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Dienstag, 21. November 2017
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KEM und COP – sechs Buchstaben für eine dringende Sache!
Die Bonner Klimaschutzkonferenz, die COP 23 und bisher größte in Deutschland stattfindende zwischenstaatliche Konferenz, ist in vollem Gange. Beinahe 30.000 Teilnehmende, Medienschaffende und Mitglieder von Nichtregierungsorganisationen kommen zusammen, um der wohl dringlichsten Herausforderung unserer Zeit beizukommen: dem Klimawandel.
Den Vorsitz hat der Inselstaat Fidschi, der in Folge der globalen Erwärmung von steigenden Meeresspiegeln und gehäuften extremen Wetterereignissen bedroht ist. Und auch sonst sind weltweit die Folgen der Erderwärmung deutlich zu spüren und das stetig deutlicher.

Die Erwartungen an die COP 23 sind weltweit groß und die Signale von der öffentlichen Bühne sind nicht sehr beruhigend: Obwohl das Umweltbundesamt in Sachen Emissionen durch den Verkehr im Jahr 2021 eine Reduzierung der CO2-Flottengrenzwerte von 70 Prozent gegenüber 2030 fordert, scheint Außenminister Sigmar Gabriel da andere Pläne zu haben. Und die Automobil-Industrie ist da ganz bei ihm. Hier wird alles unternommen, um die Zielvorgaben zu deckeln. So hören wir seitens der Automobilindustrie, dass eine Reduzierung der Emissionen bis zum Jahr 2015 von nur 15 Prozent schon zu ehrgeizig sei.

Ähnlich verhält es sich beim Kohleausstieg. Da wird einiges für unmöglich erklärt und immer wieder auf die Arbeitsplätze verwiesen. Dass wir ohne schnellen Ausstieg alle gesteckten Klimaziele krachend verfehlen, scheint nicht von besonderem Interesse zu sein. Hier wird wieder deutlich, dass es keinen Sinn macht, zu warten, dass „die da oben" alles regeln. Zu unterschiedlich sind die Interessen, zu sehr verliert man sich im Klein-Klein.

Aber wir können etwas tun, jeder von uns! Wie wäre es zum Beispiel, wenn wir unsere Expertise in Sachen Klimaschutz ausweiten und uns argumentatorisch gegen die vielen abwegigen Ideen rüsten würden, die immer wieder zum Vorschein kommen?

Die perfekte Gelegenheit dazu gibt es wieder vom 12. Januar bis zum 14.Juli 2018, denn in der Zeit organisieren ifpro und fesa e.v. den 7. Kurs zum Kommunalen Energie- und Klimaschutzmanagement (KEM), es sind noch Plätze frei! Der nah am Alltag der Kommunen angelegte Kurs vermittelt umfangreiches Grundlagenwissen über Klimaschutzkonzepte, strategische Planungen, Rahmenbedingungen sowie die Bürgerbeteiligung und Kommunikation mit der Bevölkerung. Durch die Praxisarbeit ist der Kurs praxisnah und am Hintergrund der Teilnehmer orientiert. Er befähigt zur zielorientierten und erfolgreichen Umsetzung von Energie- und Klimaschutzprojekten.

Nur durch die Realisierung der erheblichen Potenziale zur Energieeinsparung und zum Klimaschutz in den Kommunen kann Deutschland seine energie- und klimapolitischen Ziele erreichen. Die Kommunen können die Vorreiterrolle einnehmen!
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Eintrag vom: 10.11.2017  




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