oekoplus - Freiburg
Dienstag, 24. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
Eiche, Esche, Hainbuche
Bei der Opfinger Holzversteigerung kommen am 17. Januar 100 Ster Brennholz unter den Hammer

Am Samstag, 17. Januar, findet im Opfinger Wald die diesjĂ€hrige Holzversteigerung statt. Um 13 Uhr kommen unter Leitung des StĂ€dtischen Forstamtes und der Ortsverwaltung Opfingen etwa 100 Ster Brennholz unter den Hammer. Angeboten werden die Holzarten Eiche, Hainbuche, Roteiche und Esche, die Mindestpreise liegen bei 55 Euro pro Ster fĂŒr ein Meter langes Scheitholz.

Weiterhin wird Brennholz in runder, langer Form (4-7 Meter) angeboten, das in Stapeln zu sechs bis zehn Ster am Waldweg liegt. Der Mindestpreis hierfĂŒr liegt bei 35 Euro pro Ster.

Von 12 Uhr an sorgt die Freiwillige Feuerwehr Opfingen fĂŒr das leibliche Wohl. Neben Opfinger Weinen werden WĂŒrste, Brot und Speck, Gulaschsuppe sowie Stockbrot fĂŒr die Kinder angeboten. Die musikalische Unterhaltung ĂŒbernimmt der Musikverein Opfingen.

Der Versteigerungs- und Festplatz liegt am Wangener Weg. Dies ist, von Opfingen Richtung Freiburg fahrend, der erste Waldweg nach dem kleinen Baggersee (ausgeschildert). Am besten erreicht man den Platz mit dem Bus (Linie 32 und 33) bis zur Haltestelle „KleingĂ€rten“, von hier aus sind es noch 600 Meter Fußweg. Wer mit dem Wagen kommt, sollte am kleinen Baggersee parken, der 400 Meter vom Festplatz entfernt liegt.
 
 

 
Gehwege: Anlieger sind vor allem in der Winterzeit gefordert
Auftausalz nicht erlaubt – Sand, Kies, Splitt als Streumittel gut geeignet

Sinkende Temperaturen erinnern jetzt an eine – unliebsame
- Pflicht fĂŒr alle Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer: die
RĂ€um- und Streupflicht auf Gehwegen, die in einer
stÀdtischen Satzung festgelegt ist. Mit dieser Regelung
sollen nicht nur Passanten vor UnfĂ€llen geschĂŒtzt werden,
sondern auch die HauseigentĂŒmer vor möglichen
Schadensersatzforderungen, wenn sie nicht rechtzeitig zu
Besen und Schaufel greifen und so einen Unfall
verursachen.

Der Reinigungspflicht gilt auch in verkehrsberuhigten
Bereichen und fĂŒr gemeinsam Geh- und Radwege.
Ausgenommen sind einige Bereiche in der Innenstadt, dort
werden GebĂŒhren fĂŒr die Gehwegreinigung erhoben, da die
ASF die Wege reinigt und im Winter auch rÀumt.

Hier die wichtigsten Bestimmungen: GesĂ€ubert mĂŒssen die
Wege mindestens einmal wöchentlich von AbfÀllen, Laub
und Schmutz. Bei Eis und Schnee muss der Gehweg von 7
bis 20 Uhr (an Sonnt- und Feiertagen von 9 bis 20 Uhr)
gerĂ€umt und gestreut werden. Wenn tagsĂŒber nochmals
Schnee fĂ€llt oder die Gehwege ĂŒberfrieren, muss bis 20 Uhr
wiederholt gerÀumt und gestreut werden.

Aus GrĂŒnden des Umweltschutzes dĂŒrfen nur Splitt oder
Asche, nicht jedoch Salze oder andere auftauende
Chemikalien verwendet werden.



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Karlsruhe: Feldahorn, Habicht oder Rotes Ordensband
BAUM DES JAHRES: Der Feldahorn / Foto: Stadt Karlsruhe
 
Karlsruhe: Feldahorn, Habicht oder Rotes Ordensband
Arten des Jahres 2015 sind auch in Karlsruhe zu finden
Viele Pflanzen- und Tierarten sind mehr oder weniger gefĂ€hrdet, manche stehen sogar auf Roten Listen. Weil sie in der Regel aber ökologisch schĂŒtzens- und erhaltenswert sind, werden jedes Jahr einige von Stiftungen zu Arten des Jahres erklĂ€rt. Manche von ihnen sind auch auf Karlsruher Gemarkung mehr oder weniger zahlreich anzutreffen.

Baum des Jahres ist 2015 der Feldahorn, „kleiner Bruder“ von Spitz- und Bergahorn. Die Stiftung Baum des Jahres hat dies beschlossen. In Karlsruhe steht der leicht fĂŒr einen Busch zu haltende Baum an vielen WaldrĂ€ndern, unter anderem im Hardtwald oder am Waidweg. „Er gehört einfach zur Waldpopulation“, wie der Leiter des neuen Forstamtes, Ulrich Kienzler, betont. Er ist fĂŒr forstliche Nutzung nicht geeignet, bietet aber etwa im Herbst eine schöne Mehrfarbigkeit. Das Echte Johanniskraut, Arzneipflanze des Jahres, kommt an sonnigen Weg- und WaldrĂ€ndern vor und blĂŒht von Juni bis September leuchtend gelb. In den AuewĂ€ldern und an den HochwasserdĂ€mmen steht die Orchidee des Jahres, das Fleischfarbene Knabenkraut.

Das Tier des Jahres ist der Feldhase, bestimmt von der Schutzgemeinschaft Deutsches Wild. Dieses seltene Wildtier wird im stĂ€dtischen und Staatswald Karlsruhe aus SchutzgrĂŒnden nicht bejagt. Die Loki-Schmidt-Stiftung hat den „Teufelsabbiss“ zur Blume des Jahres erklĂ€rt. Diese typische Streuwiesenpflanze gibt es in Karlsruhe mit einem grĂ¶ĂŸeren Bestand noch in der Fritschlach. Sonst ist sie selten, weil Wiesen mehr und mehr gedĂŒngt werden. FĂŒr den BUND ist das Rote Ordensband der Schmetterling des Jahres, auch wenn die Art nach Aussagen des Karlsruher Stadtökologen Dr. Volker Hahn nicht gefĂ€hrdet ist. In der Oberrheinebene und in Karlsruhe ist der Schmetterling verbreitet. Sein Lebensraum sind Pappel- und WeidenbestĂ€nde an GewĂ€ssern und in feuchten WĂ€ldern.

Ebenfalls in guter Population ist der Habicht als Vogel des Jahres vorhanden. Der NABU hat ihn ausgewĂ€hlt, weil er vielerorts trotz Jagdverbots verfolgt wird. An feuchten Stellen um Haus und Garten sowie im Freiland ist die Keller-Glanzschnecke anzutreffen, das Höhlentier des Jahres. Die Gefleckte Heidelibelle als Libelle des Jahres hingegen ist zwar zerstreut in Baden-WĂŒrttemberg anzutreffen, aber wohl nicht in Karlsruhe. Eine Ausstellung zu den Arten des Jahres eröffnet BĂŒrgermeister Klaus Stapf Ende April im Naturschutzzentrum Rappenwört. Sie wird dann fĂŒnf Monate zu sehen sein.

zum Bild oben:
Der Baum des Jahres 2015 ist der Feldahorn, der in Karlsruhe unter anderem im Hardtwald zu finden ist. Im Herbst trÀgt er ein besoders farbenprÀchtiges BlÀtterkleid. / Bildrechte: Stadt Karlsruhe
 
 

 
NABU braucht fleißige VogelzĂ€hler
Bundesweite Mitmachaktion „Stunde der Wintervögel“ vom 9. bis 11. Januar 2015

Vom 9. bis 11. Januar 2015 findet zum fĂŒnften Mal die bundesweite „Stunde der Wintervögel“ statt: Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und sein bayerischer Partner Landesbund fĂŒr Vogelschutz (LBV) rufen Naturfreunde auf, eine Stunde lang die Vögel am FutterhĂ€uschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zĂ€hlen und zu melden. Eventuell können auch vermehrt Zugvögel wie Hausrotschwanz, Zilpzalp, MönchsgrasmĂŒcke und Heckenbraunelle gemeldet werden. „Möglicherweise haben einige dieser Arten aufgrund des Wetters ihre Reise nicht angetreten und versuchen hier auszuharren“, sagte NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann. Um die Zahlen mit den Ergebnissen der vergangenen Jahre abzugleichen, hofft der NABU auf eine rege Beteiligung bei Deutschlands grĂ¶ĂŸter wissenschaftlicher Mitmachaktion.

Auch GĂ€rten, in denen nur wenige Vögel zu sehen sind, sollten unbedingt erfasst werden. „RĂŒckgĂ€nge von Arten können wir bei der Stunde der Wintervögel nur mitbekommen, wenn wir auch die kleinen Zahlen erhalten. Gerade ein schleichender RĂŒckgang, wie wir ihn ganz aktuell bei der Amsel feststellen, wĂŒrde sonst niemals auffallen. Wir vergleichen auch die Artenzusammensetzung zwischen GĂ€rten mit und ohne WinterfĂŒtterung. Wichtig ist daher, dass auch dort gezĂ€hlt wird, wo kein FutterhĂ€uschen in Sichtweite ist“, sagt Lachmann.

Die WintervogelzÀhlung funktioniert ganz einfach: Von einem ruhigen BeobachtungsplÀtzchen aus wird von jeder Art die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu beobachten ist. Die Beobachtungen können dann im Internet unter www.stundederwintervoegel.de bis zum 19. Januar gemeldet werden, die Ergebnisse werden dort live ausgewertet. Zudem ist am 10. und 11. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet.

Das pure Interesse und die Freude an der Vogelwelt reichen zur Teilnahme aus, eine besondere Qualifikation ist fĂŒr die WintervogelzĂ€hlung nicht nötig. Bei der letzten großen VogelzĂ€hlung im Januar 2014 beteiligten sich ĂŒber 76.000 Menschen. Mehr als 1,9 Millionen Vögel aus ĂŒber 53.000 GĂ€rten wurden gemeldet. Der Haussperling ergatterte damals den Spitzenplatz als hĂ€ufigster Wintervogel in Deutschlands GĂ€rten, die Kohlmeise Platz zwei. Auf den PlĂ€tzen drei bis fĂŒnf folgten Blaumeise, Feldsperling und Amsel. Nun erhoffen sich der NABU und sein bayerischer Partner, der Landesbund fĂŒr Vogelschutz (LBV), auch 2015 wieder eine rege Beteiligung. Denn je grĂ¶ĂŸer die Teilnehmerzahl ist, desto wertvoller werden die Ergebnisse.

Neben der wissenschaftlichen Datenerhebung ist es fĂŒr den NABU und den LBV bei dieser Aktion ebenso wichtig, die engagierten ZĂ€hler auf die Natur vor der HaustĂŒr aufmerksam zu machen und zur naturnahen Gestaltung von GĂ€rten als Lebensraum fĂŒr Vögel zu motivieren.
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NABU-Zahl des Monats
80 Prozent der deutschen FlĂŒsse erreichen Umweltziele nicht

2015 ist SchlĂŒsseljahr fĂŒr die EU-Wasserrahmenrichtlinie

Mit der Wasserrahmenrichtlinie 2000/60/EG haben sich die Mitgliedstaaten der EU und das EuropĂ€ische Parlament im Herbst 2000 verpflichtet, alle BinnengewĂ€sser wie FlĂŒsse und Seen, aber auch Übergangs- und KĂŒstengewĂ€sser bis 2015 in einen „guten ökologischen und chemischen Zustand“ zu versetzen. Gut 80 Prozent der deutschen FlĂŒsse und BĂ€che verfehlen dieses Ziel laut einer Studie des Umweltbundesamtes. Der Gradmesser fĂŒr intakte GewĂ€sser sind die im Wasser lebenden Fische und wirbellosen Kleinlebewesen, Algen und Wasserpflanzen.

Neben stofflichen EintrĂ€gen aus der Landwirtschaft sowie aus Siedlungs- und Bergbaugebieten, ist die schlechte GewĂ€sserstruktur ein wesentlicher Grund dafĂŒr, dass die Umweltziele nicht erreicht werden. Schon seit Jahrhunderten werden unsere FlĂŒsse massiv fĂŒr Landwirtschaft, Schifffahrt, Wasserkraftnutzung und anderes Gewerbe ausgebaut und von ihren Auen abgeschnitten. Dies hat nicht nur weitreichende Folgen fĂŒr Tiere und Pflanzen, auch die Funktion der GewĂ€sser und Auen als NĂ€hr- und Schadstofffilter, als Kohlenstoffspeicher und HochwasserrĂŒckhalteraum ist dadurch stark beeintrĂ€chtigt.

Der NABU begrĂŒĂŸt die Anstrengungen der Bundesministerien fĂŒr Verkehr und Umwelt, die nun einen Vorschlag fĂŒr das vom NABU geforderte Bundesprogramm „Blaues Band“ zur Renaturierung von FlĂŒssen und Auen erarbeiten. Im Fokus stehen 7300 Kilometer Bundeswasserstraßen. Durch die intensive Nutzung unserer großen Ströme und FlĂŒsse besteht hier ein besonderer Handlungsbedarf, damit die GewĂ€sser und ihre Auen wieder ihre Funktionen fĂŒr Mensch und Natur erfĂŒllen können.
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NABU: Luft an Nord- und Ostsee wird sauberer
Werbeprospekt: „Wir hassen Abgase“ / Foto: NABU
 
NABU: Luft an Nord- und Ostsee wird sauberer
Neue Schwefelgrenzwerte zum Jahreswechsel

Bessere Kontrollen der Schiffe und höhere Strafen fĂŒr sĂŒndige Reeder nötig

Vom 1. Januar 2015 an mĂŒssen Schiffe strengere Vorgaben fĂŒr ihre Kraftstoffe erfĂŒllen. Der NABU begrĂŒĂŸt die VerschĂ€rfung des Schwefelgrenzwertes auf 0,1 Prozent, der fortan fĂŒr Nord- und Ostsee gilt. Gleichzeitig fordert der Umweltverband eine konsequentere ÜberprĂŒfung der Schiffe.

„Zurzeit wird nur jedes tausendste Schiff auf seinen Treibstoff hin ĂŒberprĂŒft. Das ist nicht hinnehmbar. Wenn zu große Schlupflöcher fĂŒr die schwarzen Schafe der Branche bestehen, ist der beabsichtige Effekt fĂŒr die Umwelt, das Klima und die menschliche Gesundheit gleich null“, so NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. Die Bundesregierung mĂŒsse die Zahl der Kontrollen deutlich erhöhen und von Beginn an konsequent gegen VerstĂ¶ĂŸe vorgehen.

„Außerdem mĂŒssen die Strafen fĂŒr sĂŒndige Reeder schmerzhafter werden. Zurzeit zahlen Reeder lediglich Hundert bis Tausend Euro, wenn sie mit dem falschen Kraftstoff erwischt werden. DarĂŒber lacht jeder Unternehmer. Bei so niedrigen Strafen ist es fĂŒr die Reeder lukrativer, mit billigem und dreckigem Schweröl zu fahren und so ihre Betriebskosten enorm zu senken“, so der NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer. In den USA und Kanada seien hingegen deutlich höhere Strafen von bis zu 25.000 Dollar pro Tag fĂ€llig.

Als positives Beispiel hierfĂŒr nannte Miller die PlĂ€ne DĂ€nemarks. Die Skandinavier haben bereits angekĂŒndigt, ab 2015 strengere Kontrollen durchfĂŒhren zu wollen. Dabei sollen sowohl ÜberwachsungsflĂŒge als auch stationĂ€re Messungen die Einhaltung der Schwefelrichtlinie sicherstellen.

Auch in der Schifffahrtsbranche selbst mehren sich derzeit die Stimmen, die eine flĂ€chendeckende Kontrolle der gesetzlichen Vorgaben fordern. Unter dem Namen „Trident Alliance“ haben sich bekannte Unternehmen wie die weltgrĂ¶ĂŸte Containerreederei Maersk, der Hamburger Containerriese Hapag-Lloyd oder auch die FĂ€hrgesellschaft Stena Line zusammengeschlossen, um die Nationalstaaten zu einem engagierten und koordinierten Vorgehen zu bewegen. Auch eine Ausweitung der Emissionskontrollgebiete auf das Mittelmeer ist aus Sicht des NABU der nĂ€chste logische Schritt fĂŒr besseren Umweltschutz und fairen Wettbewerb.
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ExxonMobil-Europachef Gernot Kalkoffen erhÀlt
Dinosaurier des Jahres Foto: NABU/K. Karkow
 
ExxonMobil-Europachef Gernot Kalkoffen erhÀlt "Dinosaurier des Jahres 2015"
Fracking ist nicht sicher - Ignoranz beim Klima- und Umweltschutz

Der NABU hat ExxonMobil-Europachef Gernot Kalkoffen mit dem „Dinosaurier des Jahres 2014“ ausgezeichnet. Er erhĂ€lt den Negativpreis fĂŒr seine Verharmlosung des umstrittenen Fracking-Verfahrens und als ReprĂ€sentant einer rĂŒckwĂ€rtsgewandten Energiepolitik. Kalkoffen ist Vorstandsvorsitzender der Exxon Mobil Central Europe Holding GmbH und Vorstandsvorsitzender des Wirtschaftsverbandes Erdöl- und Erdgasgewinnung WEG.

„ExxonMobil hĂ€lt an der Förderung und Verbrennung fossiler EnergietrĂ€ger fest. Wenn wir unsere natĂŒrlichen Lebensgrundlagen erhalten und die Energiewende zum Erfolgsmodell werden soll, brauchen wir einen naturvertrĂ€glicher Umbau der Energiewirtschaft. Bislang zeichnet sich ExxonMobil weitgehend durch Ignoranz beim Klima- und Umweltschutz aus“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke. ExxonMobil stehe damit ganz in der Tradition seines US-Mutterkonzerns. Bereits 2000 wurde der damalige Exxon-Chef, Lee R. Raymond, vom NABU mit dem Dinosaurier fĂŒr die GrĂŒndung einer internationalen Anti-Klimaschutz-Lobbygruppe sowie der Blockade von Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasen ausgezeichnet.

Die Sichtweise von Exxon Mobil, die Erdgas als BrĂŒckentechnologie einordnet, ist aus NABU-Sicht nicht zielfĂŒhrend, da billiges Erdgas einen steigenden Energieverbrauch befördert. Außerdem entweicht bei einer Verdopplung oder gar Verdreifachung der Produktion von Erdgas auch entsprechend mehr Gas durch undichte Rohre in die AtmosphĂ€re, wo sein Hauptbestandteil Methan als starkes Treibhausgas wirkt.

Statt Gelder in neue MĂ€rkte fĂŒr Energieeffizienzdienstleistungen und den Ausbau erneuerbarer Energien zu investieren, setzt ExxonMobil in Deutschland auf Erdgas mittels Fracking. „Herr Kalkoffen hat die Förderung von Erdgas aus konventionellen und unkonventionellen LagerstĂ€tten mehrmals als sicher bezeichnet, obwohl bereits die Erdgas-Förderung aus konventionellen LagerstĂ€tten wiederholt Gefahren und Risiken verdeutlicht hat: durch Erdbeben, Lecks an Leitungssystemen und GrenzwertĂŒberschreitungen giftiger Substanzen durch die Verpressung von LagerstĂ€ttenwasser. FĂŒr den NABU hat er sich diesen Preis mehr als verdient“, so Tschimpke.

So hat eine Untersuchung des epidemiologischen Krebsregisters Niedersachsen im Auftrag des Landkreises Rotenburg/WĂŒmme ergeben, dass MĂ€nner in der Samtgemeinde Bothel deutlich hĂ€ufiger an LeukĂ€mie erkranken. BĂŒrgerinitiativen hatten die Untersuchung angeregt. Der Untersuchung des Krebsregisters war im Mai 2014 der Nachweis durch den NABU-Kreisverband Rotenburg von 40- bis 70-fach erhöhten Werten der krebserregenden Substanzen Benzol und Quecksilber in der direkten Umgebung von zwei Erdgasförderstellen von ExxonMobil bei Söhlingen vorausgegangen. So ist es wahrscheinlich, dass die KrebsfĂ€lle mit der jahrzehntelangen Erdgasförderung zusammenhĂ€ngen.

„Gerade weil aber die negativen Folgen des jahrzehntelangen Bergbaus erst heute zutage treten, machen sie den Einsatz der Fracking-Technologie unberechenbar. Sie als sicher zu bezeichnen ist fahrlĂ€ssig. Fracking ist nicht sicher“, so Tschimpke weiter. Der NABU fordert ein Fracking-Verbot in Deutschland. Tschimpke: „Auch die aktuell von der Bundesregierung vorgelegten EntwĂŒrfe fĂŒr ein Fracking-Gesetz reichen nicht aus, weil sie weder Mensch, Natur noch Trinkwasser hinreichend vor den Folgen des Frackings schĂŒtzen.“

ExxonMobil ist erst in den vergangenen Jahren und auf öffentlichen Druck dazu ĂŒbergegangen, Bedenken und Ängste der Bevölkerung ernst zu nehmen. „Diese Offensivstrategie mit Info-Dialogen und freiwilligen Monitoringmaßnahmen Ă€ndert aber nichts an der Unternehmensphilosophie, weiter aggressiv auf fossile Energien zu setzen“, so Tschimpke. Auf der Internetseite von ExxonMobil heißt es: „Wir suchen kontinuierlich nach Möglichkeiten, unsere Sicherheits- und Umweltbilanz kontinuierlich zu verbessern und die Auswirkungen unserer TĂ€tigkeiten auf die Umwelt zu minimieren.“ Von einem Umsteuern ist bislang wenig zu spĂŒren.
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Karlsruhe: Wildtiere haben selbst vorgesorgt
Mit raffinierten Strategien durch den Winter

Nach den ersten Frösten und SchneefĂ€llen befĂŒrchten viele Tier- und Naturfreunde, dass Wildtiere frieren und keine Nahrung mehr finden. "Diese Sorge ist bei unseren relativ milden Wintern und den strukturreichen MischwĂ€ldern unbegrĂŒndet", meint Ulrich Kienzler, der Leiter der Forstverwaltung. "Die Tiere im Wald haben zwar keine Heizung und keine wĂ€rmenden Decken, aber sie kennen viele Tricks und Strategien, mit denen sie KĂ€lte und Nahrungsmangel trotzen".

So sorgen bei Rehen hohle und leicht gewellte Haare fĂŒr eine wĂ€rmende Luftschicht und gute Isolierung, wĂ€hrend Wildschweine als "UnterwĂ€sche" eine schĂŒtzende Wollschicht unter den Borsten tragen. Zur Überlebensstrategie gehört auch, dass sich Wildtiere im Winter möglichst wenig bewegen. Dadurch reduziert sich der Energieverbrauch und die Tiere kommen mit weniger Nahrung aus. Bei den Rehen sind zudem sind Herzschlag und Körpertemperatur abgesenkt. Andere Tiere des Waldes wie Igel, Dachs oder FledermĂ€use verschlafen den Winter einfach. Wenn es wieder wĂ€rmer wird, weckt sie die innere Uhr.

In der Winterzeit reagieren deshalb Wildtiere besonders empfindlich auf Störungen. Forstleute und NaturschĂŒtzer raten deshalb bei SpaziergĂ€ngen im Winter auf den Wegen zu bleiben und auch in der Nacht den Wildtieren Ruhe zu gönnen.

Das FĂŒttern von Brotresten oder KĂŒchenabfĂ€llen im Wald oder am Waldrand sei fĂŒr die Tiere eher schĂ€dlich und könne Krankheiten auslösen. Zudem wĂŒrden Allesfresser wie Wildschwein, Dachs, Fuchs oder neuerdings auch WaschbĂ€r in die NĂ€he der besiedelten Bereiche gelockt. Sie verlieren die Scheu vor den Menschen und gewöhnen sich an den reich gedeckten Nahrungstisch. Hausgemachte Probleme entstehen dann, wenn MĂŒlltonnen oder Komposthaufen durchwĂŒhlt und HausgĂ€rten umgegraben werden.

Auch das FĂŒttern von Vögeln im Wald sei fĂŒr die gefiederten Freunde in normalen Wintern nicht ĂŒberlebensnotwendig. Im Hausgarten könne eine ordnungsgemĂ€ĂŸe VogelfĂŒtterung dagegen helfen, um heimische Vogelarten gut beobachten zu können.
 
 



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