung des Atomkriegs IPPNW Deutschland das damals sofort kritisiert und veröffentlicht. Leider wollte auch die Bundestagsmehrheit das nicht berĂŒcksichtigen. Man hĂ€tte bei sauberer Gesetzgebung samt deren BegrĂŒndung alle Atomkraftwerke unverzĂŒglich stilllegen mĂŒssen.

Der EnbW und ihren kommunalen und LandeseigentĂŒmern stĂŒnde viel besser an, ab 1.1.2015 in ihrem Netzbereich schnellstmöglich alle Heizkessel in Baden-WĂŒrttemberg durch hocheffiziente Strom erzeugende Heizungen (Mini-BHKW und BHKW) im Rahmen vorgezogener Heizungssanierungen zu ersetzen bzw. zu ergĂ€nzen. In Zusammenarbeit mit GebĂ€udeeigentĂŒmern und Mieter-Gemeinschaften als Eigenstromerzeuger wird dann gegenĂŒber Ă€lteren Heizungen Strom meist ohne Extra-Brennstoffeinsatz erzeugt, so Löser, wie etliche Vorbilder es bereits zeigen. Mit einer solchen Strategie kann EnBW das AtomkraftgeschĂ€ft auch mit Neckarwestheim 2 und Philippsburg 2 umgehend beenden und die Stromversorgung umweltfreundlich, ohne Atomkraftrisiko und ohne noch mehr AtommĂŒll zusammen mit den anderen privaten und öffentlichen Stromerzeugern im Lande sicherstellen.
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Deutsche Bundesstiftung Umwelt sagt Förderung von 100.000 Euro zu:
FWTM-Pilotprojekt vernetzt UmweltpreistrÀger aus aller Welt

Globale, ganzjĂ€hrige Vernetzung der UmweltpreistrĂ€ger heißt das Pilotvorhaben, das die Deutschen Bundesstiftung Umwelt DBU, eine der grĂ¶ĂŸten Stiftungen Europas, ab sofort fĂŒr drei Jahre mit insgesamt 100.000 Euro fördert. Die Vernetzung der TrĂ€ger der weltweit renommiertesten Umweltpreise soll insbe-sondere mittels einer webbasierten Kooperationsbörse umge-setzt werden. Seit 2012 veranstaltet die EuropĂ€ische Umweltstif-tung in Freiburg jĂ€hrlich den weltweit einzigartige Konvent inter-nationaler UmweltpreistrĂ€ger statt, der den UmweltpreistrĂ€gern, allesamt Pioniere im Umwelt- und Klimaschutz, eine einmalige Plattform fĂŒr persönliches Kennenlernen, interdisziplinĂ€ren Aus-tausch und globale Vernetzung bietet. Die FWTM ist seit Beginn als Hauptsponsor und –partner. Das Konzept des Konvents wird nun dank der Förderzusage konsequent weiterentwickelt:

Neben der Vernetzung der PreistrĂ€ger untereinander wird die Börse auch der Bevölkerung die Möglichkeit geben, sich ĂŒber die beispielgebenden Projekte der UmweltpreistrĂ€ger zu informie-ren, inklusive direkter Kontaktmöglichkeit. FWTM-GeschĂ€ftsfĂŒh-rer Bernd Dallmann: „Die Tatkraft der PreistrĂ€ger, die unter oft widrigen UmstĂ€nden operieren, sollen Ansporn fĂŒr jeden von uns sein, sich selbst stĂ€rker zu engagieren. Wir freuen uns deshalb, aus der Green City Freiburg heraus, ein derartiges Projekt reali-sieren zu können und die zahlreichen engagierten Akteure unse-rer Stadt und Region in den internationalen Dialog mit den Um-weltpreistrĂ€gern zu bringen.“

HĂ€ufig realisieren die UmweltpreistrĂ€ger in Schwellen- und Ent-wicklungslĂ€ndern isoliert als „EinzelkĂ€mpfer“, mit beschrĂ€nktem Zugang zu moderner Kommunikation und technischem Equipment dank ihrem unermĂŒdlichen Einsatz herausragende Schutzprojekte. Die Vielfalt der BetĂ€tigungsfelder, sei es Nas-hornschutz in Kenia, Aufforstung in Nepal, Umweltbildung fĂŒr Slumbewohner in Indien oder die Herstellung von Solaröfen in Eritrea, bietet eine breite IdentifikationsflĂ€che. Die Kooperations-börse der FWTM, die in enger Zusammenarbeit mit der EuropĂ€-ischen Umweltstiftung umgesetzt wird, ermöglicht den direkten und unbĂŒrokratischen Zugang zu diesen Pionieren.

Ziel ist die Information und Ermutigung der Öffentlichkeit zur Ver-besserung bestehender und Implementierung neuer Umwelt-schutzprojekte weltweit. Insbesondere soll durch die Einbindung von Schulklassen die junge Generation an das Thema Umwelt-schutz heranfĂŒhren und so der Umweltschutzgedanken genera-tionenĂŒbergreifend weitergetragen werden und so aufgrund der Vorbildfunktion der PreistrĂ€ger ein fruchtbarer NĂ€hrboden fĂŒr neue Umweltpioniere und zukĂŒnftige Vordenker entstehen.
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Zoo Leipzig: Gorillaweibchen Viringika hat Leipzig verlassen
Gorillaweibchen Viringika mit Tochter Zola 2010 © Zoo Leipzig
 
Zoo Leipzig: Gorillaweibchen Viringika hat Leipzig verlassen
Das 19-jĂ€hrige Gorillaweibchen Viringika (seit 2001 in Leipzig) wurde gestern (18.12.) an den Zoo in Port Lympne abgegeben. Das Weibchen ist am Abend wohlbehalten im neuen Domizil angekommen. Aufgrund von Differenzen in der Gruppe hat sich der Zoo Leipzig in Absprache mit dem EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramm entschlossen, das dominante Weibchen an einen anderen Zoo abzugeben, um insbesondere der jungen Mutter Kumili (geb. 2004 in Chessington World of Adventure, seit 2012 in Leipzig), die im MĂ€rz dieses Jahres ihr erstes Jungtier zur Welt gebracht hat, die erforderliche Ruhe zu geben. Immer wieder haben Viringika und ihre Tochter Kibara (geb. 2004 in Leipzig) das Weibchen unter Druck gesetzt. Dem SilberrĂŒckenmann Abeeku (geb. 1999 in Rotterdam, seit 2012 in Leipzig) war es leider bisher nicht gelungen, Kumili den erforderlichen Schutz zu geben. „FĂŒr uns steht eine ausgewogene Gruppenstruktur im Vordergrund, in dem die Jungtiere in Sicherheit aufwachsen können, das war zum Schluss nicht mehr gegeben. Die zehn Monate alte Diara wurde zunehmend der Mittelpunkt von Streitigkeiten“ fasst Seniorkurator Gerd Nötzold die BeweggrĂŒnde der Abgabe zusammen.

Im Zoo Port Lympne wird Viringika auf eine bestehende und gefestigte Gorillagruppe treffen und sich hoffentlich gut integrieren. „Es wĂ€re fĂŒr den bestehenden vierköpfigen Leipziger Familienverbund wĂŒnschenswert, wenn wir in naher Zukunft noch ein passendes Weibchen bekommen könnten. Wir arbeiten deshalb eng mit dem EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramm zusammen“, blickt Nötzold in die Zukunft.

Die Flachlandgorillas, die die grĂ¶ĂŸten Vertreter der Menschenaffen sind, werden ebenso wie die Berggorillas durch die Weltnaturschutzorganisation IUCN als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft. SchĂ€tzungen gehen nur noch von ca. 100.000 Flachlandgorillas in Zentralafrika aus. Die grĂ¶ĂŸte Bedrohung fĂŒr die Tiere geht nach wie vor von der Wilderei, von Krankheiten und von Lebensraumzerstörungen aus. In den letzten 20 bis 25 Jahren hat sich die Gesamtpopulation um 60 % verringert, gebietsweise kam es sogar zur kompletten Ausrottung. Das Internationale Zuchtbuch und das EuropĂ€ische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) werden in Frankfurt bzw. Apeldoorn gefĂŒhrt.
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EU-Kommission sendet mit Arbeitsprogramm 2015 falsches Signal
Kurzsichtige Entscheidung gegen Umwelt und Gesundheit

Der NABU hat die Entscheidung der EU-Kommission zu ihrem Arbeitsprogramm fĂŒr das Jahr 2015 scharf verurteilt. KommissionsprĂ€sident Jean-Claude Juncker und sein oberster VizeprĂ€sident Frans Timmermans haben sich mit ihrer Forderung durchgesetzt, das bereits weitgehend ausgearbeitete Gesetzespaket zur Kreislaufwirtschaft zunĂ€chst zurĂŒckzuziehen. Auch die Zukunft der VorschlĂ€ge zur Verbesserung der LuftqualitĂ€t bleibt in der Kommissionsvorlage, die am heutigen Mittwoch von den Umweltministern der Mitgliedstaaten beraten werden muss, unklar.

„Mit diesem Vorschlag haben Juncker und Timmermans alle BefĂŒrchtungen der vergangenen Monate bestĂ€tigt und sich zugunsten einer kurzsichtigen Wachstumsideologie gegen Fortschritte zum Schutz der Umwelt, der Ressourcen und der Gesundheit der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger der EU entschieden“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller.

Da die Entscheidung Junckers und Timmermans entgegen den Forderungen der Zivilgesellschaft, des EuropĂ€ischen Parlamentes, der Umweltminister der Mitgliedstaaten, der Industrie und dem Vernehmen nach auch gegen das Votum ihrer Fachkommissare gefallen sei, lasse dies auch Junckers Versprechen im Europawahlkampf und bei seiner Zustimmung im EuropĂ€ischen Parlament zweifeln. „Juncker hat im Wahlkampf mehr Demokratie und mehr Transparenz versprochen. Am 22. Oktober hat er dem Parlament zugesagt, fĂŒr eine nachhaltige Entwicklung einzutreten und diese im Arbeitsauftrag fĂŒr Timmermans verankert. GlaubwĂŒrdigkeit sieht anders aus“, so Miller.

Da beide Gesetzespakete weitgehend ausgereift sowie mit Parlament und Rat ausgehandelt seien, widerspreche die Entscheidung auch Zusagen der neuen EU-Kommission, BĂŒrokratie abzubauen und Entscheidungsprozesse zu beschleunigen. „Das Gegenteil ist der Fall, wenn die Diskussion zur Kreislaufwirtschaft jetzt wieder auf Anfang gestellt wird“, so NABU-Europadirektor Claus Mayr in BrĂŒssel. Timmermans hatte seine Entscheidung gestern vor dem Parlament in Straßburg damit verteidigt, er wolle im nĂ€chsten Jahr ein umfassenderes und ambitionierteres („broader and more ambitious“) Gesetzespaket vorlegen.

Auch die Ungewissheit der Zukunft des Paketes zur LuftqualitĂ€t ist fĂŒr den NABU nicht akzeptabel. „Mehr als 400.000 vorzeitige TodesfĂ€lle pro Jahr, wie von der EuropĂ€ischen Umweltagentur geschĂ€tzt, sollten eigentlich genĂŒgend Anlass zu schnellem Handeln sein“, so Mayr.

Der NABU forderte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und ihre Kollegen aus den anderen Mitgliedstaaten auf, bei ihrer heutigen Sitzung die VorschlĂ€ge der EU-Kommission deutlich zurĂŒckzuweisen. „Wenn die Umweltminister und das Parlament Timmermans Kahlschlag nicht stoppen, wird dies das Vertrauen der BĂŒrger in die EU tief erschĂŒttern. Nach allen Umfragen genießt vor allem die Umweltpolitik der EuropĂ€ischen Union eine hohe WertschĂ€tzung der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger“, so Miller.
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NABU zur COP20
Viel Vertrauen verspielt und noch mehr Baustellen fĂŒr die Staatengemeinschaft

Lima war eine Klimakonferenz der verpassten Chancen - Es bleibt ein dorniger Weg bis Paris

Mit Blick auf das Ergebnis der Klimakonferenz in Lima kommentiert NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke: „In Lima hat die Staatengemeinschaft unzĂ€hlige Chancen ungenutzt liegen lassen. Nach einem positiven Auftakt steht am Ende ein zĂ€h ausgehandeltes, schwaches Papier. Besonders schwach und ungenĂŒgend sind die Anforderung ausgefallen, die die LĂ€nder hinsichtlich Transparenz und Vergleichbarkeit der nationalen Reduktionsziele erfĂŒllen mĂŒssen. Der Weg nach Paris ist damit nicht leichter geworden. Allen großen Worten zum Trotz, wie wichtig Klimaschutz zur Abwendung einer globalen Katastrophe sei, sind in Lima Rahmenbedingungen vereinbart worden, die dazu fĂŒhren werden, dass das 2-Grad-Ziel deutlich verfehlt wird.“

Und weiter: „Immerhin eine gute Nachricht nehmen wir aus Lima mit: Der Green Climate Funds hat die Schwelle von zehn Milliarden US-Dollar erreicht. Besonders positiv ist das auch, weil sogar EntwicklungslĂ€nder in den Fonds eingezahlt haben. Allerdings reicht diese Summe bei Weitem nicht aus, um die Anpassungen an den Klimawandel auch tatsĂ€chlich zu finanzieren. Daher ist die Bundesregierung gefragt: Als G7-PrĂ€sident muss sie im kommenden Jahr unbedingt einen Fahrplan fĂŒr die AuffĂŒllung des Fonds vorantreiben. Außerdem hat Lima eine weitere Schwierigkeit offengelegt: Die Verhandlungen haben, vor allem zum Ende hin, gezeigt, wie viel Vertrauen unter den Staaten verloren gegangen ist. Und wie wenig kompromissbereit einige LĂ€nder sind. Daher sind jetzt Deutschland und alle anderen Industrienationen gefragt, ein Zeichen zu setzen. Sie mĂŒssen den EntwicklungslĂ€ndern zeigen, dass sie uns in der Frage der Finanzierung vertrauen können. Nur mit einer vertrauensvollen Basis und Kompromissbereitschaft können wir hoffentlich schon bald die historische Unterscheidung zwischen Entwicklungs- und IndustrielĂ€ndern ad acta legen. Das ist dringend notwendig, wenn wir 2015 ein starkes Klimaschutzabkommen in Paris wollen.“
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Dialogforum zur Abgasreduktion bei Schiffen
Starke Allianz im Kampf gegen Luftschadstoffe nötig

Der NABU und die Logistik-Initiative Hamburg setzten heute den Startschuss zur „Maritimen Abgasrunde“ in Hamburg mit dem Ziel, die Luftschadstoffemissionen aus der Schifffahrt und dem Hafen deutlich zu reduzieren. Auch wenn Logistik-Initiative Hamburg und NABU nicht in allen Punkten gleicher Meinung sind, gibt dieses Forum Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und UmweltverbĂ€nden die Grundlage, sich zukĂŒnftig regelmĂ€ĂŸig ĂŒber technische und regulatorische Möglichkeiten auszutauschen, um die Luftschadstoffbelastung auf ökologisch und ökonomisch nachhaltige Weise zu verringern.

NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller: „Im Kampf gegen das Luftschadstoffproblem ist eine starke Allianz nötig. Mit der ‚Maritimen Abgasrunde‘ möchten wir ein Forum schaffen, das alle Beteiligten an einen Tisch holt. Unser Ziel ist es, umweltfreundlichen Technologien schnell zum Durchbruch zu verhelfen und verschiedene AnsĂ€tze auch kritisch zu hinterfragen.“

Schiffe emittieren aufgrund des eingesetzten Kraftstoffs und fehlender Abgastechnik große Mengen Luftschadstoffe, die sowohl die menschliche Gesundheit als auch Umwelt und Klima massiv belasten. Ab Januar 2015 gelten in den Emissionskontrollgebieten (SECA) in Nord- und Ostsee neue Grenzwerte fĂŒr den Schwefelgehalt im Treibstoff. Der NABU und namhafte Unternehmen kritisieren in diesem Zusammenhang jedoch unzureichende Kontrollen und Sanktionsmöglichkeiten, aus denen denjenigen Wettbewerbsnachteile erwachsen, die sich an die verschĂ€rften Umweltstandards halten.

Carmen Schmidt, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin der Logistik-Initiative Hamburg: „Der Transport von GĂŒtern per Schiff ist noch immer der effizienteste im Vergleich zu allen anderen VerkehrstrĂ€gern. Nichtsdestotrotz ist es unseren Mitgliedern wichtig, negative Umweltauswirkungen, die durch den Seetransport entstehen, zu reduzieren. Unser Engagement in der Maritimen Abgasrunde möchten wir daher auch als Ausdruck der Vorreiterrolle Hamburgs im Bereich nachhaltige Logistik verstanden wissen. DarĂŒber hinaus befĂŒrworten wir Investitionen in alternative Antriebe, wie beispielsweise LNG. Der Dialog mit der NABU ist aus unserer Sicht unbedingt sinnvoll, um zu einvernehmlichen, realistischen Lösungen zu kommen.“ Derzeit bestehe eine große Unsicherheiten bezĂŒglich neuer Regularien und ihrer Auswirkungen auf regionalen und intermodalen Wettbewerb.

Der Vorsitzende des NABU Landesverbands Hamburg, Alexander Porschke, bekrĂ€ftigte die Bedeutung und Verantwortung der maritimen Wirtschaft fĂŒr Hamburg: „Dass der Hamburger Hafen eine ökologische Vorreiterrolle in der Welt anstrebt, begrĂŒĂŸen wir. Deswegen muss er aber mehr unternehmen, um beispielsweise die rund 40 Prozent Stickoxidemissionen zu minimieren, die laut Luftreinhalteplan allein der Seeschifffahrt zuzuordnen sind. Es ist unbestritten, dass die Hansestadt zu wenig im Kampf gegen Luftverschmutzung tut.“ Alle beteiligten Akteure seien aber letztlich gefordert, den Schadstoffausstoß im Hafen in den Griff zu bekommen.

Aber die Hansestadt geht in einigen Bereichen auch bereits voran. "Zum Beispiel wurde im Oktober im Hamburger Hafen das weltweit erste schwimmende Kraftwerk zur umweltfreundlichen Stromversorgung anliegender Kreuzfahrtschiffe, eine LNG Hybrid Barge, getauft. Hamburg ist willens und auf dem Weg, eine Vorreiterrolle zu ĂŒbernehmen", sagt Werner Gliem, Sprecher der GeschĂ€ftsfĂŒhrung der Logistik-Initiative Hamburg.
 
 

NABU: Wie oft werden Amsel und GrĂŒnfink gesichtet?
Amsel / Foto: Frank Derer
 
NABU: Wie oft werden Amsel und GrĂŒnfink gesichtet?
Bundesweite Mitmachaktion „Stunde der Wintervögel“ vom 9. bis 11. Januar 2015

Vom 9. bis 11. Januar 2015 findet zum fĂŒnften Mal die bundesweite „Stunde der Wintervögel“ statt: Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und sein bayerischer Partner Landesbund fĂŒr Vogelschutz (LBV) rufen Naturfreunde auf, eine Stunde lang die Vögel am FutterhĂ€uschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zĂ€hlen und zu melden. Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und oft weit verbreitete Vogelarten wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen. Besondere Aufmerksamkeit verdienen 2015 Amsel und GrĂŒnfink – und die Frage, ob beide Arten wie in den letzten Jahren weiter abnehmen.

Die WintervogelzÀhlung funktioniert ganz einfach: Von einem ruhigen BeobachtungsplÀtzchen aus wird von jeder Art die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu beobachten ist. Die Beobachtungen können dann im Internet unter www.stundederwintervoegel.de bis zum 19. Januar gemeldet werden, die Ergebnisse werden dort live ausgewertet. Zudem ist am 10. und 11. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet.

Das pure Interesse und die Freude an der Vogelwelt reichen zur Teilnahme aus, eine besondere Qualifikation ist fĂŒr die WintervogelzĂ€hlung nicht nötig. Bei der letzten großen VogelzĂ€hlung im Januar 2014 beteiligten sich ĂŒber 76.000 Menschen. Mehr als 1,9 Millionen Vögel aus ĂŒber 53.000 GĂ€rten wurden gemeldet. Der Hausperling ergatterte damals den Spitzenplatz als hĂ€ufigster Wintervogel in Deutschlands GĂ€rten, die Kohlmeise Platz zwei. Auf den PlĂ€tzen drei bis fĂŒnf folgten Feldsperling, Blaumeise und Amsel. Nun erhoffen sich der NABU und sein bayerischer Partner, der Landesbund fĂŒr Vogelschutz (LBV), auch 2015 wieder eine rege Beteiligung. Denn je grĂ¶ĂŸer die Teilnehmerzahl ist, desto wertvoller werden die Ergebnisse.
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GebÀudesanierung: Ei des Kolumbus gefunden?
„Das geht nur mit BHKWs“ ist wohl der hĂ€ufigste Satz des Abends. Norbert Hauka von der Hauka Hausverwaltung GmbH in Minden (www.hauka-haus.de) fand den richtigen Ton, um seine Zuhörer auf dem Fachinformationsseminar fĂŒr Verwalter, das Ende November im Rahmen des Freiburger Förderprogrammes Kraftwerk Wiehre stattfand, aufhorchen zu lassen.
Kann die GebÀudesanierung endlich in die Breite gehen?

Vom ersten Jahr an nach einer Sanierung erwirtschaftet er mit seinem Gesamtpaket aus energetischer Sanierung und effizienter Energieversorgung mit Kraft-WĂ€rme-Kopplung ÜberschĂŒsse, mit denen die RĂŒcklagen aufgebessert werden. Und das ohne Sonderumlagen. Bereits nach 10 Jahren sind die Maßnahmen in der Regel amortisiert. Dabei nimmt sich der bodenstĂ€ndige Familienunternehmer und Handwerksmeister nicht gerade die einfachsten Objekte vor. Im Gegenteil: stark vernachlĂ€ssigte WohngebĂ€ude aus den 60er/70er Jahren, die nie saniert wurden und bei denen keine InstandhaltungsrĂŒcklage existiert, hĂ€tten ihre EigentĂŒmer in den Ruin getrieben, wĂ€ren sie in diesem Zustand verĂ€ußert worden. Norbert Hauka fand fĂŒr solche HĂ€user das richtige VerhĂ€ltnis aus GebĂ€udesanierung und Heizungssanierung. Mit seinen Schwerpunkten: Behebung von WĂ€rmebrĂŒcken, DĂ€mmung der GebĂ€udehĂŒlle, Sanierung des Heizungssystems mit hydraulischem Abgleich sowie dem Einbau einer stromerzeugenden Heizung (Block-Heiz-Kraftwerk, BHKW) legt er die Grundlage fĂŒr die Wertsteigerung des GebĂ€udes und Wertschöpfung in der Region. Dass durch die Nutzung des Stroms durch die Bewohner als Eigenstrom zusĂ€tzlich steuerliche Vorteile fĂŒr die EigentĂŒmergemeinschaft und Einsparungen bei den Abgaben erreicht werden, ist eine der vielen Feinheiten, auf die es ankommt. Wenn dann noch durch den hohen angestrebten GebĂ€udeenergie-Standard die staatlichen Förderungen ausgereizt werden können, steht einer mieterfreundlichen und wirtschaftlich vorteilhaften energetischen Sanierung nichts mehr im Wege.

Die richtige Botschaft im richtigen Moment

Durch die energetische Sanierung werden der Verfall der GebĂ€ude gestoppt und in Zukunft Instandhaltungskosten eingespart, gleichzeitig steigt der Komfort der Bewohner. DarĂŒberhinaus werden nicht nur Heizkosten reduziert, sondern durch die Kraft-WĂ€rme-Kopplung, also die gleichzeitige Erzeugung von Strom und WĂ€rme in einem BHKW, sogar Stromkosten eingespart. Und als i-TĂŒpfelchen gibt es sogar einen Gewinn fĂŒr die EigentĂŒmer, da der Strom, der nicht im Haus verbraucht werden kann, an den Netzbetreiber verĂ€ußert wird. Der Gewinn hieraus fließt direkt in die InstandhaltungsrĂŒcklage des GebĂ€udes. Der Nutzen ist damit auf allen Seiten: Bei den Bewohnern, den EigentĂŒmern und der Verwaltung, die fĂŒr die Organisation eine VergĂŒtung erhĂ€lt oder verwaltungsfremde TĂ€tigkeiten im Rahmen der Stromversorgung an Dienstleister abgibt.

Das Team von Kraftwerk Wiehre ist ĂŒberzeugt, dass dem Sanierungsstau endlich ein Ende gesetzt werden kann, wenn Hausverwalter und Immobilienbesitzer diese Chancen erkennen und ergreifen. „GebĂ€udedĂ€mmung und BHKWs stehen nicht in Konkurrenz - wie oft behauptet wird. Im Gegenteil können mit Hilfe von BHKWs Fördermittel maximiert und Emissionen minimiert werden!“ so Christian Neumann von der Energieagentur Regio Freiburg und Projektleiter im stĂ€dtischen Förderprogramm Kraftwerk Wiehre.
Bis Ende des Jahres bietet das Umweltschutzamt Freiburg mit diesem Programm noch den kostenlosen Check fĂŒr die BHKW-Eignung von GebĂ€uden an. Auch Energieversorgungskonzepte und Modellprojekte können noch bis zum 31.12.2014 beantragt werden.
Informieren Sie sich ĂŒber das Förderprogramm: 0761 7671644 oder nehmen Sie an einer BHKW-FĂŒhrung teil mit ECOtrinova e.V., Dr. Georg Löser: ecotrinova@web.de
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